Artur Hermann Landsberger - Elisabeth

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Deutschland zwischen den Weltkriegen. Die Feindschaft der Siegermacht Frankreich ist besonders am Rhein zu spüren. Dorthin ist die junge Elisabeth Grothe mit ihrem todkranken Verlobten Reinhardt gezogen, der sich von den Qualen der Kriegsgefangenschaft erholen soll. Als sich die junge Frau gegen eine plötzliche Einquartierung französischer Soldaten wehrt, ahnt sie noch nichts von der schleichenden Bedrohung, die ihre bisher wohlgeordnete Welt zerstören wird. Als nach und nach ihre Familie an den Rhein kommt, nimmt das Drama seinen Lauf. Umsonst überlässt die Mutter die Villa mit dem gesamten Inventar den Franzosen für ein Bleiberecht. Bruder Erich, einst glühender Kommunist, wird verhaftet. Schwester Lotte wird von Soldaten entführt und kommt völlig verstört zurück. Und die lebenslustige Edith, obwohl verheiratet, lässt sich von einem Leutnant verführen. Als eines Nachts der Offizier in ihrem Haus in Elisabeths Zimmer schleicht, weiß sie nur noch einen Ausweg …-

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„Auf den Filmball. Alles was auf sich hält, ist da.“

„Was auf sich hält?“ fragte Elisabeth.

„Nun ja,“ erwiderte der Alte. „Man muß sehen und gesehen werden. Was hat man denn sonst von seinem Gelde?“

„Oh!“ erwiderte Elisabeth. „Man kann viel von seinem Gelde haben — auch ohne Filmball ...“

Iwan Schiff wurde ungeduldig und rief:

„Also wer kommt mit?“

Edith sah Elisabeth an und fragte:

„Was meinst du?“

„Das kannst nur du entscheiden,“ erwiderte die.

„Du gehörst zu deinem Mann!“ entschied der Alte — und Edith tat, wozu es sie trieb. Sie ging zu Iwan Schiff und sagte halblaut:

„Ich.“

„Und du, Erich?“ fragte der Alte.

Erich liebte Elisabeth und es fiel ihm schwer, ihr wehzutun. Aber er stand unter dem Einfluß Wilhelm Fürsts, mit dem er täglich stundenlang in einem Café am Tisch der Intellektuellen saß. Er schwor, wie jene — deren einzige Beschäftigung diese Kampfstunden waren —, auf den Kommunismus und tat blind alles, was ihr Führer Wilhelm Fürst von ihm verlangte. Und das war bisher nur eigentlich: Geld. Und so hatte er sich daran gewöhnt, bei jeder Entscheidung, vor die er gestellt wurde, sich die Frage vorzulegen: „Kann ich dabei Geld verdienen?“

Sehr zu seinem Verdruß hatte er dabei die Beobachtung gemacht, daß er, der begeisterte Kommunist, auf diese Weise stets mit seinem Vater, dem ebenso begeisterten Kapitalisten, seinem Todfeinde, zusammenstimmte. Auch jetzt, als er auf die Aufforderung, mit zum Filmball zu kommen, erwiderte:

„Ich komme mit, aber ich trinke keinen Sekt und verlange die zweihundert Mark, die ich nicht vertrinke, in bar —“

klatschte der Alte in die Hände und rief:

„Bravo! mein Junge! Wir beide verstehen uns!“

Elisabeth, die an ihrem Bruder hing, zuckte zusammen, und Erich, der es sah, war verlegen und senkte den Kopf.

„Na, und du, Lotte?“ fragte der Alte.

Die sah ihn groß an, schüttelte den Kopf und schmiegte sich an Elisabeth. Frau Jenny legte den Arm um sie.

Wie feindliche Parteien standen sie sich gegenüber.

Am Abend desselben Tages kehrte der Rittmeister Reinhart v. Loos, beinahe eine Woche früher, als Elisabeth ihn erwartet hatte, aus Frankreich zurück.

Seit sieben Jahren — Elisabeth war damals sechzehn, der von Kraft strotzende, übermütige und tollkühne Offizier zweiundzwanzig Jahre alt — hatten sie sich nicht gesehen. Aber seit sieben Jahren verging kein Tag und keine Nacht, in der Reinhart nicht im Geiste vor ihr stand. Er nahm an allem teil, was sie erlebte. Sie sprach oft laut mit ihm, als wenn er vor ihr stände, und besprach mit ihm alles, was sie betraf, wobei es nicht selten geschah, daß er anders dachte als sie und trotz ihrer Widerrede bei seiner Entscheidung blieb. So intensiv lebte sie mit ihm, daß sie ihn auch körperlich empfand; und so sehr fühlte sie sich in ihn hinein, daß sie ohne Selbsttäuschung überall erkannte, wie er urteilen würde. Und während sie, wäre er dagewesen, ihren Willen ihm gegenüber behauptet hätte, so gab sie ihm nun, wo er fern war, regelmäßig nach — aus Mitleid vielleicht, denn sie wußte, ohne daß sie Nachricht von ihm hatte, daß er litt — vielleicht aber auch aus dem unsicheren Gefühl heraus, daß er am Ende doch noch Argumente hatte, die sie nicht sah und die sie überzeugt hätten.

Nun, da sie mit zitternden Händen das Telegramm aus Basel hielt, in dem stand:

„Ich komme, Elisabeth. Wie werde ich Dich finden? Ich bin so müde und daher ohne Mut. Aber meine Sehnsucht ist so groß, daß ich an Deine Hilfe glaube. Dein reines Herz —“

schloß sie die Augen und wiederholte ein um das andere Mal: „Dein reines Herz.“ So hatte sie ihn genannt, so nannte sie ihn noch heut. „Reinhart, mein reines Herz!“ — Sieben Jahre waren ausgelöscht in dieser Stunde — waren weggewischt mit allen ihren Schmerzen. — Ihre Herzen waren rein geblieben und trafen nun, unberührt von allem äußeren und inneren Geschehen, so zusammen, wie sie sich damals, dem Scheine nach, gelöst hatten.

Sie sah noch einmal auf das Telegramm und las:

„Wie werde ich Dich finden?“

Da lächelte sie freudig bewegt.

„So wie du mich verlassen hast,“ sagte sie laut. Und sie las weiter:

„Ich bin so müde und daher ohne Mut. Aber meine Sehnsucht ist so groß, daß ich an Deine Hilfe glaube.“

Elisabeth starrte auf das Blatt.

„Er ist krank — vor Sehnsucht krank,“ sagte sie vor sich hin — „und ich soll ihm helfen.“ — Und dann schrie sie plötzlich ganz laut, als wenn ein Schmerz sie emporriß: „Reinhart, mein Herz!! Ich komme!!“

Aufs Ungewisse lief sie zur Bahn, holte aus einem Laden weiße Rosen, die sie lose in den Arm nahm, fragte nach den Zügen, stand den halben Tag über auf dem Bahnsteig, sah Züge kommen und fahren, gab auf Fragen der Beamten, auf wen sie denn warte, keine Antwort — bis spät am Abend eine innere Stimme ihr sagte:

„Jetzt!“

Da riß sie noch einmal die müden Augen auf und sah aus einem Zuge, unter jungen Menschen, die jubelnd Müttern und Vätern in die Arme flogen, einen Greis klettern. Auf einen Stock gestützt kam er näher, und musterte aus toten Augen jeden, der an ihm vorüberging. Zehn Schritte von Elisabeth entfernt blieb er stehen, warf er den Stock hin, riß er die Arme hoch, bebte sein Körper, fiel er in die Knie und rief schluchzend:

„E—li—sa—beth!“

Obgleich seine Stimme schwach war, traf sie doch alle. Mütter ließen ihre Söhne loß, Frauen, die eben noch völlig unter dem Eindruck des Wiedersehens standen, befreiten sich von der Umarmung ihrer Männer — alle sahen auf den knienden Offizier, der wie zu einem Wunder hilflos zu Elisabeth aufsah.

Und Elisabeth beugte den Kopf, nahm ihm die Mütze vom Kopf, sah schneeweißes Haar, stöhnte laut, hörte sein Schluchzen, fühlte, wie zitternde Arme sich um ihre Knie legten, flüsterte:

„Rein—hart.“

und brach neben ihm zusammen.

Er beugte sich über sie, hob ihren Kopf, sah, daß es nur eine Ohnmacht war, flüsterte:

„So jung! so jung!“

wankte auf das Gleise zu und stürzte sich vor den Zug, der sich eben wieder in Bewegung setzte.

Im letzten Augenblick riß ihn ein Beamter zurück.

Und wenige Minuten später saßen sie im Wagen dicht aneinander geschmiegt und ohne ein Wort zu sprechen — und fuhren in die Villa Grothe.

Und während der alte Grothe mit seiner Tochter und seinem Schwiegersohn in ausgelassenster Laune auf dem Filmball beim Champagner saß und die vor seiner Loge vorbeiwirbelnden Paare mit Konfetti überschüttete, saß Elisabeth kniend vor Reinhart v. Loos, der ihr mit den abgemagerten Händen durchs Haar fuhr und mit matter Stimme aus seiner französischen Gefangenschaft erzählte:

Reinhart stand, wenn er äußerlich auch jetzt frei war, seelisch noch völlig unter dem Druck des Erlebten. Und was zeitlich hinter ihm lag, empfand er gegenwärtig und hätte es ganz natürlich gefunden, wenn seine Peiniger ihn jetzt von Elisabeth fortgerissen und unter Schlägen in einen dunklen Arrest gesperrt hätten.

Daher auch die starke Wirkung des Erzählten, das durch seine Unmittelbarkeit bildhaft wirkte. Elisabeth, die Reinharts Qualen körperlich mitfühlte, war mit ihrer Kraft zu Ende, als Reinhart fortfuhr:

„Dieser Venère im Lager von Abomey zwang mich, nachdem er mir mit dem Ochsenziemer den Verband von meinem entzündeten und geschwollenen Auge heruntergeschlagen hatte, die Ausleerungen der Dysenteriekranken mit bloßen Händen aus den Eimern zu nehmen. Ich erbrach mich. Daraufhin versetzte er mir Faustschläge ins Gesicht und ließ mir Daumenschrauben anlegen, die wenigstens das Gute hatten, daß ich das Bewußtsein verlor.“

Elisabeth krampfte die Finger zusammen und schluchzte in sich hinein.

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