Corina C. Klengel - Todesrunen

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Tilla Leinwig ist spontan, sinnlich, impulsiv – und sie ist eine Harzer Hexe. An Samhain, dem Neujahresfest der Altgläubigen, findet Tilla ihre Mutter tot am Küchentisch, vor ihr ein tödlicher Aufguss aus Eisenhut. Auf der Suche nach einer Erklärung für den völlig überraschenden Freitod ihrer Mutter stößt sie nicht nur auf ein Verbrechen, das dreißig Jahre zurückliegt, sie erfährt auch, dass ihre Mutter Kontakt zu einem mysteriösen Orden hatte. Dieser fordert jetzt von Tilla die Herausgabe eines sagenumwobenen Schwertes. Während Tilla fieberhaft nach der Waffe sucht, werden zwei Männer an geschichtsträchtigen Orten hingerichtet. An den Tatorten findet die Goslarer Kripo Runen und verdächtigt die junge Frau, an den Morden beteiligt zu sein. Um die Geschehnisse aufzuklären, muss sie sich mit den Geschichtsstudien ihrer Mutter auseinandersetzen, die bis zur Varusschlacht zurückreichen.

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Tillas Expartner betrat den Saal mit beschwingtem Schritt, um am Zeugentisch Platz zu nehmen. Während Richter Jürgens seine Belehrungsformeln herunterleierte, die von Steinfels natürlich bestens bekannt waren, beobachtete Tilla ihn. Über seine zur Schau getragene Mischung von anbetender Bewunderung für den Richter, dem hochachtungsvollen Nicken, das sich an die Staatsanwältin richtete, und seiner rechtschaffenen Zufriedenheit wunderte sie sich nicht im Mindesten. Hier geschah alles in seinem Sinne.

»Herr von Steinfels, bitte erzählen Sie uns doch, wie Sie die Lebensgemeinschaft mit Frau Leinwig erlebten«, bat die Staatsanwältin und schenkte dem Zeugen ein strahlendes Lächeln.

»Lebensgemeinschaft, nun ja, das Wort Gemeinschaft scheint Frau Leinwig doch so ganz anders zu interpretieren als sonst in unserer Gesellschaft üblich. Sagen wir es mal so: Ich hatte zuweilen den Eindruck, dass der Freundeskreis meiner Expartnerin eine Kleinstadt zu füllen vermochte.«

Heiterkeit brandete auf und Tilla schlug die Hände vor das Gesicht, um ihre Umwelt vor den Unflätigkeiten zu schützen, die ihr zwischen den zusammengebissenen Zähnen hervorquollen. Als wäre sie gar nicht anwesend, erörterten ihr Expartner, die Staatsanwältin und der Richter in geschäftsmäßigem Ton Tillas angebliche Liebschaften und sexuelle Fehltritte unter dem Aspekt der schädigenden Auswirkungen auf Ninas Seelenleben. Dem argumentierte ausgerechnet Peter Ehlers, ihr Exliebhaber, nach besten Kräften entgegen, ohne jedoch etwas ausrichten zu können. Geschickt ließ Achim von Steinfels Schlagworte wie ausuferndes Sexualverhalten und Hexenrituale in seine Rede einfließen, dass sie in den Köpfen der Anwesenden eine untrennbare Einheit ergaben. Tilla fragte sich sogar einen Augenblick lang selbst, ob sie eine völlig entfesselte Nymphomanin war. Ihre glaubensbedingte Zuwendung zu Gefühlen brachte es tatsächlich mit sich, dass eine als angenehm empfundene Zweisamkeit recht oft und zuweilen auch etwas übermütig körperliche Nähe erreichte. Als Altgläubige war Tilla die aus dem Christentum resultierende Prüderie völlig fremd. Aber war sie deswegen gleich ein sexsüchtiges Monster, vor dem man ein junges Mädchen wie Nina schützen musste? Mit mühsam verhaltenem Zorn beobachtete Tilla das Trio infernal. Die kühle Staatsanwältin und der Richter waren ein eingespieltes Team, und Achim fügte sich ein, als arbeiteten die drei eine perfekt choreographierte Drehbuchszene ab. Tilla fluchte leise. Natürlich. Wieso wurde ihr jetzt erst klar, dass sich ihr Expartner, diese inquisitorische Schnepfe und dieser Richter kannten, vermutlich gut kannten. Ernüchtert stellte sie fest, hier war alles verloren. Würde sie womöglich im Gefängnis landen?

Tilla war in diesen Gerichtssaal gekommen, um ein Missverständnis aufzuklären. Doch nun reihte man Vergehen über Vergehen aneinander und machte sie zu einer sexsüchtigen, emotional unausgereiften Sektiererin. Ihr Glaube wurde gerade zu ihrem Untergang.

»Frau Leinwig, Sie haben die schweren Vorwürfe von Seiten des Antragstellers gehört. Was sagen Sie dazu?«, tönte es kühl vom Richtertisch.

»Ich weiß gar nicht, was ich zu diesem Blödsinn sagen soll! Ich habe Achim abserviert und bekomme hier eine Retourkutsche«, ereiferte sich Tilla.

Die Staatsanwältin hob die Brauen, warf ostentativ einen Blick in ihre Unterlagen und bemerkte süffisant: » Sie sind abserviert worden, Frau Leinwig. Es ist wohl eher Ihr Vergehen, das eine Retourkutsche darstellt.«

»Das stimmt nicht!«, hielt Tilla zornig dagegen.

»Frau Leinwig, keiner der hier Anwesenden ist taub«, maßregelte sie Richter Jürgens streng und verlangte dann: »Dann erklären Sie uns doch einfach mal, was Altgläubige so tun. Aber in einem gemäßigten Ton, wenn ich bitten darf!«

Tilla atmete einmal tief durch, fing sich einen warnenden Blick ihres Anwaltes ein und hob dann mühsam ruhig an: »Ich lebe nach den gleichen Werten wie jeder hier. Die alte Religion ist nur eben keine Offenbarungsreligion, wie Christentum, Judentum oder der Islam, sie geht auf die keltische Kultur zurück.«

Peter Ehlers griff nach einigen bedruckten Dokumenten. »Herr Vorsitzender, darf ich mir an dieser Stelle erlauben zu erwähnen, dass der sogenannte ›alte Glaube‹ mittlerweile als Religion anerkannt wird. In den USA erfährt der Wicca-Glaube sogar beachtlichen Zulauf. Ich habe hier einige, dies belegende Quellen, die …«

»In Amerika, ja?«, unterbrach ihn der Richter. »Wo Darwins Evolutionslehre abgelehnt wird und wo sich Anhänger der Scientology-Sekte in Talk-Shows verbreiten?« Natürlich erntete er beflissene Heiterkeit. Selbst gegen das Kichern über seinen gelungenen Witz kämpfend, gluckste Richter Konrad Jürgens: »Verzeihen Sie mir diese Auflockerung, werter Kollege Ehlers. Ich wollte Ihnen damit nur deutlich machen, dass wir in Deutschland andere Maßstäbe setzen als unsere Cowboyfreunde jenseits des Großen Teiches.« Dann wandte er sich wieder Tilla zu. »Frau Leinwig, im Zuge der Beweisaufnahme muss geklärt werden, ob ihr Glaube eine schädigende Auswirkung auf Nina von Steinfels gehabt hat. Also beschreiben Sie uns Ihren Glauben!«

Tilla bemühte sich, ihre Stimme auf eine tiefere Frequenz zu bringen, um ihre brodelnde Wut zu übertünchen.

»Altgläubige streben danach, rechtschaffene, gute Menschen zu werden. Unsere Religion praktizieren wir im Gegensatz zu der von Ihnen erwähnten Scientology-Sekte im Stillen. Wir benötigen keine Vermittler zu unseren … zu unserem Gott.« Bewusst umschiffte Tilla den Umstand, dass Altgläubige noch an ein Konglomerat verschiedenster Götter glaubten, ein Umstand, der von der christlichen Kirche so gar nicht akzeptiert wurde. »Wir haben also keinen Pastor und dementsprechend keine Kirchenhierarchie, die sich mit der Verbreitung des Glaubens beschäftigt. Wir missionieren nicht. Hin und wieder gehen auch wir Altgläubigen in eine christliche Kirche und suchen dort Inspiration, doch die meisten von uns finden diese eher in der Natur, denn unser Glaube ist an die alte Naturreligion angelehnt«, erklärte Tilla mit mühsam gleichförmig gehaltener Stimme.

»Sie beten also in der Natur?«, fragte Staatsanwältin Bleibtreu in unschuldigem Ton.

»Ja, ich persönlich gehe am liebsten in den Wald, an einen einzelnen Felsen, einen See oder an einen anderen schönen Ort, an dem ich die Natur und Jahreszeiten deutlich spüren kann.«

»Nackt?«, fragte Dr. Bleibtreu, wobei ihr wohlgeformter Mund vor Vergnügen darüber zuckte, dass Tilla ihr in die Falle gegangen war.

Tilla sog scharf die Luft ein. »Nein, natürlich nicht, ich …«

»Aber es gibt Altgläubige, die ihre Zeremonien nackt durchführen?«

»Ja schon, aber …«

»Gibt es auch männliche Altgläubige?«

»Ja …«

»Und die beten auch nackt?«

»So was kommt vor, aber …«

»Sind Sie bei ihren Öko-Bet-Aktionen immer allein? Oder gesellen sich auch andere Neuzeithexen und Hexer dazu?« Letzteres betonte Staatsanwältin Bleibtreu in besonders abfälligem Ton.

Dieses Mal erkannte Tilla die Falle und sprang auf. »Verdammt noch mal …«, begann sie aufgebracht, doch Peter Ehlers fasste Tilla am Arm.

»Verehrte Frau Kollegin«, sagte er an die Staatsanwältin gewandt, »Ihr polemischer und provokanter Fragestil ist vielleicht bei dem Verhör eines Schwerverbrechers angebracht, doch hier sind wir in einer Gerichtsverhandlung. Behalten Sie diesen vorverurteilenden Fragestil bei, so werden wir uns in der nächsten Instanz wiedersehen!«

Die Staatsanwältin verzog deutlich ernüchtert den Mund. »Ich werde meine Frage umformulieren. Frau Leinwig, haben Sie Nina von Steinfels je zu einem Ihrer Rituale mitgenommen?«

»Nein.«

»Aber Sie sind viel mit ihr spazieren gegangen?«

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