Corina C. Klengel - Todesrunen

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Tilla Leinwig ist spontan, sinnlich, impulsiv – und sie ist eine Harzer Hexe. An Samhain, dem Neujahresfest der Altgläubigen, findet Tilla ihre Mutter tot am Küchentisch, vor ihr ein tödlicher Aufguss aus Eisenhut. Auf der Suche nach einer Erklärung für den völlig überraschenden Freitod ihrer Mutter stößt sie nicht nur auf ein Verbrechen, das dreißig Jahre zurückliegt, sie erfährt auch, dass ihre Mutter Kontakt zu einem mysteriösen Orden hatte. Dieser fordert jetzt von Tilla die Herausgabe eines sagenumwobenen Schwertes. Während Tilla fieberhaft nach der Waffe sucht, werden zwei Männer an geschichtsträchtigen Orten hingerichtet. An den Tatorten findet die Goslarer Kripo Runen und verdächtigt die junge Frau, an den Morden beteiligt zu sein. Um die Geschehnisse aufzuklären, muss sie sich mit den Geschichtsstudien ihrer Mutter auseinandersetzen, die bis zur Varusschlacht zurückreichen.

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Erst nach einer Ewigkeit hatte er sich wieder genügend unter Kontrolle gehabt, um das Telefon bedienen zu können. Seine Leute, die er herbeordert und die das Haus gründlich durchsucht hatten, konnten nichts finden. Rein gar nichts.

Immer wieder dachte er über die Möglichkeit nach, dass sie die Suche vielleicht doch aufgegeben hatte. Aber hätte er dann nicht wenigstens die Aufzeichnung über das Artefakt finden müssen? Nein. Der einzige Grund dafür, dass er gar nichts fand, war der, dass er nichts finden sollte. Ihr Versteck war genial, da war er ganz sicher. Sie hatte ihn überlistet. Das völlige Ausbleiben von Ärger erstaunte ihn. Ihr Venuszauber hatte ihn wohl noch immer im Griff, über ihren Tod hinaus. Nicht dass er je der Typ gewesen wäre, der an so etwas wie Zauberei glaubte. Obwohl … sie hatte ihr Leben für dieses Artefakt gegeben. Ein Artefakt, von dem man annahm, dass es rund zweitausend Jahre alt war. Und wenn ihm wirklich eine so starke Magie innewohnte, wie die Sage behauptete? Er hielt nicht viel von alten Sagen, doch nun erfüllte ihn plötzlich ein geradezu bohrendes Verlangen nach dem Artefakt.

Er stieß die befremdlichen Gefühle mit einem ärgerlichen Schnaufer aus. Ob magisch oder nicht, wenn er das Kleinod fand, stand ihm in der Organisation jeder Weg offen. Kaum jemand wusste, wie dicht Hedera davor gestanden hatte, den Kreis der Geschichte zu schließen. Nur er. Er … und sein Bruder. Das kurze Hochgefühl zerstob. Seit jenem verhängnisvollen Abend vor dreißig Jahren hatte er nichts mehr von Gerfried gehört. Seit dem Abend, an dem man ihn fast getötet hatte.

Es gab viele Dinge in seinem Leben, für die er den Tod verdient hätte. Er war ein kompromissloser Killer. Einzig damals hatte er nichts weiter getan, als sich in eine Hexe zu verlieben. Und er war sicher, dass sie seine Gefühle erwidert hatte. Heute mehr als damals. Ihm war nicht entgangen, wie die Härte in den tannengrünen Augen immer wieder aufbrach und ein Sog von Sanftmut ihn einhüllte. Doch dann hatte sie ihm und sich das Gift eingeschüttet. Er war sicher, die Erklärung dafür war dreißig Jahre alt. Was nur war damals geschehen? Seit damals hatte er sich der Frage verweigert, warum man ihn durch den Wald gehetzt hatte. Hederas Verrat, den er bis heute nicht verstand und den er damals nicht im Mindesten erwartet hatte, war der Grund für diese Weigerung. Ihr Brief, der ihn seinerzeit den Häschern auslieferte, hatte ihn fast das Leben gekostet. Vor einer Woche hatte sie ihn mit einem Tee erneut an die Schwelle des Todes geführt.

Langsam drehte er sich auf seinem teuren Schreibtischstuhl um und blickte durch das Fenster aus kugelsicherem Glas über die verschiedenen Rottöne der Dächer Ilsenburgs. Unten vor dem Haus strebte die stets zornige Ilse durch den kahlen Novemberwald zu Tal.

Es waren einfache Dorfburschen, die in jener Nacht zu Killern wurden. Sein Glück, dass sie es versäumten, ihm die Beine zu brechen. So hatte er sich doch noch bis zur Harzhochstraße schleppen können, wo ihn der Alte aufgelesen hatte. Der nahende Tod hatte ihn nicht halb so verstört wie das Jahr danach, das von Schmerzen und Hilflosigkeit erfüllt gewesen war. Das Sehfeld seines rechten Auges war seither eingeschränkt, und eine von Zeit zu Zeit aufsteigende Taubheit im rechten Arm erinnerte ihn daran, dass man ihm damals den Schädel eingeschlagen hatte. Er hatte die Zeit der Schwäche überwunden. Das Schwert, Gabe seines Vaters und Zeichen seines Ordens, war ihm auf diesem Weg hilfreicher gewesen als jeder Arzt. Seine Ordensbrüder hatten es ihm gebracht, nachdem sie seine und Gerfrieds Studentenwohnung nach diesem verhängnisvollen Abend von allen Zeichen des Ordens befreit hatten. Mit diesem Schwert hatte er seinen Körper so unnachgiebig trainiert, dass es noch heute niemand in seinem Umfeld mit ihm aufnehmen konnte, was ihn mit leisem Stolz erfüllte. Immerhin war er doppelt so alt wie die, die unter seinem Befehl standen. Seine Fähigkeiten sicherten ihm ein solides Salär und der Organisation führte sein Können hervorragend ausgebildete, junge Kämpfer zu. Er unterhielt mittlerweile zahlreiche Kampfsportschulen in ganz Deutschland. Die Organisation war sehr zufrieden mit ihm. Was würden sie erst sagen, wenn er das Artefakt fände?

Sein Blick wurde starr. Hedera war tot. Sie konnte ihm nicht mehr sagen, wo es war. Und doch wusste er, sie hatte es. Um in ihre Denkmuster hinein zu finden, musste er sich den Geschehnissen von vor dreißig Jahren stellen.

Kapitel 7

Todesrunen - изображение 14

Die Tapferkeit der Kelten erklärt sich durch ihren ausgeprägten Unsterblichkeitsglauben und den Glauben an die Seelenwanderung.

– Caesar, de Bello Gallico, VI 14 –

Lieber hätte Tilla die Asche ihrer Mutter zu einem heiligen Ort der Kraft irgendwo in der Nähe gebracht, am liebsten zum Elfenstein. Sie wusste, ihre Mutter hatte den Elfenstein geliebt, aber der Friedwald im Südharz war eine wirklich schöne Alternative. So folgte Tilla der Bundesstraße nach Bad Sachsa in gedrückter Stimmung. Sie fühlte sich unendlich allein.

Es hatte sie gleichzeitig verstört und mit Ärger erfüllt, als sie einige Tage zuvor erfuhr, dass ihre Mutter ihre eigene Beerdigung bis hin zur Auswahl des Baumes, an dessen Wurzeln ihre Asche beigesetzt werden sollte, selbst vororganisiert und bezahlt hatte. Astrid Volkers, mit der ihre Mutter zusammen aufgewachsen war, hatte sie über diesen Umstand informiert. Seither fragte sich Tilla unaufhörlich, ob ihre Mutter ihren Tod geahnt oder womöglich doch geplant hatte?

»Nein!«, schrie Tilla trotzig auf und schlug auf ihr Lenkrad. Der Fahrer eines silbergrauen Wagens überholte sie mit röhrendem Motor und bedachte Tilla mit aggressiven Gesten. Vermutlich klebte der arme Mann seit Braunlage hilflos hinter ihrem Auto, das Tilla unter der Last wild strudelnder Gedanken viel zu langsam über den Harz steuerte.

Endlich erreichte sie ihr Ziel und bog auf den bereits erstaunlich vollen Waldparkplatz ab. Widerstrebend stieg Tilla aus und schritt langsam auf Astrid zu, die sich mit einer Frau in Förstergrün unterhielt.

»Tilla-Liebes, schön, dass du schon da bist.«

Herzlich nahm die Ältere Tilla in den Arm, die sich sofort an der Freundin ihrer Mutter festklammerte.

»Oh Astrid, ich komme mir so nutzlos vor … auch ein bisschen ausgeschlossen. Ich wusste gar nichts von all dem hier.«

Tilla versuchte den Vorwurf ihres letzten Satzes mit einem Lächeln zu übertünchen. Astrid strich ihr über die Wange. Tilla wandte sich ab und sah sich verloren um. Für sie war nicht nur die Menge der Besucher erstaunlich, die auf Hederas Beisetzung warteten, es wunderte sie zudem, dass sie so wenige kannte.

»Mach dir darüber keine Gedanken, Tilla. Deine Mutter und ich hatten schon öfter über dieses Thema gesprochen. Wir haben uns gemeinsam eine wunderschöne dicke Buche in der Nähe eines Teiches ausgesucht. Es wird dir gefallen.«

Tilla sah Astrid fassungslos an. »Ihr ward zusammen hier?«

»Aber ja. Es wird auch mein Baum werden«, sagte Astrid mit einem fröhlichen Lächeln, als spräche sie über ihren nächsten Urlaub und nicht über ihre Beerdigung. Verwirrt tappte Tilla hinter Astrid und der Försterin her, die sie zuvor mit einem freundlichen Nicken und einem leisen Beileidsbekunden begrüßt hatte.

Das Grüppchen, das nun gemächlich durch den Hochwald östlich der kleinen Harzstadt Bad Sachsa schritt, sah so gar nicht wie eine Trauergemeinde aus. Wetterfeste, dem grauen Himmel angepasste praktische Kleidung herrschte vor. Astrid trug einen weinroten Mantel, eine dunkle Hose und bequeme Halbschuhe. Nur Tilla war mit einem schwarzen Trenchcoat bekleidet. Wieder sah sie sich um. Menschen aller Altersgruppen waren gekommen. Eine Familie wurde von ihrer kleinen Tochter begleitet. Mit den wippenden blonden Zöpfen und der liebevoll bestickten hellblauen Strickjacke unter der offenen, leuchtend roten Wetterjacke bot das Mädchen einen fröhlichen Blickfang. Tilla warf ihr ein Lächeln zu. Ihre Augen begannen zu brennen und sie bedauerte unendlich, dass Nina an diesem Tag nicht hier sein durfte. Das kleine Mädchen lächelte zurück und winkte ihr zaghaft.

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