Lars Hoffmann - Die bedeutenden Historiker

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Geschichte ist ein mehrschichtiger Begriff: Sie kann eine zeitlose, literarische Erzählung sein, dann wiederum ist sie ein Unterrichtsfach in Schule und Universität und zuletzt bezeichnet sie das Gewordensein oder auch des Vergehen von Menschen, Gesellschaften und Institutionen. Geschichtsschreiber kennt Europa schon seit mehr als 2.500 Jahren, aber im Gegensatz zur Jurisprudenz, zur Philosophie oder zur Theologie gehört die Geschichtswissenschaft zu den sehr jungen Unterrichtsfächern im allgemeinen Bildungskanon. Geschichte steht damit in der Spannung zwischen einem menschlichen Grundbedürfnis, Einblick in die eigene Vergangenheit zu erhalten und ihrer allgemeinen Vermittlung, an der offenbar für lange Zeit ein nur eingeschränktes Interesse bestand. Bedeutende Vertreter der abendländischen Welt aus beiden genannten Bereichen sollen in diesem Band vorgestellt werden.Vorstellung bedeutender Vertreter der Geschichtsschreibung

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Bezeugt sind für Plutarch wenigstens 227 Schriften, von denen nur ein sehr kleiner Teil erhalten blieb. Für die Historiographie wären zuerst seine um das Jahr 95 entstandenen Kaiserbiographien zu nennen, die von Augustus bis Vitellius reichten (27 v. Chr - 69 n.Chr.), erhalten sind jedoch nur die Abschnitte zu Galba und Otho (69), außerdem einige Fragmente zu Tiberius und Nero. Im Gegensatz zu Sueton folgte Plutarch dabei aber nicht dem biographischen Schema, sondern konzipierte dies Werk wohl eher als durchlaufende römische Geschichte. Einen anderen Zweck dagegen verfolgen die Parallelbiographien (griech. bíoi parállelloi ), in denen Plutarch 23 Vitenpaare von Persönlichkeiten der griechischen und römischen Geschichte bildete. Der Text ist fast vollständig erhalten, nur das erste Paar mit Epaminondas und (wahrscheinlich) Cornelius Scipio Africanus ist verloren. Erhalten sind die übrigen 22 Paare, in denen Plutarch Personen mit ähnlicher Ausbildung, Tätigkeit oder auch Bedeutung einander gegenüberstellt. Die Reihenfolge der ursprünglichen Abfassung und Veröffentlichung bleibt leider unklar, obwohl über den Rückverweis die Position der Paare Demosthenes und Cicero (= 5), Perikles und Quintus Fabius Maximus (= 10) sowie Dion und Marcus Iunius Brutus (= 12) erkennbar sind.

Vier Paare zeichnen sich durch eine besondere Bildung und rhetorische Fähigkeiten aus, nämlich Demosthenes und Cicero, Kimon und Lucullus, Pelopidas und Marcellus, Philopoimen und Caius Flaminius. Danach wären fünf Paare zu nennen, die sich in der Frühgeschichte ihrer Heimatstädte oder in der politischen Entwicklung besondere Verdienste erworben haben, nämlich Lykurg und Numa Pompilus, Theseus und Romulus, Themistokles und Marius Furius Camillus, Lysandoros und Cornelius Sulla sowie Perikles und Quintus Fabius Maximus. Der späten römischen Republik sind die Römer der folgenden sieben Paare zuzuordnen: Dion und Marcus Iunius Brutus, Alexander d. Große und Caius Iulius Caesar, Agesilaos und Pompeius, Nikias und Marcus Licinius Crassus, Demetrios und Marcus Antonius, Phokion und Cato der Ältere sowie Timoleon und Lucius Aemilius Paullus. Eher schwierig einzuordnen sind die verbleibenden sechs Paare mit Alkibiádes und Gnaeus Marcius Coriolanus, Pyrrhos und Marius, sodann die spartanischen Könige Agis und Kleomenes mit den Gracchen als Gegenüber, Solon und Publius Valerius Puplicola, Aristeides und Cato der Jüngere sowie zuletzt Eumenes und Quintus Sertorius. Vermutlich nicht mehr zur Ausführung kam das an anderer Stelle erwähnte Paar von Leonidas und Quintus Metellus Caecilius Numidicus. Daneben gibt es nur einige wenige Einzelbiographien.

Es versteht sich von selbst, dass diese Texte nicht in erster Linie historiographischen Zwecken dienen. Plutarch verweist etwa in der Biographie des Fabius Maximus (16, 6) darauf, dass derjenige, der reine Geschichtsschreibung sucht, sich in anderen Werken erkundigen müsse. Sicherlich finden sich gelegentlich historisch begründende Exkurse – wie etwa bei Alexander und Caesar –, doch steht immer das Individuum im Zentrum der Darstellung, von dem nun die herausragenden Leistungen, die Stärken und Schwächen oder auch die Charaktereigenschaften herausgearbeitet werden. Damit verfolgt Plutarch pädagogische Zwecke, da er das positive oder auch negative Beispiel seiner Helden dazu benutzen möchte, um aus ihrem Handeln zu lernen (Aemilianus 1, 1) bzw. zu lehren und etwaige Fehler, wie er sie selbst bei Alexander dem Großen sah, zu vermeiden. Wie in der antiken Literatur üblich, findet man vor jedem Paar eine Einleitung, die bereits andeutet, welche besonderen Eigenschaften im Folgetext behandelt werden. In 17 Paaren endet der Text mit einem Vergleich der beiden Persönlichkeiten, der die besprochenen Eigenschaften und Tugenden miteinander abwägt. Meistens gewinnt dabei eine der beiden Personen, was den rhetorischen Agon vor Gericht als literarisches Vorbild erscheinen lässt. Allerdings kommt nicht immer dem Verfasser die Rolle des Richters zu, sondern dem Publikum soll durch den Vergleich eine Möglichkeit dazu gegeben werden, sich ein eigenes Urteil zu bilden – auch wenn dies in der moralischen Bewertung durch Plutarch bereits vorweggenommen wird.

Natürlich greift Plutarch auf literarische Quellen zurück, die er jedoch nur sehr selten wörtlich wiedergibt. So lassen sich für die griechische Geschichte ohne Weiteres Herodot und Thukydides nachweisen, doch als Rhetor und Philosoph hatte man gelernt, Textvorlagen eher umzugestalten und danach in den eigenen Text einfließen zu lassen. Mit Sicherheit hat Plutarch auch lateinische Quellen herangezogen und etwaige Gewährsleute für die jüngeren Ereignisse konsultiert, doch will er gerade kein Historiker sein, der eine reine Ereignisgeschichte vermittelt. Sein Werk lebt vielmehr von der Erkenntnis, dass Persönlichkeiten gestaltend auf die Geschichte einwirken können, die er als einer der letzten Autoren getrennt für den griechischen Osten und den lateinischen Westen behandelt. Der historische und moralische Vergleich schafft somit eine Synthese zwischen Osten und Westen: Denn die Ereignisse nehmen unter anderen äußeren Bedingungen ihren jeweils eigenen Verlauf, die ethisch-moralischen Kriterien für menschliches Handeln jedoch können und müssen überall gleich sein. Erst vor diesem Hintergrund ist es möglich, zwischen beiden Seiten abzuwägen, weil man dafür eine gemeinsame Grundlage benötigt. Dies bedeutet allerdings, dass die Idee für die Parallelviten nicht nur in der in Alexandria entwickelten literarischen Biographie zu sehen ist. Vielmehr spielt dabei das Moment der Rechenschaft vor sich selbst eine wesentliche Rolle, und dies erreichte Plutarch, indem er die reine belehrende Biographie mit dem gerichtlichen Disput verband.

Werke:

Plutarchus, Vitae Parallelae. Hrg. v. C. LINDSKOG, K. ZIEGLER u. H. GÄRNTER. Bde. 1-5 (versch. Auflagen). München 1993-2005 (Bibliotheca Teubneriana).

Plutarch, Große Griechen und Römer. Eingeleitet u. übersetzt v. K. ZIEGLER. Bde. 1-6. 2. Aufl. Zürich 1979 (Bibliothek d. Alten Welt).

Weiterführende Literatur:

R. HIRSCH-LUIPOLD, Plutarchs Denken in Bildern. Studien zu literarischen, philosophischen und religiösen Funktion des Bildhaften. Tübingen 2002 (Studie u. Texte zu Antike u. Christentum 14).

Chr. PELLING, Plutarch and History. Eighteen Studies. Swansea 2002.

B. SCARDIGLI, Die Römerbiographien Plutarchs. Ein Forschungsbericht. München 1979.

R. VOLKMANN, Leben und Schriften des Plutarch von Chaeronea. O.O. 1969.

B. KONRAD, Charakterbilder bei Plutarch und Tacitus. Köln 1962.

R. HIRZEL, Plutarch. Leipzig 1912 (Das Erbe der Alten Welt, I 4).

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