Lars Hoffmann - Die bedeutenden Historiker

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Geschichte ist ein mehrschichtiger Begriff: Sie kann eine zeitlose, literarische Erzählung sein, dann wiederum ist sie ein Unterrichtsfach in Schule und Universität und zuletzt bezeichnet sie das Gewordensein oder auch des Vergehen von Menschen, Gesellschaften und Institutionen. Geschichtsschreiber kennt Europa schon seit mehr als 2.500 Jahren, aber im Gegensatz zur Jurisprudenz, zur Philosophie oder zur Theologie gehört die Geschichtswissenschaft zu den sehr jungen Unterrichtsfächern im allgemeinen Bildungskanon. Geschichte steht damit in der Spannung zwischen einem menschlichen Grundbedürfnis, Einblick in die eigene Vergangenheit zu erhalten und ihrer allgemeinen Vermittlung, an der offenbar für lange Zeit ein nur eingeschränktes Interesse bestand. Bedeutende Vertreter der abendländischen Welt aus beiden genannten Bereichen sollen in diesem Band vorgestellt werden.Vorstellung bedeutender Vertreter der Geschichtsschreibung

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In seiner Darstellung folgt Polybios seinem Vorläufer Timaios aus Tauromenion in formaler Hinsicht, da er seinen Stoff in einzelne Jahre zusammenfasst und diese wiederum in das chronologische Gerüst der Olympiaden eingliedert, sofern dies die Menge des dargebotenen Stoffs erlaubt. Daher findet man in einem der Bücher des Polybios entweder die Ereignisse einer ganzen oder einer halben Olympiade. Unterbrochen wird der historische Ablauf immer wieder durch allgemeine Überlegungen oder staatspolitische Erwägungen – wie dies etwa in Buch VI der Fall war –, während etwa Buch XXXIV die damals bekannte römisch-hellenistische Welt beschreibt. Mitunter weisen diese Einschübe jedoch sachliche Fehler auf, was die Literaturkritik bis heute immer wieder aufgreift. Insgesamt jedoch neigt er zu einer pessimistischen Weltsicht, da er nicht nur den Untergang seiner eigenen, griechischen Welt als durch innere Schwächen hervorgerufen schildert, sondern auch für das Römische Reich als Weltreich keine dauerhafte Perspektive sieht.

Überliefert sind uns die Historien des Polybios leider nur zu einem guten Drittel. Vollständig erhalten sind nur die Bücher I bis V, sowie in größeren Textpassagen die Bücher VI bis XVI und XVIII. Diese Auszüge entstanden im Kontext der sog. Konstantinischen Exzerpte im 10. Jh. nach Chr., als der byzantinische Kaiser Konstantin VII. Porphyrogennetos im Zuge des Wechsels von Majuskel- auf die Minuskelschrift sowie dem durch Zerfall der alten Papyri und Handschriften notwendig gewordenen Ersatz von Büchern dafür Sorge trug, dass die noch erhaltenen Texte aus der kaiserlichen Bibliothek nicht verloren gingen. Dass es zu dieser Zeit noch eine vollständig erhaltene Polybios-Handschrift gab, ist eher unwahrscheinlich. Daneben finden sich in indirekter Überlieferung noch längere und kürzere Zitate bei Folgeautoren. Gänzlich verloren sind jedoch die Bücher XVII, XIX, XXVI und XL.

Neben Thukydides wurde insbesondere auch Polybios zu einem Musterautor für den rhetorischen Unterricht und für die Schriftsteller der Folgezeit. Stärker jedoch als Thukydides sah er sich dem verpflichtet, was er historische Wahrheit nannte (darüber in Buch VII 7; XXIX 12 sowie an anderen Stellen seines Werkes). Fabeln, Träume und Wunderberichte lehnte er ebenso ab wie die Parteilichkeit in der Darstellung – auch wenn er selbst als Grieche davon nicht völlig frei ist (vgl. z. B. Buch XVI 17). Dasselbe gilt für Lügen oder freie Erfindungen um der Sache willen, die er bei anderen Autoren moniert, wozu für ihn etwa die zahlreichen Feldherrnreden gehören, die Thukydides an entscheidenden Punkten seiner Darstellung in sein Werk hat einfließen lassen. Ablehnend stand er weiterhin der Verherrlichung einzelner Personen gegenüber. Was Polybios nicht wollte, war die schlichte Aneinanderreihung von historischen Fakten ohne einen tieferen Sinn. Vielmehr wollte er die historischen Ereignisse als notwendige Kette aus den Folgen menschlicher Handlungen und Entscheidungen darstellen, die aber auch durch göttliches Eingreifen – trotz seiner persönlichen Vorbehalte gegenüber den Religionen – oder scheinbare Zufälligkeiten beeinflusst werden, was ihn geistesgeschichtlich durchaus mit der Philosophie der Stoa in Verbindung bringt. Bei allem sieht er jedoch immer auch die Verantwortung des Menschen, dessen Aufgabe es ist, Konflikte und Schwierigkeiten aus eigenem Vermögen heraus zu lösen. Polybios bringt somit große menschliche Leistungen, aber auch das Versagen in bestimmten Situationen in ein System aus Anlässen, Ursachen und Wirkungen. Dies wiederum erlaubt es ihm, bei der Aufzeichnung seines Stoffes keine chronistische Vollständigkeit erreichen zu müssen, sondern sich auf das zu beschränken, was er für den Lauf der Dinge als wichtig herausarbeiten konnte.

In seinem Geschichtswerk erwähnt Polybios beiläufig einige andere Werke, die durchaus einen historiographischen Charakter besitzen, etwa sein Bericht über die Zerstörung der spanischen Stadt Numantia durch seinen Gönner Scipio Aemilianus im Jahr 133 v. Chr. oder ein Werk, dem sich Angaben zum Achaiischen Bund hätten entnehmen lassen. Allerdings sind diese Texte nicht erhalten.

Werk:

Polybios, Geschichte. Gesamtausgabe in zwei Bänden. Eingeleitet u. übertragen von H. Drexler. 2. Aufl. Zürich 1978/1979.

Weiterführende Literatur:

F. W. Walbank, Polybios, Rome and the Hellenistic World. Essays and Reflections. Cambridge 2002.

K. Stiewe (Hrg.), Polybios. Darmstadt 1982 (WdF 347).

K. Meister, Historische Kritik bei Polybios. Wiesbaden 1975 (Palingenesia, 9).

Caius Iulius Caesar

Der am 13. Juli 100 v. Chr. geborene Caius Iulius Caesar entstammt der nicht sehr wohlhabenden, im alten Rom jedoch höchst angesehenen Familie der Iulier, deren Mitglieder im 5. Jh. v. Chr. noch häufiger, danach jedoch seltener in den altrömischen Konsularlisten begegnen. Sein Leben wurde in besonderer Weise durch die vielfältigen Ereignisse der römischen Bürgerkriege in den Jahren 130-31 v. Chr. bestimmt, an deren Ende der Prinzipat als monarchische Herrschaftsform stand, deren exponiertester Funktion, nämlich dem Kaisertum, Caesar später den Namen geben sollte. Während des Bürgerkriegs stand er – wie auch seine Familie und seine politischen Gönner – auf Seiten der sog. populares , einer Parteiung, die ursprünglich die römische Mittelschicht gegenüber dem senatorischen Adel repräsentierte und ihre Ziele vor allem mit Volksversammlungsbeschlüssen umsetzte. Caesar gelang es jedoch, die mehr und mehr an politischem Einfluss gewinnenden populares für seinen persönlichen Aufstieg zur Macht zu nutzen, ohne dabei notwendigerweise die Interessen dieser Gruppe zu vertreten. Den Popularen standen die Optimaten gegenüber, die sog. Senatspartei, die ihre Ziele vor allem über Senatsbeschlüsse durchzusetzen versuchte.

Nach einigen militärischen Kommandos begann Caesars politischer Aufstieg im Jahr 73 v. Chr. mit seiner Aufnahme in das Kollegium der pontifices , ein Gremium, das für die Überwachung religiöser wie auch juristischer Vorschriften im antiken Rom zuständig war. Seine Wahl an die Spitze dieses Kollegiums erfolgte bereits 63 v. Chr. Zwischenzeitlich wurde er 68 v. Chr. zum Quästor gewählt und bereits mit dieser in der Ämterlaufbahn sehr niedrig angesiedelten Funktion in den Senat aufgenommen. Als hilfreich auf diesem Weg erwies sich seine zweite Ehe mit Pompeia, einer Enkelin Sullas, der eigentlich der Seite Caesars politischer Gegner zuzuordnen wäre. 59 v. Chr. wurde Caesar zum Konsul gewählt, was vor allem der Unterstützung seiner Freunde Marcus Licinius Crassus und Gnaeus Pompeius Magnus zu verdanken war, mit denen er sich ein Jahr zuvor zum sog. ersten Triumvirat (dt. Dreimännerkollegium ) verbündet hatte. Als Konsul erließ er Gesetze, mit denen er sich in der Gruppe des senatorischen Adels zahlreiche Gegner machte. Einer juristischen Verfolgung nach Ende seiner Amtszeit konnte er jedoch entgehen, indem er das Prokonsulat (und damit praktisch auch die Statthalterschaft) für Gallien und Illyrien erreichte und so seine politische Immunität auf fünf Jahre verlängerte, obwohl sein Konsulat bereits beendet war. In Absprache mit Crassus und Pompeius, die im Jahr 55 v. Chr. gemeinsam das Konsulat bekleideten, erhielt er ab dem Jahr 54 v. Chr. sein Prokonsulat ein weiteres Mal, womit es ihm gelang, ein eigenes, an ihn persönlich gebundenes Heer aufzustellen, das ihm als solide Basis für seinen weiteren politischen Aufstieg dienen konnte. In die Jahre 58-49 v. Chr. fällt auch sein bedeutendstes literarisches Werk, seine Sieben [Acht] Bücher Erläuterungen über den Gallischen Krieg .

Nach dem Tod des Crassus im Jahr 53 v. Chr. wandte sich Caesars früherer Freund Pompeius, der um seinen eigenen politischen Aufstieg besorgt war, der senatorischen Partei, den Optimaten, in Rom zu, was Caesar in Zugzwang brachte. Daher betrat er mit seiner 13. Legion gegen den ausdrücklichen Willen des Senats italischen Boden, um ohne größere Schwierigkeiten nach Rom vorzustoßen, das seine politischen Gegner, allen voran der jüngere Cato und Pompeius, fluchtartig verlassen hatten. Die Machtbasis des Letztgenannten zerstörte Caesar in einem ersten Schritt, indem er dessen Legionen in Spanien aufrieb. Pompeius selbst floh zuletzt nach Ägypten, wo ihn jedoch Ptolemaios XIII. ermorden ließ, der seinerseits einen Konflikt mit Caesar vermeiden wollte. Bis zum Jahr 45 v. Chr. schlossen sich daran eine ganze Reihe von Auseinandersetzungen an, wobei Caesars Siege im sog. Afrikanischen Krieg des Jahres 46 v. Chr. gegen die senatorischen Truppen unter dem jüngeren Cato und Metellus Scipio sowie über die Söhne des Pompeius ein Jahr darauf seinen Aufstieg an die Spitze des römischen Staates sicherten. Dabei erreichte es Caesar, der bereits nach seinem Sieg in Afrika vom Senat zum Diktator für zehn Jahre ernannt worden war, nach seiner Rückkehr, in Rom zum Diktator auf Lebenszeit eingesetzt zu werden und somit uneingeschränkt an der Spitze des römischen Staatswesens zu stehen. Allerdings fand sich eine Gruppe von mehr als 50 Senatoren, die mit dieser Entwicklung nicht einverstanden waren. Unter Führung des Marcus Iunius Brutus konspirierte sie im Namen der republikanischen Verfassung Roms gegen Caesar und ermordete ihn in einer Senatssitzung am 15. März 44 v. Chr.

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