Mirco Drewes - Samba tanzt der Fußballgott

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Das Herz des Fußballs schlägt in Brasilien. Mirco Drewes erzählt Geschichten von Aufstieg und Fall begnadeter Straßenkinder, dem Kampf farbiger Fußballer gegen die Rassendiskriminierung und den Mythen des Maracãna. Magische Mischlingshunde und Voodoo-Zauber am Spielfeldrand prägen das Bild. Besessene Leistungssportler und clevere Karrieristen, kettenrauchende Fußballgenies im revolutionären Kampf und skandalumwitterte Diven- die Helden unterm Zuckerhut sind Legende. Und ebenso Thema wie die Auswüchse des globalisierten Fußballgeschäfts. Ein unterhaltsamer Lauf durch die Geschichten des brasilianischen Fußballs – und Brasiliens Geschichte.
/// «Samba tanzt der Fußballgott erspürt mit viel Gefühl den Pulsschlag des brasilianischen Fußballs. Ein Muss für alle Freunde, Liebhaber und Kurzaffären des Spiels am Zuckerhut.» Uli Hannemann, Schriftsteller
/// «Ein fesselndes Buch über das schönste Spiel der Welt und ein feinfühliger, tiefgründiger und messerscharfer Einblick in die runde Seele Brasiliens.» Paul Bokowski, Schriftsteller
/// «Die passende Lektüre zur Einstimmung auf die Fußball-WM 2014. Informativ und wortgewandt dribbelt sich Mirco Drewes auf 306 Seiten durch die Geschichte des futebol und bleibt bei allem brasilianischen Lebensgefühl kritikfreudig.» Olaf Ernst, Redakteur Bücher-Magazin.

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Neben den aus Sicht des Marketings bedauerlicherweise fehlenden Todesopfern war ein zweiter Grund hauptsächlich für das Aus des Sports verantwortlich: Die Ölkrise. 1974 verbot die brasilianische Regierung alle Arten von Motorsport. Autoball geriet in Vergessenheit. Bis es in Zeiten zunehmender Knappheit fossiler Brennstoffe von Stefan Raab für Deutschland wiederentdeckt wurde, wenn auch lediglich als Fernsehereignis, mit Sturzhelmen und zeitgemäß spritsparenden Fahrzeugen (beispielsweise: VW Fox mit Durchschnittsverbrauch zwischen 6 und 9 Litern auf 100 Kilometern). Wäre wohl nicht Walter Lacets Ding gewesen.

Knopfballduelle

Weiter zurück reichen die Anfänge einer anderen Promenadenmischung des Fußballs. Knopffußball heißt die an das deutsche Tipp-Kick erinnernde brasilianische Variante der Fußballimitation im Miniaturformat. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als auch der brasilianische Fußball noch in den Kinderschuhen steckte, waren es eben Kinder, die begannen, Fußballspiele mit Knöpfen spielerisch nachzuvollziehen. Mit jeweils elf Knöpfen wurde auf Tischen nach einem Miniaturball geschnippst, um diesen im gegnerischen Tor unterzubringen. Dieses Kinderspiel hat bis heute einen ungebrochenen Siegeszug in Brasilien angetreten.

Alex Bellos berichtet über das „Knopfbüro“ von Marcelo Coutinho. Dieses Fachgeschäft des Knopffußballs in Rio zieht Jungs und Männer aller Altersklassen in seinen Bann. Coutinho handelt mit Equipment aller Art für das simple Spiel, das sich in puncto Einfallsreichtum und Design stark weiterentwickelt hat. Die Nachfolger der Mantelknöpfe sind Plastikmarken in der Größe von Dominosteinen, die an Pokerchips erinnern. Die Chips sind in den Farben aller populären Fußballmannschaften zu haben, tragen Rückennummern oder Namen berühmter Spieler und bieten so der Fantasie allen Raum, den es braucht, um sich in die große Welt des Fußballs zu träumen. Die „Buttonistas“, wie die Anhänger des Spiels heißen, bewahren ihre Teams in Holzschachteln auf, die „Umkleidekabinen“ genannt werden. Auf Reisen zu Auswärtsspielen darf die medizinische Versorgung der Spieler nicht zu kurz kommen: Möbelpolitur, Reiniger, Wachs und Tücher werden zur Behandlung der Knöpfe mitgeführt.

Ähnlich wie moderne Computer- oder Konsolenfußballspiele bietet Knopffußball den Spielern die Möglichkeit, Knopf-Alter-Egos an die Seite der großen Stars zu setzen. So spielte beispielsweise in Marcelo Coutinhos Wettkampfteam, nachempfunden dem FC Porto, auch dessen Frau Monica im rechten Mittelfeld. Auch Gandhi und Nelson Mandela sollen im Sturmzentrum zu Einsätzen gekommen sein. Der Verdacht liegt nahe, dass der Knopffußball mit der Zeit den modernen elektronischen Fußballspielen zum Opfer fallen könnte. Doch der Knopffußball scheint auf beste analoge Art zu trotzen und schlägt gar den Weg sportlicher Institutionalisierung ein. Nach Jahren regionaler Streitigkeiten über das Spielgerät und die Anzahl der Schnippser pro Mannschaft (Rio: größerer Tisch, drei Schnippser; São Paulo: kleinerer Tisch, zwölf Schnippser) veröffentlichte das Sportmagazin Placar „Die Zehn Gebote des Buttonistas“. Das erste Gebot lautet salomonisch: „Es gibt keine falschen Regeln, nur verschiedene Meinungen und Geschmäcker.“ Die Zeit des konstruktiven Miteinanders im Tischfußball, der wie der große Fußball seine Zeiten der regionalen Eifersüchteleien zu überstehen hatte, hatte begonnen. Der nationale Sportrat gab am 29. September 1988 bekannt, dass der Tischfußball wegen der weit verbreiteten Praxis und der Meisterschaften auf nationaler Ebene als Sport anerkannt werde. Da ein „Buttonista“ während eines Spiels angeblich dreieinhalb Kilometer laufe, war auch der Nachweis physischer Herausforderung erbracht. Mittlerweile haben große Fußballclubs wie Internacional Porto Alegre und Corinthians eigene Tischfußball-Abteilungen und der Knopffußball ist beliebter denn je.

Brasilianische Ruhmeshallen

Ein Außenseiterdasein fristet das von Alex Bellos beschriebene „Ökoball“, welches im Regenwald in der Stadt Macapá gespielt wird: Das pädagogisch sinnvolle Spiel sieht einen Fußballplatz mit Bäumen vor, denen unbedingter Respekt entgegenzubringen ist. Trifft ein Spieler einen der Bäume, wird er des Feldes verwiesen – und, noch nicht genug bestraft, muss der Herausgestellte zudem eine Limone lutschen.

Es gibt wohl unzählige Abwandlungen des Spiels, die den jeweiligen Gegebenheiten fröhlich Rechnung tragen. Die brasilianische Kultur, deren beredter Ausdruck der Karneval ist, lebt von der Improvisation, Mischung und Travestie verschiedenster Einflüsse und Praktiken. Wo immer ein runder Gegenstand zu finden oder herzustellen ist – viele Indianerstämme produzieren eigene Fußbälle aus dem Harz der Kautschukbäume –, denken sich Brasilianer die merkwürdigsten Fußball-Spiele aus.

Wesentlich bekannter als die unzähligen lokalen Fußballhybriden sind die dem Ursprungsspiel enger verwandten Varianten wie Futsal oder Beach Soccer, die von Brasilien ausgegangen sind und mittlerweile als global bekannte Spielarten gelten können.

Futsal, ein Akronym für Futebol de Salão (Hallenfußball), ist ein Indoorsport mit zwei Teams à fünf Spielern. Mit einem schweren und sprungreduzierten Ball wird auf zwei kleine Tore gespielt, wobei es im Unterschied zum klassischen Fußball in der Halle keine Banden gibt. Die erste Idee zu diesem Sport geht auf den Uruguayer Juan Carlos Cerani zurück, der im Montevideo der 1930er-Jahre ein Fußballspiel auf einem Basketballplatz veranstaltete. Erstmals wurde als Spieluntergrund ein Kunststoffboden verwendet. In São Paulo wurde dieser Einfall in den 1950er-Jahren aufgegriffen und im Rahmen des CVJM-Sportprogramms zu einer eigenen Sportart weiterentwickelt.

Um auf dem Hallenboden ein wildes Herumhüpfen des Fußballs zu unterdrücken, wurden die Bälle anfangs mit Sägemehl, Kork oder Pferdehaaren beschwert, weswegen der Sport den Spitznamen „Spiel mit dem schweren Ball“ erhielt. Bereits 1954 wurde der erste Futsal-Verband in Rio gegründet, bis Ende der 1950er-Jahre zogen diverse brasilianische Landesverbände nach. Die Reglements unterschieden sich anfänglich deutlich und brachten interessante Nuancen hervor. Diese reichten von einem Sprechverbot für die Spieler, über ein Lärmverbot für die Zuschauer, bis hin zu einem Verbot der Ballberührung, wenn gleichzeitig eine Hand des Spielers den Boden berührte. Nachdem sich zahlreiche Spieler, beim Versuch einen Sturz durch Abrollen zu kompensieren, die Schultern gebrochen hatten, nahm man die Regel zurück.

1971 wurde der Internationale Verband für Hallenfußball (FIFUSA) in Brasilien gegründet und 1989 in den Weltfußballverband FIFA integriert. In Brasilien ist der Sport kaum weniger beliebt als der klassische Fußball, die einheitliche Profiliga floriert und mit Futsal lässt sich längst eine Menge Geld verdienen. Die brasilianischen Profis dominieren den Sport weltweit, fünf der sieben Futsal-Weltmeisterschaften wurden gewonnen.

Die Übergänge zwischen dem Futsal und Fußball sind in Brasilien gerade im Jugendbereich fließend, sodass viele berühmte Fußballstars der Seleção ihre Grundausbildung im Futsal erhalten haben. Falcão, der wohl beste Futsalspieler aller Zeiten, beschreibt die Vorzüge des Sports, bei dem äußerste Körper- und Ballbeherrschung vonnöten sind, aus Sicht brasilianischer Ballverliebtheit: „Beim Futsal hat man immer den Ball am Fuß. Auf dem großen Fußballfeld muss man manchmal fünf Minuten auf ihn warten.“ Für einen waschechten Brasilianer ein untragbarer Zustand.

Klar ist, dass der Futsal mit seiner Begünstigung individueller Ballbeherrschung und tänzerischen Geschicks alle Elemente bedient und fördert, die Brasilianer auch beim Fußball wertschätzen. Am Zuckerhut fragt niemand nach Taktik, Athletik und Disziplin! Und falls doch, so hört dem Langweiler niemand zu.

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