Mirco Drewes - Samba tanzt der Fußballgott

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Das Herz des Fußballs schlägt in Brasilien. Mirco Drewes erzählt Geschichten von Aufstieg und Fall begnadeter Straßenkinder, dem Kampf farbiger Fußballer gegen die Rassendiskriminierung und den Mythen des Maracãna. Magische Mischlingshunde und Voodoo-Zauber am Spielfeldrand prägen das Bild. Besessene Leistungssportler und clevere Karrieristen, kettenrauchende Fußballgenies im revolutionären Kampf und skandalumwitterte Diven- die Helden unterm Zuckerhut sind Legende. Und ebenso Thema wie die Auswüchse des globalisierten Fußballgeschäfts. Ein unterhaltsamer Lauf durch die Geschichten des brasilianischen Fußballs – und Brasiliens Geschichte.
/// «Samba tanzt der Fußballgott erspürt mit viel Gefühl den Pulsschlag des brasilianischen Fußballs. Ein Muss für alle Freunde, Liebhaber und Kurzaffären des Spiels am Zuckerhut.» Uli Hannemann, Schriftsteller
/// «Ein fesselndes Buch über das schönste Spiel der Welt und ein feinfühliger, tiefgründiger und messerscharfer Einblick in die runde Seele Brasiliens.» Paul Bokowski, Schriftsteller
/// «Die passende Lektüre zur Einstimmung auf die Fußball-WM 2014. Informativ und wortgewandt dribbelt sich Mirco Drewes auf 306 Seiten durch die Geschichte des futebol und bleibt bei allem brasilianischen Lebensgefühl kritikfreudig.» Olaf Ernst, Redakteur Bücher-Magazin.

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„Ich behandelte ‚Bola‘ immer mit Aufmerksamkeit. Denn wenn man das nicht tut, widersetzt sie sich. Aber ich war stets der Herr, und sie gehorchte. Manchmal kam sie zu mir, und ich sagte: He! Meine Kleine ... Ich ging behutsamer mit ihr um als mit meiner Frau. Ich hatte eine tiefe Zuneigung zu ihr. Gerade weil sie hart sein kann. Wenn du sie schlecht behandelst, kann sie dir das Bein brechen!“ Brasiliens Ex-Nationalspieler Nílton Santos über den Fußball als Geliebte

Die Liebe der Brasilianer zum Fußball und des Fußballs zum Brasilianer ist ein weltweit bekannter Topos. Brasilien gilt nicht nur – und das zu Recht – als eine völlig fußballverrückte Nation, die brasilianische Seleção ist auch nicht allein die statistisch erfolgreichste Auswahlmannschaft, Rekordweltmeister, nein: Der Name der südamerikanischen Nation steht weltweit als Inbegriff für all das, was den Fußball attraktiv macht. Brasilianischer Fußball steht für Inspiration, Kreativität und Eigensinn, für Fantasie und Torhunger. Bis vor wenigen Jahrzehnten noch galt der brasilianische Spielstil als absolut einzigartig, in seiner tänzerischen Eleganz, der verschwenderischen Spielfreude und technischen Klasse seiner Spieler schien er grundverschieden vom europäischen Fußball und nicht zu kopieren. Es schien maximal möglich, die Seleção an einem günstigen Tag zu besiegen, gänzlich undenkbar jedoch, es mit dieser an spielerischer Brillanz aufnehmen zu können.

Im 21. Jahrhundert, in Zeiten der globalen Vermarktung des Fußballs und der Ökonomisierung des Sports durch alle Bereiche lässt sich der Trend zu einer Angleichung des Spiels beobachten. Der brasilianische Fußball ist in Sachen Taktik und Athletik europäischer geworden, der europäische Fußball ist im Hinblick auf die technischen Fähigkeiten seiner Individualisten brasilianischer geworden. Der Mythos des brasilianischen Fußballs ist davon unbenommen jedoch ungebrochen. Dass sich die brasilianische Öffentlichkeit und zahlreiche ehemalige Nationalspieler nach wie vor über jede etwas defensivere Spielausrichtung der Seleção echauffieren und nach Berücksichtigung der jeweils gerade vom Trainer verschmähten, besonders unberechenbaren Offensivkünstler schreien, mag diese These bestätigen.

Natürlich ist der kickende Brasilianer zudem ein großer Exportschlager. Kein anderes Land weist so viele im Ausland kickende Profifußballer auf. Im Jahr 2008 wechselten laut Angaben der CBF, des brasilianischen Fußballverbandes, allein 1.176 Spieler als Profis ins Ausland, insgesamt lebten zu diesem Zeitpunkt bereits über 5.000 Berufskicker in der Fremde. Brasiliens unerschöpfliches Reservoir an Talenten ist Legende, allerdings eine, die mit Vorsicht zu genießen ist. Der Nimbus, der Klang des Wortes ‚Brasilien‘ in den Ohren vieler Fußballverantwortlicher verleitet allzu gern zu Leichtsinnigkeiten auf der Einkaufstour. Nicht jeder Fußballer aus Brasilien hält, was seine Herkunft verspricht, wie kostspielige und spektakuläre Bundesliga-Flops der letzten Jahre belegen – erinnert sei an den Schalker Mittelfeldspieler Zé Roberto II, über den es hieß, er habe öffentlichkeitswirksam morgens um neun Uhr betrunken Bierflaschen vor dem Haus seines Mitspielers Rafinhas balanciert, oder an den vermeintlichen Bremer Starspieler Carlos Alberto, der es dank Trainingsprügeleien und Krankmeldungen in Serie auf ganze 197 Minuten Spielzeit für seinen Verein brachte. Auch werden gern Brasilianer eingebürgert, um der jeweiligen Auswahlelf das besondere Etwas zu verleihen. Hans Hubert „Berti“ Vogts wird sich noch gut, vermutlich im Gegensatz zu so manchem deutschen Fan, an die Nationalelfkarriere von Paulo Rink erinnern. Dank dessen deutschem Urgroßvater, einem Brasilienauswanderer, wurde Rink 1998 auf Geheiß des Bundestrainers eingebürgert, um die etwas limitierte Spielstärke des deutschen Angriffs, bestehend aus filigranen Leichtfüßen wie Carsten Jancker, Oliver Bierhoff oder Alexander Zickler, aufzuwerten. Der Traum vom Sambafußball im Deutschland des ausgehenden 20. Jahrhunderts, in dem der 39-jährige Lothar Matthäus als erschreckend klassischer Libero das Zepter in der Auswahlelf schwang, wirkte ähnlich bemüht wie die Sakkos des selbstbewussten Trainerassistenten Uli Stielike. Nach 13 Länderspielen ohne Tor hatte sich Rinks Assimilation sportlich wieder erledigt. Diese Erfahrungen und der überhitzte Markt in Südamerika haben zu einer Verschiebung des Fokus auf den asiatischen Markt geführt. Doch wo immer ein Vereinspräsident oder Manager sein Profil schärfen will, kommt gern ein brasilianischer Neuzugang ins Spiel.

Mythos und Wirklichkeit

Dass Brasilien trotz dieser Entwicklungen über eine enorme Auswahl an starken Individualisten verfügt, lässt sich indirekt auch an der Klasse der Spieler ablesen, denen keine nennenswerte Auswahlkarriere beschert war. Giovane Élber etwa, der zweiterfolgreichste ausländische Torschütze in der Geschichte der Bundesliga, kam auf ganze 15 Länderspiele. Auch die Tatsache, dass er in diesen Spielen sieben Tore erzielte, reichte für weitere Berücksichtigungen nicht aus. Zu denken wäre ferner an Marcelinho, der bei Hertha BSC und dem VfL Wolfsburg glänzte und es auf fünf Länderspiele brachte, oder an den hochaufgeschossenen Torjäger Mario Jardel, der es als fünfmaliger Torschützenkönig der portugiesischen Liga, zweimaliger Gewinner des „Goldenen Schuhs“ als bester Torjäger Europas und einmaliger Toptorjäger der Champions League auf mickrige zehn Länderspiele brachte.

Verlassen wir dieses trockene Terrain der Zahlenspiele, der exemplarisch gebrauchten Einzelfallgeschichten und der Unkenrufe einer Entwicklung des brasilianischen Fußballs abseits seiner Wurzeln. Um in die Seele des „brasilianischen Fußballs“ zu schauen, muss man wissen, was der Fußball für Brasilianer bedeutet.

Fußball als Wille und Vorstellung

Einen wichtigen Hinweis liefert die Sprache: Ohne bei den Eskimos und deren Wörtern für Schnee anfangen zu wollen, kann man mit Haroldo Maranhão und seinem Fußballexikon konstatieren, dass die Brasilianer allein 37 Synonyme für den Ball kennen, darunter zärtliche Bezeichnungen wie „Junge Frau“, „Mädchen“ und „Gefährtin“ oder sehnsuchtsvolle und ambivalente wie „Umworbene“ oder „Untreue“. Mit dem legendären Radioreporter Washington Rodrigues lässt sich festhalten, „dass man in Brasilien den Ball nennen [kann], wie man will, nur nicht Ball“. Die brasilianische Liebe kennt gewiss viele Passionen, profane Züge hat sie nicht.

Der ursprünglich durch Briten importierte und britisch betriebene Sport „Football“ wurde nach der Eroberung durch die Brasilianer auch sprachlich bald vereinnahmt: „Futebol“, so nennen die Brasilianer ihren Kick, und wenn es um die spezifisch brasilianische und damit auch einzig interessante Art geht, das Spiel auszuführen, dann handelt es sich um „futebol arte“ – den kunstvollen Fußball. Brasilianer zu sein verpflichtet schließlich. Dass es beim Fußball nicht darum geht, zumindest nicht als Zweck, der die Mittel heiligt, zu gewinnen, sondern schön zu spielen, findet Ausdruck in der Formel des „jogo bonito“. Das „schöne Spiel“ bezeichnet den angriffslustigen Stil, der auf eine tänzerische Demütigung des Gegners und die Entschlossenheit zum Spektakel hinausläuft. Die Rede vom „jogo bonito“ fungiert nicht deskriptiv – es ist der kategorische Imperativ des brasilianischen Spiels. Auf individueller Ebene kommt dabei eine Entität zum Tragen, die sich in Begriffen europäischanalytischen Denkens, zumal in Fußballfragen, in denen der Europäer aus brasilianischer Perspektive ohnehin als recht stumpfsinniger Klotz gilt, schwerlich fassen lässt: das Ginga. Ursprünglich bezeichnete das Wort den Grundschritt der Capoeira, das stetige Vor- und Zurückstellen der Beine im Rhythmus der Musik. Mittlerweile und insbesondere im Zusammenhang mit futebol bedeutet es jedoch weit mehr als dies. Sich an das Ginga annähernd, ohne ein wirkliches Verständnis behaupten zu wollen, kann man mindestens vier Dimensionen ausmachen, die es tragen. Das Ginga hat eine soziohistorische, eine tänzerisch-sportliche, eine personale und eine existentialistische Seite, die sich freilich überlagern und verschränken.

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