Gundolf S. Freyermuth - Der Ausweg

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Kein Geld, nur die große Liebe und ein Traum: Leben wie ein Rock'n'Roller! Ein Thriller aus den letzten Monaten vor dem Mauerfall.
"Der Ausweg" erzählt von den unmoralischen Abenteuern eines bundesdeutschen Helden: Harry Mann, 38 Jahre alt und ohne Lebensunterhalt, ergreift die Gelegenheit, von der er glaubt, dass es seine letzte ist – ein Mord, zu begehen aus Liebe zu Frau und Geld.
Doch seine Tat hat unerwartete Konsequenzen: Aus dem tristen Berliner Hinterhof-Alltag wird Harry Mann in eine schöne weite Welt aus politischer Korruption, Erpressung und Attentaten katapultiert … Was in Berlin als privates Verbrechen begann, endet in Los Angeles mit einem hochpolitischen Showdown.
Von Mord zu Mord verstärkt sich dabei der Verdacht: Unter allen Beteiligten ist Harry Mann vielleicht sogar der unschuldigste …
Der Roman erschien zuerst 1989 und wurde damals im «stern» vorabgedruckt.
Alle in diesem Roman genannten Personen und Ereignisse sind fiktiv. Jede Übereinstimmung mit lebenden Personen oder tatsächlichen Ereignissen wäre daher rein zufällig.

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Jetzt aber hatte es ihn erwischt.

Rudolf Kelling lag auf den weißen Fliesen in der hintersten Ecke des kühlen Esszimmers. Gal hatte, bevor sie gegangen war, den gefesselten Körper aus der Abstellkammer dorthin geschleift und den Kachelboden gründlich gereinigt. Kellings Gesicht war blutig und geschwollen. Er zitterte und stammelte unverständlich hinter seinem Knebel.

Die Zeit des alten Mannes lief heute ab, und die Harry Manns begann. Mit einer Viertelmillion, die Gal ihm bot, brutto gleich netto. Ein neues Leben. Auf Kellings Kosten. Endlich eine Lebensversicherung, die ihrem Namen Ehre machte.

Mann wendete sich von dem Bündel am Boden ab. Einen Augenblick sah er hinaus in den Garten, wo der ovale Pool blau glänzte. Dann setzte er sich in einen der Bauhaus-Stühle und schob sich die Kopfhörer des Walkman über die Ohren. Der SFB brachte mal wieder Nachrichten. Bonn.

Mann schaltete die Kassette ein. Lennon/McCartney & Co. Er drückte den Autoreverse. „Hey, Joe“, der gute böse Hendrix. Auch schon lange begraben.

Gerne hätte Harry Mann es hinter sich gebracht, doch er musste warten. Kelling zappelte unermüdlich am Boden. Es schien so, als wollte er etwas sagen. Auf das Geseiere konnte Mann verzichten. Er sah sich um. Auf dem Tisch lag Schmuck und ein wenig Bargeld.

Unglaublich langsam wurde es Abend. Mann konnte sich nicht erinnern, jemals auf einen Sonnenuntergang gewartet zu haben. Es war eine Tortur, und es wäre das auch ohne das lebende Paket in seinem Rücken gewesen.

Gegen sieben klingelte das Telefon. Der Anrufbeantworter in der Halle schaltete sich ein. Mann lief hin und drehte laut: „Wir sind leider nicht zuhause...“, sagte die Stimme des Hausherrn vom Band. Der Anrufer legte auf.

Mann stand in der Halle auf dem grünen Velours, an der Stelle etwa, wo sein Opfer gelegen hatte, und betrachtete die geschnitzten afrikanischen Skulpturen. Sie interessierten ihn nicht sonderlich. Er sah die breite Treppe hinauf, die er heute morgen heruntergekommen war. Er dachte an das Kaufhausfell, auf dem er und Gal sich in der Nacht geliebt hatten. Und plötzlich fiel ihm ein, was er vergessen hatte.

Er lief hinauf in das Gästezimmer. Es war leer und aufgeräumt und frisch gesaugt. Gal hatte sorgfältig gearbeitet. Von seinem Füller keine Spur. Wenn er ihn hier verloren hatte, so musste sie ihn gefunden haben. Der Gedanke an ihre Gründlichkeit beruhigte ihn. Er ging wieder hinunter ins Erdgeschoß, durch die große Halle und in das Esszimmer, wo Kelling lag und stammelte.

Kurz vor neun schreckte Mann zusammen, als die automatische Einbruchssicherung nacheinander die elektrischen Jalousien im Parterre herunterließ und ein paar Lampen anschaltete.

Draußen fiel Schatten für Schatten die Dämmerung über die Bäume und verdunkelte die Freizeitlandschaft.

Gegen elf war es endlich Nacht genug.

Das stundenlange Warten hatte Mann die Wut geraubt. Es dauerte eine Weile, bis er sich überwand, aufzustehen. Er griff nach dem teakschwarzen Negerkopf mit den breiten Lippen, der wie verabredet auf dem Esstisch stand, und ging zu Kelling. Als der Alte ihn kommen hörte, setzte sein Stammeln und Zappeln wieder ein, wilder denn je.

Mann stand da und sah auf sein Opfer herab. Was sollte er sagen? Er holte aus. Die Augen am Boden waren so weit aufgerissen, dass sie zu bluten schienen. Es gab einen leisen, ekelhaften Knack.

Ein Hieb hatte genügt, um Kelling zu töten.

Mann ging zur Terrassentür und kurbelte die Jalousie ein Stück weit von Hand hoch, gerade genug, um hindurchschlüpfen zu können. Dann packte er die Leiche an den Beinen und schleifte sie durch den Wintergarten auf die Terrasse. Der Kopf zeichnete eine breite, rote Spur auf die weißen Kacheln.

Die Nacht war wolkig und fast lichtlos. Schon die bunten Plastikliegen um den Swimmingpool waren nicht mehr zu erkennen. Harry Mann stieß Kellings Körper Stufe für Stufe von der Terrasse hinunter in den Garten, zerrte ihn zum Pool und ließ ihn langsam in das Wasser gleiten. Es war zu dunkel, um zu sehen, wie die Oberfläche sich verfärbte.

Im Haus wischte er den Negerkopf sorgfältig ab. Als er das Papiertaschentuch automatisch in die Bodenvase mit dem Schachbrettmuster werfen wollte, fiel ihm Gals Schlüpfer ein. Sie hatte ihn dort vergessen. Er nahm ihn heraus. Das schwarze Etwas roch nach ihrem Parfüm, nach ihrem Schweiß. Er wickelte es in das blutige Papiertaschentuch und steckte das Knäuel ein. Dann setzte er sich wieder und wartete auf das Ende der Nacht. Sein Kopf war leer.

Von irgendwo hinter den Bäumen kam das erste Licht.

Als er, ganz Sonntagsausflügler, den dunklen Flachbungalow Am Rehwinkel Numero sieben durch den Gartenausgang zum See verließ, hatte der Pool einen schmutzigen Glanz. In den Satteltaschen des Fahrrads steckten das Geld und die Schmuckstücke, die Gal ihm bereitgelegt hatte. Und ein paar andere Kleinigkeiten, die ihm gefielen. Abgang war überall.

Gallathea besuchte ihre Eltern. Den Garten schützten hohe Hecken und Schilfmatten vor den Blicken der Nachbarn. Rudolf Kelling, das Opfer brutaler Einbrecher, würde man frühestens am Montag finden.

Auf dem langen Rückweg durch den leeren Sonntagmorgen versuchte er, über diese wichtigste Tat seines Lebens nachzudenken.

So sehr er sich auch anstrengte, er wusste nicht, was er davon halten sollte.

Die Luft im Wald war kühl und frisch, der Tegeler See lag leer und blau und kalt und unbeweglich dar.

Was hatte er gespürt dabei, Gefühle irgendwelcher Art?

Nichts. Keine Gefühle. Und wenn, musste er sie fast schon vergessen haben.

Dies war ein Sonntagmorgen, wie er ihn fast zwei Jahrzehnte lang verschlafen hatte. Ein Sonntagmorgen aus seiner Kindheit, zu dem eigentlich ein Frühstück im Freien gehörte. Es war ein wunderbares Morgengrauen, an dem selbst die Vögel glücklich schrien.

Alles; das alles war ihm vertraut.

Immer wieder wunderte er sich nur über eins, über etwas, das er nicht verstand, eine unbekannte, fremde Leere: die Gleichgültigkeit, mit der er seinen ersten Menschen vom Leben zum Tode befördert hatte.

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