Rich Schwab - Paaf!

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Juli 1986, zwölf Wochen nach Tschernobyl. Die Grünen und die Anti-Atom-Bewegung triumphieren: Das große Pöckensdorfer Anti-Atom-Festival, kurz Paaf!, kann stattfinden – alle behördlichem Hürden sind genommen. An die hunderttausend Protestpilger werden erwartet, und in dem beschaulichen Dörfchen in der Oberpfalz ist der Teufel los. Nicht nur dort – natürlich wollen etliche Geschäftemacher auf den Zug aufspringen, und nicht zuletzt versuchen diverse politische Gruppierungen – und der Verfassungsschutz – ihr eigenes Süppchen zu kochen.
Das könnte Büb Klütsch und seiner Band Penner´s Radio ziemlich wurscht sein, sie sind froh, dabei zu sein und geben natürlich alles, um vor dieser Kulisse ein denkwürdiges Konzert hinlegen – da macht es am dritten Festivaltag wirklich Paaf!, und hinter der Bühne gibt es einen Toten. Wieder einmal stolpert Schlagzeuger Büb, gewohnt selten nüchtern, in seinem vierten Abenteuer durch ein kaum durchschaubares Dickicht von politischen Ränken und kriminellen Machenschaften – und das, wo doch sein Kopf und sein Herz mit ganz Anderem beschäftigt sind …

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»Schließlich soll die WAA Pöckensdorf den Plutonium-Brennstoff für den Schnellen Brüter liefern – und was macht das für einen Sinn, wenn der gar nicht erst in Betrieb geht? Da kann olle Strauß noch so sehr unken, dass von der Genehmigung für Pöckensdorf«, sie malte Gänsefüßchen in die Luft und versuchte sich an einem ulkigen bayrischen Akzent, »‚das Überleben der Bundesrepublik Deutschland als Industrienation abhängt’!«

»Sogar die DWK weiß das selbst am besten«, sagte Kolbe. »Zwei Wochen nach Tschernobyl haben sie den Bauantrag für eine Alternative gestellt – eine …«

»Genau«, unterbrach Sabine ihn und blitzte ihn kurz giftig an, weil er ihr ihren Text vermasselte. »Eine Anlage zur Konditionierung abgebrannter Brennelemente zur direkten Endlagerung – ohne Wiederaufbereitung!«

Und natürlich hast du in deinem geilen, betrunkenen Köpfchen überhaupt nicht mitgekriegt, wie Paula daraufhin ihren Wein runtergekippt hat und mit Tränen in den Augen aus dem Laden gestürmt ist, du Ego-Zicke! Als wüssten nicht alle, dass Paula unsterblich in Sascha verknallt ist – da kann sie noch so demonstrativ Händchen halten in der Öffentlichkeit mit ihrem Admiral. Und genau deswegen treibt der Sascha mit ihr am heftigsten seine Spielchen – wegen dem Admiral, wegen dem Risiko! Und natürlich auch, weil Paula nun mal mit Abstand die Attraktivste von uns ist. Obwohl man gar nicht glauben möchte, dass das für ihn eine große Rolle spielt, wenn man bedenkt, wen er alles schon beglückt hat. Wahrscheinlich hat er dir auch versichert, dass deine fetten Hängeeuter wenigstens was zum Anpacken wären für einen Mann, genau wie mein Pferdearsch. Und wahrscheinlich hast du’s für ein paar Sekunden sogar geglaubt – genau wie ich. Komisch – darüber hat noch keine von uns gesprochen, in der Frauengruppe

»Also, Sascha, was wirst du morgen Abend der Tagesschau erzählen?«, schloss Sabine und blickte Zoller zum ersten Mal seit Beginn ihres Vortrags offen an. »Ich hätte da noch ein bisschen was vorbereitet …« Der Blick unterschied sich erheblich von dem, den sie Kolbe eben zugeworfen hatte. Ein Unterschied, den Zoller, der natural womanizer , sehr wohl zu deuten wusste. Vergiss es, Liebchen, vergiss es! Was erwartest du – ein weiteres Fleißkärtchen auf dem Damenklo? Einen Heiratsantrag? Oder bloß Unterstützung bei deiner Parteikarriere? Tz! Vergiss es – der treibt mit uns allen seine Spielchen, seine eigenen Spielchen!

»Super, Sabine«, sagte Zoller, und sie bekam rosige Wangen, versuchte aber eine Miene aufzusetzen, als sei ihre Arbeit selbstverständlich lobenswert und ein Lob von einem Mann das Letzte, was sie brauchte »Astrein!« Er nahm seine Füße in den gewohnten schwarzen Boxerstiefeln vom Tisch, steckte den Zahnstocher in ein Knopfloch seiner Lederjacke und kramte in deren Taschen. »Aber was haltet ihr davon, wenn wir erst mal ein kleines Zigarettenpäuschen machen?«

Sabine sackten die Mundwinkel herab, aber Kolbe sprang natürlich sofort auf und schrie erleichtert »Na, endlich!« Martina hasste diese Rauchpausen – der Qualm von Zigaretten war für sie mit das Ekligste, was Menschen einander antun konnten; aber natürlich ging sie mit nach draußen – gerade wenn Zoller im Spiel war, wurde man anschließend viel zu oft mit Entscheidungen und Beschlüssen konfrontiert, überrumpelt eher, die in diesen zehn Minuten gefallen waren.

Schnell versuchte sie herauszufinden, von woher der Wind wehte, als sie in den Hof der Bornheimer Villa traten, in der sie vorübergehend ihre Parteizentrale eingerichtet hatten, und stellte sich so, dass der Rauch der anderen nicht auch noch in ihre Richtung wehte. Erst da fiel ihr auf, dass Sabine Illenberger neuerdings auch wieder rauchte. Sogar dieselbe Marke wie Zoller. Ja , dachte sie, der hat uns alle im Griff. Kriegt von Sabine die Kippen, von Rainer Feuer, von Paula das ganze Herz, ich strahle wahrscheinlich die reinsten Hitzewellen aus, wenn er in meine Nähe kommt – und dass er übernächsten Freitag von uns allen grüne Karten gezeigt kriegt, ist so gut wie sicher. Wie ich das alles satt habe … Vielleicht sollte ich doch wieder zurück an meine Schule gehen. ‚Und – warum tust du’s nicht einfach?’ , fragte sie sich selbst. Weil ich verdammt noch mal keinen Bock habe, mich bis fünfundsechzig mit diesen verfluchten Blagen herumzuschlagen. Weil ich, wenn ich noch drei Jahre Bundestag schaffe, quasi ausgesorgt habe. Kreta. Sonne. Meer. Vielleicht zwei, drei zweiwöchige Bildhauerkurse im Jahr – ansonsten das Leben genießen und mich nur noch um meine Katzen kümmern, die lebendigen und die getöpferten …

Martina Esser-Steinecke lehnte sich an die hüfthohe Gartenmauer, und ihr war plötzlich nach Heulen zumute. Vor fünf, sechs Jahren erst waren da auch noch andere Gründe gewesen, aber sie schien sich an die schon nicht mehr so recht erinnern zu können. Du hast dich kaufen lassen, Steinecke. Du bist korrupt. Du bist genauso korrupt wie die, gegen die du mal angetreten bist, als dein Arsch noch neunzehn Kilo leichter war und quer durch eine Tür passte. Und der Esser ist dabei auch auf der Strecke geblieben …

»Und, hast du gestern mit Otto gesprochen?«, fragte Rainer Kolbe Sabine und ignorierte geflissentlich, dass ihr Blick ihn ungespitzt in den Boden rammte, weil sie offensichtlich viel lieber mit Zoller gesprochen und dem weiter ihr Konzept verkauft hätte. Aber freilich konnte sie nicht umhin, ihm zu antworten, und sah währenddessen nur missmutig hinter Zoller her, der zu Martina hinüber schlenderte und sich lässig neben sie auf das Mäuerchen schwang.

»He, Tina«, sagte er und stieß heftigen Rauch aus der Nase, als wüsste er genau, dass sie das gleich aus der Balance brachte – nicht einmal wegen des verhassten Zigarettenrauchs würde sie von ihm abrücken. Viel zu sehr war sie sich bewusst, dass sich sein muskulöser Oberschenkel an ihren Arm drückte. »Du hast mich so komisch angeguckt, eben, da drinnen. Was hast du denn wirklich gedacht?«

Das würd’ ich dir nicht mal erzählen, wenn du mir deine Scheiß-Kippe jetzt ins Ohr stecken würdest , dachte Martina.

»Wie meinste’n das?«, fragte sie laut und wandte sich ihm mit einer halben Drehung zu.

»Ach, weiß nicht«, sagte er leichthin. »Irgendwas schien in der Luft zu hängen.« Sie zuckte die Schultern und zog ihre Zöpfe gerade. »Aber was anderes«, sagte Zoller und schlug wie beiläufig ein Bein über das andere, sodass nun wie unabsichtlich sein Knie ihre Brust berührte. »Was machste’n heut’ Abend?« Martinas Atem setzte einen Moment aus. Sie spürte das Knie, die Kraft und die Wärme, und sie spürte, wie rote Flecken von dort ihren Hals hinauf kletterten. Und sie hoffte, dass die nicht zu sehen waren. Aber wieso dann wanderte sein Blick jetzt von ihren Augen dorthin? Und von da zu ihren Lippen, ihrem vollen, breiten Clownsmund, auf den sie – zu Recht – so stolz war?

Oh nein, Steinecke, du wirst jetzt nicht ohnmächtig werden .

»Wieso?«, fragte sie und versuchte zu ignorieren, dass ihre Brust anschwoll, ihr Nippel sich versteifte. Zoller antwortete nicht. Lächelte bloß sein verdammtes, herzerwärmendes, von sich selbst überzeugtes Lächeln und schlug in Zeitlupe die Wimpern hoch, bis er wieder in ihre Augen sah, mit seinen braun-grün gefleckten, permanent zwischen schläfrig und stechend changierenden, die immer auf sein Gegenüber los gingen wie der Kettenhund eines hessischen Bauernhofs. Wo Zoller ja auch herkam. Grüne Augen, Froschnatur, von der Liebe keine Spur , ging Martina ein alter Kinderreim durch den Kopf. Aber sie schluckte. Musste schlucken. Er will mich immer noch. Er will mich noch mal. Und dann sah sie Sabines waidwunden Blick zu ihnen herüber, sah Paulas Tränen, Christas scharfe Falten um den Mundwinkel, Annemaries Wut, Helgas abgekaute Fingernägel, sah sich selbst mit verquollenen Augen in ihrem Bonner Appartement sitzen und sich an einer Flasche Rotwein festhalten und Mon Chéri in sich hineinstopfen. Sie drehte sich ganz zu ihm herum, trat einen halben Schritt zurück und legte ihm beide Hände auf die Oberschenkel. Ziemlich weit oben. Holte einmal kurz und heftig Luft durch die Nase, blickte ihm in die Augen und sagte:

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