Klaus Hübner - DERMALEINST, ANDERSWO UND ÜBERHAUPT

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Wer weder Twitter noch Facebook noch andere angeblich soziale Medien nutzt, wird schon seine Gründe haben. Ein im moralischen Sinne besserer Mensch ist er deswegen noch lange nicht. Ein ignoranter Technik- und Modernitätsverweigerer auch nicht. Was aber dann? Man muss ihn sich nicht zwingend als einen Menschen vorstellen, der eher von Künstlern, Büchern, Bildern, Städten und Landschaften angeregt wird als von noch schnelleren Rechnern und noch spezielleren Apps. Aber man darf. Auch als einen, der weiß, dass es nicht wenige Zeitgenossen gibt, denen es ähnlich geht. Für solche Menschen ist dieses Buch gedacht.
Der vierte Band geht drei Jahrhunderte zurück und zugleich hinaus in die Welt von heute. Man begegnet einem gelehrten Alpendichter, einem botanisierenden Forscherpoeten, einem etwas schrillen Fräulein und einem Nordlicht aus Gran Canaria. Man lernt böhmische Dörfer kennen, ein unheimliches Slowenien, Rumänien abseits der Klischees und die Donau als Textfluss. Dazu Überraschendes aus Taiwan und einen australischen Aborigine aus Frankreich. Auch Judasohren, Saftlinge und Krause Glucken. Und einiges mehr.

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Rudolf Loch: Kleist. Eine Biographie. Göttingen 2003: Wallstein Verlag. 540 S.

Klaus Müller-Salget: Heinrich von Kleist. Stuttgart 2002: Reclam Verlag. 359 S.

Anton Philipp Knittel / Inka Kording (Hrsg.): Heinrich von Kleist. Neue Wege der Forschung. Darmstadt 2003: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. 299 S.

Nette Idee das

Heinrich von Kleist in der Schweiz

»Kleist hat Kost und Logis in einem Landhaus auf einer Aareinsel in der Umgebung von Thun gefunden«, beginnt die erstmals im Juni 1907 veröffentlichte Erzählung Kleist in Thun . Was der vor zweihundert Jahren am Berliner Wannsee aus dem Leben geschiedene Preuße im Jahr 1802 dort trieb, ist ihrem Autor Robert Walser ziemlich klar: »Er dichtet natürlich … Er hat Bauer werden wollen, als er in die Schweiz gekommen ist. Nette Idee das.« In der Tat kann man betrübt lächeln über diesen von intensiver Lektüre der Schriften Rousseaus beflügelten und doch von vornherein zum Scheitern verurteilten Selbsterfüllungsversuch eines ruhelosen Vierundzwanzigjährigen, der seit Kurzem ohne Vormund über sein ererbtes Vermögen verfügen durfte. Gerhard Schulz, Verfasser der trotz aller Neuerscheinungen im sogenannten Kleist-Jahr 2011 noch immer besten Biografie, sieht die Sache wohl ähnlich wie Robert Walser. Aber er bietet auch an, Kleists Absicht, ein Schweizer Bauer zu werden, ernst zu nehmen und sie als »erlösendes Engagement für praktisches Handeln« zu betrachten. Viel wichtiger aber als Kleists letztlich ja nur aus verstreuten Briefstellen erschlossene Intentionen ist natürlich: »Hier wurde Heinrich von Kleist wirklich zum Dichter, hier entstand sein erstes Drama, und angesichts dessen sind alle guten Gründe für sein Agrarprojekt wie alle Zweifel daran zweitrangig.« Oder, wie es Günter Blamberger in seiner Biografie formuliert: »Die Schweiz ist für den Nomaden Kleist zweierlei: Ort der Melancholie wie der Utopie. Letzteres heißt ja Nicht-Ort und meint einen Ort, wo er zugrunde gehen und zugleich auf den Grund seines Daseins gehen und sich neu entwerfen kann. In und durch die Literatur.«

Der junge Mann, der seiner Mit- und Nachwelt so viele Rätsel aufgegeben und sich mit unvergleichlich sprachmächtigen Schauspielen und Erzählungen tief und nachhaltig in die deutsche Literaturgeschichte eingeschrieben hat, kam Ende 1801 von Paris her in die Schweiz. Es waren politisch unruhige Zeiten in der Helvetischen Republik von Napoleons Gnaden, und in einem Brief an seine Schwester Ulrike heißt es einmal, es ekele ihn bereits vor dem bloßen Gedanken, irgendwann einmal ein Franzose werden zu müssen. Zwar unternahm Kleist einige Anläufe, ein Landgut zu erwerben, doch seinen Siedlertraum gab er schon bald auf. Lieber Dichten als Säen: Von April bis Juni 1802 schrieb er an seinem Drama Die Familie Schroffenstein , vielleicht auch schon am Robert Guiskard , und gelegentlich fuhr er nach Bern und las daraus vor. Der Schriftsteller Heinrich Zschokke, der Verleger Heinrich Gessner und Ludwig, der Sohn des großen Dichters Christoph Martin Wieland, wurden ihm Freunde. Beste Voraussetzungen für eine Literatenkarriere, sollte man meinen. Kleists erstes Drama, mit der Jahresangabe 1803 schon im Herbst 1802 ohne Nennung des Verfassernamens in Gessners Verlag erschienen, war schließlich auch keine »elende Scharteke«, wie er selbst einmal geäußert hat, sondern, folgt man seinem Biografen Schulz, »im Spiel der Motive eher schon so etwas wie die Ouvertüre zu seinem späteren Werk«. Auch manche Anregung für seine Justizkomödie Der zerbrochne Krug , die er dann freilich in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts ansiedelt, dürfte Kleist in seinen Schweizer Monaten erhalten haben. »Die Schweizer Verhältnisse und die Persönlichkeit Zschokkes haben vermutlich mehr in Kleist, in seiner Entwicklung und in seiner Dichtung, ausgelöst, als bislang erkannt worden ist«, schreibt Rudolf Loch, ein weiterer Kleist-Experte. Briefe verfasste der junge Dichter auch, darunter einen, mit dem er sein prekäres Verlöbnis mit Wilhelmine von Zenge de facto auflöste. Das war am 20. Mai, und schon Ende Juni ist es vorbei mit dem Leben auf der Insel, dessen profanen Alltag ihm das Mädeli eines Nachbarn recht angenehm gestaltet hat. Der Rest: Launen, Stimmungswechsel, Malaisen. Am 17. Oktober 1802 zog ihn seine Schwester Ulrike in die Kutsche. Das war's mit der Schweiz. Wer es genauer wissen möchte, muss bis Mai 2011 warten: Ein Büchlein mit dem schönen Zitattitel » Ich will im eigentlichsten Verstande ein Bauer werden « verspricht weitere Details. Wichtig aber waren die Schweizer Monate allemal. Und Thun hat eine Sehenswürdigkeit mehr: das Haus auf der Insel. Zu Recht, sagt Günter Blamberger: »Thun ist Kleists zweiter Geburtsort, der Ort seiner Neugeburt als Dichter.«

Günter Blamberger: Heinrich von Kleist. Biographie. Frankfurt am Main 2011: S. Fischer Verlag.

Philipp Burkard / Anett Lütteken (Hrsg.): »Ich will im eigentlichsten Verstande ein Bauer werden«. Heinrich von Kleist in der Schweiz. Göttingen 2011: Wallstein Verlag.

Rudolf Loch: Kleist. Eine Biographie. Göttingen 2003: Wallstein Verlag.

Gerhard Schulz: Kleist. Eine Biographie. München 2007: C. H. Beck Verlag.

Robert Walser: Kleist in Thun (1907). In: Das Gesamtwerk in 12 Bänden. Hrsg. von Jochen Greve. Band I, S. 174–185. Zürich / Frankfurt am Main 1978: Suhrkamp Verlag.

Mit den Augen des Fremden

Adelbert von Chamisso ist neu zu entdecken

Nichts gegen das von Hans Magnus Enzensberger mit großem Aufwand ins Werk gesetzte »Humboldt-Projekt«, das dem heutigen gebildeten Lesepublikum die wichtigsten Schriften Alexander von Humboldts nahe bringen möchte. Auch nichts dagegen, dass aus Anlass des kürzlich begangenen zweihundertfünfzigsten Geburtstags von Georg Forster ganz zu Recht dessen Voyage Round the World gewürdigt wurde. Noch einem aber aus jenen fernen Tagen, als die Weltkarten noch jede Menge weißer Flecken hatten, gebührt die ehrwürdige Charakterisierung »Dichter, Naturwissenschaftler, Weltreisender«, die sich im Untertitel eines neuen Ausstellungskatalogs findet: dem 1781 auf einem Schloss in der Champagne geborenen, mit den Eltern vor der Revolution nach Preußen geflüchteten und sich dort zu einem der meistgeschätzten und populärsten deutschen Poeten entwickelnden Charles Louis Adelaide Chamisso de Boncourt. Nicht wenige seiner Balladen lernten deutsche Gymnasiasten bis vor Kurzem noch auswendig, und die Kenntnis seiner Geschichte vom Mann, der seinen Schatten verkaufte, gehört nach wie vor zum literarischen Grundwissen. Man dürfe Chamissos »unsterbliche Geschichte von Peter Schlemihl« als eine »Parabel der Fremdheit« lesen, meint Harald Weinrich, der vor zwanzig Jahren maßgeblich für die Einrichtung des Adelbert-von-Chamisso-Preises gesorgt hat – eines renommierten Literaturpreises für deutsch schreibende Schriftsteller nicht-deutscher Herkunft und Muttersprache, über den man am Ende des Katalogs auch einiges lesen kann. Es stimmt: Der Lyriker und Erzähler Adelbert von Chamisso ist immer noch relativ bekannt. Der Naturwissenschaftler und Weltreisende allerdings erfährt erst jetzt größere Aufmerksamkeit, und das liegt vor allem an der im Berliner Bezirk Kreuzberg präsentierten, von viel Liebe zum Detail getragenen Ausstellung Mit den Augen des Fremden . Und an dem opulent aufgemachten, lehrreichen und unterhaltsamen Katalog, der uns den nicht weit vom Ausstellungsort beerdigten Dichter endlich einmal so vorstellt, wie es einschlägige Literaturgeschichten bisher nicht konnten. Mit anhaltendem Staunen nimmt man zur Kenntnis, dass dieser Chamisso noch weit mehr war als ein großer deutscher Dichter aus Frankreich.

Ulrike Treziak nimmt Harald Weinrichs Anregungen auf, wenn sie in der Einleitung schreibt: »Chamisso war jemand, der in verschiedenen Kulturen, mit verschiedenen Sprachen, in unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten gelebt und mit Menschen verschiedener Religionszugehörigkeit verkehrt hat. Gerade das hat ihn zu einem Wissbegierigen gemacht und zu einem offenen Geist … Diese Offenheit für das Fremde war die Grundvoraussetzung für seinen tiefen Respekt vor anderen Kulturen.« Genau das zeichnet Chamisso aus. Am Morgen des 9. August 1815 meldet sich der Vierunddreißigjährige auf der Reede zu Kopenhagen beim Sohn eines in der Goethezeit viel gespielten Bühnendichters. Otto von Kotzebue ist der Kapitän des Forschungsschiffs »Rurik«, das drei Jahre lang »in die Südsee und um die Welt« segeln wird, mit Chamisso als Naturforscher und Korrespondenten. Brasilien und Chile samt Osterinseln, die Halbinsel Kamtschatka, die Aleuten und Alaska, später Kalifornien, Hawaii, Guam und Manila, und über Kapstadt schließlich zurück nach Europa – der Leser reist, kundig geführt von Ulrike Treziak und sinnlich angeregt durch die vorzüglich reproduzierten Lithografien von Ludwig Choris, mit Chamisso durch die Beringsee und den gesamten pazifischen Raum. Ein Abenteuer! Und das schon im ersten von insgesamt siebzehn Katalogbeiträgen! Die übrigens alle leicht lesbar sind und doch auf dem neuesten Stand der Forschung, ob es nun um die Biografie des dichtenden Botanikers geht, um die genauere Analyse seines erst 1836 erschienenen letzten Buches Reise um die Welt , um Mitreisende wie den Arzt Johann Friedrich Eschscholtz oder den »Reisemaler« Ludwig Choris, um »Stabkarten, Sandkarten und Seekarten« oder um Chamissos wertvolle Hinterlassenschaften in den Botanischen Museen von Berlin und St. Petersburg. Allein zwei Katalogseiten füllt die Liste der ihm gewidmeten Namen von Pflanzen, Tieren und geografischen Orten, von »Aconitum delphinifolium ssp. Chamissonianum« (Eisenhut-Art) bis »Xylaria chamissonis« (brasilianische Kernpilz-Art)!

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