Klaus Hübner - DERMALEINST, ANDERSWO UND ÜBERHAUPT

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Wer weder Twitter noch Facebook noch andere angeblich soziale Medien nutzt, wird schon seine Gründe haben. Ein im moralischen Sinne besserer Mensch ist er deswegen noch lange nicht. Ein ignoranter Technik- und Modernitätsverweigerer auch nicht. Was aber dann? Man muss ihn sich nicht zwingend als einen Menschen vorstellen, der eher von Künstlern, Büchern, Bildern, Städten und Landschaften angeregt wird als von noch schnelleren Rechnern und noch spezielleren Apps. Aber man darf. Auch als einen, der weiß, dass es nicht wenige Zeitgenossen gibt, denen es ähnlich geht. Für solche Menschen ist dieses Buch gedacht.
Der vierte Band geht drei Jahrhunderte zurück und zugleich hinaus in die Welt von heute. Man begegnet einem gelehrten Alpendichter, einem botanisierenden Forscherpoeten, einem etwas schrillen Fräulein und einem Nordlicht aus Gran Canaria. Man lernt böhmische Dörfer kennen, ein unheimliches Slowenien, Rumänien abseits der Klischees und die Donau als Textfluss. Dazu Überraschendes aus Taiwan und einen australischen Aborigine aus Frankreich. Auch Judasohren, Saftlinge und Krause Glucken. Und einiges mehr.

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Der Adelbert-von-Chamisso-Preis wird seit 1985 verliehen, anfangs gemeinsam von der Robert Bosch Stiftung, der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und dem Institut für Deutsch als Fremdsprache der Universität München, seit 2004 allein von der in Stuttgart angesiedelten Stiftung. In seinem Aufsatz Ein Rinnsal, das Fluss und Strom werden wollte rekapituliert Harald Weinrich, der Initiator des Ganzen, die Vorgeschichte des Preises und teilt auch mit, weshalb Chamisso als Namensgeber der Auszeichnung dem ebenfalls ins Spiel gebrachten Elias Canetti letztlich vorgezogen wurde. Klar war, dass er »auf den verschlungenen Wegen des Exils hierzulande ein großer Dichter, ja ein Klassiker der deutschen Literatur geworden war«. Aber: »Bei der Option Chamisso spielte auch dessen weltbekannte Novelle von Peter Schlemihl, dem Mann ohne Schatten, eine beträchtliche Rolle. Es sollte damit deutlich werden, dass die ›Chamisso-Autoren‹, wie wir später gelegentlich verkürzt sagten, auf dem Weg in die deutsche Literatur ihren Schatten nicht einbüßen sollten.« Chamisso selbst habe sich, so Weinrich, mit einem national oder eurozentrisch begrenzten Weltbild niemals abgefunden. »Und so denke ich auch, dass er an dem Preis, der seinen Namen trägt, seine helle Freude gehabt hätte.« Wie dem auch immer sei – der Preis, dessen Zustandekommen naturgemäß nicht nur Harald Weinrich und der ihn finanziell tragenden Robert Bosch Stiftung zu verdanken ist, sondern auch etlichen anderen Personen, von denen hier nur Irmgard Ackermann und Karl Esselborn zu nennen sind, dieser Preis hat sich im Laufe der Zeit zu einem der angesehensten deutschen Literaturpreise entwickelt. Das in jeglicher Hinsicht weite Spektrum der Literatur, die von den durchaus sehr unterschiedlichen Preis- und Förderpreisträgern geschrieben wird, hat sich seinen festen Platz in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur gesichert. Diese Literatur wird weltweit zur Kenntnis genommen und in Forschungsarbeiten und auf entsprechenden Tagungen analysiert und bewertet.

Mit den Augen des Fremden lautete der Titel der schönen Ausstellung, die das Kreuzberg Museum in Berlin vor sieben Jahren auf die Beine stellte, und in der Einleitung zu deren ebenso schönen Katalog heißt es programmatisch: »Chamisso war jemand, der in verschiedenen Kulturen, mit verschiedenen Sprachen, in unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten gelebt und mit Menschen verschiedener Religionszugehörigkeit verkehrt hat. Gerade das hat ihn zu einem Wissbegierigen gemacht und zu einem offenen Geist … Neugier, Offenheit und vor allem Respekt im Umgang mit dem Fremden können wir noch heute von Chamisso lernen. Und noch etwas zeigt er uns: der Migrant, der seine Heimat verlässt, um in einem anderen Land zu leben, bereichert die Aufnahmegesellschaft – vorausgesetzt, die neue Heimat ist bereit, ihn mit dem von ihm mitgebrachten Kulturschatz anzunehmen.« Wenn man das gelten lassen möchte, dann ergibt sich die enge Verbindung des Autors und großen interkulturellen Vermittlers Adelbert von Chamisso mit seinen schreibenden Ur-Urenkeln und speziell den Chamisso-Preisträgern fast wie von selbst. Durch diese Autoren und ihre Werke lebt der Name Chamisso im 21. Jahrhundert weiter. Nicht nur, zu einem nicht zu übersehenden Teil aber doch.

Unverhofft kommt oft

Vor zweihundertfünfzig Jahren wurde Johann Peter Hebel geboren

Man kann sich durchaus Gedanken darüber machen, was es bringt, sich an die großen Künstler der Vergangenheit vorwiegend dann zu erinnern, wenn runde Geburts- oder Todestage anstehen. Doch daran sind wir seit Langem gewöhnt. Immerhin – wir werden aufmerksam, und sollte es ein Dichter sein, lesen wir vielleicht (mal wieder?) in seinen Werken. Dass diese rasch greifbar sind, sei es auch nur in »Best of«-Büchlein, dafür sorgen die Verlage. Ausgewählte Geschichten aus dem Schatzkästlein des Rheinischen Hausfreundes (1811), die bekanntesten Prosatexte des vor zweihundertfünfzig Jahren in Basel geborenen Johann Peter Hebel also, sind unlängst unter anderem bei Diogenes und Reclam erschienen. Sämtliche dieser Geschichten versammelt ein schöner dtv-Band. Zudem hat Bernhard Viel eine äußerst kenntnisreiche, gut lesbare Biografie veröffentlicht, die aus hier nicht darzulegenden Gründen der ebenfalls gerade erschienenen Lebensbeschreibung von Heide Helwig vorzuziehen ist. Er schreibt unter anderem, dass Hebels Blick auf den Menschen als duldende Kreatur »ein von der christlichen Ethik der Agape, dem einfühlenden Mitempfinden, gelenkter Blick« sei. Das führt ganz unmittelbar zu Kannitverstan , Der schlaue Husar , Der Barbierjunge von Segringen oder zu der scheinbar schlichten, in Wahrheit jedoch höchst komplexen Erzählung Unverhofftes Wiedersehen , zu allen weiteren Hebelschen Kalendergeschichten, auch zu den Alemannischen Gedichten und nicht zuletzt ins Zentrum der Persönlichkeit ihres Verfassers.

Man hat die oft anmutig-leicht anhebenden Hebelschen Erzählungen als hausväterlich und bieder, als brav und rechtschaffen, als dezidiert unpolitisch und sogar als ein wenig possierlich abgetan. Alles falsch! Nicht einmal dem Hebel-Bewunderer Walter Benjamin, der ihn als Dichter des Uneigentlichen und Unergründlichen sah, möchte man schlankweg zustimmen. Nein, man wird Hebels Geschichten heute eher als – im Sinne Montaignes – außerordentlich lebenskluge Texte lesen, als poetische Veranschaulichungen von Alltagsweisheit, die das mühevolle Erdendasein so angenehm wie nur eben möglich gestalten soll. »Man klagt häufig darüber, wie schwer und unmöglich es sei, mit manchen Menschen auszukommen«, lautet der erste Satz der Geschichte Das Mittagessen im Hof , in der ein Bedienter seinem oft »verdrießlichen« Herrn eine »gute Lehre« erteilt. »Das mag denn freilich auch wahr sein. Indessen sind viele von solchen Menschen nicht schlimm, sondern nur wunderlich …« Dieses »indessen« markiert die Richtung, die die Geschichte nehmen wird – wie immer bei Hebel hin zu Ausgleich, Versöhnung und besserer Einsicht. Oft scheint sich die Wendung zum Guten ganz einfach, ja quasi selbstverständlich zu entwickeln – auch wenn sie der Dichter erzähltechnisch noch so geschickt herbeizuführen weiß. Ein andermal beschließt eine didaktisch gemeinte Sentenz den Text, und wenn man dabei das »Merke!« mithört, so ist das ganz im Sinne des Verfassers. Geradezu berühmt ist das Ende von Kannitverstan : ». und wenn es ihm wieder einmal schwerfallen wollte, dass so viele Leute in der Welt so reich seien und er so arm, so dachte er nur an den Herrn Kannitverstan in Amsterdam, an sein großes Haus, an sein reiches Schiff und an sein enges Grab.«

Hebels Protagonisten leben in einer nur scheinbar idyllischen Welt, oft im Lande Baden, dessen Beziehungen zu Basel übrigens seinerzeit weit enger waren als heute, und sie müssen meist allerlei erdulden in diesem irdischen Jammertal. Das tun sie, und oft sind sie sogar fröhlich dabei. Wer nun – zu Unrecht – bei Hebel wenig mehr als selbstgenügsame Beschaulichkeit vermutet, der schlage die Gaunerepisoden auf oder gleich die wahrhaft »gräuliche Geschichte«, die durch »einen gemeinen Metzgerhund« ans Tageslicht gebracht worden ist. Das ist ein Text, der die Urfassung des Grimmschen Märchens von Hänsel und Gretel an Brutalität weit übertrifft. »Etwas so Atemloses, Irrwitziges, Grausames findet man nicht in den Schreckenskabinetten E. T. A. Hoffmanns, nicht in Heinrich von Kleists Zaubergärten der zügellosen Leidenschaften«, schreibt Hebels Biograf. »Bei Hebel findet man es, und umgekehrt findet man in dieser Geschichte so ziemlich den ganzen Hebel: den Aufklärer und gläubigen Moralisten im Dienst der Volksbildung.« Nicht umsonst wurde dieser Dichter von Ernst Bloch, Oskar Maria Graf oder Bertolt Brecht geradezu verehrt. In den neuen Auswahlbänden, am besten in dem wunderschönen, von Winfried Stephan zusammengestellten Diogenes-Taschenbuch, dessen Textgestalt der dreibändigen Werkausgabe von Otto Kleiber (1959) folgt, lernt man einen klugen, facettenreichen Dichter kennen, einen raffinierten und hintergründigen Poeten, der das Attribut des »Klassikers« noch nie gebraucht hat und auch im 21. Jahrhundert mühelos seine Leser finden wird.

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