Dominique Manotti - Schwarzes Gold

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Neulich in Marseille 1973. Die großen Ölkonzerne halten den Daumen auf dem Erdölmarkt. Auch der transatlantische Drogenhandel blüht nicht mehr wie zuvor, die French Connection ist zerschlagen. Während Unterwelt und Polizei sich neu aufstellen, kämpft die Hafenstadt Marseille mit dem wirtschaftlichen Niedergang. Der junge Commissaire Daquin aus Paris stößt zu den Kriminalermittlern an der Côte. Sein erster Fall: Vor einem Casino in Nizza wird ein Marseiller Unternehmer mit zehn Schüssen niedergestreckt. Der Staatsanwalt vermutet eine Abrechnung im Milieu. Daquin zweifelt. Doch die Seilschaften vor Ort zu durchschauen ist einem Auswärtigen kaum möglich. Was für ein Spiel läuft hier? In diesem Roman (das französische Original erschien 2015 bei Gallimard) schickt Dominique Manotti ihren Protagonisten Théo Daquin in seine Vergangenheit – in eine Affäre, die nicht nur sämtliche unterirdischen Netzwerke von Marseille und Nizza umfasst, sondern vor allem die obskure Welt des Erdölhandels. Meisterhaft gestaltet die Wirtschaftshistorikerin das gigantische ökonomische und geopolitische Fresko einer hochkomplexen Epoche, die bereits das Gesicht des 21. Jahrhunderts erahnen lässt. Ausgezeichnet mit dem GRAND PRIX DU ROMAN NOIR 2016

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Grimbert staunt über die Heftigkeit der Anklage in einer Publikation, die im Ganzen betrachtet sehr wenig revolutionär ist. Das für ihn Interessanteste kommt noch:

»Ist dieser Niedergang unabänderlich? Vielleicht nicht, wenn es den wirtschaftlichen Eliten gelingt, sich zu erneuern. Ich bin einem neuen Typus Unternehmer begegnet, die von Projekten nur so übersprudeln. Maxime Pieri hat sein Seefrachtunternehmen vor zwei Jahren gegründet, mit begrenztem Kapital und einem spektakulären Umsatzwachstum von nahezu 25 % pro Jahr. Ich frage ihn, woher diese Dynamik kommt. Zwei wesentliche Faktoren, sagt er. Die Welt ist im Wandel, man muss sich anpassen und neue Kunden finden. Er akquiriert in den Ländern östlich des Mittelmeers, Türkei, Syrien, Libanon, Handelsstrecken, die nicht mehr notwendigerweise über Marseille verlaufen. Und um das für sein Wachstum nötige Kapital aufzutun, umwirbt er eine Klientel, die Ersparnisse hat, aber nicht daran gewöhnt ist, in Geschäfte zu investieren. Er entwickelt neue Formen der Beteiligung-Investition mit begrenzter Laufzeit, um diese Leute anzuziehen, den Banken vertraut er nicht, zu teuer und zu ängstlich. Zudem liebäugelt er mit dem Erdöl, dem zweifellos die Zukunft gehört, sagt er, aber das ist eine andere Geschichte.«

Dann skizziert der Journalist das Porträt von zwei weiteren »Marseillern der Zukunft«. Grimbert hört auf zu lesen, die Dokumentarin ist anderswo beschäftigt, er steckt den Artikel ein, schließt die Akte, bringt sie ihr zurück, verabschiedet sich und geht.

Draußen auf der Straße läuft er mit schnellen Schritten, um seinen Kopf abzukühlen. Es fällt ihm schwer, den Artikel aus dieser Intelligenzlerzeitschrift zu schlucken, der Pieri als Helden der Marseiller Wirtschaft hinstellt.

Als Nächstes auf dem Programm: das Finanzamt des Bezirks La Joliette. Er steigt direkt hoch ins Büro von Inspektor Micchelozzi, ein Nachbar, mit dem er sonntags zur Zeit der Messe manchmal Boule spielt und dazu einen Pastis trinkt. Herzliche Begrüßung. Schon weniger herzlich, als Grimbert auf sein Anliegen zu sprechen kommt.

»Hast du von Pieris Ermordung gehört?«

»Natürlich.«

»Ich arbeite an dem Fall. Du kennst dich mit der Somar ein bisschen aus. Wie denkst du über die Sache?«

»Ich bin nicht persönlich mit der Somar befasst, aber ich bin wie alle anderen, ich weiß von Pieris früheren Beziehungen zu den Guérinis. Wenn du mich fragst, war seine Verbindung zu den Guérinis längst Geschichte. Die Firma ist sauber. Die Geschäftstätigkeit ist real, die Schiffe existieren, die Verträge und die Waren ebenso. Und soweit ich weiß, zahlt das Unternehmen seine Steuern. Die zwei Steuerprüfungen in fünf Jahren, die dort stattgefunden haben, hatten keine spektakulären Steuernachzahlungen zur Folge. Nur Lappalien, wie überall.«

Grimbert redet noch über dies und jenes, das Wetter, das Wochenendhaus, das Angeln, um Micchelozzi Zeit zu geben, das Für und Wider abzuwägen. Dann: »Gut, ich geh dann mal. Sonst gibt es nichts, was du mir sagen kannst?«

»Ich habe hier und da was läuten hören, im Flurfunk … du weißt ja, die Leute reden, ohne immer Bescheid zu wissen … Es gab wohl ein paar etwas undurchsichtige Geschichten rund um den Bau des Ölhafens von Fos. Die Grundstückspreise dort sind explodiert, es gab auch eine verworrene Begebenheit mit einer von den großen Ölgesellschaften unabhängigen Raffinerie, es war von versuchter Erpressung die Rede, Pieri soll darin verwickelt gewesen sein, alles ziemlich vage.«

Sobald Grimbert sein Büro verlassen hat, greift Micchelozzi zum Telefon. Die Bullen interessieren sich für die Somar. Diese Information muss man in Umlauf bringen und die entsprechenden Vorkehrungen treffen.

Grimbert hat schnell Bilanz gezogen. Fos, wahrscheinlich eine falsche Fährte, um mich abzuwimmeln. Aber Pieri sagte am Ende des Artikels: »Erdöl, die Zukunft, eine andere Geschichte«. Das verdient jedenfalls eine kurze Untersuchung. Micchelozzi gibt vor, sich für die Somar nicht zu interessieren, aber er ist bestens informiert über die Steuerprüfungen bei der Firma. Das ist eine glaubwürdige Information, denn auf seinem Posten beim Finanzamt ist er ein Knotenpunkt für sämtliche Finanzmauscheleien von Marseille. Vielversprechend.

Dienstagnachmittag, Nizza

Inspecteur Bonino wurde Daquins Kommen angekündigt. Er erwartet ihn im SRPJ im Zentralkommissariat von Nizza. Er empfindet seine Situation als ausgesprochen misslich. Der Direktor der Kriminalpolizei hat ihn beauftragt, an dem beschleunigten Verfahren im Mordfall Pieri mitzuwirken, jedoch unter Leitung und Verantwortung von Daquin und seinem Marseiller Team. Was nicht gerade stimulierend ist. Und unter dem wachsamen Blick von Staatsanwalt Coulon, dem er keineswegs blind vertrauen kann. Kurz, er befindet sich in einer heiklen Lage in einem zum Himmel stinkenden Fall. Er wird seinen Job machen, ohne übertriebenen Eifer. Mit der Priorität, den Schlägen auszuweichen, die es von allen Seiten zu hageln droht.

Die Niçoiser Polizei hat die Somar von Pieris Tod in Kenntnis gesetzt. Offensichtlich gibt es keine Familie zu benachrichtigen. Auf der Suche nach einer großzylindrigen Ducati klappern zwei Polizisten die Kfz-Werkstätten der Region ab, ohne viel Hoffnung. Alle gehen von einer Bande italienischer Killer aus, die längst wieder über die Grenze sind. Bonino hat Erkundigungen über das Ehepaar Frickx eingeholt. Die Frau ist die Enkelin eines südafrikanischen Bergbaumagnaten. Der Mann ist ein wichtiger Trader, Europa-Repräsentant der Firma Co Trade, Weltmarktführerin im Erzhandel. Er weiß nicht genau, was das bedeutet, aber Grund zum Argwohn. Der Ehemann ist derzeit auf Geschäftsreise in Südafrika, wo es Bonino gelungen ist, ihn zu erreichen, um ihn über die Missgeschicke seiner Gattin zu informieren, die immer noch mit schwerem Schock im Krankenhaus liegt. Der Ehemann hat versprochen, morgen Abend vor Ort zu sein. Gute Nachricht, da man ihm durchaus ein paar Fragen stellen muss, denn seine Frau behauptet, dass er mit Pieri geschäftlich zu tun hatte.

Unterdessen haben zwei Inspektoren Emilys Zeugenaussage überprüft. Der Besitzer der Kunstgalerie in Villefranche, der Emily sehr gut kennt – sie besucht regelmäßig seine Galerie –, hat bestätigt, dass sie Pieri am Vorabend in seinem Beisein getroffen hat, und offenkundig rein zufällig. Die Casinomitarbeiter kannten Pieri gut, er war Stammgast. Er hatte in den vergangenen drei Monaten mehrfach dort zu Abend gegessen, er spielte ein bisschen, ohne Leidenschaft, immer allein, außer am Abend seiner Ermordung. Emily Frickx dagegen war vorher noch nie dort gewesen. Bonino schließt daraus, dass Pieris Ermordung im Voraus geplant gewesen sein kann, da er im Casino Stammgast war, und Emilys Zeugenaussage somit bestätigt ist. Eigentlich eine gute Nachricht.

Daquin ist immer noch nicht da. Mehr aus Langeweile denn in der Hoffnung, Informationen zu finden, schaut Bonino in die Polizeiakten. Emily Frickx. Überraschung, im Zentralkommissariat von Nizza existiert tatsächlich eine Akte über sie.

28. Mai 1971. Der Bereitschaftspolizist im Zentralkommissariat von Nizza erhält einen anonymen Anruf, in dem eine Prügelei auf der Promenade des Anglais gemeldet wird, auf Höhe des Palais de la Méditerranée, an der mindestens ein Dutzend Personen beteiligt sind. Das Team von Brigadier Kosciusco fährt zum Ort des Geschehens und stellt die folgende Sachlage fest: »Eine Gruppe von etwa zehn Personen, die Männer in Anzug und Melone, die Frauen in langen Kleidern und mit Blumen im Haar, hat auf der Promenade des Anglais ein Klavier aufgestellt. Wir identifizieren sofort die üblichen jungen ›Künstler‹-Störenfriede, die zum Umfeld des Ladens von Ben Vautier gehören. Unter dem Beifall ihrer Begleiterinnen schlagen die Männer mit Hämmern auf das Klavier ein. Das Klavier gongt, knirscht und geht unter Geschrei und Gesängen zu Bruch. Durch den Lärm aufmerksam gewordene Passanten protestieren empört, wollen das Abschlachten des Klaviers verhindern und geraten mit der Gruppe hysterischer Frauen aneinander, die die Zerstörer mit Fausthieben verteidigen. Hier und da kommt es zu Handgreiflichkeiten. Wir beschließen daher, die Unruhestifter festzunehmen, um die Ruhe wiederherzustellen. Die Trümmer des Klaviers werden an Ort und Stelle zurückgelassen und die Stadtreinigung wird informiert.«

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