Dominique Manotti - Schwarzes Gold

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Neulich in Marseille 1973. Die großen Ölkonzerne halten den Daumen auf dem Erdölmarkt. Auch der transatlantische Drogenhandel blüht nicht mehr wie zuvor, die French Connection ist zerschlagen. Während Unterwelt und Polizei sich neu aufstellen, kämpft die Hafenstadt Marseille mit dem wirtschaftlichen Niedergang. Der junge Commissaire Daquin aus Paris stößt zu den Kriminalermittlern an der Côte. Sein erster Fall: Vor einem Casino in Nizza wird ein Marseiller Unternehmer mit zehn Schüssen niedergestreckt. Der Staatsanwalt vermutet eine Abrechnung im Milieu. Daquin zweifelt. Doch die Seilschaften vor Ort zu durchschauen ist einem Auswärtigen kaum möglich. Was für ein Spiel läuft hier? In diesem Roman (das französische Original erschien 2015 bei Gallimard) schickt Dominique Manotti ihren Protagonisten Théo Daquin in seine Vergangenheit – in eine Affäre, die nicht nur sämtliche unterirdischen Netzwerke von Marseille und Nizza umfasst, sondern vor allem die obskure Welt des Erdölhandels. Meisterhaft gestaltet die Wirtschaftshistorikerin das gigantische ökonomische und geopolitische Fresko einer hochkomplexen Epoche, die bereits das Gesicht des 21. Jahrhunderts erahnen lässt. Ausgezeichnet mit dem GRAND PRIX DU ROMAN NOIR 2016

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Ein wenig von diesem endlosen absoluten Blau

Wäre genug

Um die Last dieser Tage zu erleichtern

Und den Morast dieses Ortes zu reinigen.

»Diese Schwuchtel hat Gedichte geschrieben.«

Er lacht, lässt das Heft aufgeschlagen auf dem Tisch. Sie laden sich den Toten auf, tragen ihn nach draußen, geben Acht, dass man sie vom Quai aus nicht sieht, schwingen ihn über die Reling und lassen ihn nicht aus den Augen, während er langsam davontreibt. Dann verlassen sie ohne Eile das Schiff und steigen durch die menschenleeren Straßen des Hafens zur kaum erleuchteten Stadt hinauf.

Donnerstagmorgen, Cap Ferrat

Vom Fenster des Gästezimmers überwacht Frickx – geduscht, frisch rasiert, tadelloser grauer Anzug, weißes Hemd, bordeauxrote Krawatte – das Gittertor und den Hof des Hauses. Ein Wagen fährt vor, parkt. Pünktlich, wie erwartet. Er läuft schnell nach unten, um David zu begrüßen.

»Geht’s, hältst du durch?«

»Natürlich. Was für eine Frage! Saint-Tropez ist ein zauberhaftes Dorf.«

Die Pflegerin, geweckt von den Geräuschen, steht auf dem Treppenabsatz und beobachtet das Kommen und Gehen. Frickx nutzt die Gelegenheit, um David vorzustellen.

»David, Emilys Cousin. Ich habe ihn gebeten, mich für ein paar Tage an ihrem Krankenbett zu vertreten. Ich muss dringend geschäftlich ins Ausland.« Er nimmt David am Arm, zieht ihn mit sich auf den Hof, außer Reichweite der neugierigen Ohren der Krankenpflegerin. »Ich breche sofort nach Genf auf. Ich habe einen Wagen gemietet, ausgeschlossen, dass ich noch mal über den Flughafen Nizza reise. Emily schläft, sie ist mit Medikamenten vollgepumpt, du hast Zeit. Lass uns ein Stück die Straße entlanglaufen, ich habe dir ein paar Dinge zu sagen.«

Sobald sie das Tor passiert haben, kommt Frickx zur Sache. »Was die Somar betrifft, ist alles in Ordnung, Simon hat mir versichert, dass es in den Firmenunterlagen nichts Schriftliches gibt, das sich bis zu mir zurückverfolgen ließe. Und außer ihm ist niemand über unsere Geschäfte auf dem Laufenden, auch nicht über die der Santa Lucia . Den Rest kennst du. Was mich beunruhigt, ist Emily an Pieris Seite, das war nicht geplant.«

»Niemand weiß das besser als ich.«

»Durch ihre Anwesenheit taucht mein Name in einer Affäre auf, in der er niemals hätte erwähnt werden dürfen. Das ist übel. Ich war gezwungen, zur Villa zu fahren, was nicht in meinem Plan stand, und du bist immer noch hier, dabei solltest du seit ein paar Stunden im Ausland sein. Das ist gefährlich. Ich hasse Überraschungen.«

»Schön und gut, aber Emily war nun mal an dem Abend an Pieris Seite. Daran kannst du nichts mehr ändern. Uns bleibt nur, die Lage so weit wie möglich in den Griff zu bekommen.«

»Ich wusste nicht mal, dass Pieri und sie sich kennen. Ich will wissen, was sie mit ihm zu schaffen hatte. Das ist lebenswichtig für mich, für uns, deshalb musst du bei ihr bleiben.«

»Ein Liebesabenteuer?«

»Das glaube ich nicht. Nicht Emily, an so etwas ist sie nicht interessiert. Und es ist auch nicht dieser Aspekt, der mir Sorgen bereitet.« Er überlegt einen Moment. »Hör zu, David, ich glaube nicht an Zufall. Pieri hat mit meiner Frau zu Abend gegessen. Warum? Misstraute er mir? Was hat er ihr gesagt? Fischte er nach Informationen? Welchen? Hat er ihr von unseren Geschäften erzählt? Stell dir die möglichen Konsequenzen vor! Du musst der Sache auf den Grund gehen.«

»Ich kann’s versuchen, aber es wird nicht einfach. Ich habe Emily seit sieben Jahren nicht gesehen, ich weiß nicht, wie sie mich aufnehmen wird. Und Pieri kannte ich gar nicht. Wie soll ich das deiner Meinung nach bewerkstelligen?«

»Gib dein Bestes, ich vertraue dir. Bleib so lange bei Emily wie nötig. Im Zweifel muss man von ihrer Seite dichtmachen. Ich selbst werde sehr beschäftigt sein, ich muss hinter Pieri aufwischen, es gibt Arbeit für mich in Genf. Und ich muss mit den neuen Verträgen vorankommen. Aber ich rufe dich regelmäßig an. Alles klar?«

»Ja, du kannst los.«

Rückkehr zum Haus. Frickx nimmt den Mercedes, sieben Stunden Fahrt bis Genf. Wenn er das Mittagessen auslässt, hat er nach seiner Ankunft noch den ganzen Nachmittag zum Arbeiten.

Emily schläft immer noch. Die Pflegerin ist in der Küche zugange, wo sie gerade das Frühstückstablett fertig vorbereitet hat. David geht hin, nimmt ihr das Tablett aus der Hand.

»Ich werde mich selbst um meine Cousine kümmern. Packen Sie Ihre Sachen und gehen Sie. Selbstverständlich werden Sie für die ganze Zeit bezahlt, die für Ihren Einsatz geplant war.«

Als sie weg ist, trägt er das Tablett mit Milchkaffee, Croissants, Marmelade nach oben in Emilys Zimmer.

Emily erwacht wie im Nebel, richtet sich tastend auf ihren Kissen auf, dann schafft sie es, auf David zu fokussieren. Sie erstarrt, macht große Augen. Eine heftige Brise aus Kindheitserinnerungen fegt durch ihren Kopf. Die Gerüche, die Geräusche, die Wärme des Glücks.

»Bist du das, David? Träume ich?«

»Nein, du träumst nicht.«

»Mein Cousin. Sieben Jahre Abwesenheit, keinerlei Nachrichten, und dann wache ich eines Tages auf und du bist da, mitten in einer Tragödie. Was machst du hier? Wo ist Michael?«

David stellt das Tablett auf dem Bett ab. »Er ist heute Morgen in aller Frühe nach Mailand abgereist.«

Ein schriller Aufschrei. »Abgereist?«

»Ja, ein Geschäftstermin, er hat mich gebeten, dir Gesellschaft zu leisten.«

Sie sitzt jetzt aufrecht, steif, die Augen weit aufgerissen. »Abgereist, dieser Mistkerl … Ohne mir Bescheid zu sagen. Gestern ein kurzes Guten Abend, mit seinem Lächeln und diesem Ton eines Handelsvertreters, der seine Kundschaft umschmeichelt.« Ihre Stimme überschlägt sich. »Und heute Morgen haut er ab und ich kann verrecken.«

Mit einer heftigen Geste wirft sie die Decke von sich, springt auf, stößt das Frühstückstablett um, Kaffee, Marmelade spritzen, das Porzellan zerbricht. Eine Miniaturkatastrophe. Sie bricht in krampfartiges Schluchzen aus, das ihren ganzen Körper schüttelt. David tritt zu ihr, schließt sie in die Arme, zieht sie vom Bett weg, sie lässt sich in seinen Armen wiegen, ohne mit Schluchzen aufzuhören, er führt sie ins Bad und hält ohne ein Wort ihren Kopf unter die kalte Dusche. Die Schreie und Schluchzer verebben. Er lässt sie los, dreht den Wasserhahn zu, nimmt ein Handtuch, wischt ihr das Gesicht ab, trocknet ihre Haare, zärtliche Gesten. Zurück ins Zimmer, er hilft ihr in einen Sessel. Sie holt tief Luft, atmet mehrere Male langsam durch. David betrachtet sie. Die Ruhe kehrt zurück in das klare, zarte Gesicht, das aus der braunen Masse ihrer nassen Haare auftaucht, kehrt zurück in alle Muskeln dieses schlanken, sportlichen Körpers, den er jahrelang begehrt hat, den er vielleicht immer noch begehrt. Er lächelt.

»So mag ich dich lieber.«

»Weißt du, was ich durchgemacht habe?«

»Ja.«

»Ein Mann an meiner Seite, der gerade mit mir spricht, seine Hand lag auf meiner Schulter, als er erschossen wurde, ich spürte, wie die Hand abglitt, sich in meine Stola krallte, sie im Fallen mitriss, ich stand entblößt da, sein Blut spritzte mir ins Gesicht, auf die Schultern, in die Augen, in meinen Mund.«

»Du wurdest nicht verletzt? Der Schütze muss in Höchstform gewesen sein, um so genau zu zielen. Du bist eine Frau, die sehr viel Glück gehabt hat.«

Emily denkt einen Moment über diese Sicht der Dinge nach. »Ich war noch nie mit einem gewaltsamen Tod konfrontiert, so direkt, meine ich.«

»Weil du jahrelang nicht aus dem Garten deines Großvaters herausgekommen bist. In dem Land, aus dem wir stammen, du und ich, gibt es gewaltsame Tode an jeder Straßenecke. Hast du dich nie gefragt, auf wie viele Tausend tote Minenarbeiter, zerschmettert oder vergiftet, sich das Vermögen unserer Familie gründet? Hör auf, die verwöhnte Göre zu spielen, und reiß dich zusammen.«

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