Ruprecht Günther - Das Bild der Zeit

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Was passiert mit einem Menschen, dessen Geist in einen anderen Körper ersetzt wird? Worauf gründet sich unser so sicher geglaubter Eindruck von Identität? Als Sigi Schnitzler, ein begnadeter Kunstmaler, und sein Freund Karl-Heinz in einem Berliner Keller eine mysteriöse Schwarze treffen, ahnen sie nicht, dass bald genau diese Fragen auf sie einstürmen werden. Ohne es zu wissen, sind sie Figuren in einem tödlichen Spiel, dessen Anfänge zurückreichen in das Berlin und Lissabon des Zweiten Weltkriegs. Auch Sigis brasilianische Frau Joana gerät unter die Schatten der Vergangenheit, während ihr Mann um ein Werk ringt, das die Protagonisten in seinen Sog zieht: Das Bild der Zeit. Sigi und Karl-Heinz werden innerhalb weniger Tage von Freunden zu Feinden. Einer von ihnen würde alles tun, um das Spiel weiterzuführen; der andere will es beenden; um jeden Preis …

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»Was? …

Faule Ausrede? …

Jetzt komm mir bitte nicht so! …

Hör mal, ich bin hier im Restaurant, ich kann jetzt nicht reden.«

Während Karl-Heinz telefonierte und dabei gelegentlich Olivenmasse auf das Handy spuckte, schlenderte ein Mann auf das Lokal zu. Er betrachtete das angehende Liebesspiel zweier Hunde, einen Landstreicher, der unter einem Busch seinen Rausch ausschlief, sowie die blühenden Stockflecken an der Fassade des Nachbarhauses. Etwa einen Meter vor Karl-Heinz blieb er stehen und hörte dem einseitigen Gespräch zu. Sein Körper war kaum weniger schmal als der des Gastes; dennoch strahlte er die Gelassenheit eines beleibten Menschen aus. Wie in Trance senkte er die Lider und lies die unfreiwillige Komödie auf sich wirken. Eine wedelnde Hand, die ihn zum Verzehr von Oliven und Käse aufforderte, riss ihn aus der Versenkung.

»Sabine, hier kommt gerade mein Geschäftspartner – wir sprechen uns später.« Erleichtert klappte Karl-Heinz das Handy zu und verdrehte die Augen.

Der Besucher verkniff sich ein süffisantes Grinsen. »Ich komme wohl ungelegen?«

»Im Gegenteil, Sigi, du hast mich gerettet! Bestell dir einen Wein, der Weiße rutscht bei dem Wetter herrlich leicht durch die Kehle. Diese Sabine raubt mir noch meinen letzten Sinn für Humor …«

Sein Freund nahm auf der anderen Seite des Tisches Platz und pickte nach einem Stück Käse. Er testete es genüsslich auf der Zunge und stellte fest: »… Wovon du ja mehr als genug besitzt, nicht wahr?!«

Karl-Heinz musterte ihn verwirrt und wechselte rasch das Thema. »Na – was macht die Malerei, alter Junge?«

»Bestens! Gestern habe ich erst ein Bild verkauft … Das heißt, ich habe einen hundertprozentigen Käufer; du weißt ja, wie das ist: kein Geld dabei, Kreditkarte vergessen – die Menschen haben heutzutage einfach zu viel im Kopf.«

Sigi merkte, dass die Bedienung, eine hübsche Schwarzhaarige, über ihm stand, und blinzelte ihr zu. Sie rückte noch ein Stück näher heran und fragte strahlend: »Was wünschen der Herr?«

Sigi nahm eine tragische Pose ein und klagte: »Was ich wünsche, ist doch nur Schall und Rauch.«

Die Bedienung nickte betroffen. Er fasste nach ihrer Hand und blickte mit seinen braunen Hundeaugen nach oben. »Wenn du mir einen kühlen Weißen bringst, bin ich schon halb zufrieden.«

Sie ließ ihre Hand in der seinen, zog die Augenbrauen hoch und fragte kokett: »Nur halb?«

Sigi seufzte und entließ ihre grünen Fingernägel in die Freiheit. »Alles Weitere, meine Schöne, würde mein Gewissen aufs Äußerste belasten!«

Er wandte sich an Karl-Heinz. »Hast du diesen jungen Käse ganz alleine niedergemacht?« Entsetzt schüttelte er den Kopf und fixierte die leuchtenden Augen über sich. »Also, dann noch einmal von dem Schafskäse mit Oliven. Der besänftigt das Gemüt …« Er runzelte die Stirn und schlug sich mit der Hand auf den Mund. »Oder war es umgekehrt?«

Die junge Frau begann zu kichern und eilte davon.

Karl-Heinz blickte ihr missgestimmt hinterher. »Ich möchte wissen, wie du das immer wieder anstellst – du bist doch eigentlich hässlich.«

Sigi zog erneut die Stirn in Falten und dachte nach. »Mit deinem aufpolierten Colgate-Lächeln kann ich natürlich nicht mithalten … aber mal im Ernst: Hattest du nicht gerade ein heißes Eisen an der Strippe? Die schien mir doch sehr bereit, bei dir einzulaufen.«

»Einlauf ist in diesem Fall die richtige Umschreibung.« Karl-Heinz nahm einen Schluck Wein und seufzte. »Nein, ich kann nicht klagen: Mein Terminkalender ist so voll mit Verabredungen, dass ich kaum hinterherkomme. Wenn ich die Mädels allerdings mit deiner Frau vergleiche …«

Die Bedienung kehrte mit der Vorspeise und einem Glas Weißwein zurück. Sie stellte den Wein auf den Tisch, gewährte Sigi dabei einen vorläufigen Einblick in ihr Dekolleté und streifte im Fortgehen dezent seinen Rücken.

Karl-Heinz fuhr, unbeeindruckt von den atmosphärischen Wirbeln, mit seinem Monolog fort. »… Für mich passt es so, wie es ist. Mein Job lässt mir ja gar keine Zeit, mich fest zu binden.«

Der Maler nickte, hielt sich die Hand vor den Mund und gähnte verhalten.

»Aber da kommt sie ja.« Karl-Heinz’ Hand wies bewundernd auf den Bürgersteig hinter seinem Freund.

»Wer, eine deiner Miezen?«

Hinter Sigis Rücken erschien die Silhouette einer dunkelhäutigen Frau. Ihre dünnen schwarzen Zöpfe wurden hinterstrahlt von einem fast unwirklichen Licht, das sich in der Lücke zwischen zwei Häuserfronten den Weg bahnte. Für Sekunden hielt halb Friedrichshain den Atem an. Selbst die Hunde unter den Tischen unterbrachen ihr gegenseitiges Ablecken und winselten devot. Die glühenden Gesichter der Kinder, das kühle Rot, das sich über den Asphalt ergoss; sogar die schillernde Luft schien erfüllt vom letzten Aufbäumen des Tages. Von einem Augenblick zum anderen war der Spuk vorüber. Stühle und Tische verloren alle Farbe und erblassten zu einem sozialistischen Grau. Einen Moment lang lag die Welt im Zwielicht, aus dem sich wie von Zauberhand das Licht der Kerzen schälte.

Über Sigis Augen legten sich zwei kräftige Frauenhände. Er sog genießerisch ihren Duft ein, tastete langsam darüber hin, entdeckte einen schmalen Ring am Finger und drehte ihn hin und her. Seine Stirn zog sich in Falten, und er überlegte laut: »Erika? … Tatjana? … Sabine?«

Seine Frau riss ihre Hände von seinen Augen, stellte sich vor ihm auf und boxte ihm auf die Brust. »Du … verflixter … sacana !« Ihre Stimme klang etwas rauchig und besaß einen höchst liebenswerten brasilianischen Akzent.

Sigi hob die Hände zum Zeichen, dass er sich ergab. Er grinste bis über beide Ohren. »Hallo mein Schatz, ich dachte, du wärest heute auf deinem Mädel-Treff.«

Joana bedachte Karl-Heinz mit einem entwaffnenden Lächeln. »Entschuldige, dass ich hier so reinplatze! Ich bin auch gleich wieder weg.«

An Sigi gewandt, setzte sie hinzu: »Schatz, so was Blödes: Ich habe meinen Wohnungsschlüssel vergessen.« Sie zerrte ihn vom Tisch fort, winkte Karl-Heinz zu und flüsterte: »Zu Hause war praktisch kein Geld in der Schublade. Hast du nicht noch ein bisschen Kleingeld?«

»Natürlich, Liebling.« Sigis Stimme wirkte auf einmal belegt. Er drehte sich von seinem Freund fort und zog den Beutel aus der Tasche. Unauffällig durchsuchte er dessen Innenleben und fand endlich zwischen verschrumpelten Rechnungen und alten Visitenkarten einen Zwanzig-Euro-Schein. Erleichtert fischte er ihn heraus und steckte ihn Joana zu. Er lächelte hölzern. »Amüsier dich!«

»Und du, querido ? Kommst du den Abend klar?«

»Keine Sorge«, sagte er leise, »ich sitze mit dem Geldadel am Tisch.« Laut setzte er hinzu: »Viel Spaß mit den Mädels! Und verlier den Schlüssel nicht.«

Joana drückte ihm einen Kuss auf den Mund, lächelte, winkte Karl-Heinz noch einmal zu und rief: »Ich bin schon wieder weg. Tschau und bis bald!« Mit wiegenden Hüften eilte sie davon.

Sigi setzte sich zurück an den Tisch und seufzte. »Frauen! Na, zum Glück sitzen wir ja immer in derselben Kneipe.«

Gedankenverloren tastete er nach seiner Hosentasche und griff sich an die Stirn. »Verdammt, ich glaube, ich habe zu Hause meine Börse vergessen.« Seine zutraulichen Augen richteten sich auf den Freund. »Du hast doch bestimmt etwas dabei, oder?«

»Na klar, Alter. Du bist in letzter Zeit aber recht vergesslich …«

Sigi trank einen Schluck Wein und lächelte entspannt.

2. Kamila

September 1941

Sie spürte sofort, dass er wieder hinter ihr stand. Kamila begann vor Wut und Scham zu zittern; die Demütigung brannte ihr noch immer heiß auf den Wangen. Ihr Körper reagierte sofort, und sie merkte, dass ihr der Schweiß unter den Achseln hinunterrann. Der Mann roch es vielleicht auch, denn er beugte sich noch tiefer über das graue Kopftuch und sah ihren geschickten Fingern bei der Arbeit zu, wie um sie noch mehr zu quälen. Kamila verstand nicht, warum er es immer auf sie abgesehen hatte. Die anderen Frauen ließ er weitgehend in Ruhe. Nur um sie kreiste er herum wie ein Schakal, der nur darauf wartete, zuzuschnappen und sich in ihren Hals zu verbeißen. Oder vielleicht in etwas anderem …

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