Wolfram Letzner - Berlin - eine Biografie

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Sie ist Politzentrum, Kulturmetropole, Touristenmagnet – eben eine echte Perle an der Spree. Berlin – eine Stadt mit einem besonderen historischen Schicksal, geprägt durch ungewöhnliche Menschen und umwälzende Geschehnisse. Wie die heute über drei Millionen Einwohner zählende Stadt wurde, was sie ist, erzählt dieses etwas andere Berlin-Buch. Entstanden als Fischer- und Kaufmannsnest an der einzigen Furt durch die Spree zwischen den Städten Köpenick und Spandau wurde Berlin binnen weniger Jahrzehnte zum Zentrum der Mark Brandenburg. Seit Mitte des 15. Jahrhunderts Residenz der Hohenzollern, wurde es in den letzten 300 Jahren zum Zentrum preußischer und deutscher Politik. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wuchs der Stadtorganismus zur Metropole von Weltrang, um dann zerstört und geteilt in dessen zweiter Hälfte zum Symbol des weltweiten „Kalten Krieges“ zu werden. Nach dessen friedlichem Ende 1989/90 schickt sich Berlin erneut an, die Metropole von Weltgeltung im Zentrum Europas zu werden.

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1132/​33 nahm Albrecht am Italienfeldzug Kaiser Lothars III. teil, der ihn für seine Verdienste 1134 mit der »Nordmark« belehnte. Faktisch handelte es sich dabei im Wesentlichen um die linkselbische Altmark mit dem Hauptort Stendal, die den Askaniern ohnehin zum größten Teil als eigener Hausbesitz gehörte. Rechtlich beinhaltete der Begriff der »Nordmark« darüber hinaus aber auch den Anspruch auf die rechtselbischen, beim Slawenaufstand von 983 dem Reich verlorengegangenen Gebiete zumindest des Havel- und Spreelandes.

Nachdem Albrecht seine Ansprüche auf das Herzogtum Sachsen gegen Heinrich den Löwen (1129 – 1195) nicht durchsetzen konnte, richtete er seit 1142 sein Augenmerk auf die »Nordmark«, die nun in den Mittelpunkt seines politischen Handelns rückte. Schon seit 1142 wird Albrecht gelegentlich in deutschen Reichsurkunden als »marchio de Brandenburg« (Markgraf von Brandenburg) erwähnt. 1143 wurde er zudem mit der Erzkämmererwürde des Reiches belehnt.

Als Bernhard von Clairvaux 1147 zum »Wendenkreuzzug« gegen die heidnischen Slawen aufrief, beteiligte sich auch Albrecht an dem Unternehmen, sorgte aber dafür, dass es den hevellischen Herrschaftsbereich umging und unberührt ließ. Schließlich setzte Pribislaw, der kinderlos blieb, Albrecht testamentarisch zu seinem Nachfolger ein. Nach dem Tode Pribislaws 1150 gelangte Albrecht durch eine List der Königinwitwe Petrissa in den Besitz der Brandenburg. Petrissa befürchtete nicht zu Unrecht eine slawisch-heidnische Gegenreaktion auf die Übertragung der hevellischen Herrschaft an Albrecht. Diese Reaktion erfolgte dann auch seitens des Sprewanenfürsten Jaczo von Köpenick, der 1153 die Brandenburg eroberte.

Erst 1157 konnte Albrecht die Brandenburg zurückerobern und damit die Herrschaft über das gesamte Stammesgebiet der Heveller antreten. Am 11. Juni 1157 hielten er und sein Sohn Otto ihren triumphalen Einzug in der Brandenburg. Dieser Tag gilt allgemein als die Geburtsstunde der Mark Brandenburg. Albrecht verlegte nun seine Residenz von Stendal nach Brandenburg und nahm den Titel »Markgraf von Brandenburg« an. Zugleich begann auch von Westen her die deutschsprachige Besiedlung der Mark. Jaczo wurde hinter die Havel zurückgedrängt und verlor auch sprewanische Gebiete auf den Höhenzügen des Barnim und Teltow nördlich und südlich der Spree. Gleichwohl sperrte er hier und im Spreetal bei Köpenick ein weiteres Vordringen Albrechts über die Spree nach Osten in Richtung Oder.

Etwas überraschend übertrug Albrecht vermutlich noch 1157 seinem Sohn Otto die Mitregentschaft unter dem Titel »Brandenburger Markgraf« und brach 1158 mit seiner Gemahlin Sophie zu einer Pilgerreise in das Heilige Land auf. Nach seiner Rückkehr konzentrierte sich Albrecht ab 1160 zusammen mit Otto auf die Konsolidierung der askanischen Herrschaft in der Mark und die schrittweise Ausweitung seines Herrschaftsbereichs gegenüber den geistlichen und weltlichen Fürsten benachbarter Territorien. Er förderte die weitere Christianisierung der Mark auch durch die Besiedelung mit Einwanderern vorrangig aus den askanischen Stammlanden um Ballenstedt und Bernburg sowie dem zwischen Harz und Thüringer Wald gelegenen »Schwabengau«.

Albrecht verstarb im, für damalige Verhältnisse, stolzen Alter von 70 Jahren am 18. November 1170 vermutlich in Stendal. Beigesetzt wurde er im damaligen askanischen Hauskloster in Ballenstedt im Harz.

Jaczo von Köpenick (vor 1130 – 1176) –

Vom Gründungsmythos der Mark Brandenburg (1157)

Er gilt als der personifizierte Widersacher der Askanier. In Berlin allgemeinkundig ist die Schildhornsage, wonach Jaczo nach dem Verlust der Brandenburg von Reitern Albrechts verfolgt die Havel nördlich des späteren Dorfes Gatow erreichte und auf der Flucht vor seinen Verfolgern mit Roß und Rüstung den Fluss durchschwimmen wollte. Als sein erschöpftes Pferd unterzugehen drohte, flehte er in höchster Not den Christengott um Rettung an. Tatsächlich brachte das Pferd seinen Reiter daraufhin wohlbehalten im Bereich der heutigen Halbinsel Schildhorn ans rettende Ostufer der Havel. Jaczo hängte hier Schild und Schwert an eine Eiche, schwor dem Christengott die Treue und unterwarf sich den Askaniern, die ihn pragmatisch als Vasallen seinen bisherigen Herrschaftsbereich um Köpenick weiter verwalten ließen.

Die Geschichte klingt zu schön um wahr zu sein und sie ist es auch nicht. Allerdings passte sie gut in die mystische Frühgeschichte der Mark Brandenburg und die romantischen Vorstellungen des 19. Jhs. von dieser. Die Volkssage um Jaczos Flucht und Bekehrung erlangte schließlich eine derartige Verbreitung, dass sie als historisch verbürgt angesehen wurde. König Friedrich Wilhelm IV. nahm dies schließlich 1844/​45 zum Anlass, ein Denkmal für die vermeintliche Begebenheit auf der Halbinsel Schildhorn errichten zu lassen. Jaczo blieb darüber hinaus jedoch eine weiterhin geheimnisumwitterte Person.

Vermutlich vor 1130 geboren wird er erstmals 1145 anlässlich seiner Heirat mit Agatha, einer Tochter der einflussreichen polnischen Magnatenfamilie der Wlastiden erwähnt. Darüber hinaus werden seine Existenz, sein Name und seine Titel durch Münzfunde aus der Zeit um 1150 belegt. Vermutlich wurde er auch in Köpenick geboren und übernahm sein dortiges Herrschaftsgebiet als väterliches Erbe. Bei seiner Einheirat in die Familie der Wlastiden wurde Jaczo urkundlich als Fürst der Sorben ( dux Sorabie ) bezeichnet.

Nach dem Tode Pribislaws 1150 machte Jaczo Erbansprüche auf die Brandenburg und das Herrschaftsgebiet der Heveller geltend und fühlte sich enterbt, als er erfuhr, dass Albrecht der Bär die Brandenburg nach dem Tode des Hevellerfürsten übernommen hatte. 1153 eroberte er daraufhin die Brandenburg, die 1157 von Albrecht zurückerobert wurde.

Es ist aber bereits unklar, ob Jaczo im Frühjahr 1157 überhaupt noch Herr der Brandenburg war. Denn anders als die Schildhornsage nahelegt, dürfte Jaczo schon lange vorher, wenn nicht sogar seit seiner Geburt Christ gewesen sein. Ansonsten hätte er auch 1145 kaum in die polnische Piastenfamilie einheiraten können. Als Christ hätte sich Jaczo aber nach 1153 möglicherweise weder auf der Brandenburg noch im Herrschaftsgebiet der Heveller lange behaupten können.

Gleichwohl enthält auch die Schildhornsage am Rande einige historisch belegte Elemente: Parallel zum Feldzug Albrechts gegen die Brandenburg bereitete auch Kaiser Friedrich Barbarossa einen Feldzug gegen die Polenherzöge Boleslaw IV. und Mieszko III. vor, mit denen Jaczo verbündet war. Dieser kaiserliche Feldzug gegen Jaczos polnische Verbündete führte im August 1157 zu deren Unterwerfung, die durch die Stellung fürstlicher Geiseln besiegelt wurde. Auch Jaczos einziger Sohn, dessen Name nicht überliefert ist, wurde dem Böhmenherzog Vladislav übergeben und sollte von diesem Ende September 1157 zu Kaiser Friedrich Barbarossa nach Würzburg gebracht werden. Doch der Junge starb bereits auf der Reise nach Prag und wurde im Nonnenkloster von Doksany nördlich von Prag beigesetzt.

Jaczo, der nun seinen leiblichen Erben verloren hatte, blieb auch nach 1157 zunächst in Köpenick, wie Münzfunde auch aus den Jahren nach 1160 belegen. 1162/​63 unternahm er eine Wallfahrt ins Heilige Land. Nach seiner Rückkehr begann er sich, gestützt auf seine dortigen familiären Beziehungen, zunehmend nach Polen zu orientieren. 1163 stiftete er das Kloster Miechów nördlich von Krakau, wo er auch umfangreiche Besitzungen erwarb. Ende 1168 übertrug er bei einem Treffen in Ueckermünde am Stettiner Haff seinen Köpenicker Herrschaftsbereich für den Fall seines Ablebens den Herzögen Bogislaw und Kasimir von Pommern. Diese vertragliche Verfügung setzte aber wohl voraus, dass Jaczo auch nach seiner Unterwerfung 1157 weiter über sein ererbtes Fürstentum frei verfügen konnte.

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