Ernst Künzl - Achtung Lebensgefahr!

Здесь есть возможность читать онлайн «Ernst Künzl - Achtung Lebensgefahr!» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Achtung Lebensgefahr!: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Achtung Lebensgefahr!»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Ernst Künzl wirft einen kritischen Blick auf die innere Sicherheitslage eines der verwaltungstechnisch perfekt durchstrukturierten und rechtlich fundierten Großreiche des Altertums und kommt zu erschreckenden Ergebnissen. Im Römischen Reich des Altertums galt das Prinzip der Selbsthilfe. Öffentliche Sicherheit war kein Rechtsanspruch. Wer sein Haus unbewaffnet verließ, riskierte sein Leben. Öffentliche Sicherheit meinte das politische Gefüge des Staates, nicht aber die Sicherheit des Raumes oder gar des einzelnen Bürgers. Nachdem in der späten Republik bewaffnete Clubs im Dienste rivalisierender Politiker mit blutigem Terror in die Tagespolitik eingriffen, bemühte man sich zwar seit Caesar und Augustus das Vereinswesen genauer zu überwachen. Mit den allgegenwärtigen Straßenräubern wurde Rom aber auch in der Kaiserzeit nie fertig. Ein Gesetz des Kaisers Augustus erlaubte den Waffenbesitz für die Jagd und Reise, richtete sich aber gegen das Waffenhorten. Fazit: Das Römerreich war ein Reich voller Waffen, nicht nur in Heer und Flotte, sondern allenthalben: bei den Provinzverwaltungen, im Transportwesen, beim Zoll, beim Gefängnispersonal, im Gladiatorenmilieu, bei Jägern und Hirten, bei Räubern und schließlich bei unzähligen Privatleuten, die notgedrungen für ihre eigene Sicherheit sorgen mussten; eine Sicherheit des öffentlichen Raumes in modernem Sinne gab es nicht.

Achtung Lebensgefahr! — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Achtung Lebensgefahr!», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Sichelmesser der Hirten auf den großen römischen Domänen. Aus dem Fund von Neupotz/Pfalz aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. Die Sichelmesser der späten Republik sahen ähnlich aus. Eisen. Speyer, Historisches Museum der Pfalz.

Hirten auf den ausgedehnten Weideflächen bildeten den Rückhalt der Revolte des Eunus und Kleon im ersten Sklavenkrieg in Sizilien 136 – 132 v. Chr. Einer der Führer der Aufständischen, Eunus, war ein Syrer, den die Aura der Wundertätigkeit umgab, und der auch als Wahrsager tätig gewesen war. Eunus konnte sich angeblich auf eine Kerntruppe von 4.000 bis 6.000 Hirten stützen. Der Aufstand erfolgte in Enna, der beherrschenden Stadt im Zentrum der Insel. Die auslösende Person war der Großgrundbesitzer Damophilos, der seine Sklaven besonders grausam behandelte. Die Führer des Aufstands, Eunus und sein Gefolgsmann Kleon aus Kilikien, verzeichneten Anfangserfolge im Osten und Süden Siziliens. Die Römer konnten unter dem Consul Puplius Rupilius diesen ersten Sklavenkrieg erst im Jahr 132 v. Chr. beenden. Er kostete laut Diodor Tausenden von Sklaven das Leben.

Der zweite sizilische Sklavenkrieg begann eine Generation später im Jahr 104 v. Chr. Auslöser war ein Senatsbeschluss zur Freilassung aller jener Sklaven, die aus verbündeten Staaten in römisches Gebiet verkauft worden waren. Als in Sizilien die erwarteten Freilassungen nach einiger Zeit stockten (vermutlich auf Druck der Großgrundbesitzer), begann der Aufstand. In Westsizilien war der Kilikier Athenion Führer der Insurgenten; er unterstellte sich später dem Salvius, den die Aufständischen zum König wählten. Salvius nahm den Beinamen Tryphon an und imitierte in seinem Aufzug sowohl hellenistisch-griechisches Königtum wie den römischen Consulat (Liktorenbegleitung, Toga mit Purpurstreifen); er starb 102 v. Chr. eines natürlichen Todes. Der Consul Mucius Aquillius konnte erst 101 v. Chr. den Krieg beenden. Bemerkenswert war dabei ein archaischer Auftritt: Aquillius tötete den feindlichen Anführer Athenion im Zweikampf.

Die beiden römischen Sklavenkriege waren herausragend, aber keineswegs singulär in der Mittelmeerwelt. Es gab einige kleinere, lokale Sklavenrevolten, die auch erfolglos blieben, wie der Aufstand der Bergwerkssklaven von Laurion in Attika (spätes 2. Jh. v. Chr.), ferner Erhebungen auf dem Sklavenmarkt von Delos sowie in Minturnum und Sinuessa (Süditalien; alles um 133 v. Chr.). Kein reiner Sklavenkrieg war der fehlgeschlagene Aristonikosaufstand in Kleinasien (132 – 129 v. Chr.). Aristonikos, unehelicher Bruder des letzten Königs von Pergamon, Attalos III., stellte sich gegen das Testament seines Bruders, der Pergamon den Römern vermacht hatte (133 v. Chr.). Aristonikos beanspruchte Pergamon für sich und stützte sich auf die arme Landbevölkerung, während die großen Städte ihm nicht folgten. Er gab seiner Bewegung eine starke sozialrevolutionäre Richtung, gliederte viele Sklaven in sein Heer ein und verkündete einen Sonnenstaat mit Sonnenbürgern (Heliopoliten). Das Thema der sozialen und wirtschaftlichen Gerechtigkeit war damit angeschlagen, wenn es auch durch die Niederlage des Aristonikos 129 v. Chr. nur von kurzer Dauer war.

In der späten Republik war die immer mehr anwachsende Zahl bewaffneter unfreier Hirten eine dauernde Gefahrenquelle; aus ihnen konnten sich politische Aufstände wie auch Räuberbanden rekrutieren, was bereits antike Autoren festgehalten haben. Dass freilich in Sizilien ein Sklave in der späten Republik allein wegen des Besitzes einer Jagdwaffe ans Kreuz geschlagen wurde, hing mit der Hysterie der Spartacuszeit zusammen und entspricht nicht dem normalen Bilde. Im Übrigen sind gerade auf Sizilien die Gründe für das rapide Anwachsen bewaffneter Banden im 2. Jh. v. Chr. nicht ganz in Schwarz-Weiß-Manier zu sehen. Es hat den Anschein, dass die Großgrundbesitzer ihre eigenen unfreien Hirten absichtlich bewaffneten, um die freien Kleinbauern zu unterdrücken. Auch Strafaktionen der römischen Provinzialverwaltung gegen diese Banden wurden nicht zuletzt von den römischen Domänenherren behindert.

Dass die Römer in den beiden sizilischen Sklavenkriegen lange Jahre brauchten, um einen Feind zu besiegen, der weder mit den Puniern noch mit den Kelten oder den Makedonen vergleichbar war, hatte auch einen Grund in der politischen Gesamtlage. Während des ersten Sizilienkrieges kämpfte Rom in Spanien bis 133 v. Chr. im keltiberischen Aufstand. Im gleichen Jahr übernahm Rom das ihm testamentarisch übereignete Reich Pergamon und richtete dort die Provinz Asia ein. Die Sklavenrebellion im Osten Siziliens war ein Nebenkriegsschauplatz. Ähnlich war die Lage im zweiten sizilischen Sklavenkrieg. Als er 104 v. Chr. begann, hatte Rom gerade im Jahr zuvor katastrophale Niederlagen in Südfrankreich gegen das Germanenvolk der Kimbern hinnehmen müssen. In jener Zeit, als die wandernden Germanen als ein Wetterleuchten der späteren Völkerwanderungszeit an Roms Nordgrenzen auftauchten, waren die Sklaven Siziliens ein zweitrangiges Problem. Die Entscheidungsschlachten gegen die Germanen waren Roms Siege bei Aquae Sextiae in der Provence 102 v. Chr. über die Teutonen und bei Vercellae westlich von Mailand 101 v. Chr. über die Kimbern. Das Ende des Sklavenkrieges in Sizilien war dagegen weniger auffällig.

Abb 11 Gladiatoren waren ein beliebtes Motiv der römischen Dekorationskunst - фото 13

Abb. 11

Gladiatoren waren ein beliebtes Motiv der römischen Dekorationskunst. Nur wenige Darstellungen stammen aus der Zeit des Spartacuskrieges; die meisten sind kaiserzeitlich wie hier die Mosaiken aus der großen römischen Villa von Zliten in Libyen (Tripolitanien). 2. Jh. n. Chr.

Spartacus und Sacrovir

Anders als die regional auf Sizilien beschränkten ersten beiden Sklavenkriege entwickelte sich der Spartacusaufstand zu einem Krieg in ganz Italien. Moderne Schriften und Filme haben seit dem 19. Jh. Spartacus noch bekannter gemacht, als er im Altertum je gewesen ist. Der Gladiator Spartacus begann im Jahre 73 v. Chr. in Capua eine Revolte, als ihm mit etwa 70 Gefährten die Flucht aus einer Gladiatorenkaserne gelang (Abb. 11). Der Aufstand war im Frühjahr 71 v. Chr. beendet. Die Revolte brachte den Aufständischen zuerst einige Erfolge, an denen auch als Anführer die beiden Gallier Krixos und Oinomaos beteiligt waren. Am Ende war aber Spartacus der alleinige Führer des Aufstandes. Die römischen Legionen waren durch Kriege in Kleinasien und Spanien gebunden, und man nahm in Rom die Affäre zuerst auch nicht ernst. Als man sich nach einigen blamablen Niederlagen tatsächlich anstrengte, hatten die Aufständischen keine Chance mehr und wurden 71 v. Chr. besiegt.

Spartacus war ein Gladiator aus Thrakien im südöstlichen Balkan und es ist nicht einmal sicher, ob er immer Sklave gewesen war. Keinesfalls war er der charismatische Führer, als den man ihn später oft hinstellte. Seine durch Zulauf von Sklaven und Armen angeschwollenen Truppen ernährten sich durch Requirierung und Plünderung. Die Schätzungen für sein Heer im Jahr 72 v. Chr. belaufen sich auf 40.000 bis sogar 120.000 Menschen, was im Höchstfall eine Armee der Stärke von 20 kaiserzeitlichen Legionen bedeutet hätte. Doch sind nicht nur die Zahlen aus späten Quellen mit Vorsicht zu behandeln; die Menschen der Spartacusarmee waren außerdem nur zum Teil ausgebildete Kämpfer.

Aus den fragmentarischen Quellen ist die Strategie des Spartacus kaum genau zu erschließen. Dass er auf dem Höhepunkt seiner Macht 72 v. Chr. bis zur Poebene, also in das diesseitige Gallien kam, lässt vermuten, dass die Emigration in das Alpengebiet und den Donauraum das Ziel war. Stattdessen wandte die Armee sich wieder nach Süden, bis in Sichtweite Siziliens, wo ein Übersetzen aber anscheinend nicht realisiert werden konnte, da sie über keine eigenen Schiffe verfügte. Crassus schloss die Spartacusarmee in Bruttium, dem heutigen Kalabrien, ein, doch konnte Spartacus die Linien durchbrechen und mit seinen Truppen nach Norden entkommen. Er fiel in einer Schlacht in Süditalien, vermutlich im Quellgebiet des Flusses Sele (heute bei Calobritto, Prov. Avellino, Campanien). Damit war 71 v. Chr. der letzte große Sklavenkrieg des Altertums zu Ende.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Achtung Lebensgefahr!»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Achtung Lebensgefahr!» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Achtung Lebensgefahr!»

Обсуждение, отзывы о книге «Achtung Lebensgefahr!» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x