Ernst Künzl - Achtung Lebensgefahr!

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Ernst Künzl wirft einen kritischen Blick auf die innere Sicherheitslage eines der verwaltungstechnisch perfekt durchstrukturierten und rechtlich fundierten Großreiche des Altertums und kommt zu erschreckenden Ergebnissen. Im Römischen Reich des Altertums galt das Prinzip der Selbsthilfe. Öffentliche Sicherheit war kein Rechtsanspruch. Wer sein Haus unbewaffnet verließ, riskierte sein Leben. Öffentliche Sicherheit meinte das politische Gefüge des Staates, nicht aber die Sicherheit des Raumes oder gar des einzelnen Bürgers. Nachdem in der späten Republik bewaffnete Clubs im Dienste rivalisierender Politiker mit blutigem Terror in die Tagespolitik eingriffen, bemühte man sich zwar seit Caesar und Augustus das Vereinswesen genauer zu überwachen. Mit den allgegenwärtigen Straßenräubern wurde Rom aber auch in der Kaiserzeit nie fertig. Ein Gesetz des Kaisers Augustus erlaubte den Waffenbesitz für die Jagd und Reise, richtete sich aber gegen das Waffenhorten. Fazit: Das Römerreich war ein Reich voller Waffen, nicht nur in Heer und Flotte, sondern allenthalben: bei den Provinzverwaltungen, im Transportwesen, beim Zoll, beim Gefängnispersonal, im Gladiatorenmilieu, bei Jägern und Hirten, bei Räubern und schließlich bei unzähligen Privatleuten, die notgedrungen für ihre eigene Sicherheit sorgen mussten; eine Sicherheit des öffentlichen Raumes in modernem Sinne gab es nicht.

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Man hätte es dabei bewenden lassen können – aber dann gelangte der Spartacusname in die moderne Politik und in das Propagandarepertoire der Kommunisten und Sozialisten. Im Jahre 1916 formierte sich in Deutschland die extreme Linke in der Spartakusgruppe, die sich 1918 Spartakusbund nannte (maßgebliche Figuren waren Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg). Am 1. Januar 1919 kam dem Spartakusbund die führende Rolle zu, als man die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) gründete. Vier Tage später, am 5. Januar 1919, brach der Aufstand der Berliner Arbeiter aus, den man Spartakusaufstand nannte. Er dauerte nur bis zum 12. Januar und wurde von den Freikorps niedergeschlagen.

Spartacus erfuhr als Freiheitskämpfer bereits seit der Aufklärung des 18. Jhs. in Europa eine hohe Wertschätzung, die sich im 19. Jh. noch steigerte: Schuld am modernen Spartacuskult war sehr stark Karl Marx; er nannte 1861 in einem Brief an Friedrich Engels Spartacus „den famosesten Kerl, den die ganze antike Geschichte aufzuweisen hat“. Damit war es passiert, Spartacus war zum sozialistischen Helden geworden. Die althistorische Forschung des Sozialismus wurde in der Sowjetunion von A. V. Mischulin und E. M. Schtajerman bestimmt, deren von Stalin selbst gebilligten Thesen den Spartacuskrieg als direkten Motor zur Beendigung der antiken Sklavenhalterwirtschaft und des antiken Gesellschaftssystems ansahen, also als soziale Revolution. Die römische Racheorgie mit der von Crassus inszenierten Massenkreuzigung der 6.000 Gefangenen der Spartacusarmee im Jahre 71 v. Chr. entlang der Via Appia zwischen Capua und Rom (Abb. 12) trug auch dazu bei, dass man den Hintergrund der Revolte in großem Licht sah. Die Lehrmeinung im sowjetisch dominierten Sozialismus der Jahre vor 1990 war, dass im Altertum ein Sklave von vornherein ein besserer Mensch als sein Herr gewesen sein musste.

Die Gladiatoren und Mitläufer der Spartacustruppe wollten aber das Sozialsystem der Römer nicht ändern; sie kämpften nur für sich selbst, nicht aber für eine soziale Revolution. Das hat man auch für die Räuberbandenkämpfe der Kaiserzeit feststellen können, die man nicht als Klassenkampf verstehen kann; die Räuberhäuptlinge im weiten Römerreich wollten nie die bestehende Sozialordnung ändern. Am römischen Ständestaat mit der untersten Schicht der unfreien Sklaven hat sich im Übrigen bis zum Ende der Antike nichts geändert; die christlichen Kaiser nach Constantin rührten ebenfalls nicht daran. Wohl aber sorgte seit dem ersten Princeps Augustus die römische Verwaltung dafür, dass man die Sklaven nicht mehr so brutal wie in der späten Republik behandelte. Es kam deshalb auch zu keiner umfassenden Sklavenrevolte mehr.

Der Sacroviraufstand in Gallien im Jahr 21 n. Chr. unter Kaiser Tiberius, an dem auch Gladiatoren teilnahmen, gehörte in eine andere Kategorie: Er ging von lokalen gallischen Aristokraten, nicht von Sklaven aus. Die Revolte war sehr schnell beendet; Kaiser Tiberius musste nicht persönlich eingreifen. Der Historiker Velleius Paterculus nannte als Grund, dass der Aufstand schneller unterdrückt werden konnte als er überhaupt bekannt wurde. Tacitus, unsere Hauptquelle zu diesem Aufstand, beurteilte ihn wesentlich differenzierter.

Iulius Sacrovir war ein romanisierter Kelte aus dem Stamm der Haeduer, die um Augustodunum (Autun) lebten. Die Haeduer waren seit dem späten 2. Jh. v. Chr., als Rom in Südgallien Fuß fasste, immer romfreundlich gewesen. Sie blieben es selbst weitgehend in den Jahren von Caesars Krieg in Gallien 58 – 50 v. Chr. Die Sacrovirrevolte umfasste nur die Provinzen im Norden Galliens, die Gallia Lugdunensis und die Gallia Belgica.

Der Sacroviraufstand war ein Kampf um die eigene traditionelle Lebensweise in Stammesverbänden. Nicht überall wurde der römische Zivilisationsfortschritt als etwas Erstrebenswertes angesehen. In Gallien waren außerdem die Steuerlasten gestiegen, weil die Kriege des Germanicus in Germanien in den Jahren 14 – 16 n. Chr. viel Geld kosteten. Die Kriegslasten der Germanicuskriege in Form von Aushebungen sowie Stellung von Waffen und Material trafen vor allem Gallien hart und führten zum Widerstand gallischer Aristokraten.

Abb 12 Roms Racheorgie Crassus lässt die überlebenden 6000 Kämpfer der - фото 14

Abb. 12

Roms Racheorgie. Crassus lässt die überlebenden 6.000 Kämpfer der Spartacusarmee längs der Via Appia zwischen Capua und Rom kreuzigen. 71 v. Chr.

Zuerst erhoben sich Stämme an der unteren Loire; sie wurden von einer römischen Kampfgruppe besiegt, die aus den Stadtkohorten (Cohortes urbanae) von Lugdunum (Lyon) bestand. Zur gleichen Zeit wurde die Revolte bei den Treverern im Trierer Land sehr schnell und fast kampflos beendet. Die Endphase des Krieges betraf das ostgallische Häduergebiet um Autun, der Machtbasis Sacrovirs. Der Legat Caius Silius, ein Mann senatorischen Adels, kommandierte damals die obergermanische römische Heeresgruppe mit den Legionen in Mainz, Straßburg und Vindonissa/Windisch in der Schweiz.

Sacrovir hatte in seiner Heimat ein Heer von 40.000 Mann ausgehoben, freilich eine Armee ohne Schulung und nur zum kleinen Teil regulär bewaffnet. Vier Fünftel seiner Truppen waren ein schlecht bewaffneter Heerbann, meist nur mit Messern und Spießen nach Art der Hirten ausgerüstet. Eine kleine Kampfgruppe Sacrovirs bestand aus Gladiatoren, den Crupellarii, ganz in Eisen gepanzerten Kämpfern, die er in der Entscheidungsschlacht in vorderster Front aufstellte. Diese Schlacht ist das letzte Mal, dass man von regulären römischen Legionen im Kampf mit revoltierenden Gladiatoren hört.

Abb 13 Keltenrelief von einer dekorierten Gladiusscheide der 13 Legion aus - фото 15

Abb. 13

Keltenrelief von einer dekorierten Gladiusscheide der 13. Legion aus Vindonissa, Schweiz. Gefunden in Baden, Aargau, Schweiz. Bronze. H. 4,5 cm. Bald nach 21 n. Chr. Gefangener nackter Kelte zwischen zwei Trophäen sowie im Raum verteilte Waffen und zwei abgeschnittene Hände. Brutale antikeltische Tendenz; Bezug auf den Sacroviraufstand. Baden, Historisches Museum. Kopie Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz.

Die Schlacht bei Autun war für die Aufständischen rasch verloren. Sacrovir beging Selbstmord. Diesen Krieg scheint die römische Armee allerdings durchaus ernst genommen zu haben, unabhängig von allen Urteilen der antiken Historiker. Die 13. Legion, stationiert in Vindonissa, die am Krieg beteiligt gewesen war, schuf danach Gladiusdekorationen, die auf diesen Keltenkrieg Bezug nahmen, ein in der Geschichte des römischen Waffendekors seltener Vorgang (Abb. 13).

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