Martina von Schaewen - Budschakenblut

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Bessarabien 1919 bis 1940: Im südlichen Teil Bessarabiens – dem Budschak – erregen weder die ausgefallenen Modeideen der jungen Olga, noch der Totschlag an einem stadtbekannten Säufer die Gemüter der Einwohner Saratas. Auch die darauf folgenden Morde sorgen für wenig Aufregung. Selbst an jenem Tag, als der Ortsvorsteher etwas zu Gesicht bekommt, das seine Vorstellungen bei weitem übertrifft. Eine Mischung aus Krimi und Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse von 1919 bis zum Einmarsch der Roten Armee 1940.

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Olga stürzte sich in die Putzarbeit. Als die Wanduhr endlich zwölfmal schlug, ließ sie den Lappen einfach fallen. Sie schwang ihr Wolltuch über die Schultern und setzte einen Hut auf. Obwohl es noch Zeit war, lief sie schnell zum Marktplatz, in die Wernerstraße.

Insgeheim bangte Olga, dass sie wie die vergangenen Tage auch, mit leeren Händen nach Hause kommen würde. Hoffentlich hatte sie heute Glück und musste sich nicht wieder auf den nächsten Tag vertrösten lassen.

In Sarata gab es jetzt endlich eine Buchhandlung, die auch gleichzeitig Galanterie war. Der Buchhändler hatte ihr erzählt, dass er die erste deutsche Modezeitschrift, die Kleiderschnitte aus neuerer Zeit einführte, für die Frauen in Sarata bestellt hatte. In Deutschland kleidete man sich jetzt, nach dem Krieg, nämlich nach der Mode. Olga befürchtete allerdings, dass das in diesem Kolonistenort noch lange dauern würde. Natürlich hatte sie sich gleich als sie davon erfuhr, ein Exemplar reservieren lassen.

Olga betrat den Laden und war die einzige Kundin. Gespannt schaute sie den Buchhändler an. Der zwinkerte ihr zu und nickte mit dem Kopf. »Olga, deine Zeitschrift ist dabei, bei der Lieferung. Vielleicht brauchst du noch etwas anderes? Etwas aus der Galanterieabteilung?«

»Nein danke.«

»Vielleicht ein Tuch, oder einen Fächer? Oder etwas von den Putzwaren?«

»Danke, aber ich ...«

Der Verkäufer griff nach der Zeitschrift im Regal und reichte sie Olga, die sogleich bezahlte.

»Wenn alle Frauen hier so versessen auf die neue Mode sind, dann hat sich die Lieferung gelohnt«, rief er Olga hinterher, die bereits den Laden verlassen hatte.

Der Buchhändler ahnte nicht, dass dies seine einzige Bestellung gewesen war. Er blieb auf einem Stapel Zeitschriften sitzen, bis er sie Wochen später in seinem Ofen zu Hause verfeuerte.

Trotz der Kälte konnte Olga es nicht erwarten, die Zeitschrift erst anzuschauen, wenn sie zuhause war. Neugierig, was Deutschland in der Mode zu bieten hatte, setzte sie sich auf eine Bank am Markplatz, blätterte in der Zeitung und schaute auf die Schwarzweißbilder.

»Die moderne Frau trägt ihren Rock jetzt kürzer. Passend dazu höhere Absätze an den Schuhen. Die Auswahl an Formen und Farben sind vielfältiger. Bei den Strümpfen setzen sich hellere Farben durch. Schwarze Strümpfe dürfen in der untersten Schublade ihrer Kommode verschwinden. Meine Damen, Sie sehen, Strumpf und Schuh spielen eine wichtige Rolle in ihrem neuen Erscheinungsbild.«

Olga blätterte um.

»Hier ein ganz besonders ausgefallenes Modell des österreichischen Dirndls. Seinen Erfolg hatte es bereits im Jahre 1916. Die mutige Frau trägt die runde Büste etwas enger geschnürt und legt auch besonderen Wert auf die hohe Taille.

Der weite wadenlange Rock verhilft Ihnen dazu, an der guten Tradition festzuhalten und sich wie in besseren Zeiten zu fühlen. Denn, glauben Sie mir, meine Damen, die besseren Zeiten sind angebrochen.«

Olga blätterte ein paar Seiten weiter. Ihre Aufmerksamkeit wurde auf eine Fotografie gelenkt, die eine Frau mit kurzem Haarschnitt zeigte. Unter dem Foto stand:

»Die moderne Frau greift zur Schere: Wer in neuerer Zeit modisch mithalten möchte, schneidet sich die langen Haare ab. Vergessen Sie Ihre alten Zöpfe. Kurzhaarfrisuren setzen sich durch.«

Olga musste lächeln. Das würde sie Berta zeigen. Sie war zwar hier – wie sie oft zu Berta sagte – am Borschtsch der Welt, aber mal wieder ihrer Zeit voraus. Olga freute sich, war aber gleichzeitig enttäuscht. Wie wenig hatte ihr diese Modezeitschrift zu bieten. Die Mode aus Deutschland war für sie nichts Aufregendes. Die mitgelieferten Kleiderschnitte brauchte sie sowieso nicht. Sie fertigte selbst welche an.

Olga stand von der Bank auf und ging nach Hause.

Kaum hatte sie den Hof in der Bachstraße betreten, rannte ihr Berta entgegen. Sie fuchtelte mit einem kleinen Päckchen in der Hand in der Luft herum.

»Olga, für dich! Aus Paris!«

»Ach Berta«, Olga dachte daran, dass die Schwester sich mal wieder einen Scherz mit ihr erlaubte.

Als Berta ihr aber das Päckchen entgegen streckte, sah sie es mit eigenen Augen. Es war tatsächlich in Paris abgeschickt worden.

Sie kannte niemanden, der dort lebte. Vielleicht eine Verwechslung? Sie schaute nochmals darauf. Groß und deutlich war ihr Name zu lesen: Olga Illg.

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