Uwe Schimunek - Rotlicht

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West-Berlin 1968: Die politischen Proteste vor allem von Studenten gegen den Vietnamkrieg und die herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse erreichen ihren Höhepunkt. Auf den Straßen kommt es zu Massendemonstrationen, in der Freien Universität zu Streiks, Sit-Ins und schweren Auseinandersetzungen. Auch der Psychologiestudent und wissenschaftliche Assistent Peter Kappe sympathisiert mit der linken Studentenbewegung und der Kommune I um Fritz Teufel und Rainer Langhans. Bei Demonstrationen trifft Peter immer wieder auf den populären Schauspieler und Sänger Kurt Kannenhenkel. Als der eines Tages unter Verdacht gerät, die Prostituierte Monika Mönningsee in ihrer Wohnung erstickt zu haben, leitet die Presse eine regelrechte Hetzjagd auf den linksintellektuellen Künstler ein. Doch Kannenhenkel bestreitet die Tat vehement. Peter, der von der Unschuld des Gesinnungsgenossen überzeugt ist, beginnt heimlich mit Recherchen, um seinem Vater, dem mit dem Fall Kannenhenkel betrauten Kriminaloberkommissar Otto Kappe, entlastende Informationen liefern zu können. Dessen Ermittlungsarbeit gestaltet sich schwierig, denn sie steht unter dem Druck der Presseberichterstattung, die ihr Urteil über den bekannten Schauspieler bereits gefällt hat: Er sei der Mörder von Monika Mönningsee …

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«Es war eine schwierige Situation», warf Bolp schnell ein. «Der Richter und der Staatsanwalt haben sich in ihre Büros verdrückt, und unter den Zuschauern waren die Gammler in der erdrückenden Überzahl. Es war leider so, dass außer gemeiner Schadenfreude kaum etwas zu sehen war.»

«Aber es ist doch wohl klar, dass wir so etwas nicht drucken werden!», rief der Chefredakteur und schob die Bilder zum Fotografen.

«Es sei denn …», sagte Bolp.

«Es sei denn was?», fuhr ihm der Chefredakteur ins Wort.

«Es sei denn, wir hätten noch andere Bilder.» Bolp blieb ruhig. «Ein paar Opfer des Brüsseler Kaufhausanschlags aus dem Archiv und ein paar grimmig dreinblickende Demonstranten. In diesem Zusammenhang würden die beiden eitlen Gammler nicht mehr wie Gewinner aussehen, sondern wie skrupellose Zyniker.»

«Hm.» Der Chefredakteur schien nicht so recht überzeugt zu sein.

«Natürlich müssten die Archivbilder groß abgedruckt werden, und dieses hier müsste so arrangiert werden, als würden die beiden Gammler wie kleine, gemeine Zwerge von oben auf die Opfer herabschauen.» Bolp tippte auf die Bilder von Lauterbach und Trenker und fuhr fort: «Die wütenden Demonstranten könnten den armen Opfern an die Seite gestellt werden, als ob sie diese bedrängen würden.»

«Das wäre eine Möglichkeit.» Der Chefredakteur fuchtelte mit den Händen in der Luft herum, als ordnete er die Fotos bereits an. Abrupt hielt er inne und fragte: «Wo bekommen wir die Bilder von den wütenden Demonstranten her? Auch aus dem Archiv?»

Auf diese Frage hatte Bolp gewartet. «Nein, die machen wir jetzt gleich. Das Gesindel hat sich versammelt und feiert den Freispruch. Die sind noch da draußen. Da können wir Aufnahmen machen.»

Der Chefredakteur wiegte den Kopf. «Und wenn die langhaarigen Studenten da draußen völlig harmlos aussehen, was dann?»

«Nun …», Bolp merkte, wie ihm ein Grinsen über das Gesicht huschte, «… wenn die uns als Reporter des Berliner Blitz erkennen, werden sie schon die richtigen Mienen aufsetzen.»

Auch der Chefredakteur lächelte für einen winzigen Moment und sagte: «Gut, Herr Bolp. Vielleicht sollten Sie Herrn Glämmer begleiten. Damit er weiß, was er zu tun hat.»

«Das mache ich gern», sagte Bolp und registrierte den dankbaren Blick des Fotografen.

Peter Kappe eilte den Kurfürstendamm hinunter. Die Demonstration vor dem Büro des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes, kurz SDS, war sein Ziel. Ein Pulk Studenten rief «Ho, Ho, Ho Chi Minh!» und «Enteignet die rechten Hetzblätter!». Aus allen Richtungen strömten immer mehr junge Leute herbei. Ihre Haare wehten im Märzwind wie Fahnen der Freiheit. Über den Köpfen flatterten auch ein paar echte Flaggen, die des Vietkong und von afrikanischen Befreiungsbewegungen. Peter hoffte, dass er seinen Freund Rüdiger Engelhardt und die Kommilitonin Stefanie Richter noch antraf, bevor in dem Gewühl niemand mehr zu finden sein würde. Im Mittelpunkt des Gedränges erkannte er einzelne Personen. Ein Vertreter vom SDS stand an der Spitze des Pulks. Er hielt ein Megafon in der Hand.

«Peter! Da bist du ja!», rief jemand.

Peter drehte sich um und sah, wie Stefanie mit Riesenschritten auf ihn zuhüpfte. Sie umarmte ihn und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Sofort schoss Peter das Blut ins Gesicht. Er blickte vorsichtshalber zu Boden.

«Du kennst Kurt?», fragte Stefanie.

Peter blickte auf. Neben Stefanie stand ein schlaksiger Mann um die dreißig. Er trug das Haar etwas kürzer als die meisten ringsherum und war im Gegensatz zu vielen anderen hier offenbar kein Student. Trotz seines Anzugs und seines Huts wirkte er lässig und auf der Demo nicht fehl am Platze. Selbstverständlich kannte Peter Kurt Kannenhenkel – von der Freien Volksbühne. Dort war der Schauspieler und Sänger der gefeierte Star. Obwohl Kannenhenkel nicht in einem Wohnheim oder einer Wohngemeinschaft lebte, sondern Frau und Kinder hatte und einen schnittigen Sportwagen fuhr, schlug sein Herz auf der richtigen Seite: auf der linken. Das war stadtbekannt.

«Hallo, Peter!», sagte Kannenhenkel. Seine Stimme klang so tief wie die E-Saite von einer Bassgitarre.

Peter hob die Hand zum Gruß. «Du nimmst dir Zeit für unseren Triumph?»

«Ein wenig», antwortete Kannenhenkel. «Um sechs muss ich im Theater sein. Dann müsst ihr ohne mich feiern.»

«Kommt, lasst uns ein Stück gehen und nach Rüdiger schauen. Der wollte auch kommen», sagte Stefanie. Ausgelassen ergriff sie Peters Hand und zog ihn zum Pulk der Studenten.

Natürlich traf Rüdiger viel zu spät ein, so wie immer. Doch Peter verdrängte die Gedanken an den Kumpel und zwängte sich hinter Stefanie durch die Demonstranten. An der Spitze der Menschenmenge feierte der Vertreter des SDS gerade den Freispruch im Prozess um das Kaufhaus-Flugblatt. Peter konnte den Mann aufgrund des Gedränges nicht richtig sehen, doch er hörte die Stimme aus dem Megafon.

«Ich bin gespannt, wie die Hetzer von der sogenannten Bürgerpresse ihren Lesern die unglaubliche Verschwendung von Steuergeldern in diesem Prozess erklären wollen.» Der Redner hielt einen Moment inne und ließ sich von den Demonstranten feiern. «Möglicherweise haben die Herren mit den Giftfedern ja ein Einsehen. Denn tatsächlich haben wir ihnen ein Schauspiel vorgeführt. Das vielleicht beste Schauspiel, das West-Berlin und Westdeutschland jemals gesehen haben. Eine Komödie mit uns in den Hauptrollen und mit den Bütteln des imperialistischen Regimes als Clowns!»

Die Menge johlte. In den Jubel mischte sich Geschrei. Peter drehte sich um und sah, wie eine Gruppe von Studenten wild gestikulierte. Einer rief: «Da vorn!», und ein gutes Dutzend Studenten rannte los. Peter erkannte Rüdiger. Der Freund spurtete der Gruppe hinterher. Also setzte auch Peter zum Sprint an.

« Blitz -Journalisten! Mörder und Faschisten!», grölte die Gruppe.

Nun sah Peter, dass die Studenten zwei Männer verfolgten. Unter ihren Mänteln lugten Anzughosen hervor. Der eine hielt noch auf der Flucht einen Fotoapparat in die Höhe, das Objektiv auf die Menge hinter ihm gerichtet. Die beiden hasteten auf ein Polizeiauto zu, das am Straßenrand parkte. Die Studenten reckten geballte Fäuste in die Höhe.

Aus dem Polizeiauto sprangen zwei Uniformierte. Der eine zog die Pistole aus seinem Halfter und richtete sie gen Himmel. Es sah unbeholfen aus, als wollte er eine Wolke bedrohen.

Die Studenten blieben stehen, brüllten jedoch weiter: « Blitz - Journalisten ! Mörder und Faschisten!»

Der Mann mit der Kamera rannte um das Polizeiauto herum und stützte dann die Hand mit der Kamera auf die Motorhaube. Er drückte unentwegt auf den Auslöser.

«Der Junge wird schon kommen, beruhige dich», sagte Gertrud Kappe.

Otto Kappe sah seiner Frau dabei zu, wie sie den Topf mit den dampfenden Kartoffeln mit einem Küchenhandtuch abdeckte. Was für eine Ungerechtigkeit! Wenn der Bengel nicht pünktlich war, sollte er auch kein warmes Essen mehr bekommen. Das war jedenfalls Ottos Meinung. Sein Sohn Peter war schließlich kein kleines Kind mehr, das zu lange auf dem Spielplatz blieb, weil es die Uhr noch nicht lesen konnte. Peter würde bald seinen Diplomabschluss machen, hatte eine Assistentenstelle an der Freien Universität und wohnte in einem eigenen Zimmer zur Untermiete. Trotzdem hatte er jede Menge Flausen im Kopf. Bestimmt war das auch der Grund dafür, dass er wieder einmal zu spät kam, obwohl er mit seinen Eltern zum Abendessen verabredet war. Otto behielt seine Gedanken für sich und sagte nur: «Ach Gertrud, ich muss morgen zeitig raus und arbeiten.»

«Am Sonnabend?», fragte seine Frau.

«Wir haben einen neuen Mordfall und einen Angehörigen des Opfers ausfindig gemacht, den Bruder. Der war allerdings nicht zu Hause und auch nicht telefonisch zu erreichen.» Otto seufzte. «Wenn wir nicht morgen früh zu ihm fahren, erfährt der arme Kerl noch aus der Zeitung von dem Tod seiner Schwester.»

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