hat daran ’ne richtige Wonne.
Gänseblümchen wiegt sich im Winde,
plötzlich wird es gepflückt vom Kinde.
Nun muss es in der Vase stehen,
kann nicht mehr im Winde wehen
und auch nicht in der Sonne stehen.
Was ist das?
Klein und fein,
eckig und fleckig.
Braucht man oft,
manches erhofft.
Will man eine Drei,
kriegt man eine Zwei.
(Würfel)
Guten Tag
Guten Tag, Fräulein Meier,
Sie haben ja schon frische Eier.
Was macht denn Ihr Kinde,
trägt es noch seine Binde?
Guten Tag, Herr Schere,
Sie fahren ja mit der Fähre.
Was macht denn das Fischen?
Ist’s schwer, was zu erwischen?
Guten Tag, kleine Susann,
ich zeig dir, was ich kann.
Was machst du denn dort?
Musst du bald wieder fort?
Guten Tag, guten Tag,
ich sag’s, wem ich mag.
Das Bienchen
Der Baum hat die Blätter,
der Bauer eine Kuh,
die Blume hat Blüten,
sag Bienchen, was hast du?
Ich hab etwas Feines,
was jedermann kennt,
etwas Süßes und Leckeres,
das man Honig nennt.
Mein Garten
Unser Garten ist groß
und innen wunderschön,
und man kann auch drinnen
meinen kleinen Garten sehn.
Flockenblume, Jungfer in Grün,
auch Erdbeeren sind da
und grüne lange Bohnen,
da freut sich die Mama.
Micki und Mickilein
Ich kenne zwei Mäuse,
Micki und Mickilein.
Die sind ganz lustig,
ganz süß und fein.
Micki stiftet die Pläne,
Mickilein führt sie aus.
Dann kommen beide
kichernd nach Haus.
Dort wartet schon Mutter,
die dicke Frau Maus.
Dann gibt es erst mal
einen Mittagsschmaus.
Mickilein muss dann ins Bett,
da gibt es großes Geschrei.
Doch wenn Mutter Geschichten erzählt,
kommt auch Micki gleich herbei.
Mein Freund Zwerg
Ganze sieben Meilen
hinter den großen Berg
will ich nun eilen,
denn dort wohnt mein Freund Zwerg.
Auf dem Tische steht
sicher schon die Suppe.
Vielleicht komm ich zu spät,
das ist mir nicht schnuppe.
Doch wenn ich mich beeile,
ich glaub’s noch nicht sofort,
dann bin ich nach einer Weile
schon beim Zwerge dort.
Steine
Von ihnen gibt es unzählig viele,
sie kullern hinunter im Nu,
lassen den Menschen keine Ruh.
Steine liegen überall.
Man tritt darauf, man tritt hinüber,
und manchmal stolpert man darüber.
In Wald und Feld und Flur
sieht jeder immer wieder Steine.
Es wäre schlimm, gäbe es keine.
Der Bach
Seht nur den Bach, wie er sprudelt,
seht nur, wie das Wasser springt,
schaut nur, wie er immer gießt,
hinunter in das Tal stets fließt
und immer ganz munter singt.
Das Meer und das Schwein
Es waren mal ein Meer und ein Schwein,
die wollten immer beisammen sein.
Sie spielten beide gar so schön,
wollten nicht voneinander gehn.
Doch einmal, wie mags gekommen sein,
da wurden sie plötzlich zum Meerschwein.
Gurke, Tomate und Radieschen
Eine Gurke namens Grünkopf
sollte einmal in den Kochtopf.
Der Gurke war das gar nicht fein,
drum hüpfte sie auf einem Bein
zum Tomatenbeet
und kam fast zu spät.
Die Tomaten wurden gerade gepflückt.
Tomatchen Kugelkopf wurde fast verrückt,
als eine große Hand nach ihm griff,
und so kullerte es hops, hops, piff,
ganz flink zu der guten Gurke hin,
denn beide hatten Gleiches im Sinn.
Auf dem Nachbarbeet pickte eine Krähe.
„Oh Hilfe, Hilfe, oh weh, oh wehe“,
rief eine Stimme zart und fein,
das musste das Radieschen sein.
Gurke und Tomate liefen nicht fort,
verscheuchten die Krähe von diesem Ort.
Nun gingen sie alle drei in Freude.
Saht ihr sie schon, liebe Leute?
Dort oben auf dem Berg
Ich schaue hinauf auf den großen,
auf den riesengroßen Berg.
Gegen ihn erscheine ich nur
wie ein kleiner, ein ganz kleiner Zwerg.
Dort oben ist viel Ruhe,
dort oben rauscht nur der Wind.
Dort oben schweben die Wolken
übern Berg ganz geschwind.
Von einer großen Fichte
ragt der Wipfel hervor.
Hinter dem Berge liegt
ganz sicher ein Nebeltor.
Leben
Wozu ist denn nur das Leben?
Wozu hat man es uns gegeben?
Zum Lernen ist das Leben da,
zum Erkennen, Begreifen, wunderbar.
Man forscht, will Neues ins Leben bringen,
kann immer neue Lieder singen.
Es wird viel für die Wirtschaft getan,
für die Biologie und die Eisenbahn.
Es gibt immer wieder neue Ziele,
ja, ja, so unendlich viele.
In der Ferne
Dort hinten ein Baum,
dort hinten ein Licht,
dort hinten ein Haus,
doch man sieht es nicht.
Dort hinten ein Busch,
dort hinten die Nacht,
dort hinten die Ferne,
sie ist nicht bewacht.
Dort hinten kein Kummer,
dort hinten keine Sorgen,
dort hinten nur Schlummer
und Erwartung auf morgen.
Die Sonne
Die gute alte Sonne
schien doch mit großer Wonne,
doch jemand hat ihr Licht genommen
und ist mit ihm übers Meer geschwommen.
Die Wolke hat den Dieb geschnappt,
ist mit ihm zur Sonne getappt.
Der Bösewicht war der Wind,
nun saust er fort geschwind.
Die Sonne kann wieder scheinen,
der Himmel braucht nicht zu weinen.
Lehrer im Unterricht
BLA-BLA-BLA.
LABA-LABA-LABA.
ABL ABLABL.
ALB.
LA BLALB.
LA BLABALALB.
LAB-A-LAB.
BLAB.
BLABAL.
ALB-ALB BLABALB.
BA-BA-BA.
BLA-BLA.
BLA.
An den Bruder
Vom Baden Du kriegst nicht voll den Hals,
drum schenke ich Dir Badesalz.
Zu aufregendem Wannenbaden
bist Du herzlich eingeladen.
Wenn Du steigst in Deine Pfütze,
vergiss auch nicht die Schnuckelmütze.
Baden kannst Du mit Deiner Maid
nun zu jeder Tageszeit.
Doch bade bitte nicht zu lange.
Die anderen stehn schon Schlange.
Denn schließlich will mit seinem Baden
keiner einem anderen schaden.
Ich wünsche Dir fröhlichen Badespaß,
doch vergiss nicht, bade mit Maß.
Nun sollst Du baden, nur nicht baden gehen.
Ich glaube, Du wirst mich schon richtig verstehen.
Der Spieler
Der Johnny war ein Spieler,
er spielte aber nur um Geld.
Dies war der einzige Beruf,
den er erlernt auf dieser Welt.
Zu Mittag setzt er auf die Pferde,
zum Geldschlucker geht’s gegen acht,
und danach spielt er in der Kneipe,
pokert bis spät in die Nacht.
Es ist ein Tag wie jeder and’re,
und Johnny meint, er wär gut drauf.
Er sitzt mal wieder in der Kneipe.
Da ruft jemand zum Pokern auf.
Und wirklich, Johnny hatte recht,
gewinnt sofort das erste Spiel
nach langer Zeit, jedoch für ihn
ist der Gewinn nicht allzu viel.
So spielt der Johnny weiter,
und wieder hat er Glück,
gewinnt in längst vergangenen Zeiten
verlorenes Geld zurück.
Die Nacht wird lang und Johnny hat
schon längst genug gewonnen.
Doch jetzt spielt er erst recht noch weiter,
denkt, er wäre von Glück besonnen.
Nun ist auch das Spiel gekommen,
da setzt er all seinen Gewinn.
Der Johnny ist ganz ohne Sorge,
die Gefahr kommt ihm nicht in den Sinn.
Читать дальше