Teddybären sind immer fröhlich. Sie haben keinen Kummer und auch keinen Schmerz. Am liebsten essen sie Schokoladenbonbons und Butterkekse. Wenn es ihnen langweilig ist, spielen sie das beliebte Teddyspiel Purzelbäume. Schick machen sie sich auch mit Schleifen, Jacken und Stirnbändern. So geht es in der Teddywelt glücklich und friedlich zu.
Ein Streit zwischen Katja und Susann
Katja und Susann sind Puppenkinder. Sie haben die gleiche Puppenmutti. Eines Tages hatten sich beide zerstritten. Jede wollte den großen blauen Luftballon mit Katzenohren tragen. Eine Woche lang sahen sich beide nicht an. Doch dann sagte Susann: „Es ist doch unsinnig zu streiten, wir wollen uns wieder vertragen.“ So vertrugen sich beide wieder.
Ein kleines wuscheliges Ding hoppelt auf dem Balkon herum. Ich öffne die Tür, und husch hoppelt mein kleines Meerschweinchen quiekend in seinen Stall. Putzi ist eine kleine Sie. Ihren Körper bedecken lange weiche Haare. Wenn man Putzi so anschaut, weiß man nicht, wo vorn und hinten ist.
An einem schönen Sommertag flog ein Schmetterling aufgeregt von Blüte zu Blüte. Lieschen fragte sich, was mit ihm los ist. Dann folgte sie dem Schmetterling. Dieser flog zu einem großen Spinnennetz, worin sich ein anderer Schmetterling verheddert hatte. Ach, darum ist er so aufgeregt. Lieschen lachte. Dann nahm sie vorsichtig den anderen Schmetterling aus dem Spinnennetz. Beide Schmetterlinge flogen fröhlich davon, denn es waren Freunde.
Die kleinen Zwerge fahren oft Karussell und feiern gern. Doch zum Feiern brauchen sie schon einen besonderen Anlass, sonst erlauben es die Papa- und Mama-Zwerge nicht. Einmal hatte der kleine Zwerg Purzel drei Purzelbäume geschlagen. Das war schon ein Grund zum Feiern. Und sie feierten und feierten bis in die Nacht hinein.
Es war eine klare Nacht, in der Jannis Spielzeug zu reden begann. Es redete und redete von allerlei lustigen Sachen. Es ist ein Wunder, dass Janni nichts gemerkt hat. Sie schlief fest. Am anderen Morgen war es still im Zimmer. So redete das Spielzeug ein paar Nächte lang. Doch dann nie wieder.
Bambuchka, die kleine Zauberin
Eines Tages tritt Bambuchka aus dem Haus. Niemand sonst ist draußen. Sie setzt sich in den Sandkasten und denkt nach, was sie machen kann. Da fällt ihr etwas ein. Zaubern! Ja, Zaubern, das ist prima. Sie sucht einen Stock und nimmt sich eine Handvoll Sand. Dann rührt sie mit dem Stock in dem Sand herum und sagt: „Abra kadabra, ich zaubere mir einen schönen Ball.“ Zu der Zeit, als sie das sagt, kommt eine Frau mit einem kleinen Mädchen, das einen schönen Ball hat, vorbei. Das Mädchen spielt mit dem Ball, und plötzlich rollt er genau auf Bambuchka zu. Gerade, als sie mit ihrem Zaubersatz fertig ist, kommt er an. Bambuchka staunt, denn sie hat nicht gedacht, dass sie richtig zaubern könnte.
Es war einmal ein Kasper, der gehörte Nina aus Afrika. Er saß oft bei ihr am Fenster. Aber eines Tages geschah etwas Böses. Eines Nachts blies der Wind doll, und Ninas Mutter hatte das Fenster weit offen gelassen. Da fiel der arme Kasper aus dem Fenster und genau in eine Pfütze hinein. Am Morgen machte Nadja aus China mit ihrer Mutter einen letzten Spaziergang, denn sie hatten hier Urlaub gemacht. Da sah Nadja den Kasper in der Pfütze liegen. Sie hob ihn auf und sagte: „Mutti, guck doch mal, was ich Schönes gefunden habe. Darf ich den mitnehmen?“
„Na gut, nimm ihn mit“, sagte die Mutter, „er ist ja wirklich schön.“ Nadja freute sich, denn so einen Kasper hatte sie sich schon lange gewünscht. Jetzt hatte sie einen. „Der arme Kasper“, sagte sie zur Mutter. „Er wird sich erkältet haben. Zu Hause machen wir ihm ein schönes warmes Bad, nicht wahr, Mutti?“
Die Mutter sagte: „Ja.“ Nadja freute sich, denn sie hatte den Kasper gleich lieb gewonnen.
Tirni schaute heute zum ersten Mal aus dem Meer. Sie ist eine kleine Wassernixe, und heute war ihr 10. Geburtstag. Als sie nun zum ersten Mal aus dem Meer schaute, schien die Sonne wunderschön. Tirni freute sich. Sie betrachtete die Sonne und die Sonnenstrahlen ganz genau. Da bemerkte sie, dass ein Sonnenstrahl weit entfernt von der Sonne und von den anderen Sonnenstrahlen war. Da hatte sie einen guten Einfall. Sie holte sich aus dem Meer ein Kästchen aus Muscheln. Dann kam sie wieder hoch. Nun versuchte sie, den Sonnenstrahl, der von den anderen entfernt war, mit dem Kästchen zu fangen. Sie versuchte es lange, und plötzlich war er im Kästchen drin. Sie freute sich sehr. Sie blieb noch lange mit dem Kästchen sitzen unter dem schönen Sonnenschein. Dann aber schwamm sie wieder ins Meer. Sie versteckte das Kästchen für eine Weile in ihrem Versteck. Aber dann holte sie es hervor und zeigte es den anderen Wassernixen. Die anderen sagten: „Was ist denn das Besonderes, ein solches Kästchen hat doch jeder.“
„Aber was da drin ist!“ Und sie machte es auf. Alle machten große Augen, als sie das sahen. Der Sonnenstrahl gluckerte im Meer herum und machte alles ganz hell. Bald waren es ganz viele Sonnenstrahlen. Nun hatten sie Sonnenstrahlen im Meer.
Es war einmal ein Brot, das hieß Landbrot. Es war ein besonderes Landbrot. Es hieß Thüringer Landbrot. Dieses Brot war stolz auf seinen Namen. Es erzählte jedem, dass es vom Lande kommt. Ein wenig neidisch waren die anderen Brote. Aber sie gönnten dem Brot die Freude. Nur das Zwiebelbrot war wütend. Aber die anderen lachten es aus. Nur das Thüringer Landbrot sagte: „Sei nicht traurig, dass du kein Thüringer Landbrot bist. Du bist doch dafür ein Zwiebelbrot.“
„Das ist aber nicht so schön“, sagte das Zwiebelbrot.
„Doch, das ist auch was Schönes“, sagte das Thüringer Landbrot.
„Du hast Zwiebeln drin, und ich hab keine.“
Da war das Zwiebelbrot glücklich und froh, und es rief mit Vergnügen: „Ich habe Zwiebeln drin, ich habe Zwiebeln drin, dralalalalala.“
Es war einmal ein ganz kleines e. Es wohnte in dem Wort Erbse . Es war so winzig klein, dass selbst ein i größer war. Das kommt bestimmt davon, weil es am Ende der Erbse stand. Das e hatte keine Lust mehr, immer wieder das kleine e am Ende der Erbse zu sein. Da hüpfte es einfach in die Welt hinaus. Nun war die Erbse keine Erbse mehr, sondern nur noch ein Erbs . Das kleine e suchte ein anderes Wort. Es kam zu einem Schuh und wollte sich hintendran hängen. Doch plötzlich überlegte es eine Weile. Ein e von einem Schuh wollte es doch nicht sein. Dann hieße das Wort ja Schuhe . Das kleine e hüpfte einfach weiter. Nun kam es zu einem Pann und wollte sich wieder hintendran hängen. Doch es überlegte kurz, und hüpfte weiter. Denn wenn man an Pann ein e ran hängt, ergibt es eine Panne . Da traf es ein kleines i , ein kleines f und ein kleines n . „Hallo!“, sagten die drei. „Hallo!“, sagte das kleine e . „Wollen wir uns zu einem Wort bilden?“ Die anderen Buchstaben waren damit einverstanden. Alle überlegten lange, um ein Wort zu finden. Doch dann bildeten sie das Wörtchen fein . Das war wirklich fein.
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