Romana Wasinger - Leben im Sterben

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Völlig unabhängig von der Tatsache, ob wir uns mit dem Thema Sterben auseinandersetzen wollen oder nicht, betrifft es unweigerlich uns alle. So sicher wie wir in der nächsten Sekunde wieder einen Atemzug tun werden, so sicher werden wir auch eines Tages sterben. Wer in einem Hospiz arbeitet, ist in jedem seiner Dienste mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert. In Hospizen werden unheilbar kranke Menschen und ihre Angehörigen begleitet. Vergänglichkeit, Sterben und Tod gehören somit zum Arbeitsalltag jeder Hospizschwester. Die Autorin, die selbst seit mehr als sieben Jahren als Diplomkrankenschwester auf einer Hospiz­station arbeitet, erzählt in ihrem Buch, wie es sich anfühlt, erwachsene, sterbende Menschen zu pflegen und ihnen in all ihren Hoffnungen, Schmerzen, Ängsten und Verlusten zur Seite zu stehen. Sie lässt die Leserinnen und Leser an sehr intimen Momenten ihres Berufsalltages teilhaben, in denen sie als professionelle Begleiterin die letzte Lebensphase vieler Menschen miterlebte.

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Neben all den möglichen körperlichen Beeinträchtigungen können sterbende Menschen auch unter großem psychischen Leidensdruck stehen. Als Begleiterin unheilbar kranker, sterbender Menschen konnte ich häufig das Gefühlschaos miterleben, das viele Patienten quält. Dem Tode nahe Menschen leiden beispielsweise an:

vielfältigen Ängsten

Depression

Verzweiflung, Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit

Hilflosigkeit; dem Gefühl, plötzlich von anderen abhängig zu sein

dem Gefühl, alles und alle zu verlieren

dem Gefühl, keine Zukunft mehr zu haben

Zorn, Wut, Aggression

ungelösten Konflikten aus der Vergangenheit

Sorgen um die Familie, die zurückgelassen wird

finanziellen Sorgen.

Angst vor dem Sterben?

Den nahenden Tod vor Augen empfinden wohl viele oder gar die meisten Menschen zunächst einmal Angst: Angst vor Schmerzen, langem Leiden, Siechtum, großen Verlusten, vor dem Alleinsein, vor dem Sterben, aber auch vor dem Tod bzw. dem, was uns nach dem Sterben erwartet. Wenn man sich die vielfältigen möglichen Ängste vor Augen führt, kann man besser verstehen, was es für einen Menschen bedeutet, sterbenskrank zu sein. Es lohnt sich, darüber nachzudenken.

Menschen, bei denen Krebs oder eine andere lebensbedrohliche Krankheit diagnostiziert wird, unterliegen erheblichen Stimmungsschwankungen. Sie empfinden oft Angst oder Zorn, sie neigen zu Selbstmitleid und leiden unter dem Gefühl, keinerlei Macht mehr über ihr Leben zu haben. Sie sind erschrocken über das emotionale Auf und Ab. 38

Eine beängstigende Diagnose oder das ungünstige Ergebnis einer Untersuchung kann den Betroffenen in seiner ganzen Existenz erschüttern, und bei jeder neuen Untersuchung können sich im Unterbewusstsein oder Hintergrund Gedanken an den Tod melden. Wenn hier von der „Existentiellen Dimension“ die Rede ist, dann meint dies die Betroffenheit des Daseins als Mensch überhaupt, die Erfahrung, dass das Selbst ungesichert und in seinem Dasein begrenzt und vom Tod bedroht ist.39

Im Lauf der vergangenen Jahre habe ich mich selbst und auch viele andere Menschen gefragt, wie sie am liebsten sterben möchten. Hier einige der Antworten: „Bei klarem Verstand“, „Hauptsache ohne Schmerzen“, „Ohne jemandem zur Last zu fallen“, „In meiner gewohnten Umgebung“, „Im Beisein meiner Angehörigen“, „Lieber etwas früher, als alt und krank“, „Einschlafen und nicht mehr aufwachen“, „Einfach tot umfallen“, „Nur nicht lang dahinsiechen“.

Am meisten fürchten wir uns wohl davor, eine lange Leidenszeit vor dem Tod erdulden zu müssen. Solange jemand gesund und mobil ist, wird die Auseinandersetzung mit dem Sterben, vor allem dem eigenen Sterben, nach meinen Erfahrungen oft verdrängt. Sterben, Tod und Trauer sollten aber ihren Platz dort haben, wo sie hingehören, nämlich im Leben.

Aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten der modernen Medizin ist unsere Lebenserwartung angestiegen und es wächst die Gruppe jener Patienten, die länger zwischen Leben und Tod schwebt. Die Zahl der chronisch Kranken steigt, die häufig über viele Jahre hinweg pflegebedürftig sind. Die moderne Intensivmedizin entwickelt immer mehr Möglichkeiten, Leben zu verlängern. Die „Hochleistungsmedizin“ wird manchmal auch, nicht nur von mir selbst, wie ich aus Gesprächen mit vielen Menschen weiß, als bedrohlich wahrgenommen. Besonders die Vorstellung, gegen den eigenen Willen durch künstlich lebenserhaltende Maßnahmen am Sterben gehindert zu werden, kann Unbehagen wecken, obwohl viele Patienten dem Einsatz der modernen Intensivmedizin in einer lebensbedrohlichen Situation ihr Leben verdanken und durch sie ihre Gesundheit wieder erlangten.

Ist eine Krankheit erst einmal identifiziert und mit einem Namen belegt, wird sie automatisch zum Gegenstand einer Behandlung mit dem Ziel, sie möglichst in den Griff zu bekommen. 40

Die Menschheit verdankt der medizinischen Wissenschaft, dass zwischen reversiblen (also heilbaren) und irreversiblen pathologischen Prozessen unterschieden werden kann. Außerdem entwickelt die moderne Medizin ständig neue Therapien und Medikamente, so dass die Waage immer mehr zugunsten eines längeren Lebens ausschlägt. Leider hat die Medizin uns auch in der irrigen Haltung bestärkt, die Gewissheit unseres Sterbens zu leugnen.41

Die verbesserten Möglichkeiten der Medizin: Die Fortschritte und die Technisierung der medizinischen Wissenschaft haben dazu geführt, dass wir in einem vorher unbekannten Ausmaß in die Sterbeprozesse eingreifen können. Die Apparate-, Intensiv- und Transplantationsmedizin vermag vielen Menschen zu einem neuen lebenswerten Leben zu verhelfen, aber sie vermag auch, Menschen über lange Zeiträume am Leben zu erhalten. Das ist die Kehrseite des Ganzen: die unsägliche Verlängerung des Sterbens und das Schüren der Erwartungshaltung von Patienten und Angehörigen, dass alles repariert und geheilt werden kann. Es bleibt fraglich, ob wir alles, was machbar ist, auch einsetzen müssen. 42

Wovor könnten sich schwerkranke Menschen im Angesicht des Sterbens ängstigen? Zu dem kleinen, auf den ersten Blick so unscheinbar erscheinenden Wort Angst, kann man sich einiges überlegen. Es gibt viele Möglichkeiten:

Angst vor den physischen Folgen der fortschreitenden Krankheit (z. B. Immobilität, Schmerzen, Schwäche, Verlust der Unabhängigkeit)

Angst vor den psychischen Folgen der fortschreitenden Krankheit (z. B. Zusammenbruch, physische Entgleisung, geistige Unzurechnungsfähigkeit)

Angst vor dem Sterben (z. B. Verlust der Zukunft, existentielle Angst)

Angst vor Therapien und Therapiefolgen (z. B. große Operationen, Verlust eines Organs, Verlust des Körperbildes, Nebenwirkungen)

Ängste, die das unmittelbare soziale Umfeld betreffen (z. B. Verlust geliebter Personen, Verlust der eigenen Rolle, Verlust sexueller Attraktivität, zur Belastung für die Familie werden)

Angst vor sozialer Isolierung, Angst vor Verarmung, Verlust von Beruf und sozialem Status.43

Welche Ängste können hinter dem Satz „Ich habe solche Angst, Herr Doktor!“ stecken? Ist es die Angst vor dem Verlust der Autonomie, der Lebensqualität, vor Rückfällen, verstümmelnden Eingriffen, Schmerz, Atemnot, passiver Auslieferung, dem Verlassenwerden und der Trennung, vor Neid und Eifersucht auf Gesunde, dem eigenen Schatten, einer Gerichtsbarkeit nach dem Tode?44

Ängste in der Terminalphase, nach einer eventuell lange schon gelebten Erkrankung beziehen sich meist auf die Sterbesituation selbst. Dabei sind häufig Wesensveränderungen zu beobachten, z. B. Verwirrtheit, Aggressivität, Delirium, Zeitverlust, aber auch Abwendung, versagende Stimme oder ein „leerer Blick“, in denen einerseits, wie es manchmal scheint, die intensive Begegnung mit der persönlichen Bilanz des Lebens zum Ausdruck kommt, die in unterschiedlichen Träumen, Gefühlen und Visionen „erlebt“ wird, und andererseits auch die besondere Auseinandersetzung mit der Ungewissheit im Angesicht des nahen Todes zum Ausdruck kommt. 45

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