Christine Kraus - Lintu

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Ihre außergewöhnliche Gabe ist zugleich ihre große Leidenschaft: Im Wind liegen, die Erde von oben betrachten, ein Ziel pfeilschnell erreichen – in jedem unbeobachteten Moment bewegt sich Elli schwebend durch die Welt. Doch sie kann ihre Freude mit niemandem teilen: Schon früh musste sie lernen, ihre Fähigkeit vor anderen zu verbergen. Auch die Frage, warum sie fliegen kann, bleibt unbeantwortet – in ihrer Familie wird nicht darüber gesprochen. Am Rand einer großen Stadt versucht die junge Frau, ein unauffälliges Leben zu führen, bis der Überfall auf eine geliebte Freundin alles verändert. Nicht ganz freiwillig weiht Elli ihren besten Freund in ihr Geheimnis ein und entdeckt gleichzeitig Hinweise zu ihrer Herkunft. Elli schöpft Hoffnung, dem Rätsel endlich auf die Spur zu kommen. Entschlossen, Menschen zu finden, die so sind wie sie, macht sie sich auf die Suche und nimmt mutig jede Herausforderung an, die auf ihrem Weg liegt.

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Julien ließ es sich nicht nehmen, sie persönlich nach Hause zu bringen. Im Laden verabschiedete er sich, nachdem er die Überwachung organisiert hatte. Ich fragte mich, der wievieltletzte Abschied das wohl war und die Traurigkeit hatte mich wieder, nun, da ich niemandem mehr etwas vormachen musste.

Bei Großmutter setzte ich an der gleichen Stelle an, an der ich im Krankenhaus hatte aufhören müssen. Auch sie nahm den Faden wieder auf, gleiches freundliches Lächeln, gleiches Schweigen. Ich hatte die Wahl zwischen Wut und Verzweiflung, mehr fiel meinem System in diesen Stunden der Entscheidung nicht ein. Ich wählte die Wut, alles war besser als zu verzweifeln. Verzweifeln hieß aufgeben. Das hatte ich nicht vor. Probehalber funkelte ich Großmutter an und stellte meine Forderung noch einmal: „Ohne dich gehe ich nicht weg.“

Großmutter hatte meinen Stimmungsumschwung wohl bemerkt und setzte einen ihrer strengsten Blicke auf. „Du wirst jetzt unsere kostbare Zeit nicht mit dieser Albernheit verschwenden“, sagte sie kühl. „Schwing dein Hinterteil aus dem Laden und beginne mit den Vorbereitungen. Heute Abend will ich Ergebnisse sehen.“ Damit wandte sie sich um und ging, noch etwas wackelig, nach hinten in ihr Lager.

Diese Art von Ansagen kannte ich bereits aus der Frau-Schmidt-Zeit. Nichts mehr zu machen. Auch wenn es mich ärgerte, dass sie mich behandelte wie ein kleines Kind, trollte ich mich seufzend. Vielleicht benahm ich mich ja wirklich so. Ich sollte mich einfach auf das konzentrieren, was jetzt zu tun war. Wenn sie es so dringend machte, dann war es dringend.

Den Rest des Tages verbrachte ich damit, einen Aktionsplan aufzustellen und die Informationen zusammenzutragen, die ich benötigte. Als Erstes kündigte ich die Wohnung, sie hatte die längste Frist. Ansonsten konnte ich innerhalb einer Woche hier verschwinden und alles so hinterlassen, als käme ich in einem Jahr wieder. Das war der Plan. Die Kameradschaft würde mir in Russland hoffentlich nicht allzu genau auf den Fersen bleiben, um sich nicht unter die „Kommunisten“ begeben zu müssen. Sie würde in Deutschland auf meine Rückkehr warten. Auf diese Weise könnte ich mir ein Jahr Vorsprung verschaffen, wenn alles gut ging.

Es wurde schon dunkel, als ich mich auf den Weg zum Laden machte. So warm, wie es noch war, hoffte ich, Großmutter zu einem kleinen Getränk im Café nebenan überreden zu können. Man saß dort sehr nett draußen. Außerdem wollte ich wenigstens ein paar Antworten bekommen, bevor ich mich verabschieden musste. An meinen Besuch bei Großmutter würde ich endlich wieder eine Flugnacht hängen. Zwei Tage ohne kamen mir viel zu lang vor. Skaten konnte das nicht ersetzen.

Mit ziemlicher Geschwindigkeit bog ich um die letzte Ecke – und befand mich mitten in einer Schießerei. Zumindest dem Hören nach. Das Geballer kam aus der Richtung des Ladens. Für einen Augenblick verkrampfte ich mich ganzkörperlich. Gleichzeitig begann mein Herz bis zum Hals zu schlagen. Ich verdoppelte mein Tempo und war in wenigen Sekunden an der Hintertür des Ladens angelangt. Das Vorhängeschloss war zu. Vorn im Laden wurde geschossen. Mit zitternden Fingern nestelte ich den Schlüssel aus dem Rucksack und öffnete das Schloss. Außer den Schüssen konnte ich fast nichts hören, weil mein Herz bis in die Ohren schlug. Ich schlüpfte durch die Tür und blieb im Dunkeln stehen. Musste mich erst einmal beruhigen, um wieder handlungsfähig zu werden. Erstaunlicherweise half der Schwebezustand gerade wenig. Nach einer Ewigkeit, obwohl wahrscheinlich nicht mehr als eine Minute vergangen war, hatte ich wieder alle Sinne beisammen. Vorsichtig ging ich ein paar Schritte in Richtung Laden. Die Tür stand halb offen. Ein schwaches Licht fiel herein und in diesem Lichtschein lag Großmutter auf dem Boden.

Ich kam mir vor, als hätte ich ein Déjà-vu. Wollte es nicht glauben, doch da lag sie, mit geschlossenen Augen wie beim ersten Mal, nur diesmal war es richtig schlimm. Auf ihrer Bluse hatte sich ein großer roter Fleck gebildet. Meine Kehle schwoll schlagartig zu, ich konnte keinen Ton herausbringen, obwohl ich am liebsten geschrien hätte. Warf mich neben ihr auf die Knie und legte meine Hand an ihr Gesicht.

Ehe ich etwas sagen konnte, hörte ich ihre Stimme: Bring mich hier weg, bevor die Sanitäter kommen.

Sie hatte nicht gesprochen, sie hatte nicht einmal die Augen geöffnet. Aber die Verbindung zu ihr war so stark wie gestern im Krankenhaus. Ich hörte ihre Worte in meinem Kopf. Und dachte nicht daran, sie wegzubringen. Sie war doch verletzt!

Bring mich weg, Elli, ich sterbe, ich will bei meinen Leuten sterben.

Nein! Nein, das ging nicht, das konnte jetzt nicht sein! Die Sanitäter –

Die können mir nicht helfen! Nur du kannst mir jetzt helfen. Ich muss nach Hause, zu Simón …

Aber wie soll das gehen, das viele Blut …

Elli, wenn du mich nicht sofort wegbringst, dann hängen sie mich im Krankenhaus an ihre Geräte und ich sterbe trotzdem. Du siehst mich dann nur noch durch eine Glasscheibe. Wenn du mich wegbringst, kannst du mir so viel Energie geben, wie ich brauche, um am Leben zu bleiben, bis wir dort sind, wo meine Leute liegen – unsere Leute, Elli, unser Volk.

Unser Volk. Sie stirbt. Du stirbst.

Ja, ich sterbe.

Aber ich habe dich doch gerade erst wiederbekommen!

Elli, bitte, du kannst mich nicht retten. Du musst dich entscheiden. Hilf mir! Ich will zu Simón!

4. Kapitel

Draußen waren jetzt keine Schüsse mehr zu hören, dafür Laufschritte und Männerstimmen, deren Art sich zuzurufen nach Polizei klang. Okay, jetzt musste ich mich wirklich beeilen. Vorsichtig nahm ich Großmutter auf die Arme. Sie war leicht wie eine Feder.

Wohin?, dachte ich.

In die Wohnung. Dort liegt eine dunkle Decke auf dem Sofa. Wickele mich darin ein und flieg los.

Großmutter war so klar, obwohl sie so schwer verletzt war und noch nicht einmal die Augen öffnen konnte! So schnell es mit ihr ging, schwebte ich durch die Tür und die Treppe hinauf in die Wohnung. Riss die Decke vom Sofa, schlang sie irgendwie um ihren Körper und sauste zum Wohnzimmerfenster. Draußen auf der Straße hatten sich eine Menge Menschen versammelt, die in den Laden schauten. Hatten die denn keine Angst, dass die Schießerei wieder losging? Jedenfalls konnten wir hier nicht unbemerkt verschwinden. Blieb also das Küchenfenster. Es zeigte zum Hof hinaus. Ich öffnete es leise und kontrollierte die Umgebung. Kein Mensch weit und breit. Ein kurzer Blick auf Großmutter in meinen Armen – sie regte sich nicht, aber die Blutung hatte nachgelassen. Sicherheitshalber überprüfte ich den Hof noch einmal, denn es war noch nicht ganz dunkel und wir würden nicht sehr schnell sein. Dann hörte ich Schritte auf der Treppe. Sie suchten Großmutter. Wir mussten los.

Durch das Fenster schoss ich steil nach oben. Die Decke flatterte. Ich musste rasch einen geeigneten Platz finden, um mir mein Bündel richtig umzubinden. Zum Glück konnte ich nach kurzer Zeit auf einem Flachdach landen. Vorsichtig legte ich Großmutter ab. Sobald ich den Körperkontakt zu ihr unterbrach, fing die Wunde wieder heftig zu bluten an. Das hatte sie gemeint, als sie sagte, ich könne ihr genug Energie zum Überleben geben. Die Verbindung im Schwebezustand verlangsamte den Zerstörungsprozess. In Windeseile streifte ich meine Straßenkleider ab und verstaute sie im Rucksack. Sie waren zwar blutig, doch ich wusste nicht, ob ich sie auf unserer Reise nicht noch einmal brauchen würde. Ich setzte meine Mütze auf und hängte mir den Rucksack vor den Bauch. Dann legte ich mich dicht neben Großmutter auf die Decke, verknotete die Ecken vor meinem Körper und hob ab. Großmutter hing auf meinem Rücken wie ein Sack Federn. Sie rührte sich nicht, aber so konnte ich noch nicht fliegen. Ihre Beine baumelten herunter, ihr Kopf kippte neben meinem irgendwie zur Seite. Ich musste sie besser festbinden. Mit fliegenden Fingern holte ich mein Messer aus dem Rucksack, das einzige Werkzeug, das ich immer dabei hatte, und schnitt rechts und links so viele Streifen in die Decke, dass ich ihre Beine an meine Beine binden konnte. Für ihren Kopf faltete ich, so gut es ging, eine Art hohe Halskrause und verknotete die Enden mit den Rucksackträgern. So sollte es gehen, aber es war klar, dass ich Großmutter nicht mehr losbinden würde, bis wir unser Ziel erreicht hatten. Ja, wohin flogen wir eigentlich?

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