Endlich Nachwuchs
Junger Bussard
Der Kiesteich liegt gegenüber der Ortschaft an der B82. Leider ist das Baden verboten, da es sich um Trinkwasserschutzgebiet handelt. Die rund vier Kilometer lange Wanderung ist einfach und für alle Fitnesslevel geeignet, aber nicht barrierefrei. Vom Parkplatz aus überquert man eine kleine Holzbrücke und hält sich links. Der schmale Pfad rund um den See bietet immer wieder geschützte Blicke auf das Wasser, in dem sich viele Wasservögel tummeln. In den Büschen und Bäumen, die den Weg säumen, sieht man auch viele seltene Exemplare wie Nachtigall und Tannenhäher. Mit etwas Glück entdeckt man auch einen der scheuen Eisvögel, die in den Lehmwänden am See ihre Brutplätze haben. In den angrenzenden Wiesen und Feldern kann man Reiher und Störche bei der Jagd beobachten. Sogar Rebhühner und Fasane trifft man hier recht häufig an. Große Greifvögel gleiten durch die Luft und halten Ausschau nach Beute. Milan, Habicht, Bussard und Fischadler sind hier zu Hause. Nach etwa zehn Minuten erreicht man einen großen Beobachtungsturm aus Holz. Informationstafeln im Innenraum klären über die Vögel der Region auf. Über 125 Arten brüten in der Umgebung des Teichs.
Eisvogel
Hier kann man stundenlang sitzen und die Umgebung beobachten. Besonders lohnt sich auch der Besuch zum Sonnenuntergang, dann sieht man außer Vögel auch noch Rehe, Füchse, Waschbären und mit etwas Glück einen Steinmarder oder Marderhund. Man folgt dem Weg immer weiter rund um den See, bis man am Fischereiheim auf die geteerte Straße stößt. Dieser folgt man dann, bis man nach kurzer Zeit wieder den Parkplatz erreicht.
Eidechse
Von hier aus kann man die Wanderung leicht um zwei Kilometer verlängern. Dazu folgt man dem vom Parkplatz gegenüberliegenden Feldweg Richtung Hornburg und biegt nach etwa 150 Metern rechts auf den kleinen Hügel, Richtung Isingerode, ab. Oben angekommen hat man einen tollen Ausblick über Schladen, zum Brocken und in die Umgebung. Nach Überquerung der B82 folgt man nach ca. 400 Metern dem unbefestigten Feldweg nach rechts. Dieser führt über die Felder, mit schönen Blicken auf den Kiesteich, durch ein kleines Waldstück am Friedhof vorbei bis zur Gaststätte Itschenkrug. Hier überquert man erneut die B82 und folgt der Zufahrtsstraße zurück bis zum Ausgangspunkt (Parkplatz).
Am Rückweg lohnt sich der Abstecher in die alte Kiesgrube, die sehr erfolgreich vom NABU als Lebensraum für allerlei Tiere gepflegt wird. Ein Schild rechter Hand der Straße weist den Weg durch eine wunderschöne kleine Allee. In den kleinen Tümpeln leben unzählige Frösche, Molche, Salamander; das Wasser lockt auch Säugetiere zum Trinken an. Waschbär und Vögel bedienen sich hier am reichlich vorhandenen Nahrungsangebot. Auf den Steinen sonnen sich manchmal Eidechsen und die ein oder andere Ringelnatter. Vom NABU, der hier sehr aktiv ist, wurde im Ortskern ein alter Turm mit Nistkästen und Bruthöhlen versehen. Schwalben, Meisen, Spatzen, Turmfalken und Eulen finden hier genug Platz, um friedlich nebeneinander zu brüten.
Sonnenuntergang über dem Brocken
Am grünen Band entlang
Öffnungszeiten:Wanderwege immer zugänglich
Eintritt:kostenlos
Weitere Aktivitäten:
Stadtführung in Hornburg: hornburg-erleben.de
Innerdeutsches Grenzdenkmal Wiedelah
Baden im Wiedelaher See
Restaurant:
Itschenkrug: Isingeröder Straße 1, 38315 Schladen
Die Umgebung bietet wundervolle Gelegenheiten, seltene Tiere in freier Wildbahn zu sehen. Es wird sogar von Wolfsichtungen in den Abend- und frühen Morgenstunden berichtet.
Info
Lage:Isingerode liegt zwischen Schladen und Hornburg an der B82.
Anreise mit Bahn und Bus:Mit dem Zug bis Bahnhof Schladen, von dort mit dem Bus bis Haltstelle Isingerode/Itschenkrug
Anfahrt:
Von der A36 Ausfahrt Schladen-Nord; von hier aus B82 Richtung Hornburg; nach ca. drei Kilometern erreicht man Isingerode.
Über die A2 ab Ausfahrt Helmstedt über die B244 bis nach Schöningen und dann weiter über die B82 über Schöppenstedt und Hornburg Richtung Schladen.
Schräg gegenüber vom Itschenkrug und dem Ortsschild befindet sich in ca. 100 Metern die Zufahrtsstraße zum Parkplatz am Kiesteich, ein schmaler, befestigter Feldweg. Nach ca. einem Kilometer kann man neben dem kleinen Wäldchen an einer kleinen Holzbrücke parken. Hier befindet sich bereits die erste Infotafel zum Vogelvorkommen. Wer keine Wanderung machen, sondern nur den Beobachtungsturm besuchen möchte, kann sein Auto in einer Haltebucht zwischen Schladen und Isingerode an der B82 gegenüber der Abfahrt nach Göddeckenrode abstellen und folgt von hier dem Wanderweg nach rechts.
HINWEISE:
Auch Fahrradfahrer nutzen den Weg um den Teich. Hier ist gegenseitige Rücksichtnahme gefragt!
Einige Wege am Teich sind dem Fischereiverein vorbehalten, Schilder weisen darauf hin.
Leider ist der komplette Wanderweg nicht barrierefrei. Den Weg von der Haltebucht (Abfahrt Göddeckenrode) bis zum Aussichtsturm (ca. 800 Meter) kann man mit Kinderwagen begehen.
IM HARLY-WALD
In Vienenburg, unweit des Klosters Wöltingerode, befindet sich der Harlyberg. Das dicht bewaldete Gebiet hat Geheimnisvolles sowie Exotisches zu bieten. Es gilt als Naherholungsgebiet und lässt, zusammen mit dem Vienenburger See, keine Wünsche offen.
Besucher kommen meist nach Vienenburg wegen des Sees oder des Klosters. Der Harlyberg erregt nur bei wenigen Besuchern Aufmerksamkeit. Der Höhenzug mit einer Länge von 6,5 Kilometern und einer Höhe von 256 Metern hat jedoch so einiges zu bieten. Durch die direkte Lage am grünen Band ist er aus Naturschutzsicht genauso wichtig wie aus geologischer Betrachtung. Es handelt sich um einen sogenannten Schmalsattel, der parallel zum Harz verläuft. Im westlichen Teil lässt sich, durch Aufstieg des Salzes und die damit verbundene Heraushebung und deren Abfolgen, bis heute der Muschelkalk am Kamm finden. Im Süden befinden sich die Überreste des Kalibergwerks, das im Salzstock angelegt war.
Das gesamte Gebiet ist Landschaftsschutzgebiet und Teile davon gehören zum FFH-Gebiet des europäischen Biotopverbundsystem Natura 2000 (Infos zu den verschiedenen Schutzgebietsformen unter waldhilfe.de). Aufgrund der geografischen Lage, der klimatischen Verhältnisse und der unterschiedlichen geologischen Formationen des Bodens gedeihen hier rund 130 verschiedene Pflanzenarten, von submediterran über nordisch-subalpin und subkontinental. Das ist wirklich eine Einzigartigkeit im Harz und Harzvorland.
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