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Abb. 15Der Trepanaufbau – das Oberteil entspricht dem Vlock-Ankersystem (Komet)
Abb. 16Der Positionierungsschlüssel
Abb. 17Die Situation am extrahierten Zahn

Abb. 18Der am extrahierten Zahn eingeschraubte Aufbau
Der Trepanaufbau wurde am Patienten einprobiert ( Abb. 19) und mit dem Spezialkleber DTK ( Abb. 20), der mit Licht vorgehärtet werden kann, sorgfältig einzementiert ( Abb. 21). Die Aushärtungszeit von 12 Minuten wurde mit der Uhr kontrolliert. Zur Verdeutlichung der Situation am und im Zahn dienen die in den Abbildungen 22und 23gezeigten Schliffbilder des extrahierten Zahnes.

Abb. 19Der am Zahn 12 eingeschraubte Aufbau zur Einprobe hinsichtlich Länge und Durchmesser

Abb. 20Der DTK-Kleber (Fa. Bredent)

Abb. 21Der zementierte Trepanaufbau

Abb. 22Der zementierte Trepanaufbau im Zahnschnittbild. Wurzelkanalfüllung, Zirkonoxidstift und Trepanaufbau sind deutlich zu erkennen

Abb. 23Der Zahnschnitt in der Vergrößerung – die gute Passform des Aufbaus ist deutlich zu erkennen
Die Krone wurde im Labor unter dem Stereomikroskop vorsichtig ausgebohrt ( Abb. 24) und anschließend im Mund einprobiert. Dabei war es notwendig, den Aufbau etwas zu beschleifen. Nach Beschickung des zementierten Aufbaus mit dem DTK-Kleber wurde die Krone innen eingestrichen und dann zementiert ( Abb. 25). Bei unsicherer Positionierung sollte eine inzisale Positionierungshilfe aus Kaltpolymerisat (z. B. Pattern Resin) angefertigt werden.

Abb. 24Die ausgebohrte Krone (Basalansicht)

Abb. 25Der mit Kompositzement beschickte Trepanaufbau
Abbildung 26zeigt die Krone wieder in situ ( Abb. 26). Nach sorgfältiger Okklusions- und Artikulationskontrolle wurde der Patient entlassen.

Abb. 26Die Endkontrolle
1 Repair Post Set 4317 (Komet, Fa. Brasseler, Lemgo).
2 DTK-Kleber (Fa. Bredent, Senden).
3 Pattern Resin (Fa. GC Germany, München).
4 Masseran-Kit (Fa. Micro-Mega, Oberursel).
Brückenpfeiler gehen verloren – was tun?
Problem: Bei einer mehrspannigen Brücke gehen Pfeiler verloren
Eine Schmerzpatientin ( Abb. 1) meldete sich und berichtete von starken Beschwerden im Bereich ihrer ausgedehnten Oberkieferbrücke ( Abb. 2und 3). Die Untersuchung und das angefertigte Orthopantomogramm ( Abb. 4) ergaben folgenden Befund:

Abb. 1Die Schmerzpatientin

Abb. 2Die festsitzende Brücke mit Problemen

Abb. 3Palatinalansicht der 20 Jahre alten Brücke

Abb. 4Orthopantomogramm der Patientin
festsitzende Brücke 16 15 B 13 B B B B B 24 B 26 (Alter: 20 Jahre);
Lockerungsgrad der Brücke: 0 bis I;
Pusaustritt Regio 24, Wurzelreste palatinal sichtbar ( Abb. 5bis 7);Abb. 5 Die sichtbaren, nach palatinal verschobenen kariösen Wurzeln des Zahnes 24Abb. 6 Einzelröntgenbild zur Situation am Zahn 24 (orthoradial)Abb. 7 Einzelröntgenbild zur Situation am Zahn 24 (mesialexzentrisch)
pulpitische Beschwerden an Zahn 27 (Vitalitätsprobe +++).
Die Patientin ist Erzieherin in einem Behindertenheim und war zu der Zeit unabkömmlich. Wie konnte sie sofort im Sinne einer prothetischen ersten Hilfe versorgt werden?
Die erprobte Lösung: Abstützung der Brücke mit provisorischen Implantaten
Um die gelockerte Brücke abzustützen, sollten zwei provisorische Implantate zwischen den Zähnen 21 und 22 sowie 22 und 23 inseriert werden. Zur Befestigung mit dem Brückenkörper wurden in diesen Bereichen zwei vertikale Retentionsrinnen gefräst ( Abb. 8). Dies geschah vor dem chirurgischen Eingriff, um Metallspäne in der Extraktionswunde zu vermeiden.

Abb. 8Die Retentionsrinnen werden palatinal-vertikal in die Brücke gefräst
Der Bereich der Wurzelreste von Zahn 24 wurde palatinal aufgeklappt ( Abb. 9), so dass die Wurzelreste sichtbar wurden. Dann wurden die Bruchstücke mit einem Luxator luxiert ( Abb. 10und 11) und mit einer Diamantpinzette herausgenommen. Ferner wurde mit einer überlangen Diamantfräse der Wurzelstift abgetrennt ( Abb. 12).
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