Oswald Spengler - Preußentum und Sozialismus

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Diese kleine Schrift ist aus Aufzeichnungen hervorgegangen, die für den «Untergang des Abendlandes», namentlich den zweiten Band bestimmt, die teilweise sogar der Keim waren, aus dem diese ganze Philosophie sich entwickelt hat.Spenglers Werk wird in Zyklen immer wieder neu entdeckt. Samuel P. Huntington greift mit seinen Thesen vom «Kampf der Kulturen» wesentlich auf Spenglers «Untergang» zurück. In globalen Krisenzeiten wird Spenglers konsequente Weltsicht der schicksalhaften Entwicklung von Imperien als Horoskop der Weltgeschichte gesehen. Eine brauchbare Blaupause zur Lösungsfindung stellen sie nicht dar.Null Papier Verlag

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Aber mit wel­chen Zeiträu­men ist hier zu rech­nen? Sind es Mo­na­te oder Jah­re? Der Kreis­lauf der deut­schen Re­vo­lu­ti­on steht, nach­dem und wie sie ein­mal in Er­schei­nung ge­tre­ten ist, in Hin­sicht auf Tem­po und Dau­er fest. Mag nie­mand sie ken­nen, die­se Fak­to­ren sind trotz­dem vor­han­den in ih­rer schick­sal­haf­ten Be­stimmt­heit. Wer sich in ih­nen ver­greift, geht zu­grun­de. Die Gi­ron­dis­ten sind so zu­grun­de ge­gan­gen, weil sie den Gip­fel der Re­vo­lu­ti­on hin­ter sich, aber auch Ba­beuf, weil er ihn vor sich glaub­te. Auch das Ein­grei­fen neu­er Krie­ge, auch das Er­schei­nen ei­ner großen Per­sön­lich­keit wür­den nichts än­dern. Sie wür­den die wel­this­to­ri­sche Er­schei­nung plötz­lich und voll­kom­men um­wan­deln kön­nen – was für ge­wöhn­li­che Be­trach­ter ja al­ler­dings al­les be­deu­tet –, den tiefern Sinn der deut­schen Re­vo­lu­ti­on wür­den sie in sei­ner We­sen­heit nur be­stä­ti­gen. Ein großer Mann ist der­je­ni­ge, der den Geist sei­ner Zeit be­greift, in dem die­ser Geist le­ben­di­ge Ge­stalt ge­wor­den ist. Er kommt, nicht um ihn auf­zu­lö­sen, son­dern zu er­fül­len.

Wo­her die­ser Geist des deut­schen So­zia­lis­mus stammt, soll nun ent­wi­ckelt wer­den.

Sozialismus als Lebensform

8.

Sechs­tau­send Jah­re hö­he­rer Men­schen­ge­schich­te lie­gen vor uns.

Aus der Mas­se, die sich über den gan­zen Pla­ne­ten ver­brei­tet hat, son­dert sich, Ge­schich­te im tiefern Sin­ne, das Schau­spiel und Schick­sal der großen Kul­tu­ren ab. Sie lie­gen vor dem Auge des Be­trach­ters als For­men­wel­ten von gleich­ar­ti­gem Bau, mäch­ti­ges See­len­tum, das sicht­ba­re Ge­stalt ge­winnt, in­ners­tes Ge­heim­nis, das sich in le­ben­dig fort­schrei­ten­der Wirk­lich­keit aus­drückt.

Ein un­ver­än­der­li­ches Ethos wirkt in ih­nen. Es prägt nicht nur je eine ganz be­stimm­te Art von Glau­ben, Den­ken, Füh­len, Tun, von Staat, Kunst und Le­bens­ord­nung, son­dern auch einen an­ti­ken, in­di­schen, chi­ne­si­schen, abend­län­di­schen Ty­pus »Mensch« von voll­kom­men eig­ner Hal­tung des Lei­bes und der See­le, ein­heit­lich in In­stinkt und Be­wusst­sein, Ras­se in geis­ti­gem Sin­ne , aus.

Je­des die­ser Ge­bil­de ist in sich selbst vollen­det und un­ab­hän­gig. His­to­ri­sche Ein­wir­kun­gen, über de­ren dich­tem Ge­we­be die land­läu­fi­ge Ge­schichts­schrei­bung al­les an­de­re ver­gisst, haf­ten am Äu­ßer­lichs­ten; in­ner­lich blei­ben Kul­tu­ren, was sie sind. So blü­hen sie am Nil und Eu­phrat, Gan­ges, Ho­ang­ho und ägäi­schen Meer, in der se­mi­ti­schen Wüs­te und der nor­di­schen strom­rei­chen Ebe­ne auf, die Men­schen ih­rer Land­schaft zu Völ­kern her­an­züch­tend, die nicht Schöp­fer, son­dern Schöp­fun­gen die­ser Kul­tu­ren sin­d , un­ter­ein­an­der an Geist und Sinn ver­schie­den und sich lei­den­schaft­lich wi­der­stre­bend: Do­rer und Jo­ni­er, Hel­le­nen und Etrus­ko-Rö­mer – die Völ­ker der alt­chi­ne­si­schen Welt – Ger­ma­nen und Ro­ma­nen, Deut­sche und Eng­län­der, nach au­ßen aber und ei­ner frem­den Kul­tur ge­gen­über so­fort als Ein­heit wir­kend: der an­ti­ke, der chi­ne­si­sche, der abend­län­di­sche Mensch.

Eine Idee ruht in der Tie­fe je­der Kul­tur, die sich in be­deu­tungs­schwe­ren Ur­wor­ten an­kün­det: das Tao und Li der Chi­ne­sen, der Lo­gos und das »Sei­en­de« der apol­li­ni­sche Grie­chen, Wil­le, Kraft, Raum in den Spra­chen des faus­ti­schen Men­schen, der sich vor al­len an­de­ren durch sei­nen un­er­sätt­li­chen Wil­len nach Unend­lich­keit aus­zeich­net, der mit dem Fern­rohr die Di­men­sio­nen des Wel­traums, mit Schie­nen und Dräh­ten die der Erd­ober­flä­che be­siegt, mit sei­nen Ma­schi­nen die Na­tur, mit sei­nem his­to­ri­schen Den­ken die Ver­gan­gen­heit, die er sei­nem eig­nen Da­sein als »Welt­ge­schich­te« ein­ord­net, mit sei­nen Fern­waf­fen den gan­zen Pla­ne­ten samt den Res­ten al­ler äl­te­ren Kul­tu­ren un­ter­wirft, de­nen er heu­te sei­ne eig­nen Da­seins­for­men auf­zwingt – wie lan­ge?

Denn zu­letzt, nach ei­ner ab­ge­mes­se­nen Rei­he von Jahr­hun­der­ten, ver­wan­delt sich jede Kul­tur in Zi­vi­li­sa­ti­on. Was le­ben­dig war, wird starr und kalt. In­ne­re Wei­ten, See­len­räu­me wer­den er­setzt durch Aus­deh­nung im kör­per­haft Wirk­li­chen, das Le­ben im Sin­ne des Meis­ters Eckart wird zum Le­ben im Sin­ne der Na­tio­nal­öko­no­mie, Ge­walt der Ide­en wird Im­pe­ria­lis­mus. Letz­te, sehr ir­di­sche Idea­le brei­ten sich aus, rei­fe Stim­mun­gen mit der vol­len Er­fah­rung des Al­ters: von So­kra­tes, Laot­se, Rous­seau, Bud­dha an wen­det der Weg sich je­des Mal ab­wärts. Sie sind alle in­ner­lich ver­wandt, ohne ech­te Me­ta­phy­sik, Wort­füh­rer prak­ti­scher ab­schlie­ßen­der Wel­t­an­schau­ung und Le­bens­hal­tung, für die wir um­fas­sen­de Na­men wie Bud­dhis­mus, Stoi­zis­mus, So­zia­lis­mus be­sit­zen.

9.

Und so be­zeich­net So­zia­lis­mus in die­sem spä­ten Sin­ne, nicht als dunk­ler Ur­trieb, wie er sich im Stil go­ti­scher Dome, im Herr­scher­wil­len großer Kai­ser und Päps­te, in spa­ni­scher und eng­li­scher Grün­dung von Rei­chen aus­spricht, in de­nen die Son­ne nicht un­ter­geht, son­dern als po­li­ti­scher, so­zia­ler, wirt­schaft­li­cher In­stinkt rea­lis­tisch an­ge­leg­ter Völ­ker eine Stu­fe un­se­rer Zi­vi­li­sa­ti­on, nicht mehr uns­rer Kul­tur, die um 1800 zu Ende ging.

Aber in die­sem nun ganz nach au­ßen ge­wand­ten In­stinkt lebt der alte faus­ti­sche Wil­le zur Macht, zum Unend­li­chen wei­ter in dem furcht­ba­ren Wil­len zur un­be­ding­ten Wel­t­herr­schaft im mi­li­tä­ri­schen, wirt­schaft­li­chen, in­tel­lek­tu­el­len Sin­ne, in der Tat­sa­che des Welt­krie­ges und der Idee der Wel­t­re­vo­lu­ti­on, in der Ent­schlos­sen­heit, durch die Mit­tel faus­ti­scher Tech­nik und Er­fin­dung das Ge­wim­mel der Mensch­heit zu ei­nem Gan­zen zu schwei­ßen. Und so ist der mo­der­ne Im­pe­ria­lis­mus auf den gan­zen Pla­ne­ten ge­rich­tet. Der ba­by­lo­ni­sche hat­te sich auf Vor­der­asi­en, der in­di­sche auf In­di­en be­schränkt, der an­ti­ke fand sei­ne Gren­zen in Bri­tan­ni­en, Me­so­po­ta­mi­en und der Sa­ha­ra, der chi­ne­si­sche am kas­pi­schen Meer. Wir ken­nen kei­ne Gren­ze. Wir ha­ben Ame­ri­ka durch eine neue Völ­ker­wan­de­rung zu ei­nem Teil West­eu­ro­pas ge­macht; wir ha­ben alle Erd­tei­le mit Städ­ten uns­res Ty­pus be­setzt, uns­rem Den­ken, uns­ren Le­bens­for­men un­ter­wor­fen. Es ist der höchs­te über­haupt er­reich­ba­re Aus­druck uns­res dy­na­mi­schen Welt­ge­fühls. Was wir glau­ben, sol­len alle glau­ben. Was wir wol­len, sol­len alle wol­len. Und da Le­ben für uns äu­ße­res Le­ben, po­li­ti­sches, so­zia­les, wirt­schaft­li­ches Le­ben ge­wor­den ist, so sol­len alle sich un­serm po­li­ti­schen, so­zia­len, wirt­schaft­li­chen Ide­al fü­gen oder zu­grun­de ge­hen.

Dies im­mer kla­rer wer­den­de Be­wusst­sein habe ich mo­der­nen So­zia­lis­mus ge­nannt. Es ist das Ge­mein­sa­me in uns. Es wirkt in je­dem Men­schen von War­schau bis San Fran­zis­ko, es zwingt je­des uns­rer Völ­ker in den Bann sei­ner Ge­stal­tungs­kraft.

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