Oswald Spengler - Preußentum und Sozialismus

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Diese kleine Schrift ist aus Aufzeichnungen hervorgegangen, die für den «Untergang des Abendlandes», namentlich den zweiten Band bestimmt, die teilweise sogar der Keim waren, aus dem diese ganze Philosophie sich entwickelt hat.Spenglers Werk wird in Zyklen immer wieder neu entdeckt. Samuel P. Huntington greift mit seinen Thesen vom «Kampf der Kulturen» wesentlich auf Spenglers «Untergang» zurück. In globalen Krisenzeiten wird Spenglers konsequente Weltsicht der schicksalhaften Entwicklung von Imperien als Horoskop der Weltgeschichte gesehen. Eine brauchbare Blaupause zur Lösungsfindung stellen sie nicht dar.Null Papier Verlag

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Aber im­mer­hin, im volks­tüm­li­chen Bil­de der Ge­schich­te wird nicht sie, son­dern der No­vem­be­r­auf­stand künf­tig vor­an­ste­hen. Man kann sich wohl aus­ma­len, wie im idea­len Fall eine pro­le­ta­ri­sche Re­vo­lu­ti­on an die­ser Stel­le ein­zu­set­zen ge­habt hät­te. Und da ent­hüllt sich die über­wäl­ti­gen­de Feig­heit und Min­der­wer­tig­keit des Ele­ments, das der pro­le­ta­ri­sche Ge­dan­ke zu sei­ner Ver­tei­di­gung be­reit fand. Auch die großen Re­vo­lu­tio­nen wer­den durch Blut und Ei­sen ent­schie­den. Was hät­ten be­deu­ten­de Mas­sen­füh­rer, was hät­ten die In­de­pen­den­ten und Ja­ko­bi­ner in die­ser Lage ge­tan! Und die Marxis­ten? Sie hat­ten die Macht, sie hät­ten al­les wa­gen dür­fen. Ein großer Mann aus der Tie­fe, und das gan­ze Volk wäre ihm ge­folgt. Aber nie ist eine Mas­sen­be­we­gung durch die Er­bärm­lich­keit der Füh­rer und Ge­folgs­leu­te elen­der in den Schmutz ge­zo­gen wor­den. Die Ja­ko­bi­ner wa­ren be­reit, al­les an­de­re zu op­fern, weil sie sich selbst op­fer­ten: mar­cher vo­lon­tiers, les pieds dans le sang et dans les lar­mes, wie es St. Just for­mu­lier­te. Sie kämpf­ten ge­gen die Mehr­heit im In­nern und ge­gen halb Eu­ro­pa an der Front. Sie ris­sen al­les mit. Sie schu­fen Hee­re aus dem Nichts, sie sieg­ten ohne Of­fi­zie­re, ohne Waf­fen.

Hät­ten ihre Nach­äf­fer von 1918 die rote Fah­ne an der Front ent­fal­tet, den Kampf auf Le­ben und Tod ge­gen das Ka­pi­tal er­klärt; wä­ren sie vor­an­ge­gan­gen, um als die ers­ten zu fal­len, sie hät­ten nicht nur das zu Tode er­schöpf­te Heer, die Of­fi­zie­re vom ers­ten bis zum letz­ten, sie hät­ten auch den Wes­ten mit­ge­ris­sen. In sol­chen Au­gen­bli­cken siegt man durch den eig­nen Tod. Aber sie ver­kro­chen sich; statt an die Spit­ze ro­ter Hee­re stell­ten sie sich an die Spit­ze gut­be­zahl­ter Ar­bei­ter­rä­te. Statt der Schlach­ten ge­gen den Ka­pi­ta­lis­mus ge­wan­nen sie die ge­gen Pro­vi­ant­la­ger, Fens­ter­schei­ben und Staats­kas­sen. Statt ihr Le­ben ver­kauf­ten sie ihre Uni­for­men. An der Feig­heit ist die­se Re­vo­lu­ti­on ge­schei­tert. Jetzt ist es zu spät. Was in den Ta­gen des Waf­fen­still­stan­des und der Frie­dens­un­ter­zeich­nung ver­säumt wur­de, ist nie­mals nach­zu­ho­len. So sank das Ide­al der Mas­se zu ei­ner Rei­he schmut­zi­ger Loh­ner­pres­sun­gen ohne Ge­gen­leis­tung her­ab; auf Kos­ten des üb­ri­gen Vol­kes, der Bau­ern, der Be­am­ten, der Geis­ti­gen zu schma­rot­zen, die Wor­te Rä­te­sys­tem, Dik­ta­tur, Re­pu­blik so oft an Stel­le man­geln­der Ta­ten hin­aus­zu­schrei­en, dass sie in zwei Jah­ren lä­cher­lich ge­wor­den sein wer­den, so weit reich­te ihr Mut. Als ein­zi­ge »Tat« er­scheint der Fürs­ten­sturz, ob­wohl ge­ra­de die re­pu­bli­ka­ni­sche Re­gie­rungs­form mit dem So­zia­lis­mus nicht das ge­rings­te zu tun hat.

Dies al­les be­weist, dass der »vier­te Stand« – im tiefs­ten Sin­ne eine Ne­ga­ti­on – im Ge­gen­sat­ze und als Ge­gen­satz zum üb­ri­gen Vol­ke nicht auf­bau­end wir­ken kann. Es be­weist, wenn dies die so­zia­lis­ti­sche Re­vo­lu­ti­on war, dass das Pro­le­ta­ri­at nicht ihr vor­nehms­ter Trä­ger ist. Mag kom­men, was da will, die­se Fra­ge ist un­wi­der­ruf­lich ent­schie­den. Die Klas­se, wel­che Be­bel für die Ent­schei­dung her­an­ge­züch­tet hat­te, hat als Ein­heit ver­sagt. Für im­mer, denn die ver­lor­ne Schwung­kraft lässt sich nicht wie­der­er­we­cken. Eine große Lei­den­schaft ist durch Er­bit­te­rung nicht zu er­set­zen. Und die Ver­fech­ter des gest­ri­gen Pro­gramms mö­gen sich nicht täu­schen: sie wer­den den wert­vol­len Teil der Ar­beiter­schaft un­wi­der­ruf­lich ver­lie­ren und aus Füh­rern ei­ner großen Be­we­gung wer­den sie ei­nes Ta­ges zu wort­rei­chen Hel­den von Vor­stadt­kra­wal­len ge­sun­ken sein. Vom Er­ha­be­nen zum Lä­cher­li­chen ist nur ein Schritt.

5.

Das also war die große, seit Ge­ne­ra­tio­nen ver­kün­de­te, be­sun­ge­ne, an­ge­dich­te­te deut­sche Re­vo­lu­ti­on – ein Schau­spiel von ei­ner so fürch­ter­li­chen Iro­nie, dass es des Ab­stan­des von Jahr­zehn­ten be­darf, be­vor sie dem Deut­schen fühl­bar wird, eine Re­vo­lu­ti­on, die das um­warf, was sie woll­te und nun will, ohne zu wis­sen was.

Be­trach­tet man von die­ser künf­ti­gen Höhe aus die drei Re­vo­lu­tio­nen, die ehr­wür­di­ge, die groß­ar­ti­ge, die lä­cher­li­che, so lässt sich sa­gen: Die drei spä­tes­ten Völ­ker des Abend­lan­des ha­ben hier drei idea­le For­men des Da­seins an­ge­strebt. Berühm­te Schlag­wor­te kenn­zeich­nen sie: Frei­heit, Gleich­heit, Ge­mein­sam­keit. Sie er­schei­nen in den po­li­ti­schen Fas­sun­gen des li­be­ra­len Par­la­men­ta­ris­mus, der ge­sell­schaft­li­chen De­mo­kra­tie, des au­to­ri­ta­ti­ven So­zia­lis­mus: schein­bar ein neu­er Be­sitz, in Wahr­heit nur die äu­ßers­te rei­ne Ge­stal­tung des un­ver­än­der­li­chen Le­bens­stils die­ser Völ­ker, je­dem ganz und al­lein ei­gen und kei­nem an­de­ren mit­teil­bar. An­ti­ke Re­vo­lu­tio­nen stel­len le­dig­lich den Ver­such dar, eine Le­bens­la­ge zu er­rei­chen, in der ein in sich ru­hen­des Da­sein über­haupt mög­lich und er­träg­lich ist. Trotz der Lei­den­schaft­lich­keit des äu­ße­ren Bil­des sind sie sämt­lich de­fen­si­ver Na­tur. Von Kre­on bis her­ab zu Spar­ta­cus hat nie­mand dar­an ge­dacht, über die eig­ne Not des Au­gen­blicks hin­aus sich für eine all­ge­mei­ne Neu­ord­nung der an­ti­ken Da­seins­be­din­gun­gen ein­zu­set­zen. Die drei großen Re­vo­lu­tio­nen des Abend­lan­des aber ent­rol­len eine Macht­fra­ge: Ist der Wil­le des ein­zel­nen dem Ge­samt­wil­len zu un­ter­wer­fen oder um­ge­kehr­t ? Und man ist ent­schlos­sen, die eig­ne Ent­schei­dung der gan­zen Welt auf­zu­zwin­gen.

Der eng­li­sche In­stinkt ent­schied: die Macht ge­hört dem ein­zel­nen. Frei­er Kampf des einen ge­gen den an­de­ren; Tri­umph des Stär­ke­ren: Li­be­ra­lis­mus, Un­gleich­heit. Kein Staat mehr. Wenn je­der für sich kämpft, kommt es in letz­ter Li­nie al­len zu­gu­te.

Der fran­zö­si­sche In­stinkt: die Macht ge­hört nie­mand. Kei­ne Un­ter­ord­nung, also kei­ne Ord­nung. Kein Staat, son­dern nichts: Gleich­heit al­ler, idea­ler An­ar­chis­mus, in der Pra­xis im­mer wie­der (1799, 1851, 1871, 1918) durch den Des­po­tis­mus von Ge­ne­ra­len oder Prä­si­den­ten le­bens­fä­hig er­hal­ten.

Bei­des heißt De­mo­kra­tie, aber in sehr ver­schie­de­ner Be­deu­tung. Von ei­nem Klas­sen­kampf im mar­xis­ti­schen Sin­ne ist nicht die Rede. Die eng­li­sche Re­vo­lu­ti­on, die den Ty­pus des un­ab­hän­gi­gen, nur sich selbst ver­ant­wort­li­chen Pri­vat­man­nes her­vor­brach­te, be­zog sich über­haupt nicht auf Stän­de, son­dern auf den Staat. Der Staat wur­de, welt­lich wie geist­lich, ab­ge­schafft und durch den Vor­zug der In­sel­la­ge er­setzt. Die Stän­de be­ste­hen noch heu­te, all­ge­mein ge­ach­tet, in­stink­tiv auch von der Ar­beiter­schaft an­er­kannt. Die fran­zö­si­sche Re­vo­lu­ti­on al­lein ist ein »Klas­sen­kampf« aber von Rang-, nicht von Wirt­schafts­klas­sen. Die we­nig zahl­rei­chen Pri­vi­le­gier­ten wer­den der gleich­för­mi­gen Volks­mas­se, der Bour­geoi­sie, ein­ver­leibt.

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