Oswald Spengler - Preußentum und Sozialismus

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Diese kleine Schrift ist aus Aufzeichnungen hervorgegangen, die für den «Untergang des Abendlandes», namentlich den zweiten Band bestimmt, die teilweise sogar der Keim waren, aus dem diese ganze Philosophie sich entwickelt hat.Spenglers Werk wird in Zyklen immer wieder neu entdeckt. Samuel P. Huntington greift mit seinen Thesen vom «Kampf der Kulturen» wesentlich auf Spenglers «Untergang» zurück. In globalen Krisenzeiten wird Spenglers konsequente Weltsicht der schicksalhaften Entwicklung von Imperien als Horoskop der Weltgeschichte gesehen. Eine brauchbare Blaupause zur Lösungsfindung stellen sie nicht dar.Null Papier Verlag

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Die deut­sche Re­vo­lu­ti­on aber ist aus ei­ner Theo­rie her­vor­ge­gan­gen . Der deut­sche, ge­nau­er preu­ßi­sche In­stink­t war: die Macht ge­hört dem Gan­zen. Der ein­zel­ne dient ihm. Das Gan­ze ist sou­ve­rän. Der Kö­nig ist nur der ers­te Die­ner sei­nes Staa­tes (Fried­rich der Gro­ße). Je­der er­hält sei­nen Platz. Es wird be­foh­len und ge­horcht. Dies ist, seit dem 18. Jahr­hun­der­t , au­to­ri­ta­ti­ver So­zia­lis­mus, dem We­sen nach il­li­be­ral und an­ti­de­mo­kra­tisch, so­weit es sich um eng­li­schen Li­be­ra­lis­mus und fran­zö­si­sche De­mo­kra­tie han­delt. Es ist aber auch klar, dass der preu­ßi­sche In­stinkt an­ti­re­vo­lu­tio­när ist. Den Or­ga­nis­mus aus dem Geis­te des 18. Jahr­hun­derts in den des 20. zu über­füh­ren – was man in ei­nem ganz an­de­ren, spe­zi­fisch preu­ßi­schen Sin­ne li­be­ral und de­mo­kra­tisch nen­nen kann – war eine Auf­ga­be für Or­ga­ni­sa­to­ren . Die ra­di­ka­le Theo­rie aber mach­te aus ei­nem Teil des Vol­kes einen vier­ten Stand zu­recht – sinn­los in ei­nem Lan­de der Bau­ern und Be­am­ten. Sie gab dem über­wie­gen­den, in zahl­lo­se Be­rufs­stän­de ge­glie­der­ten Teil den Na­men »drit­ter Stand« und be­zeich­ne­te ihn da­mit als Ob­jekt ei­nes Klas­sen­kamp­fes. Sie mach­te den so­zia­lis­ti­schen Ge­dan­ken end­lich zum Pri­vi­le­gi­um des vier­ten Stan­des. Im Ban­ne die­ser Kon­struk­tio­nen zog man denn im No­vem­ber aus, um das zu er­rei­chen, was im Grun­de längst da war. Und da man es im Ne­bel der Schlag­wor­te nicht er­kann­te, zer­schlug man es. Nicht nur der Staat, auch die Par­tei Be­bels , das Meis­ter­werk ei­nes echt so­zia­lis­ti­schen Tat­sa­chen­menschen, durch und durch mi­li­tä­risch und au­to­ri­ta­tiv und eben da­mit die un­ver­gleich­li­che Waf­fe der Ar­beiter­schaft, wenn sie dem Staat den Geist des neu­en Jahr­hun­derts ein­imp­fen woll­te, ging in Trüm­mer. Das macht die­se Re­vo­lu­ti­on so ver­zwei­felt lä­cher­lich: sie brach auf, um ihr eig­nes Haus an­zu­zün­den. Was 1914 das deut­sche Volk sich selbst ver­spro­chen, was es be­reits lang­sam, ohne Pa­thos zu ver­wirk­li­chen be­gon­nen hat­te, wo­für zwei Mil­lio­nen Män­ner ge­fal­len wa­ren, wur­de ver­leug­net und ver­nich­tet. Und dann stand man rat­los, ohne zu wis­sen, was nun ver­an­stal­tet wer­den soll­te, um sich selbst das Vor­han­den­sein ei­ner fort­schrei­ten­den Re­vo­lu­ti­on zu be­wei­sen. Es war sehr nö­tig, denn der Ar­bei­ter, der et­was ganz andres er­war­tet hat­te, schau­te miss­trau­isch auf, aber mit dem täg­li­chen Aus­ru­fen der Schlag­wor­te in die lee­re Luft hin­ein war es nicht ge­tan.

6.

Und so rich­te­te der un­ent­wegt li­be­ra­le Mi­chel den ge­stürz­ten Thron wie­der auf und setz­te sich dar­auf. Er war der gut­mü­ti­ge Erbe des Nar­ren­streichs, von gan­zem Her­zen an­ti­so­zia­lis­tisch und des­halb den Kon­ser­va­ti­ven wie den Spar­ta­kis­ten gleich­mä­ßig ab­ge­neigt, vol­ler Angst, dass bei­de ei­nes Ta­ges ihr Ge­mein­sa­mes ent­de­cken möch­ten. Karl Moor im Klub­ses­sel, der alle In­ter­es­sen­jä­ger, auch die frag­wür­digs­ten, frei­sin­nig dul­de­te, vor­aus­ge­setzt, dass das re­pu­bli­ka­nisch-par­la­men­ta­risch-de­mo­kra­ti­sche Prin­zip ge­wahrt blieb, dass man reich an Wor­ten, maß­voll im Tun war, und dass Kühn­heit, Ent­schlos­sen­heit, dis­zi­pli­nier­te Un­ter­ord­nung und an­de­re Zei­chen von Au­to­ri­täts­be­wusst­sein sorg­fäl­tig aus sei­ner Nähe ent­fernt blie­ben. Zu sei­nem Schut­ze be­rief er die ein­zi­ge Ent­de­ckung der No­vem­ber­ta­ge, be­zeich­nen­der­wei­se einen Sol­da­ten von ech­tem Hol­ze, und heg­te nun wie­der tie­fes Miss­trau­en ge­gen den mi­li­tä­ri­schen Geist, ohne den die Far­ce von Wei­mar ein schnel­les Ende er­reicht ha­ben wür­de.

Was aber hier ge­leis­tet wur­de an Den­ken, Kön­nen, Hal­tung, Wür­de, ge­nügt, um den Par­la­men­ta­ris­mus in Deutsch­land für im­mer zu rich­ten. Un­ter dem Sym­bol der schwarz-rot-gel­ben Fah­ne, die da­mit end­gül­tig lä­cher­lich ge­wor­den ist, wur­den alle Tor­hei­ten der Pauls­kir­che er­neu­ert, wo die Po­li­tik eben­falls kei­ne Tat, son­dern ein Ge­schwätz, ein Prin­zip ge­we­sen war. Der Mann von 1917 war auf dem Gip­fel: sein Waf­fen­still­stand, sein Völ­ker­bund, sein Frie­de, sei­ne Re­gie­rung. Mi­chel lüf­te­te lä­chelnd die Müt­ze in der Er­war­tung, dass John Bull groß­ar­tig sein wür­de und un­ter­schrieb, eine Trä­ne im Au­gen­win­kel, als er es wirk­lich war und das ra­send ge­w­ord­ne Frank­reich als sei­nen Ge­schäfts­füh­rer vor­schick­te.

Im Her­zen des Vol­kes ist Wei­mar ge­rich­tet. Man lacht nicht ein­mal. Der Ab­schluss der Ver­fas­sung stieß auf ab­so­lu­te Gleich­gül­tig­keit. Sie hat­ten ge­meint, der Par­la­men­ta­ris­mus ste­he am An­fang, wäh­rend er selbst in Eng­land im ra­schen Nie­der­gang be­grif­fen ist. Da ih­nen Op­po­si­ti­on als das Zei­chen par­la­men­ta­ri­scher Ho­heit er­schi­en – ob­wohl al­ler­dings das eng­li­sche Sys­tem star­ke In­di­vi­dua­li­tä­ten vor­aus­setzt, die sich auf zwei ur­al­te, ein­an­der be­din­gen­de Grup­pen ver­tei­len, von star­ken In­di­vi­dua­li­tä­ten bei uns aber kei­ne Rede war –, so trie­ben sie un­ent­wegt Op­po­si­ti­on ge­gen eine Re­gie­rung, die gar nicht mehr vor­han­den war: das Bild ei­ner Schul­klas­se, wenn der Leh­rer fehlt.

Die­se Epi­so­de ist der tiefs­ten Ver­ach­tung der Zu­kunft ge­wiss. 1919 ist der Tief­punkt deut­scher Wür­de. In der Pauls­kir­che sa­ßen ehr­li­che Nar­ren und Dok­tri­näre, welt­fremd bis zum Ko­mi­schen, Jean Paul-Na­tu­ren; hier aber fühl­te man ver­schmitz­te In­ter­es­sen da­hin­ter. Es macht kei­nen Un­ter­schied, ob es sich um Dü­pier­te oder Ein­ver­stan­de­ne han­delt. Die­se Par­tei­en ver­wech­sel­ten das Va­ter­land all­zu oft mit dem Vor­teil. Wir er­le­ben eine Di­rek­to­ri­al­zeit vor dem Ther­mi­dor. Wehe, wenn wir das über­sprun­ge­ne Stück nach­ho­len müs­sen! Dass dies ver­lo­ge­ne Schau­spiel ei­ner nicht ge­glück­ten und nicht be­en­de­ten Re­vo­lu­ti­on ein Ende nimmt, ist si­cher. Drau­ßen be­rei­tet sich ein neu­er Akt des Welt­krie­ges vor. Man lebt heu­te schnell. Wäh­rend die Na­tio­nal­ver­samm­lung, ein ver­schlech­ter­ter Reichs­tag, aus den Trüm­mern des zer­stör­ten Staa­tes eine Hüt­te zu­sam­men­flickt, in der Schie­ber­tum und Wu­cher mit Löh­nen, mit Wa­ren, mit Äm­tern bald die ein­zi­ge Be­schäf­ti­gung sein wer­den, be­gin­nen an­de­re über das letz­te Jahr an­ders zu den­ken. Sie ver­glei­chen, was da ge­baut wird, mit dem, was ein­mal da war. Sie ah­nen, dass ein Volk in Wirk­lich­keit nie­mals zwi­schen ver­schie­de­nen Staats­for­men zu wäh­len hat. Wäh­len lässt sich nur die Ver­klei­dung, nicht der Geist, das We­sent­li­che, ob­wohl die öf­fent­li­che Mei­nung be­stän­dig bei­de ver­wech­selt. Was man in eine Ver­fas­sung hin­ein­schreibt, ist im­mer un­we­sent­lich. Was der Ge­sam­tin­stinkt all­mäh­lich dar­aus macht, dar­auf kommt es an. Das eng­li­sche Par­la­ment re­giert nach un­ge­schrie­be­nen , aus ei­ner al­ten Pra­xis ent­wi­ckel­ten und oft sehr we­nig de­mo­kra­ti­schen Ge­set­zen und eben des­halb mit so großem Er­folg.

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