Patricia Pearson - Blick ins Jenseits

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Eine berührende, faszinierende Erkundung jener Einblicke in die jenseitige Welt, die viele von uns in Todesnähe erfahren. Nach den erstaunlichen Ereignissen um den plötzlichen Tod ihres Vaters und das Sterben ihrer krebskranken Schwester will die Journalistin und Autorin Patricia Pearson wissen, was es mit den außergewöhnlichen Erfahrungen auf sich hat, die Menschen im Bannkreis des Todes erleben. Dabei stößt sie auf eine überwältigende Fülle von Berichten, Studien und persönlichen Gesprächen, die von der spürbaren Anwesenheit unsichtbarer Wesen berichten, von übersinnlichen Wahrnehmungen und vor allem von der Begegnung mit einer alles überstrahlenden Transzendenz und Liebe.

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»Dad ist tot, Dad ist tot«, hatte ich mir seit vierundzwanzig Stunden vorgesagt. Wie ein Kind, das sich eifrig bemüht, neue Anweisungen über die Art, wie die Dinge sind, auswendig zu lernen, war ich in dem vereisten Park neben meinem Haus auf und ab gegangen. Dad ist tot .

Und jetzt hatte Katharine eine Vision gehabt.

Es traf uns wie eine Art Nachbeben. Doch gleichzeitig erschien es sofort zutiefst sinnvoll, wie ein perfekt passendes Puzzlestück. Ohne darüber zu sprechen, waren wir als Familie überzeugt, dass er da etwas von höchster emotionaler Eleganz bewerkstelligt hatte. Er war für seine Tochter gestorben. Oder er war unwissentlich gestorben und hatte dann eine geheimnisvolle Gelegenheit ergriffen, sie in ihrem Schlafzimmer in Montreal zu besuchen und sie liebevoll zu trösten, bevor er sich weiter auf den Weg machte.

Später erfuhr ich, dass solche Erfahrungen nach dem Tod eines Menschen nicht selten, sondern erstaunlich häufig sind. Doch das Wissen darum wird von den Familien als etwas Kostbares bewahrt und vor achtlosen Fremden verborgen.

Ich sollte in dem folgenden Jahr noch viel über diese verborgene Welt um mich herum lernen, doch zu jenem Zeitpunkt begriff ich nur: Für Katharine war es ein unglaubliches Geschenk. In den vorhergehenden zwölf Monaten hatte Aufwachen mitten in der Nacht immer bedeutet, sich wieder an ihre quälende Situation zu erinnern, in deren Schrecken sie in der Dunkelheit zu ertrinken drohte. Wie eingeschränkt ist doch unsere euphemistische Sprache geworden, wenn wir davon sprechen, dass jemand mit dem Krebs »kämpft«, ohne ihm oder ihr die Shakespeare-hafte, ungeheure Verletzlichkeit einer Ophelia oder eines Lear zuzugestehen, als könnten diese Menschen einfach pragmatisch und distanziert ihre Truppen befehligen.

Ich kannte meine Schwester besser als irgendeinen anderen Menschen in meinem Leben, außer vielleicht meinen Kindern. Sie war nicht mehr und nicht weniger tapfer als Jesus, als er rief: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?« An dem Abend jenes Tages, an dem ihr der Arzt in der Notaufnahme trocken erklärt hatte, sie hätte Hirnläsionen, stand sie laut klagend unter der Dusche und flehte ein abstraktes Universum an, ihr noch zehn Jahre zu geben, bis ihre Söhne mit der Ausbildung fertig und verheiratet seien.

Und dann plötzlich, als unser Vater starb – ohne zu wissen, dass er gestorben war –, dieses überraschende Gefühl der Gelassenheit, der Geborgenheit und der Freude. Eine ganze Weile lang – sie konnte nicht sagen, ob es Minuten oder Stunden waren – sah Katharine sich selbst – als schaue sie in den Spiegel der Zukunft oder tauche darin ein? –, wie sie mit ihrer noch nicht geborenen Enkelin auf dem Fußboden ihres Schlafzimmers spielte. Ihr war irgendwie klar, dass es das Kind ihres Sohns Graeme war, ein fünf Monate altes Baby namens Katie. Ein kleines, wackliges Wesen, das sich abmühte, aufrecht zu sitzen. In ihrer Vision half ihm Katharine, indem sie ihm den Rücken hielt. Sie war von der niedlichen Kleinen mit ihrer lustigen winzigen Schleife im Haar völlig hingerissen.

»Sie war so schön «, erzählte sie Graeme über sein zukünftiges Elfenkind, als sie ihn an jenem Morgen zu seiner Schule fuhr. Alles wird gut, in jeder Hinsicht.

Als sie wieder zu Hause war, klingelte das Telefon, und meine Mutter erzählte, dass unser Vater gestorben war.

Anfang April flog ich nach Arizona, um den Grand Canyon zu besuchen. Ein Scan hatte offenbart, dass Katharines Krebs sich auf die Knochen und die Leber verbreitet hatte. »Das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir gerade noch ertragen«, hatte der Dichter Rainer Maria Rilke geschrieben. Ich las es eine Weile später und dachte: Ach ja .

Fliegen umschwirrten die Ohren der Maultiere, die den Bright Angel Trail am Südrand des Canyons entlang hinabstiegen und deren Hufe ein paar Hundert Meter vor uns lebhaft den steilen Pfad meisterten. Mein Mann und ich lehnten uns instinktiv in Richtung Felswand, während wir den Maultierreitern hinterherwanderten, in ehrfürchtigem Schrecken vor der abgründigen Leere, die uns fast hinabzuziehen schien, als wolle sie uns einladen, kopfüber kilometerweit in die Tiefe und in unser Verderben zu stürzen.

Ob nur Touristen diesen steinigen Pfad hinunterkletterten, fragte ich mich, oder auch Pilger? In der Absicht, sich am Felsen entlanghangelnd in Demut zu üben, im Bewusstsein, wirklich gar nichts über das Unermessliche zu wissen, was sie umgibt, und doch verlockt durch dessen Einladung? Als im 16. Jahrhundert ein Spähtrupp der Konquistadoren den Canyon zum ersten Mal erblickte, trauten sie ihren Augen und hielten den Colorado River in der Tiefe für einen Bach, der den Pferden bis knapp ans Knie reichen und den man leicht in einer Viertelstunde durchqueren könnte. Sie begriffen nicht, dass der Abgrund von Rand zu Rand 16 Kilometer misst und der Fluss in der Tiefe bis zu anderthalb Kilometer breit ist.

Wir begreifen es heute auch nur, weil es in den Reiseführern steht. Wir stellen unseren Blick entsprechend ein und schätzen die Tiefe anhand dessen, was wir über den Fluss wissen: Wenn dieses blaue Band da unten anderthalb Kilometer breit ist, dann ist diese Höhe atemberaubend. Wir kauern uns in den Supai-Sandstein. Wie wissen wir, was unendlich ist und was nicht? Wem trauen wir: unseren Augen oder unseren Instinkten, unserem Reiseführer oder unserem Bauchgefühl?

Der Tod meiner Schwester stand kurz bevor, vielleicht in einem Monat. Ich spürte das, obwohl ihr keine Prognose gegeben worden war – sie wollte es nicht – und sie immer noch zum Sport ging. Die Leute um sie herum nannten sie schon »Lance Armstrong von Montreal«, und so elegant, sportlich und stark, wie sie war, passte diese Rolle gut zu ihr. Ich war mir ihres Sterbens so schmerzlich bewusst, dass es gefährlich schien zu atmen, denn jeder Atemzug markierte das Verstreichen der Zeit. Ich spürte, wie die Uhr ständig tickte, wie sie mich hinterging, mich im Stich ließ, wie jeder Atem, der mir entwich, mir das Herz brach.

»Doch nicht so bald, oder?«, fragte mein neben mir wandernder Mann mit unsicherer Stimme, wissend, wie sehr ich das Klingeln meines Handys fürchtete. Doch ja, so bald. Ich hatte recherchiert. Die durchschnittliche Lebenserwartung nach Metastasen im Gehirn bei entzündlichem Brustkrebs: drei Monate. Doch ich war allein mit diesem Wissen, denn Katharines Onkologe sprach nur in Kriegsmetaphern. Derzeit setzte er die »schwere Artillerie« ein, wie er es nannte. In den regenverhangenen Schützengräben explodierten die Granaten.

Meine Uhr tickte innerlich und intuitiv. Was tun, wenn die Welt anders gelesen werden muss, wenn die gewöhnlichen Informationskanäle versperrt sind?

Nach etwa einem halben Kilometer bergab machten wir Rast. Mein Mann zog los, um Naturgeräusche aufzunehmen, eine Leidenschaft von ihm, und ich kauerte mich in den schmalen Schatten eines überhängenden Felsens, der aus dem Hang ragte. Rückwärtig bot sich mir ein anderer Ausblick, da türmte sich der Felsen über mir. Vor meinem nach hinten gedrehten Kopf erhob sich eine riesige Felswand, so hoch wie ein Wolkenkratzer. In der schimmernden Luft zog hoch über mir ein Rotschwanzbussard seine Kreise.

Alles, was ich sah, bezeichnete ich unwillkürlich: ein Raubvogel, eine Felswand, die raschen, vorsichtigen Bewegungen eines Erdhörnchens. Ein paar französische und deutsche Touristen schleppten sich vorüber, atemlos, mit grell-blauen Rucksäcken. Jemandes Hund trottete vor sich hin, die Fliegen, der Dung der Maultiere. Weit weg das Brummen eines Hubschraubers.

Wie wäre es wohl, wenn ich vor etlichen Jahrhunderten als Hualapai-Frau hier Rast gemacht hätte? Hätte ich den Ausblick auch in seine Bestandteile zerlegt? Oder wäre mir die Landschaft einfach voller bedeutungsvoller spiritueller Kraft erschienen, und der Vogel wäre nicht einfach Vogel, sondern ein Lied gewesen?

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