Georg Koytek - Der Posamentenhändler

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Heinrich Novak, der letzte Posamentenhändler Wiens, wird in seinem Geschäft im siebenten Wiener Gemeindebezirk ermordet aufgefunden. Die vermeintlichen Täter sind rasch gefasst und der Fall scheint erledigt, wäre da nicht eine Tochter des Ermordeten, die Ungereimtheiten bei der Erbschaft vermutet und Conrad Orsini, seines Zeichens ehemaliger Kriminalbeamter und nunmehriger Detektiv, mit Ermittlungen beauftragt. Bald schon entdeckt Orsini, dass da Einiges vertuscht werden soll, denn nicht nur in der Familie des Ermordeten gibt es dunkle Geheimnisse, sondern auch eine zwielichtige Bau- und Immobilienfirma scheint großes Interesse daran zu haben, in den vollständigen Besitz einiger vielversprechender Liegenschaften zu kommen. Im Krimi «Der Posamentenhändler» wird ein Stück Wien gezeigt, das langsam verschwindet und von der Moderne überrollt wird. Einprägsam und äußerst spannend verstehen es die beiden Autoren den Leser in Bann zu ziehen.

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Orsini ging an all dem vorbei und stand kurz darauf vor einem Geschäft. „Vladimir Tandler, Altwaren und Kunstgegenstände“, prangte in goldenen Lettern auf schwarzem Grund auf einer verglasten Tafel über dem Geschäftseingang. Das Gold blätterte an manchen Stellen ab und die Farbe zeigte Risse. Die Auslagenscheiben waren im unteren Drittel vom Kondenswasser angelaufen. Seitlich an den Schaufensterwänden hingen alte Ölbilder in kunstvoll verzierten Rahmen. Die Ablage darunter war angefüllt mit allen möglichen und unmöglichen Gegenständen, die ein Sammlerherz zumindest neugierig machten. Neugierig auf das Innere – das war ja auch der Zweck. Nicht ganz so herausgeputzt wie ähnliche Geschäfte in besseren Lagen, auf jeden Fall aber standesbewusst.

Orsini öffnete die verglaste Eingangstür, trat ein und sah sich um. Nur Sekunden später wurde ein roter Vorhang beiseitegeschoben und ein kleiner, drahtiger, alter Mann kam aus dem Nebenraum, nahm einen dicken Zigarrenstummel aus dem Mundwinkel und sagte: „Grüß Gott, kann ich Ihnen helfen?“

Orsini erwiderte den Gruß, studierte mit gespieltem Interesse ausführlich eines der Bilder und suchte nach einem Einstieg.

„Sie haben aber einen passenden Namen!“, meinte er endlich.

„Wieso?“

„Sind Sie denn nicht Herr Tandler?“, fragte Orsini, „Na ja, Tandler ... und Altwarentandler.“

„Das ist mir noch gar nicht aufgefallen, Sie sind der Erste, der das bemerkt hat“, entgegnete der Altwarenhändler lapidar. Nachdem er Orsinis peinlich betretenen Gesichtsausdruck eine Weile genossen hatte, fuhr er fort: „Pardon, jetzt schauen Sie nicht gleich so betroffen, was glauben Sie, wie oft ich das schon gehört habe? Da überlegt man sich halt verschiedene Antworten.“ Er lächelte verschmitzt in seinen spitzen grauen Bart. „Darf ich Sie nach dem ausgestandenen Schrecken wenigstens auf einen Kaffee einladen? Er steht noch hinten auf der Platte, Sie können sich ja einstweilen im Geschäft umsehen.“

Orsini fühlte sich von dem Alten durchschaut. Jahrzehntelange Erfahrung mit unterschiedlichsten Käufern strahlte aus seinen Augen, denen man kaum mehr etwas vormachen konnte. Runde, verbogene Nickelbrillen, ein leicht verschlissener Anzug, graue, aber immer noch lockige Haare und ein rostrotes, ungebügeltes Hemd mit Flecken darauf. Die gesamte Erscheinung spiegelte in etwa den Inhalt des Geschäftes wider.

„Ein Kaffee wäre nicht schlecht, wenn Ihnen das nicht zu viel Umstände bereitet.“

„Was denn für Umstände?“ Der Altwarenhändler zog sich wieder in den Nebenraum zurück. „Sie trinken doch türkischen?“

„Ja natürlich, gerne sogar“, bekräftigte Orsini. „Ausgefallene Sachen haben Sie da.“

„Mit Zucker?“

„Ja, aber wenig bitte.“

Der Händler kam mit einem fein ziselierten Tablett zurück und stellte es auf einen alten, runden, marmornen Kaffeehaustisch. Er setzte sich und forderte Orsini mit einer Handbewegung auf: „Holen Sie sich irgendeinen Stuhl, das Jahrhundert dürfen Sie sich aussuchen!“

Orsini entschied sich für einen kunstvoll geschwungenen Bugholzsessel mit gepolsterten Armlehnen. „Gute Wahl, solides Stück, wurde ab 1859 gebaut. Der Rahmen – aus massiver Buche. Unter Dampf gebogen und dann in Form gebracht. Ein Original, wurde hier in unserer Stadt produziert. Eigentlich eine Okkasion.“ Mit einem wissenden Lächeln betrachtete der Alte den Sessel und fuhr dann verärgert fort: „Leider hat irgendein stupider Mensch an den Armlehnen diese grässlichen Auflagepolster angebracht. Was sage ich angebracht! Dieser Banause hat durch das Holz gebohrt und sie von unten verschraubt. Das muss man sich einmal vorstellen!“ Feine Äderchen zeichneten sich an seiner Schläfe ab. „Mit billigen Schrauben aus dem Baumarkt noch dazu. Ein Sakrileg ist so was! Dieser Kretin gehört – nein, ich will’s gar nicht aussprechen.“ Zwei kleine, zornige Augen hinter Gläsern starrten Orsini für einen winzigen Moment an. Der Altwarenhändler hatte sich aber sofort wieder unter Kontrolle und fuhr sich durch die gewellten Haare. Dann nahm er mit ruhiger Hand seine Schale vom Tablett und trank vorsichtig einen Schluck. „Ist Gott sei Dank ein Meisterwerk, das bringt auch der größte Pfuscher nicht um.“

„Zudem sitzt man auch recht komfortabel“, antwortete Orsini, um die Situation wieder zu entspannen, „und das ist doch eigentlich das Wichtigste, oder?“

„Nicht immer, ich glaube, Sie können Ihren Kaffee jetzt trinken, er sollte kühl genug sein.“

„Haben Sie ihn denn auch dreimal aufgekocht?“, trieb Orsini ihr Geplänkel spitzbübisch weiter.

„Alles andere wäre ja ein Affront dem Kaffee gegenüber“, entgegnete der Händler und hob gleichzeitig die linke Augenbraue.

Warum fragt er eigentlich nicht, was ich hier will? Scheint ihm völlig egal zu sein.

„Die Baustelle vor Ihrem Haus, beeinträchtigt die das Geschäft eigentlich sehr? Oder haben Sie sowieso nur Stammkunden, denen das nichts ausmacht?“, fragte Orsini nach einer längeren, fast peinlichen Pause.

„Es beeinträchtigt hauptsächlich mich. Erstens meine Gesundheit, durch den vielen Staub, und glauben Sie mir, junger Mann, es geht mit der Zeit aufs Gemüt.“

„Konnte ich bis jetzt aber nicht feststellen.“

„Schaun Sie sich nur um, alles verstaubt! Jeden Tag könnte man mit dem Putzen von vorne anfangen. Die reinste Sekkatur von diesen ... diesen Künettengrabern. Die gehören alle unter Kuratel gestellt, diese Bagage! Und der Dreck vor dem Laden! Vom Geschäftsentgang will ich gar nicht reden, wenn ich meine Stammkunden nicht hätte ... Pardon, dass ich mich so ... echauffiere, aber diese ...“

„Haben Sie denn schon überlegt zu verkaufen?“

„Sie meinen, weil die Immobilienfirmen hier alles akquirieren? Ob ich schon Angebote bekommen habe? Die Pestilenz soll sie holen! Nicht nur eines – wissen Sie, was die aus meinem Geschäft machen würden?“

„Nein, was denn?“

„Eine Garage, ... eine große Garage! Können Sie sich das vorstellen? Aus meinem schönen Geschäft eine Garage für diese neureichen Finanzhasardeure, die dann im Dachgeschoß oder was weiß ich wo wohnen. Womöglich noch mit einer dieser hässlichen Badewannen obenauf ... Wie heißen diese Luftblasen absondernden Abscheulichkeiten noch?“

„Whirlpools?“, entgegnete Orsini unsicher.

„Genau Wörlpuuls“, dehnte der Altwarenhändler das Wort verächtlich. „Alleine der Name stößt einem unangenehm auf.“

„Aber wenn der Preis stimmt, könnte Ihnen das doch egal sein“, legte Orsini nach.

„Ist es aber nicht“, erwiderte der Händler aufgebracht.

„Haben Sie denn schon verhandelt?“

„Natürlich habe ich mit Ihnen geredet, oder verhandelt, wie Sie das auch nennen wollen.“

Also doch Garage, sofern der Preis stimmt – wie immer also, stellte Orsini fest.

„Allerdings mit denen ... mit denen gibt es kein Verhandeln, die diktieren den Preis, und wenn einem der nicht passt, probieren sie es anders.“

„Was meinen Sie mit probieren sie es anders?“

„Unrat vor der Tür, eine eingeschlagene Fensterscheibe oder ein Wasserrohrbruch – das sind die Pastellfarben auf ihrer Palette. Danach kommen die kräftigen Töne. Einschüchterungsversuche mit Rechtsanwälten, Drohungen und zuletzt auch körperliche Gewalt.“

„Das heißt, Sie ...“

„Junger Mann, kennen Sie das Sprichwort mit dem alten Baum?“

„Natürlich.“

„Dann verstehen Sie ja. Die Zeiten haben sich eben geändert, das muss man akzeptieren. Ich möchte auch keineswegs in den vielstimmigen Chor der Früher-war-alles-besser-Sänger einstimmen. Aber von hier weg ...“ Mit einem Blick auf Orsini trank er danach zuerst einen Schluck, steckte dann den Zigarrenstummel wieder in den Mund und zündete ihn an. Seine Hände zitterten dabei leicht. „Sogar einen Mord an einem Geschäftsmann hat es hier kürzlich gegeben.“

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