Georg Koytek - Der Posamentenhändler

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Heinrich Novak, der letzte Posamentenhändler Wiens, wird in seinem Geschäft im siebenten Wiener Gemeindebezirk ermordet aufgefunden. Die vermeintlichen Täter sind rasch gefasst und der Fall scheint erledigt, wäre da nicht eine Tochter des Ermordeten, die Ungereimtheiten bei der Erbschaft vermutet und Conrad Orsini, seines Zeichens ehemaliger Kriminalbeamter und nunmehriger Detektiv, mit Ermittlungen beauftragt. Bald schon entdeckt Orsini, dass da Einiges vertuscht werden soll, denn nicht nur in der Familie des Ermordeten gibt es dunkle Geheimnisse, sondern auch eine zwielichtige Bau- und Immobilienfirma scheint großes Interesse daran zu haben, in den vollständigen Besitz einiger vielversprechender Liegenschaften zu kommen. Im Krimi «Der Posamentenhändler» wird ein Stück Wien gezeigt, das langsam verschwindet und von der Moderne überrollt wird. Einprägsam und äußerst spannend verstehen es die beiden Autoren den Leser in Bann zu ziehen.

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„Einen Mord?“

Der Altwarenhändler stieß ein Rauchwolke aus, ließ dadurch eine Pause entstehen und verlieh der nachfolgenden Frage somit mehr Gewicht.

„Ja“, er sah Orsini direkt in die Augen, „deswegen sind Sie doch hergekommen, oder?“

Orsini hatte das ungute Gefühl, vorgeführt zu werden. Er durchschaut mich wie seine gläserne Eingangstür ... Aber noch bevor Orsini etwas erwidern konnte, fuhr der Händler fort und wieder hatte er das gleiche schlaue Lächeln auf den Lippen, wie schon zuvor. „Sie brauchen keine Angst zu haben, ich nehme Ihnen Ihren Kaffee schon nicht weg, nur weil Sie für eine Zeitung arbeiten! Welche ist mir übrigens völlig egal. Obwohl – Qualitätszeitung wäre mir schon lieber.“ Er nestelte umständlich an seinem Anzug herum und trank einen Schluck aus der winzigen Tasse. Offensichtlich genoss er diesen Moment der Überlegenheit. „Wirklich, Sie können ruhig sitzen bleiben, ich konversiere gerne mit Journalisten. Außerdem sind Sie nicht der Erste aus dieser – verzeihen Sie den Ausdruck – Meute, und die Polizei war auch schon bei mir.“

Die gläserne Eingangstür hatte zumindest einen Fleck ..., war Orsini erleichtert, dass der alte Händler zumindest nicht alles über ihn erraten hatte, und versuchte einen Schuss aus der Hüfte: „Ich habe gehört, Sie waren der einzige Freund des ermordeten Heinrich Novak, stimmt das?“

„Von wem haben Sie das?“

„Hört man eben so.“

„Kann’s mir schon denken, egal, aber ja, es stimmt wahrscheinlich auch. In unserem ... meinem Alter, verringern sich die Freunde leider auf natürliche Weise, bis man dann irgendwann plötzlich sein einziger Freund ist.“ Nachdenklich schaute der Händler an Orsini vorbei auf einen unbestimmten Punkt in der Ferne, zog an der Zigarre und blieb danach still.

„Das heißt, Sie und der Verstorbene waren ungefähr ... gleich alt?“

Ein Moment verstrich, bis sich der alte Händler wieder gefangen hatte. „Ja fast, er war um ein Jahr älter, ist 1924 geboren.“

„Kannten Sie einander schon lange?“

„Lange ..., lassen Sie mich überlegen.“ Es entstand eine kurze Pause. „Eigentlich erst seit ich mein Geschäft hier eröffnet habe.“

„Wann war das?“

„In den Sechzigern, einundsechzig, um genau zu sein.“

„Kannten, ich meine kennen Sie auch seine Familie?“

„Natürlich, die wohnen ja gleich um die Ecke, gegenüber der Kirche, und ich war eine Zeit lang wie ein Onkel zu den Kindern. Als die zwei Töchter ausgezogen sind, ist das dann langsam abgeflaut. Seit Heinrich nicht mehr ist, lebt nur noch Karl mit seiner Mutter in der Wohnung. Judith, das ist Heinrichs Frau“, erklärte er weiter, „geht es ja schon seit Jahren nicht gut. Wenn ihr Sohn nicht wäre, müsste sie sicher in ein Sanatorium, so schlecht steht es um sie“, fügte er noch gedankenverloren an.

Seit Heinrich nicht mehr ist – so vermied er wohl das Wort gestorben oder tot. Verständlich in seinem Alter, dachte Orsini, um dann zu sagen: „Aber um Sie mache ich mir keine Sorgen, Sie sehen höchstens aus wie siebzig und scheinen mir bei bester Gesundheit zu sein.“

„Gesund – gesund war Heinrich auch. Und dann das! Wer ist zu so etwas fähig, einen alten Mann und dann noch dazu, auf so grauenhafte Weise?“

„Die Polizei hat doch schon Verdächtige, oder?“

„Die Polizei, lesen Sie eigentlich Zeitung?“

Nicht schon wieder, dachte Orsini verzweifelt.

„Pardon, in Ihrem Fall würd ich verstehen, wenn Sie es nicht tun. Allerdings sehen Sie doch sicher fern?“

„Ja, gelegentlich“, antwortete Orsini, der nicht wusste worauf der Händler hinauswollte.

„Wenn Sie das also gelegentlich tun, dann müssten Sie bemerkt haben, dass es ein brutaleres Verbrechen gegeben hat. Drei Tote und jung dazu, glauben Sie wirklich, dass sich da jemand um einen alten Mann kümmert, der stranguliert wurde? Ein paar Süchtige als Verdächtige sind schnell zur Hand und der Fall ist nach ein, zwei Tagen nicht mehr in den Medien.“

„Da haben Sie nicht gänzlich unrecht, aber Sie haben eben von zwei Töchtern gesprochen …“

„Ja, Sophie und Anna. Sophie ist die ältere von den beiden“, murmelte der Händler vor sich hin, wie um sein eigenes Gedächtnis zu überprüfen, „ich habe alle zwei seit Jahren nicht mehr gesehen. Erst wieder vorige Woche bei der Beerdigung. Beide gleich hübsch wie die Mutter früher …“

„Gab es einen Grund, warum die beiden Töchter von zuhause ausgezogen sind?“

„Das Übliche eben ...“ Orsini registrierte ein leichtes Zögern. „Sie müssen wissen, Heinrich ..., Heinrich war eben ein Pedant. Er konnte nicht anders, vielleicht hing das mit seinem Geschäft zusammen. Darum hat er wahrscheinlich seine Erziehungsmethoden ... zu eng ausgelegt. Hören Sie, ich will nicht unhöflich sein“, schien der Alte plötzlich aus den Gedanken gerissen, „ich habe noch einiges zu erledigen. Sie können sich aber noch gerne weiter umsehen, wenn Sie wollen.“ Während er diesen Satz sagte, stand er auf und gab somit Orsini ein unmissverständliches Zeichen. Wie schon zuvor entstand eine für Orsini unangenehme Pause. Verlegen trank er den letzten Schluck aus der Tasse, erhob sich und brachte den Bugholzsessel an seinen Platz zurück. Der Altwarenhändler war unterdessen mit dem Tablett in den Nebenraum marschiert, ohne Orsini noch einmal anzusehen und wollte gerade den Vorhang hinter sich schließen.

„Wieso haben Sie eigentlich gewusst, dass ich nichts kaufen werde?“, fragte Orsini herausfordernd. Der alte Händler hielt den Vorhang in der Hand, schien zu überlegen und blickte in die Ferne und antwortete: „Es war die Art, wie Sie die Gegenstände betrachtet haben.“ Er zog den Vorhang zu und ließ einen verdutzten Orsini zurück.

Draußen stand Orsini grübelnd vor einer der beiden Auslagen und fixierte ein kunstvoll bemaltes, mehrteiliges Porzellanservice. In Gedanken saß er jedoch immer noch im Geschäft und versuchte das Gespräch und vor allem den Händler zu analysieren. Aber sosehr Orsini auch die filigran gemalten Figuren auf dem Service anstarrte, sie gaben keine Antwort, was Herrn Tandler mit dem außergewöhnlichen Vornamen Vladimir anlangte.

8

Schon auf dem Weg von der U-Bahn bis zum Altwarengeschäft hatte er vergeblich nach einer der hässlichen grauen Boxen Ausschau gehalten.

Muss mir wohl doch ein Handy zulegen, brütete er ärgerlich vor sich hin, während er in die Westbahnstraße abbog. Zwei Gassen weiter fand er eine Telefonzelle. Der Zustand, in dem sich das Innere befand, war jedoch so, dass Orsini nicht eintreten, geschweige denn den Hörer berühren wollte. Wieder ein Argument für ein kleines tragbares Telefon, dachte er zerknirscht und marschierte kopfschüttelnd weiter. Am Europaplatz blieb er stehen und starrte auf das ausgehölte Skelett des Bahnhofsgebäudes. Insgesamt sechs Kräne drehten hoch über den Köpfen der Menschen ihre Arme. Darunter werkten zahllose Arbeiter auf der Großbaustelle.

Knapp vor Kriegsende war das alte, noch aus der Zeit Kaiserin Elisabeths stammende Bahnhofsgebäude abgebrannt. Zu Beginn der Fünfzigerjahre hatte man die Bahnhofshalle neu errichtet. Seitdem allerdings war die eindrucksvolle Konstruktion vernachlässigt worden – was aber auch einen Teil des Charmes ausgemacht hatte, den der Kopfbahnhof bis ins neue Jahrtausend verteidigt hatte. Nun aber sollte er einen Großteil seiner Funktionen an den zukünftigen Zentralbahnhof abtreten und stattdessen eine ultramoderne Shoppingmeile erhalten.

Das Café Westend kam ihm in den Sinn. Früher war das große Café gegenüber vom Bahnhof einer seiner Lieblingsorte gewesen, um Leute zu beobachten und dabei zu grübeln. Der nahe Bahnhof und die Einkaufsstraße sorgten für ein ständiges Kommen und Gehen. Die hohen Räume mit dem schweren Stuck und die vielen reizvollen Fensternischen luden zum Verweilen ein. Sogar die nicht historischen Kristallluster fügten sich harmonisch ins Ambiente. Auch wenn das Fischgrätparkett schon einigermaßen abgetreten war und aus der einen oder anderen Sitzbank das Innenleben zum Vorschein kam: Die Atmosphäre war unvergleichlich. Vor allem am späten Nachmittag, wenn die kraftloser werdende Sonne alles in ein die Farben vertiefendes Licht tauchte. Wenn er sich recht erinnerte, gab es dort eins dieser altertümlichen Kabäuschen mit Telefon. Außerdem schmeckte der Kaffee besser als anderswo und die Auswahl an Tageszeitungen ...

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