Johannes Winkel - Der kommende Mensch

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Ein Großteil der Erzählungen des Markusevangeliums besteht aus Wundergeschichten – Geschichten von den Taten des Nazareners Jesus.
Sie sind sorgfältig konzipiert und komponiert, bilden das Gerüst des ältesten Evangeliums und tragen es.
Können wir diesen ungeliebten, in der gegenwärtigen kirchlichen Verkündigung nicht selten vernachlässigten, diesen «Fremden, befremdlichen Gästen» unvoreingenommen begegnen und sie sagen lassen, was sie sagen wollen? Ein solcher Versuch wird hier unternommen – konzentriert auf die Schrift und exegetisch verantwortet. Die Texte des Markusevangeliums werden in eigener Übersetzung dargeboten und ausgelegt. Ein Essay über die Sicht des Menschen in den markinischen Wundergeschichten bildet den Abschluss.
Eine anregende Hilfe für Predigt, Bibelarbeit und Unterricht.

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Die menschliche Hand ist ein Greifwerkzeug und mehr als das. Mit ihr wird gegeben, genommen, berührt, ertastet, geformt usw. Sie ist das Sinnbild oder der Inbegriff unseres tätigen Wesens. Ist sie krank, so ist der Mensch krank. Ist sie zurückgeblieben oder verkümmert, so ist der Mensch zurückgeblieben und verkümmert. Seine Taten sind dann dementsprechend. Der Mensch als tätiges Wesen kann aber auch zurückgebildet oder verkümmert sein selbst dann, wenn seine Hand, für sich betrachtet, funktionstüchtig wäre. Die Hand des Menschen in der Synagoge war völlig erstarrt. Sie war eine tote Hand. Sein tätiges Wesen war zur Hälfte erstorben. Warum und wie lange und in welcher Weise bleibt ungesagt.

Die am Sabbat dem Menschen untersagten Tätigkeiten machen allesamt den Eindruck, als ginge es in erster Linie darum, seine Hände zurück zu ziehen, sie ruhig zu stellen und ruhig zu halten, sie erstarren zu lassen, um auf keinen Fall zu viel bzw. dies und das überhaupt nicht zu tun. Ist der Mensch mit der erstarrten Hand der Inbegriff ihres Sabbats, das heimliche Ideal, das man da vor Augen hat, erstrebt und durchzusetzen sich bemüht? Was für ein Skandal, wenn Jesus ausgerechnet am Sabbat über das erlaubte Maß hinaus tätig werden und die zurückgebliebene, die verkümmerte, die erstarrte Hand eines Menschen heilen wollte und heil machen würde!

Und nun wird auch hier sehr schön erzählt, wie Jesus nicht etwa den Sabbat, sondern den Menschen in die Mitte holt, ja, dass er ihn gerade am Sabbat in die Mitte holt, damit er sich seiner annehme und seine erstarrte Hand heile: »Komm in die Mitte!«

Aber auch die übrigen sind ihm nicht gleichgültig. Er will sie durchaus gewinnen. Auch ihnen redet er gut zu: »Ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder Böses, Leben zu retten oder zu töten?« , fragt er sie. Doch die Anwesenden schwiegen. Das war nicht ihre Frage. Sie verfolgten bereits andere Pläne. Ihnen ging es ums Prinzip, dass am Sabbat geruht werden sollte, basta!

Weil sie beharrlich schwiegen, sah Jesus die Versammelten zornig an, aufgebracht über die Verhärtung ihrer Herzen . Nein, sie sind ihm nicht gleichgültig. Sie liegen ihm am Herzen, aber mit ihrem verhärteten Herzen nun eben schwer am Herzen. Er kann nicht anders, er muss ihnen ärgerlich werden, indem er sich des Menschen mit der erstarrten Hand annimmt: › Strecke die Hand aus! Zieh deine Hand nicht zurück, sondern strecke sie mir entgegen!‹ Und er streckte sie aus, und seine Hand wurde wiederhergestellt . Der Mensch kann und darf mit seiner Hand wieder tätig sein und zum Beispiel tun, was Jesus tat – sich jemand zuwenden und Gutes tun. An sich selbst zu denken und zu sich selber zu kommen, die Seele baumeln zu lassen, wenig oder nichts zu tun, ist offenbar nicht der Sinn des Sabbatgebotes.

Wie die Heilung des Menschen mit der erstarrten Hand erfolgte, bleibt auch in seinem Fall schleierhaft. Es wird nur gezeigt, dass Jesus es so wollte, und dass es darum geschah. Und dies am Sabbat in der Gemeindeversammlung unter ihrem Widerspruch.

Freilich, geäußert wurde der Widerspruch nicht. Die Anwesenden schwiegen sich nur aus. Die Pharisäer jedoch gingen davon, um sich an die Herodianer, Parteigänger des Landesfürsten Herodes Antipas 10, zu wenden und mit ihnen überein zu kommen, Jesus unschädlich machen, ja ihn vernichten zu wollen. So ärgerlich war er ihnen geworden. Dass sie selbst mit ihrem Treiben ihre Sabbatregelungen übertraten, spielte schon keine Rolle mehr.

Eine bedrückende Geschichte. Sie ist darum bedrückend, weil jene Frommen gerade unter Berufung auf Gottes Gebot Gottes freie Zuwendung zu seinen Geschöpfen am siebenten Tag offenbar aus den Augen verloren und ein starres Prinzip aus der Sabbatheiligung gemacht hatten. Zuwiderhandlungen dagegen empfanden sie als verwerflich. Doch das hat Jesus nicht gehindert, den Menschen mit der erstarrten Hand in die Mitte zu holen, wo er seiner Meinung nach hingehört. Es hat ihn nicht gehindert, sich seiner tätig anzunehmen, und das am Sabbat, an welchem Gott der Herr sich aller seiner Werke freuen möchte, und der Mensch eingeladen ist, seine Freude zu teilen! Wie aber könnte er sie mit ihm teilen mit einer völlig erstarrten Hand? Was wäre das für eine Sabbatruhe, da er nur seine tote Hand in den Schoß legte?

Nachdem die Pharisäer gegangen waren, um zur Durchsetzung ihrer Absichten die weltliche Hand zu gewinnen, zog auch Jesus mit seinen Jüngern fort an den (Galiläischen) See. Nicht um sich mit ihnen zurückzuziehen oder sich vor seinen Gegnern zu verbergen, sondern weil am See einfach mehr Platz war. Eine große Menge folgte ihm nach von Galiläa . Aber auch aus Judäa und Jerusalem und Idumäa im Süden, von der anderen Seite des Jordans im Osten sowie aus der Umgebung von Tyrus und Sidon im Norden kamen die Menschen in Scharen zu ihm, hörend, wie großes er dauernd tat . Darum suchten sie ihn, oder sie folgten ihm, damit er auch für sie tätig würde und sich ihrer und ihrer Nöte annähme.

Und er sagte zu seinen Jüngern, dass doch ein kleines Boot ihm zur Verfügung stehe wegen der Volksmenge, damit sie ihn nicht erdrücke . Zum ersten Mal nach ihrer Berufung bekommen die Jünger auch einmal etwas zu tun. Ein kleines Boot sollen sie für Jesus besorgen, damit er nötigenfalls aufs Wasser ausweichen könne und von den Menschen, die ihn bedrängen, nicht zerquetscht werde. Denn er heilte viele von ihren Plagen, so dass die noch übrig Gebliebenen sich kaum mehr zu zügeln vermochten, sondern geradezu über ihn herfielen und ihn berühren wollten – sei es, um seine Aufmerksamkeit zu erregen, sei es, um ihrer Sehnsucht Ausdruck zu verleihen, sei es, um von seinen Wunderkräften unter allen Umständen auch für sich etwas zu ergattern. Lauter Gutes begehrende Hände können, wenn sie sich einem zahlreich und massiv entgegenstrecken, auch zu einer tödlichen Gefahr werden. Erst recht, wenn bei alledem die bösen Geister, sobald sie ihn erblicken, wie vom Blitz getroffen unterwürfig vor ihm niederfallen 11und – um nur ja kein Missverständnis aufkommen zu lassen! – aus Geisteskräften schreien: »Du bist Gottes Sohn!« Ihr ohrenbetäubendes, entsetzliches Geschrei kann unter den ihn bedrängenden Menschen leicht zur Massenpanik führen, und das fehlte gerade noch. Die Distanzen zu wahren, dabei sollen ihm die Jünger helfen und ihm ihrerseits zur Hand gehen. Den unreinen Geistern aber trat er selbst entgegen und fuhr sie sehr heftig an, dass sie ihn nicht bekannt machten , bevor sie, einer nach dem andern, an die Reihe kämen.

9Ort unklar, gemeint ist aber wohl Kapharnaum.

10 Herodes Antipas , * 23 v., † 40/45 n. Chr., ein Sohn Herodes’ des Großen, Tetrarch von Galiläa und Peräa 4 v. – 39 n. Chr.

11Auch beim Niederfallen von Menschen vor Jesus Mk 5, 33 und 7, 25 handelt es sich um eine Geste der Betroffenheit und des Sichergebens, nicht unbedingt des Bittens.

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