Johannes Winkel - Der kommende Mensch

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Ein Großteil der Erzählungen des Markusevangeliums besteht aus Wundergeschichten – Geschichten von den Taten des Nazareners Jesus.
Sie sind sorgfältig konzipiert und komponiert, bilden das Gerüst des ältesten Evangeliums und tragen es.
Können wir diesen ungeliebten, in der gegenwärtigen kirchlichen Verkündigung nicht selten vernachlässigten, diesen «Fremden, befremdlichen Gästen» unvoreingenommen begegnen und sie sagen lassen, was sie sagen wollen? Ein solcher Versuch wird hier unternommen – konzentriert auf die Schrift und exegetisch verantwortet. Die Texte des Markusevangeliums werden in eigener Übersetzung dargeboten und ausgelegt. Ein Essay über die Sicht des Menschen in den markinischen Wundergeschichten bildet den Abschluss.
Eine anregende Hilfe für Predigt, Bibelarbeit und Unterricht.

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Die Wundergeschichten im Markusevangelium fingen bisher damit an, dass Jesus irgendwohin kam und dort etwas tat. 8So auch hier (vgl. 1, 39). Ein Novum aber ist es nun, dass man Jesus nicht auf jemand aufmerksam macht (vgl. 1, 30) oder die Bedürftigen zu ihm bringt (vgl. 1, 32), sondern dass ein Mensch von selber und selbstständig zu ihm kommt . Über den Ort, die Zeit und die Umstände seines Kommens erfahren wir nichts. Von Jesus und seinem Wirken wird er gehört haben. Auch über ihn selbst erfahren wir nichts. Genauere Angaben zur Art und Schwere seiner Erkrankung werden nicht gemacht. Da kommt einer, gezeichnet von und bezeichnet mit seiner Krankheit, ein Aussätziger, ein unreiner Mensch.

Wie ist es möglich, dass so einer zu Jesus kommen kann und kommt? Der Mann tut etwas Verbotenes. Er überschreitet ein strenges Verbot, indem er sich Jesus naht. Und der weist ihn nicht etwa zurück, sondern lässt ihn gewähren.

Was will der Mann? Er kommt mit einer Bitte. Er selbst ist ganz und gar Bitte, reine Bitte, er fällt auf die Knie und sagt zu ihm: »Wenn du willst, kannst du mich reinigen.« Merkwürdig, er sagt nicht, ich möchte gern wieder gesund sein, Jesus, wenn du kannst, hilf mir bitte. Nein, er ist sich sicher, dass sein Gegenüber ihn heilen kann, und zwar ohne die geringsten Schwierigkeiten, wie eigentlich nur Gott Menschen von ihrem Aussatz reinigen und Tote lebendig machen kann (vgl. 2 Kön 5, 7; Röm 4,17). Es hängt lediglich an seinem Wollen. Der Mann verlangt nicht, dass Jesus es wollen sollte oder wollen müsste, wie er selber will, und besteht auch nicht darauf: › Wenn du willst, kannst du mich reinigen . Unter der Bedingung, dass du es willst, von dir aus und aus freien Stücken, kannst du es. Deinem Wollen steht nichts im Weg, was du willst, wird zur Tat. Wenn du willst, kannst du mich rein machen.‹

Und er erbarmte sich, streckte seine Hand aus, berührte ihn und spricht zu ihm: »Ich will, werde rein!« Und sogleich ging weg von ihm der Aussatz, und er wurde rein . Auch Jesus überschreitet eine Grenze. Er streckt seine Hand aus und berührt den Unberührbaren, sucht direkten Kontakt zu ihm und bekundet ihm sein Wollen: »Ich will.« Sein Erbarmen ist sein Wollen und sein Wollen sein Erbarmen. Ihm folgt das Tun und sein Befehl: »Werde rein!« Darauf wird die Wirkung seines Befehls in doppelter Hinsicht beschrieben: gleich ging der Aussatz fort von ihm, und der Mensch wurde rein. Nicht nur die Krankheit verschwand, auch der Mensch wurde etwas, er wurde, seiner Bitte gemäß, (ein) reiner Mensch.

An dieser Stelle nimmt die Geschichte eine erstaunliche Wendung. Denn Jesus fuhr ihn an und trieb ihn sogleich fort und sagt zu ihm: »Pass auf, sage niemandem etwas, sondern geh hin, stelle dich selbst dem Priester vor und bringe für deine Reinigung dar, was Mose angeordnet hat, zum Zeugnis ihnen!« Noch bevor der Geheilte irgendetwas wollen, tun oder sagen kann, fährt Jesus ihn hart an. Man kann das Wort, das hier mit anfahren wiedergegeben wird, auch mit anschnauben, seinen Unwillen äußern oder vergattern übersetzen (vgl. Mk 14, 5). Jesus will nun auch etwas von ihm, woran er sich unbedingt halten soll. Er soll niemand berichten, was ihm widerfuhr. Der Grund wird ihm nicht genannt – außer dass Jesus es will. Er soll gehen und sich stumm dem Priester vorstellen, der ihn nach den Vorschriften begutachten und danach das Reinigungszeremoniell an ihm vollziehen soll, wie es im Gesetz vorgesehen ist. Man soll seine Heilung amtlicherseits zur Kenntnis nehmen und alles Weitere veranlassen, damit er sich unter den Menschen frei bewegen und ein normales Leben führen könne, aber nicht mehr. – Mit diesen Worten trieb er ihn davon, wie wenn er mit ihm und seiner Heilung nicht in Zusammenhang gebracht werden wollte.

In antiken Zauberpapyri begegnen uns ebenfalls Geheimhaltungsgebote, etwa wo ein Zauberspruch nicht weitergegeben bzw. nicht um seine Wirkung gebracht werden sollte. Der Eingeweihte musste sogar einen Eid ablegen, von den Formeln, deren Ohrenzeuge er werden würde, nichts verlauten zu lassen. Nur bei Miteingeweihten, sofern sie als verlässlich erschienen, sollten Ausnahmen von der Regel möglich sein. In Sagen und Märchen spielt das Motiv übrigens auch eine Rolle.

Anders hier. Jesus will nicht, dass der von seiner Krankheit geheilte Mensch bekannt macht, wer er ihm geholfen habe. Er soll es für sich behalten und keinen Wirbel darum machen. Doch da hatte Jesus sich in ihm wohl getäuscht. Der tat, was er immer tat und auch am Anfang unserer Geschichte getan hatte: ein Gebot übertreten. Der Mensch, auch der reine Mensch, ist eben der Mensch. Was er tun soll, tut er nicht, oder er tut es bloß teilweise, aber was er nicht tun soll, das tut er. Es war zu keiner Zeit anders. Der Mensch ging fort, begann viel zu verkündigen und die Sache auszubreiten, so dass Jesus nicht mehr öffentlich in eine Stadt hineingehen konnte, sondern sich außerhalb an einsamen Orten aufhielt. Doch ständig kamen sie zu ihm von überallher . Der reingewordene Mensch geht, wie ihm geheißen. So weit, so gut. Doch schon seine Selbstvorstellung beim Priester und das darauf an ihm zu vollziehende Zeremoniell samt Dankopfer fallen aus. Stattdessen breitet er die Sache aus, nicht wenig, sondern viel, und bringt seinen Helfer damit in Schwierigkeiten. Der kann sich nirgends mehr öffentlich blicken lassen, ohne von Menschenscharen belagert zu werden. Selbst außerhalb der Ortschaften an einsamen Orten ist er vor ihnen nicht mehr sicher. Ständig stöbern sie ihn auf, ständig kommen sie zu ihm von überallher.

Nirgendwo steht geschrieben, dass Jesus sich darüber beklagt oder dass es ihm leidgetan hätte, jenen windigen Burschen geheilt zu haben. Er nahm es hin und machte seine Heilung nicht etwa rückgängig. Auch den Mund verschloss er ihm nicht, wie er den unreinen Geistern in Kapharnaum das Mundwerk verschlossen hatte (vgl. 1, 25f.34). Er ließ ihn gewähren und trug ohne ein Wort des Zorns oder der Bitterkeit die Konsequenzen seines Tuns. Auch der reine Mensch ist eben der Mensch. Man kann sich auf ihn nicht verlassen. Man könnte Jesus allenfalls vorhalten, dass er es hätte wissen müssen. Aber wahrscheinlich wollte er, dessen Wollen sein Erbarmen und dessen Erbarmen sein Wollen ist, nicht einmal das.

6Dass Jesus hinging, um zu beten, berichtet Markus dreimal. Hier an unserer Stelle, nach der Speisung der Fünftausend, als er seine Jünger drängte, ohne ihn an das andere Ufer vorauszufahren (6, 45ff), und im Garten Gethsemane dreifach (14, 32ff).

7Manchmal wurden auch andere Hautkrankheiten mit diesem Namen versehen.

8Genauso verhält es sich auch sonst: Mk 1, 7.9 (Ankündigung seines Kommens und Jesu Kommen zur Taufe) und 1,14 (Jesu Verkündigung in Galiläa). Bei der Berufung der Jünger 1,16.19 heißt es: Jesus sah sie, als er vorüber- bzw. ein wenig vorwärts- oder vorausging.

Rückkehr nach Kapharnaum

Markus 2,1–12

1–12 Die Heilung des Gelähmten

1 Als er nach Tagen wiederum nach Kapharnaum kam,

wurde bekannt,

dass er im Hause ist.

2 Und es versammelten sich viele,

so dass kein Platz mehr zu finden ist,

auch nicht vor der Tür,

und er begann ihnen das Wort zu sagen.

3 Da kommen sie

(und) bringen einen Gelähmten zu ihm,

getragen von vier (Leuten).

4 Doch weil sie ihn nicht zu ihm bringen konnten

wegen der Volksmenge,

deckten sie das Dach ab, wo er war,

und ließen, nachdem sie (es) aufgegraben hatten,

die Trage, auf der der Gelähmte lag, herab.

5 Als Jesus ihren Glauben sah,

sagt er zu dem Gelähmten:

»Kind,

deine Sünden werden erlassen!«

6 Es waren aber einige der Schriftgelehrten dort,

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