Johannes Winkel - Der kommende Mensch

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Ein Großteil der Erzählungen des Markusevangeliums besteht aus Wundergeschichten – Geschichten von den Taten des Nazareners Jesus.
Sie sind sorgfältig konzipiert und komponiert, bilden das Gerüst des ältesten Evangeliums und tragen es.
Können wir diesen ungeliebten, in der gegenwärtigen kirchlichen Verkündigung nicht selten vernachlässigten, diesen «Fremden, befremdlichen Gästen» unvoreingenommen begegnen und sie sagen lassen, was sie sagen wollen? Ein solcher Versuch wird hier unternommen – konzentriert auf die Schrift und exegetisch verantwortet. Die Texte des Markusevangeliums werden in eigener Übersetzung dargeboten und ausgelegt. Ein Essay über die Sicht des Menschen in den markinischen Wundergeschichten bildet den Abschluss.
Eine anregende Hilfe für Predigt, Bibelarbeit und Unterricht.

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In den ersten drei Evangelien des Neuen Testaments ist jeweils eine Erzählung von der Taufe Jesu (Mk 1, 9–11; vgl. Mt 3,13–17; Lk 3, 21f; anders Joh 1,19ff) allen anderen Erzählungen über sein Wirken vorgeordnet. So bedeutsam erschien sie den biblischen Autoren: als erhellendes Vorwort zu allem, was über Jesus, über seinen Weg und seine Wirksamkeit zu berichten war. In der Tauferzählung geht es um das Herabkommen des Geistes auf Jesus, um seine Erwählung und Ausstattung. Die beiden Verse im Anschluss bei Markus erzählen von seiner Versuchung (vgl. Mt 4,1–11; Lk 4,1–13).

Und es geschah in jenen Tagen als ein gewisser Johannes – genannt der Taufende oder der Täuferin der Wüste eine Taufe der Umkehr auf den Erlass der Sünden hin ausrief (Mk 1, 4). Mit der Wüste, von der da geredet wird, ist wahrscheinlich die Araba der unteren Jordansenke gegen das Tote Meer hin gemeint. 2Am Rand jener trostlosen und lebensfeindlichen Gegend, wo sich nachts die bösen Geister ein Stelldichein geben, und in die man sich auch am Tage besser nicht hineinwagt, hielt der Täufer Johannes sich auf. Nicht um zum Weitergehen zu ermuntern, sondern um zu einer Kehrtwende um 180 Grad und ganz woandershin zu rufen – auf den Erlass der Sünden hin. Daraufhin sollten sich Menschen taufen, das heißt, untertauchen, waschen lassen. Da begannen Leute aus Judäa und Jerusalem zu Johannes hinaus zu wandern und sich von ihm in den Jordan tauchen zu lassen, wobei sie ihre Sünden bekannten (vgl. 1, 5). Und der Täufer verkündete ihnen, dass nach ihm jener käme, der mit allen ihren Sünden fertig würde, und dem er selbst nicht einmal niederste Dienste zu leisten – sich zu bücken und die Riemen seiner Sandalen zu lösen – brauchbar und geeignet sei. Er taufe sie mit Wasser und könne sie auch nicht anders taufen, jener aber wird sie mit heiligem Geist taufen (vgl. 1, 7f). Dann werden ihre Sünden hinter ihnen liegen, und sie werden in ein neues Leben gehen.

In jenen Tagen geschah es, da kam Jesus her von Nazareth in Galiläa, und er wurde getaucht in den Jordan von Johannes . Da kam er nun also, der Mensch Jesus von Nazareth zu seinem Vorboten und Wegbereiter an den Jordan. Er bückte und beugte sich und ließ sich von ihm in den Jordan tauchen wie alle anderen. Und sogleich, heraufkommend aus dem Wasser, sah Jesus die Himmel sich teilen und den Geist wie eine Taube herabkommen zu ihm . Unmittelbar beim Heraufkommen aus dem Wasser sah Jesus ein eigenartiges Geschehen. Er sah die ansonsten verschlossenen Himmel sich teilen und göttlichen Geist, göttliche Kraft sich ihm mitteilen wie eine Taube. Belebende, ihn unsichtbar treibende Gotteskraft, ihm sichtbar gemacht (und den Lesern angezeigt), nicht in Gestalt eines kraftstrotzenden Stieres oder eines schnell dahingaloppierenden Pferdes oder eines gewaltigen Kriegers, sondern eben wie eine Taube zu ihm hin. Die Taube galt in Israel als reines, makelloses Tier (vgl. Mt 10,16) und als der einzige zum Opfer geeignete Vogel (vgl. Lev 3,14). Schon in der Urzeit, in der Geschichte von der Sintflut, die sich über die Sünder ergossen hatte, spielte sie eine Rolle und kündete einigen wenigen, die damals davonkamen, neue Lebensmöglichkeit auf der Erde (vgl. Gen 8, 8–12).

Und eine Stimme ertönte aus den Himmeln: »Du bist mein geliebter Sohn, an dir fand ich Gefallen!« Nachdem es für Jesus etwas zu sehen gab bei seinem Kommen aus dem Wasser, gab es für ihn auch noch etwas zu hören: eine Stimme aus den Himmeln. Von dorther, von wo Gottesgeist wie eine Taube zu ihm herabgekommen war. Die Worte – »Du bist mein geliebter Sohn, an dir fand ich Gefallen« – erinnern an die Berufung des Gottesknechts nach Jesaja 42. Sie erinnern aber auch an die Einsetzung des messianischen Königs nach Psalm 2. Daran lässt die an ihn sich wendende Stimme aus den Himmeln nicht den geringsten Zweifel, dass er, Jesus von Nazareth, der angekündigte und erwartete Heilbringer der Endzeit ist: »An dir fand ich Gefallen!« Gott bekundet Jesus nicht seine Sympathie damit. Die Anrede bedeutet: ›auf dich fiel meine Wahl, dich erwählte ich. Du bist mein geliebter Sohn , der einzige und einzig geliebte, mir nah und mir gemäß, mein Mitherrscher, neben dem kein anderer steht. Du bist erwählt, meine Absichten in die Tat umzusetzen und den Menschen meinen Frieden zu bringen, Sündenerlass und neue Lebensmöglichkeit.‹

Am Anfang des Evangeliums steht, so erfahren wir hier, Gottes Handeln. Er, der die kommende Heilszeit angekündigt und seinen Sohn, den Gesalbten zu senden versprochen hatte, setzte dieses Werk nun auch in die Tat um und in Gang. Doch er proklamierte ihn noch nicht öffentlich. Das wird er erst jenseits seines Lebens und Lebensweges tun – mit seiner Auferweckung aus den Toten! Warum Jesus von Nazareth? Gute Frage. Antwort: Weil es Gott so gefiel.

Gleich darauf geschieht folgendes. Nun handelt jener Geist, der sich Jesus mitgeteilt hat, treibt ihn an und treibt ihn hinaus. Wohin? Nicht zu einer unbeschwerten Tauffeier im Familienkreis. Nicht einmal zu den Menschen, sondern schnurstracks in die Wüste, wo der Täufer zur Umkehr gerufen hatte, hinein in jene trostlose und lebensfeindliche Welt, wo die bösen Geister hausen, und wo man sich auch bei Tage besser nicht hineinwagt, um sich nicht zu verirren, einen Stich zu bekommen und an Entbehrung und Entkräftung zu sterben. Da hinein trieb ihn der Gottesgeist, jene Kraft, die wie eine Taube auf ihn kam, die Himmelstimme im Rücken: »Du bist mein geliebter Sohn, an dir fand ich Gefallen!« Nun also gefiel es Gott, seinen geliebten Sohn in die Wüste hinauszutreiben.

Vierzig Tage war er in der Wüste, versucht werdend von dem Satan . Was mag dort geschehen sein? Der Evangelist nennt – möglicherweise in Anspielung auf Israels Kommen aus dem Schilfmeer und seine vierzigjährige Wanderung durch die Wüste – Dauer und Ort des Aufenthaltes Jesu nach seiner Taufe und sagt, dass der Gegenspieler Gottes daselbst sein Spiel mit ihm trieb. Der Name Satan , ein hebräisches Wort, bedeutet anfeinden, anklagen, verklagen . Anfeindungen, Klagen und Anklagen musste Jesus in der Wüste über sich ergehen lassen, vierzig Tage lang, von früh bis spät und womöglich auch nachts. Eine biblisch lange Zeit. Wie es ihm dabei erging, und wie er selbst damit umging, davon erfahren wir nichts. Nur eben, dass er den Anschlägen des Teufels ausgesetzt war und sie sich gefallen lassen musste wie Hiob einst. Das heißt versucht werdend vom Satan . 3

Aber nicht nur dem Gegenspieler Gottes war Jesus ausgesetzt. Markus schreibt, dass er ebenso lange wie dem Satan auch den Gegenspielern der Menschen, wilden Tieren ausgesetzt war: Und er war bei den wilden Tieren . Was den zweiten Evangelisten bewog, Jesu Aufenthalt gerade auch bei ihnen hervorzuheben, lässt sich nur erahnen. Sein Hinweis darauf ist im Neuen Testament einmalig. Matthäus und Lukas sind daran vorübergegangen und entschieden sich für die Versuchungserzählung der Logienquelle. Dass Tiere sich gegen den Menschen wenden, ihn anfallen, verletzen und manchmal sogar töten, war in Gottes guter Schöpfung nicht vorgesehen (vgl. Gen 1, 20–31; 2,19f). Zur Feindschaft von Geschöpfen Gottes untereinander kam es erst durch des Menschen Sündenfall. Zeitgenössische Denker und Autoren gingen der Frage nach. Die Verfluchung der Schlange, die den Menschen verführte, sowie die Setzung von Feindschaft zwischen ihr und der Frau einschließlich ihrer beider Nachkommen, die Verfluchung des Erdbodens sowie die Setzung der Mühsal des Menschen (vgl. Gen 3,13–19) wurde in der »Apokalypse Moses« zum Beispiel ausdrücklich um die Tiere ergänzt: »Die Tiere, über die du herrschst, werden sich gegen dich erheben in Aufruhr, weil du mein Gebot nicht bewahrt hast« (24,1). In derselben Schrift, Kapitel 10f (= »Das Leben Adams und Evas«, Kapitel 37f), war von einer Schlange die Rede, die Evas Sohn Seth – ein Ebenbild Gottes! – angriff und ihn verletzte. Seine Mutter war entsetzt darüber und in Sorge 4, aber die Schlange erklärte ihr mit menschlicher Stimme, dass die Naturen der Tiere sich verwandelt haben, seit der Mensch sich verfehlte und als Ebenbild Gottes nicht mehr zu erkennen sei.

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