Pierre Ferrière - Doch, es gibt eine andere Wirklichkeit

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Etty Hillesum, am 15. Januar 1914 in Middelburg/Niederlande in einer nichtpraktizierenden jüdischen Familie geboren, findet aus innerem Chaos und wechselnden Stimmungen zu einer tiefen Gottesbeziehung. Ihr in den 1980er-Jahren entdecktes Tagebuch ist ein Dokument mystischer Tiefe in einem Leben mit allen Höhen und Tiefen, selbst inmitten des Grauens der Naziherrschaft, die für Etty in Auschwitz endete. Die Autoren skizzieren ihren Lebensweg und vertiefen sodann Aufzeichnungen von bleibender Relevanz.-
Ein Meditationsbuch für spirituell Suchende und für alle, die ihr inneres Leben vertiefen möchten: Gedanken von bisweilen «anstößiger» Originalität, die zum Wesentlichen führen.-
Eine Ermutigung für alle, die sich nach der Zukunft des Glaubens fragen.
"Wir sind vom Leid gezeichnete Kreaturen geworden … – und dennoch ist dieses Leben in seiner Tiefe, die nicht zu fassen ist, gut. Trotz allem soll Gott bei uns in guten Händen sein."
(Etty Hillesum)

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Man ahnt, dass es bei einem „Weg mit Etty Hillesum“, den wir in diesem Buch gehen wollen, um alles andere geht als um bekannte, vielleicht gar abgedroschene Gebetsformeln. Da gibt es weder glattgeschliffene noch gekünstelte Formulierungen. Der Weg mit ihr ist auch keine fromme Wallfahrt, deren Etappen im Vorhinein festgelegt sind. Mit Etty einen Weg der Meditation und des Gebetes gehen, das ist ein Abenteuer: Es ist verbunden mit der womöglich irritierenden Einladung, all das, was wir sind und was unser Leben ausmacht, jener „intimen Präsenz“ hinzuhalten. Gott soll von nichts ausgeschlossen werden, was wir sind und was uns widerfährt. Wundern wir uns nicht, dass der hier vorgeschlagene Weg unterschiedlichste Themen berührt, von der Beziehung zu unserer Familie über die zu unserem Körper bis hin zum Umgang mit dem Tod … Denn sosehr Beten auch beinhaltet, freie Zeiten und geeignete Orte zu finden, um in sich hineinzuhören und Gott „von Herz zu Herz“ zu begegnen, so bedeutet es ebenso, in einer inneren Disposition zu leben und zu bleiben, die es ermöglicht, dass das göttliche Geheimnis das gesamte Leben erfasst. Früher sprach man davon, dass man seine Gebete „verrichte“; Ettys Leben sagt uns, dass es darum geht, selber ein lebendiges Gebet zu werden . Wo immer wir persönlich gerade stehen, Etty Hillesum würde uns sagen:

„Ist es nicht wahr ,

dass wir überall beten können ,

in einer Baracke aus Brettern ebenso gut

wie in einem beschaulichen Kloster ,

und generell an jedem Ort der Erde ,

wo Gott in diesen düsteren Zeiten

seine Geschöpfe hingestellt hat?“ (VB 263) .

Beginnen wir den Weg mit dieser jungen Frau, wissend, dass es keine gewöhnliche Meditation sein wird …

Meditationen zu Texten von Etty Hillesum

I – Ich mit meiner „verstopften Seele“

„Da saß ich nun bei ihm [bei Julius Spier] mit meiner ‚verstopften Seele‘. Er sollte Ordnung in das innere Chaos bringen, die Leitung über die in mir wirkenden widersprüchlichen inneren Kräfte übernehmen. Er nahm mich sozusagen an die Hand und sagte: Schau her, so musst du leben! – Mein Leben lang hatte ich den Wunsch: Käme doch nur jemand, der mich an die Hand nähme und sich mit mir befasste; ich scheine tüchtig zu sein und mache alles allein, aber ich würde mich so schrecklich gern ausliefern! Und da kam nun dieser wildfremde Herr S. mit seinem komplizierten Gesicht und widmete sich mir; schon in einer Woche hatte er Wunder bei mir bewirkt. Gymnastik, Atemübungen, erhellende, erlösende Worte über meine Depressionen, mein Verhältnis zu anderen usw. Und ich lebte plötzlich anders, befreiter, flüssiger, das Gefühl der Verstopfung verschwand, im Inneren stellte sich eine gewisse Ordnung und Ruhe ein, vorläufig alles noch unter dem Einfluss seiner magischen Persönlichkeit, aber es wird sicher bald auch in der Psyche greifen und zu einem bewussten Akt werden“ (VB 12f, vgl. DDH 16) .

So schildert Etty die Ausgangslage ihres Wegs der „Wiederherstellung“ und der Erweckung zu einem neuen Leben. Es war ein erstaunlich schnell durcheilter Weg, auf dem sie mit großen Schritten vorankam. Keine drei Jahre liegen zwischen der ersten Sitzung bei Julius Spier, den sie in ihren Aufzeichnungen einfach nur „Herr S.“ nennt, und jenem 30. November 1943, an dem sie nach einer Mitteilung des Roten Kreuzes im Vernichtungslager Auschwitz starb.

Auch wenn es Etty weder an Sensibilität noch an Intelligenz mangelte, so deutete doch erst einmal nichts auf die gewaltige, nachhaltige Veränderung hin, die sie erfahren hat. Sie selbst schrieb: „ Bei vielen Problemen des Lebens mache ich einen sehr überlegenen Eindruck, und dennoch: Ganz tief in mir steckt ein geballter Kloß, irgendetwas hält mich fest im Griff, sodass ich manchmal trotz allen klaren Denkens nur ein ängstlicher armer Schlucker bin“ (DDH 13) . Dies ist der Ausgangspunkt; hier beginnen ihre Tagebuchnotizen. Etty ist damals 27 Jahre alt.

Mal wurde sie „Don Quichotte im Unterrock“ genannt (von ihrem Vater!), mal mit einer „russischen Carmen“ verglichen (von einem Schweizer auf der Durchreise); auch als „junge, wilde Kirghisin“ hat man sie bezeichnet. Die lebendige, begabte junge Frau war psychisch nicht sehr stabil und litt unter häufig wiederkehrenden depressiven Phasen. An Beziehungen fehlte es ihr keineswegs, doch sie lebte diese sehr chaotisch und hatte so manche Liaison. Das Verhältnis zu ihren Eltern war reichlich stürmisch … Diese Unordnung, in der sich die eine oder der andere ein wenig wiederfinden mag (bei wem wäre schon alles „ruhig und geordnet“?), lässt an die erste Seite der Bibel denken, an den ersten Schöpfungsbericht: Gottes Pläne nehmen Gestalt an auf dem Hintergrund eines großen Chaos, biblisch „Tohuwabohu“ – ein Wort übrigens, das in viele Sprachen Eingang gefunden hat … Ein regelrechtes Tohuwabohu ist die Ausgangsbasis für Gottes schöpferisches Wirken – bis heute. Chaotisch präsentiert sich unsere Welt, chaotisch sind manche Aspekte der Kultur, in die wir eingetaucht sind, chaotisch ist oft genug auch unsere eigene Lebensgeschichte, und genau dies kann zum Ausgangspunkt für Gottes Wirken hier und heute werden.

In der Schöpfungsgeschichte heißt es, Gott habe ein Werk der Trennung vollbracht, der Scheidung von Licht und Finsternis. Arbeitet er nicht ähnlich jene Persönlichkeit heraus, die ein jeder Mensch werden soll? Schon die Geburt ist eine erste Trennung von der Mutter, und dann beginnt ein lebenslanger Prozess, in dem allmählich die eigene Persönlichkeit an Kontur gewinnt. Aus Chaos und Schlamm holt der Schöpfergott uns heraus und erweckt uns – nicht ohne unsere Mitwirkung – geduldig zum Leben, zu unserem Leben.

Etty öffnet sich mit all ihrem Chaos einem gewissen Julius Spier. „Da saß ich nun bei ihm“ : Es ist die erste Begegnung mit diesem Autodidakten der Psychochirologie, der bei Carl Gustav Jung psychotherapeutisch ausgebildet worden war. Er war ein Vertreter der „Handlesekunst“ (Chirologie); in den Handlinien sah er so etwas wie ein zweites Gesicht eines Menschen. Spier wollte seinen Klienten helfen, wieder in Einklang mit sich selbst zu kommen. In seiner deutschen Heimat hatte er sich einen gewissen Namen als Therapeut erworben; als Jude war er vor den Nazis nach Amsterdam geflohen. Die Begegnung mit diesem inzwischen 55-jährigen Therapeuten war für Etty nicht „irgendeine“ der zahlreichen Bekanntschaften in ihrem Leben. Es war für sie „die“ Begegnung, ein bahnbrechendes Ereignis; die Entwicklung ihrer Verbindung mit Spier hat ihren weiteren Weg und ihre schriftliche Hinterlassenschaft maßgeblich bestimmt.

Sie selbst hat ihn einmal treffend als „Geburtshelfer ihrer Seele“ bezeichnet. Durch die Beziehung zu ihm fand sie eine neue Freiheit – und in dieser neu gewonnenen Freiheit konnte sie sich auch ihrer Quelle öffnen: jenem geheimnisvollen Gott, dessen Nähe sie immer mehr spürte. Gewiss, ihre Beziehung mit Spier war – wie alles Menschliche, ja selbst die schönsten Dinge machen da keine Ausnahme – nicht frei von Unklarheiten, ja auch gewissen Irrungen. Aus einem therapeutischen Verhältnis wurde sehr rasch eine affektive, leidenschaftliche Beziehung, die auch Momente von Eifersucht kennt. Aber zu keinem Zeitpunkt erschöpft sich ihre Beziehung in ihren auch vorhandenen negativen Aspekten. Als Spier unerwartet schnell starb, war das keineswegs das Ende ihrer Verbindung. Sein Tod bestärkte Etty vielmehr in dem, was zu leben sie schon begonnen hatte: ein Erwachen, ein Kommen zu sich selbst, zu den anderen und zu Gott – und dies alles in einer einzigen Bewegung, die sich nicht auseinanderdividieren lässt.

Schon bei der ersten Begegnung mit Spier fand Etty innerlich ein wenig Frieden und Ordnung. Für sie ist es etwas „Magisches“, was da passiert. Vertrauensvoll lässt sie sich darauf ein, will aber zur Akteurin dieser unerwartet beginnenden Wandlung werden: „Es wird sicher bald auch in der Psyche greifen und zu einem bewussten Akt werden.“

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