Hans Berner - Einfach gut unterrichten

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Dieses Lehr-, Arbeits- und Praxisbuch zur allgemeinen Didaktik ist besonders in seiner Art. Es vereint zeitgemässe Konzepte, Methoden und Reflexion und folgt selbst der Struktur guten Unterrichts: vom Vorwissen zum Wissen, vom Anwenden zum Üben, vom Üben zum Reflektieren. Angehende und erfahrene Lehrpersonen finden Anregungen, Praxistipps und theoretische Impulse für einen individuellen Unterricht, der aktuellen Standards gerecht wird und auf situative Bedingungen anpassbar bleibt.

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Das eigentliche Herzstück des Buches steckt in den Kapiteln 2 bis 7 und umfasst sowohl «Klassiker» wie die Projektmethode als auch ein Konzept wie «Lernen durch Dialoge», das in der deutschsprachigen Unterrichtsforschung vielleicht weniger bekannt ist. Zu Unrecht, denn dieser Ansatz hat nicht nur altehrwürdige Wurzeln in der Philosophie (Sokrates), sondern ist auch in der angloamerikanischen Unterrichtsforschung prominent präsent, z.B. in Gestalt eines Chapters «Theory and Research on Teaching as Dialogue» von Burbules und Bruce im renommierten Handbook of Research on Teaching (Burbules/Bruce, 2002).

Den Abschluss bilden drei Kapitel zur Unterrichtsplanung, zur lernförderlichen Beurteilung und zur Unterrichtsreflexion. Das Gebot einer fairen und lernförderlichen Leistungsbeurteilung ist zeitlos, erhält jedoch bei kompetenzorientiertem Unterricht, wie er derzeit allerorten favorisiert wird (nicht nur im Lehrplan 21 der Schweiz) ein deutlich stärkeres Gewicht. Dies gilt insbesondere für die sorgfältige Beobachtung des Lernverhaltens und die Förderung der Fähigkeit, sich selbst realistisch einzuschätzen. Letztere ist zugleich eine Grundvoraussetzung für das Gelingen schülergesteuerter Individualisierung, bei der Lernende Aufgaben mit angemessenem Schwierigkeitsniveau wählen sollen.

Eine strategisch gute Entscheidung ist es, im abschliessenden Kapitel das Thema «Reflexion» zu behandeln. Gemeinsam mit Kapitel 1(Grundprinzipien der Unterrichtsqualität) sind das aus unserer Sicht zwei tragende Säulen. Erstens sind kollegiale Rückmeldungen (z.B. via Hospitation oder videobasiert) zum eigenen Unterricht, der Abgleich unterschiedlicher Perspektiven auf den gleichen Gegenstand und die darauf basierende kooperative Reflexion eine ideale Gelegenheit, sich eigener blinder Flecken bewusst zu werden, geschlossene subjektive Theorien zu öffnen, implizite Theorien zu explizieren und unbewusste Automatismen sowie Marotten zu erkennen. Diese Selbsterkenntnis ist eine unabdingbare Voraussetzung für eine Weiterentwicklung des eigenen Unterrichts, die nicht nur an der Oberfläche kratzt. Zweitens hat der kollegiale Austausch über Unterricht, wie die Forschung zur Lehrerkooperation und Lehrergesundheit zeigt, auch einen salutogenen Effekt: Die gemeinsame Reflexion geteilter Schwierigkeiten und die Erfahrung, dass andere «auch nur mit Wasser kochen», kann vor Erschöpfung und Burn-out schützen. Eine der Kernaussagen der Potsdamer Lehrerstudie ist ja das Potential des Erlebens sozialer Unterstützung im Kollegium und durch die Schulleitung (Schaarschmidt 2005).

Mindestens ebenso wichtig ist aber auch das Feedback der Lernenden, denn: «Es kommt nicht so sehr darauf an, ob Lehrpersonen exzellent sind oder von ihren Kolleginnen und Kollegen als exzellent eingeschätzt werden, sondern ob sie von ihren Lernenden für exzellent gehalten werden. Es sind die Lernenden, die in den Klassen sitzen und merken, ob ihre Lehrperson das Lernen mit ihren Augen sieht und ob die Qualität der Beziehung förderlich ist. Lernen muss von den Lehrpersonen aus der Perspektive der Lernenden betrachtet werden, damit sie besser verstehen, wie das Lernen aus der Sicht der Lernenden aussieht und wie es sich für sie anfühlt» (Hattie 2015).

Ideal wäre es aus unserer Sicht, wenn die praktische Anwendung all dessen, was im Buch steht, dem Prinzip einer evidenzbasierten Unterrichtsentwicklung folgen würde. Dieses sieht vier Schritte vor (Helmke 2015, 2017): (1) Bestandsaufnahme (z.B. Kollegialfeedback, Schülerbefragung), (2) evidenzbasierte Reflexion, (3) konkrete Schritte der Unterrichtsentwicklung und Professionalisierung, z.B. «Lesson Study», «Microteaching» oder auch Massnahmen der Professionalisierung wie die wiederholte Lektüre ausgewählter Abschnitte dieses Buches aufgrund neuer Erfahrungen («Reframing»), und (4) Evaluation auf der Grundlage einer wiederholten Erhebung: Hat sich der Unterricht tatsächlich verbessert? Wer hat davon profitiert? Standen Aufwand und Ertrag in einem gesunden Verhältnis zueinander?

In diesem Sinne wünschen wir den Leserinnen und Lesern dieses Buches eine erhellende Lektüre und einen hohen Wirkungsgrad bei der praktischen Umsetzung im Klassenzimmer.

«Erfolgreicher Unterricht kann auf sehr verschiedene, aber nicht beliebige Weise realisiert werden.»

Franz E.Weinert (1930–2001), Andreas Helmke (1945*)

EINLEITUNG

Einfach gut unterrichten ? Ganz einfach ist Unterrichten dann, wenn es einfach gut funktioniert. Doch wissen alle, die sich eingehend mit Lehren und Lernen befasst haben: Gerade jener Unterricht, der in einer angenehmen und angeregten Atmosphäre stattfindet und in dem Bedeutendes vermittelt und gelernt wird, kommt nur auf den ersten Blick leicht und locker daher. In Tat und Wahrheit ist einfaches Unterrichten ein Zusammenspiel vielfältigster didaktisch-methodischer und sozialer Kompetenzen. Gut zu unterrichten scheint dagegen relativ und vor allem eine Frage des eigenen Standpunktes zu sein. Dabei ist längst belegt, dass allgemeingültige Qualitätsmerkmale von Unterricht bestehen – und es wohlbegründbare Merkmale der Expertise von Lehrpersonen gibt, über die sich die Unterrichtsforschung ebenfalls weitgehend einig ist.

Mit unserem Buch wenden wir uns zum einen an angehende Lehrerinnen und Lehrer, die lernen wollen, wie man gut unterrichtet. Zum andern sprechen wir aber auch Kolleginnen und Kollegen an, die das bereits erfolgreich tun – und sich auf der Basis ihrer bewährten Erfahrung erneut mit didaktisch-methodischen Fragen auseinandersetzen, ihrem Unterricht neue Impulse vermitteln möchten. Für beide soll die vorliegende Publikation eine theoriegestützte und praxisorientierte Hilfe sein, um in Übereinstimmung mit pädagogisch begründeten Standards einfach – im oben angedeuteten Sinn – und gut zu unterrichten. Können Lehrpersonen einfach gut unterrichten, wachsen Wohlbefinden und Zufriedenheit aller Beteiligten. Das möchten wir speziell hervorheben. Denn sowohl für eine erfolgreiche Schulkarriere von Lernenden als auch für eine fortdauernde Berufskarriere von Unterrichtenden sind Wohlbefinden und Zufriedenheit von zentraler Bedeutung.

Welche Didaktik ist richtig?

Gut zu unterrichten, erfordert ein persönliches und reflektiertes didaktisch-methodisches Repertoire. In Übereinstimmung mit Ergebnissen der Unterrichtsforschung sind wir der Überzeugung, dass eine didaktisch-methodische Monokultur den Anforderungen, die eine moderne Pädagogik an guten Unterricht stellt, nicht genügen kann. Eine einzige und ausschliessliche didaktische Konzeption für den gesamten Unterricht in einer Schulklasse ist nicht in der Lage, Lernende auf das Leben in einer Gesellschaft vorzubereiten, die ganz unterschiedliche Fähigkeiten verlangt. Aus diesem Grund stellen wir in diesem Buch die wichtigsten didaktisch-methodischen Ansätze vor und plädieren für eine integrative, vielfältige Didaktik.

Um gut zu unterrichten, muss jede Lehrerin und jeder Lehrer ein optimales Passungsverhältnis zwischen den verschiedenen Dimensionen finden, die sich in jeglichem Unterricht eröffnen: eine Balance zwischen der Lenkung durch die Lehrperson und den Selbstbestimmungsmöglichkeiten der Lernenden und eine Balance zwischen einem lehrenden und einem entdeckenden Unterricht.

Die folgende Grafik veranschaulicht die in diesem Buch vorgestellten didaktischen Zugangsweisen in einem Orientierungssystem. Auf der horizontalen Achse werden die unterschiedlichen Ansätze zwischen Steuerung der Lehrperson und Selbstbestimmung der Lernenden lokalisiert, die vertikale Achse führt von direkter Vermittlung zu selbstständigem Entdecken.

Interessanterweise ist die Meinung weitverbreitet dass selbstbestimmte und - фото 2

Interessanterweise ist die Meinung weitverbreitet, dass selbstbestimmte und explorative Lernformen grundsätzlich besser seien als lehrergesteuerte und instruktionale. Bereits Goethe tradierte mit dem bekannten Zitat «Die Jugend will lieber angeregt als unterrichtet sein» diese Alltagstheorie über scheinbare Schülerinnen- und Schülerwünsche. Die bis heute weitverbreitete Annahme basiert allerdings auf isoliert betrachteten Faktoren von Unterricht und auf isoliert interpretierten Ergebnissen. Sie setzt zudem die Schülerinnen und Schüler sowohl hinsichtlich Lernzielen und Lerninhalten als auch hinsichtlich Unterrichtsorganisation und Arbeitsform gänzlich ins Zentrum. Seit zwei bis drei Jahrzehnten beherrscht folglich ein Trend die Bildungslandschaft, der vor allem die Ansprüche von bildungsnahen Familien prägt: Alternativ organisierter Unterricht, der sich an Elementen der Reformpädagogik orientiert und bei Montessori, Steiner oder Freinet Anleihen nimmt. Eine ausschliesslich selbstbestimmte und explorative Ausrichtung gilt als Versprechen, die einzelnen Schülerinnen und Schüler genau dort abzuholen, wo sie angeblich sind. Die Anzahl an privaten Anbietern eines solchen Unterrichts war noch nie so hoch wie heute und bildet gewissermassen ein Rollback – ein Gegengewicht zur Standard- und Output-Orientierung in den staatlichen Schulsystemen Europas.

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