Hansjörg Anderegg - Strohöl

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Die Journalistin Emma Kaiser liegt völlig richtig: Die Sache stinkt.Warum sonst sollte das Lager auf dem Fracking Gelände vor ihren Augen in die Luft fliegen?
Ein Konzern aus Leverkusen kämpft mit allen Mitteln um die Erdgasvorkommen am Bodensee, während das Start-up von Emmas Freundin das neue Zeitalter der ›Weißen Biotechnologie‹ einläutet. Wozu Fracking, wenn Bakterien hochwertige Chemikalien direkt aus Stroh erzeugen? Der vermutete Sprengstoffanschlag alarmiert das Bundeskriminalamt. Kaum begreift Hauptkommissarin Chris Roberts, dass die Journalistin selbst im Zentrum des gnadenlosen Kampfes um die Zukunft der Petrochemie steht, findet ein Junge die erste Leiche.

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Die Hintergrundinformationen über die Gruppe Gaia beschränkten sich auf Gerüchte. Haase hatte dennoch mehr über die Umweltaktivisten zusammengetragen als die Kollegen in Konstanz. Es gab Hinweise, dass sich die Gruppe aus Studenten und Ehemaligen der Uni zusammensetzte. Der Hauptverdächtige hieß Thorsten Kramer. Ihm gehörte das sichergestellte Auto. Sein Name tauchte indessen in keinem Polizeibericht auf. Eine gute Frage als Einstieg, dachte sie, klappte den Laptop zu, schob ihn in die Tasche und verließ das Hotel.

Die Sekretärin im Präsidium führte sie an einen leeren Schreibtisch.

»Sind Sie sicher, dass Kommissar Rappold noch hier arbeitet?«, fragte sie.

Der junge Mann in der dunklen Ecke des Büros kugelte sich vor Lachen.

»Das ist sein Arbeitsplatz«, antwortete die Sekretärin schnippisch.

»Sieht nicht nach Arbeit aus. Wo steckt er?«

Der junge Mann fand auch das enorm lustig. Er stellte sich als Kommissaranwärter Hinz »wie Kunz« vor und beantwortete ihre Frage:

»Rappold ist beim Zahnarzt – Notfall.«

»Mein Beileid. Und Sie sind sein Stellvertreter?«

Der dritte Lacher erstarb abrupt, als sie ihm den Dienstausweis zeigte. Er mutierte binnen Sekunden vom Scherzkeks zum dienstbeflissenen Assistenten.

»Ich rufe ihn auf dem Handy an«, sagte er, das Telefon am Ohr. Nach einer Weile gab er auf. »Anrufbeantworter.«

Sie steuerte auf einen zweiten verlassenen Schreibtisch zu.

»Arbeitet hier auch ein unsichtbarer Kollege?«

Hinz drohte rückfällig zu werden.

»Nein – den – der ist frei«, stammelte er. »Wir sind etwas unterdotiert, was das Personal betrifft, dafür gibt‘s jede Menge freie Schreibtische.«

Der junge Mann besaß auch Humor. Das war ihr ein freundliches Lächeln wert.

»Kommissar Rappold sollte eigentlich schon zurück sein«, sagte er. »Ich kann Ihnen inzwischen die Akte zum Fall Überlingen heraussuchen.«

Er blickte sie erwartungsvoll an oder eher ihren Hintern in den engen Jeans, wie sie aus den Augenwinkeln feststellte.

»Wenn Sie mir dann die Akte geben könnten, sobald sie sich sattgesehen haben …«

Im nächsten Augenblick lag die Mappe auf ihrem Tisch. Zu verlegen für eine Antwort, eilte Hinz hinaus. Nach wenigen Minuten kehrte er mit einem älteren Herrn im Schlepptau zurück, der eindeutig zu viel Kohlenhydrate konsumierte. Seinen Schmerbauch zu bewegen, erforderte sichtbaren Kraftaufwand. Er ließ sich schwer atmend in den Sessel am leeren Schreibtisch fallen. Umständlich betastete er den Kiefer und brummte dabei Unverständliches. Verwünschungen, die sich gegen den Zahnarzt oder Zahnärzte im Allgemeinen richteten, nahm sie an. Er schien sie erst zu bemerken, als sie auf ihn zutrat.

»Sie müssen Kommissar Rappold sein«, sagte sie und stellte sich vor.

»So – muss ich?«

Noch ein Scherzkeks.

»Meinetwegen können Sie den Osterhasen spielen, aber wir müssen uns über den Fall Überlingen unterhalten. Und fragen Sie jetzt nicht: So – müssen wir?«

Ihr Ärger prallte an ihm ab, als säße er in einer Blase ohne Verbindung zur Außenwelt.

»Wir müssen nämlich«, fuhr sie fort, »ob es Ihnen passt oder nicht. Also lassen wir die Spielchen und kümmern uns um den Fall, einverstanden?«

Er bewegte sich, setzte sich aufrecht und öffnete die oberste Schublade des Schreibtisches. Sehnte er sich heimlich nach einer Domina? Ihr fehlte im Grunde nur die neunschwänzige Katze.

»Sie haben den Bericht sicher schon gelesen«, sagte er, wobei er sich demonstrativ den Kiefer rieb.

»Tut‘s weh?«, fragte sie lächelnd.

Der Kommissaranwärter in der dunklen Ecke musste sich abwenden.

»Ich bin im Bilde über den Stand der Ermittlungen. Allerdings vermisse ich die Vernehmungsprotokolle der beiden Verletzten.«

»Einer liegt noch im Koma. Der Zweite kann erst seit gestern Abend vernommen werden.«

»Und – was sagt er?«

»Gar nichts. Die Vernehmung ist für heute geplant.«

Sie traute ihren Ohren nicht.

»Ach, Sie planen die Vernehmungen langfristig«, brauste sie auf. »Warum nicht erst am nächsten Freitag?« Kopfschüttelnd fügte sie hinzu: »Mensch, Rappold! Der Verletzte ist der vorläufig einzige Zeuge in einem Sprengstoffanschlag! Der Hauptverdächtige läuft da draußen frei herum. Wer weiß, wie viel von dem Zeug der noch in seiner Garage hat. Wir müssen den Mann sofort befragen. Auf geht‘s!«

Der Tonfall der Domina setzte ihn tatsächlich in Bewegung. Die Rolle begann ihr zu gefallen. Müsste ich mal bei Jamie versuchen, dachte sie, während sie sich in Rappolds Dienstwagen zwängte.

Die Befragung des Verletzten lieferte keine neuen Erkenntnisse. Er gab an, im Magazin »Zusatz« für die Druckleitung geholt zu haben, als es krachte. Er verlor das Bewusstsein und wachte erst im Krankenhaus wieder auf. Er erinnerte sich zwar, vor der Explosion Geräusche vernommen zu haben, als befände sich noch jemand in der Halle, hatte aber niemanden gesehen.

»Wir müssen alle Mitarbeiter und Zulieferer des Projekts Kranich befragen«, sagte sie, als sie wieder im Auto saßen.

»Kranich?«

»So nennt die NAPHTAG ihr Fracking Projekt in Überlingen. Wussten Sie das nicht?«

Er wusste es nicht, ebenso wenig kannte er die mögliche Verbindung der Gruppe Gaia zum Campus der Uni Konstanz.

»Mensch, Rappold! Es wird Zeit, dass wir uns ernsthaft unterhalten.«

Die Domina hatte gesprochen. Der Sklave fuhr schweigend weiter.

Ein Tag mit Rappold genügte für ein halbes Leben. Chris fehlte die Kraft, noch am selben Tag an den Tatort in Überlingen zu fahren. Stattdessen verließ sie das Präsidium fluchtartig nach dem langen Gespräch mit dem Kommissar kurz vor dem Ruhestand, der seinen Arbeitsplatz schon einmal vorsorglich geräumt hatte. Sie schlenderte eine Weile ziellos durch die Gassen der Altstadt. Jetzt saß sie in einem Café am Hafen. Lustlos stocherte sie in ihrem Salat. Immer wieder blickte sie auf die Uhr. Es war zu früh, um Jamie anzurufen.

»Alles in Ordnung?«, fragte die Bedienung.

Sie nickte stumm und zwang sich, das Grünzeug in sich hineinzustopfen. Sie musste den Magen irgendwie beruhigen. Er war schon dabei, sich um sich selbst zu wickeln. Sie dachte ernsthaft darüber nach, die Maschinerie in Bewegung zu setzen, um dem offensichtlich überforderten Rappold den Fall zu entziehen und allein weiter zu ermitteln. Unschlüssig wog sie die Vor- und Nachteile ab, bis sie wütend beschloss, den Kommissar im Vorruhestand aus ihren Gedanken zu verbannen. Sie verließ das Lokal und rief Jamie an, während sie an der Mole entlang schlenderte. Es war noch zu früh. Sie würde ihn in der Vorlesung stören, aber sie konnte nicht länger warten. Zu ihrer Überraschung hob er sofort ab.

»Langweilst du dich?«, fragte er lachend.

»Ich wollte testen, ob du an der Arbeit bist, und prompt habe ich dich erwischt. Ich warte gespannt auf deine Erklärung.«

Eine kurze Pause entstand. Zu ihren Füßen klatschte der Kot einer Möwe auf die Plastikplane eines Bootes, dass sie unwillkürlich mit einem Kraftausdruck zurückwich.

»Also hör mal!«, rief er erschrocken.

Sie stellte sich sein verdutztes Gesicht vor, und der Tag im Präsidium war schon fast vergessen.

»Eine Möwe hat mich erschreckt«, beruhigte sie.

»Hat sie getroffen? Bist du verletzt?«

»Jetzt mach aber einen Punkt.«

Das Geplänkel ging weiter. Mit jeder Minute fühlte sie sich besser. Sie hätten übers Wetter oder Nordkorea reden können. Der Inhalt zählte nicht, nur seine warme Stimme.

»Du bist also tatsächlich an den Bodensee gereist«, sagte er unvermittelt.

»Wegen der Möwe meinst du? Die gibt‘s auch woanders, aber es stimmt. Ich bin in Konstanz, ein Einsatz am Bodensee.«

»Schade, wirklich schade«, seufzte er. »Ich hatte gehofft, du könntest nach dem letzten Fall für ein paar Tage rüber kommen.«

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