Hansjörg Anderegg - Strohöl

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Die Journalistin Emma Kaiser liegt völlig richtig: Die Sache stinkt.Warum sonst sollte das Lager auf dem Fracking Gelände vor ihren Augen in die Luft fliegen?
Ein Konzern aus Leverkusen kämpft mit allen Mitteln um die Erdgasvorkommen am Bodensee, während das Start-up von Emmas Freundin das neue Zeitalter der ›Weißen Biotechnologie‹ einläutet. Wozu Fracking, wenn Bakterien hochwertige Chemikalien direkt aus Stroh erzeugen? Der vermutete Sprengstoffanschlag alarmiert das Bundeskriminalamt. Kaum begreift Hauptkommissarin Chris Roberts, dass die Journalistin selbst im Zentrum des gnadenlosen Kampfes um die Zukunft der Petrochemie steht, findet ein Junge die erste Leiche.

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»Zwei Fragen, eine Antwort«, sagte er lächelnd, »aber erst will ich wissen, wie es um die junge Ehe steht.«

»Jamie hat mich heute verlassen.«

Sein betroffener Gesichtsausdruck erinnerte stark an ihren Ehemann.

»Nicht was du denkst«, beruhigte sie lachend. »Er leitet ein Seminar am Imperial College für drei Monate.«

»Dein Humor wird dich eines Tages in ernsthafte Schwierigkeiten bringen.«

»Ich liebe Schwierigkeiten. Das weißt du.«

»Genau deswegen bin ich hergekommen.«

»Also doch mehr als ein Höflichkeitsbesuch.«

Er gab ihr die magersüchtige Akte, die auf dem Schreibtisch lag, mit der Bemerkung:

»Vielleicht hast du schon davon gehört.«

Misstrauisch überflog sie die wenigen Blätter, während sie versuchte, Richters Hintergedanken zu erraten.

»Ziemlich mager, der Bericht«, sagte sie einigermaßen ratlos. »Ein Sprengstoffanschlag auf ein Fracking Versuchsgelände, militante Umweltaktivisten, die niemand zu kennen scheint – muss mich der Fall interessieren?«

»Bei Sprengstoffanschlägen ermittelt der Bund.«

»Das ist mir bekannt. Dafür gibt es Sprengstoffexperten. Ich gehöre nicht dazu, wie du weißt.«

Er nahm den Einwand schmunzelnd zur Kenntnis.

»Ich glaube, du hast längst begriffen, weshalb ich auf den Gedanken gekommen bin, dir den Fall zu übertragen.«

»Ach darüber seid ihr euch einig, du und die Winter. Na, wenn das so ist, bleibt mir nur noch, mich artig zu bedanken.«

»Es ist noch gar nichts entschieden. Ich habe nur vorsondiert …«

»Das hörte sich eben noch ganz anders an.«

Hinter ihrem Rücken über sie zu bestimmen, verzieh sie auch Hendrik nicht. Ihr Blick gab ihm zu verstehen, wie ernst ihr Protest gemeint war. Er hob beschwichtigend die Hand.

»Entschuldige, Chris, ich habe wirklich nur über die Möglichkeit eines Einsatzes am Bodensee gesprochen. Betrachten wir doch mal nüchtern die Fakten. Der Anschlag galt einem Unternehmen, das Umweltschützer und militante Aktivisten bundesweit bekämpfen. Bisher ist es bei Schmierereien und geringfügigem Sachschaden geblieben, aber jetzt sind diese Kreise mit dem Sprengstoffanschlag entschieden zu weit gegangen. Machen wir uns nichts vor: Die Petrochemie hat eine starke Lobby in diesem Land. Die Industrie wird nicht zögern, ihren Einfluss auf Politik und unsere Behörde geltend zu machen.«

»Was der NAPHTAG Konzern sicher schon getan hat, stimmt‘s?«

»Beck hat so etwas angedeutet.«

»Beck?«

»Der Aufsichtsratsvorsitzende der NAPHTAG. Wir sind alte Bekannte.«

»Die alten Seilschaften. Daher also weht der Wind.«

Er hob lachend den Zeigefinger. »Nur nicht frech werden, Frau Hauptkommissarin.«

Beck war der Grund für sein Interesse an diesem Fall. Sie zweifelte keinen Augenblick daran.

»Jetzt mal im Ernst«, fuhr er weiter, »ein Sprengstoffanschlag ist ein schweres Delikt, zumal es Verletzte gab. Das allein erfordert unsern vol-len Einsatz. Mir geht es aber noch um etwas anderes. Hast du dich nicht auch sofort gefragt, weshalb die Täter gerade dort mit extremer Gewalt zugeschlagen haben?«

»Weil die NAPHTAG da bohrt?«

Er schüttelte den Kopf. »Ich vermute, es gibt einen anderen Grund. Sicher, ein einheimischer Konzern wie die NAPHTAG ist immer ein gefundenes Fressen, aber die bohren auch an der Ostsee. Das Motiv der Täter muss irgendwie direkt mit der Versuchsanlage bei Überlingen zu tun haben.«

»Verschmutzung des Grundwassers, illegale Bohrungen, so etwas?«

»Möglich.«

»Dein alter Freund Beck wäre aber gar nicht begeistert, falls wir so eine Schweinerei entdecken würden.«

Er winkte ärgerlich ab. »Mir selbst würde es ganz und gar nicht gefallen, vom juristischen Standpunkt aus. Im Übrigen sind wir nicht befreundet. Ich kenne Beck aus alten Zeiten an der Uni. Das ist alles.«

»Umweltverschmutzung, Verstoß gegen Auflagen beim Abbau von Rohstoffen: Nicht gerade mein Zuständigkeitsbereich«, erwiderte sie trotzig.

»Ich sehe das etwas anders. Beim Fracking geht es um Geologie und Petrochemie. Du bist die einzige Kommissarin mit Hochschulabschluss in Geologie und Chemie beim BKA. Wenn jemand dieser Sache auf den Grund gehen kann, dann du.«

Die Chemie der Erdkruste, die sie studiert hatte, war zwar meilenweit von der Petrochemie, der Wissenschaft des Erdöls, entfernt, aber der Fall begann sie zu interessieren. Nach kurzer Denkpause sagte sie lächelnd:

»Es muss ja nicht immer Mord und Totschlag sein.«

»Oh, da kann ich dich beruhigen. Der Fall könnte durchaus in Mord und Totschlag ausarten. Der Hauptverdächtige ist nämlich seit dem Anschlag wie vom Erdboden verschwunden.«

»Das überzeugt mich natürlich sofort.«

Richters Team hatte wie erwartet Kontakte und Formalitäten für ihren Einsatz am Bodensee bis in alle Einzelheiten vorbereitet. Hendrik brauchte nur noch auf den Knopf zu drücken, nachdem sie sich geeinigt hatten.

Sie stand abends im stillen Haus in Dahlem vor der leeren Reisetasche und dachte an Jamie. Ein anonymes Hotelzimmer in Konstanz statt ihres einsamen Hauses – warum nicht? Vielleicht würde die Luftveränderung über die Trennung hinweghelfen. Sie packte wahllos Wäsche und Kleidung in die Tasche, legte die Ersatzmagazine für ihre Glock aus dem Waffenschrank dazu und verließ das Haus mit Tasche und Instrumentenkoffer. Lieber eine Nacht im Auto als allein in diesem Schlafzimmer, dachte sie und startete den Motor.

KAPITEL 2

KONSTANZ

Der süße Duft frischgebackenen Brotes stieg Chris in die Nase. Sie lag schon eine Weile wach im Zimmer über der Bäckerei, obwohl sie erst gegen zwei Uhr morgens ins Bett gekrochen war. Die Altstadt erwachte früh. Sie hörte durchs halb offene Fenster Passanten miteinander schwatzen und lachen, als freuten sie sich, zu dieser gottlos frühen Stunde unterwegs zu sein. Bevor sie ins Bad ging, schaltete sie den Laptop ein. Die Verbindung mit Berlin klappte auf Anhieb. Wenigstens ein Lichtblick an diesem Morgen. Die Dusche spülte den Schlaf in den Ausguss mit der Folge, dass sie im Wachzustand jeden einzelnen Knochen zu spüren glaubte. Sie hatte die lange Fahrt an den Bodensee unterschätzt. Vielleicht war es auch nur das Alter. Die Vierzig stand schon auf der Anzeigetafel, ganz unten zwar, aber immerhin: vierzig, Halt auf Verlangen. Vielleicht rebellierte ihr Körper gegen die hellwachen Leute auf der Gasse, das geschäftige Treiben im Laden unter ihrem Fenster oder den Lärm der Möwen. An diesem Morgen ging ihr so ziemlich alles auf den Geist – keine ideale Voraussetzung für die erste Begegnung mit der Konstanzer Kripo. Die Kollegen auf dem Polizei-präsidium taten ihr jetzt schon leid.

Sie klappte den Instrumentenkoffer auf, betrachtete ihr Altsaxofon unschlüssig und schloss den Koffer wieder. Ein paar Blues Riffs wirkten oft Wunder – nicht an diesem Morgen. Zu unmotiviert, ihr langes, strohblondes Haar zum Zopf zu flechten, band sie es rasch zum Pferdeschwanz zusammen. So sah es eher nach Tatendrang aus.

Der Computer kündigte neue Mail an. Die Betreffzeile entlockte ihr das erste Schmunzeln an diesem traurigen Tag. Munition hatte Jens Haase seine Mail betitelt, die ausgedruckt einen ansehnlichen Ordner gefüllt hätte. Haase vereinigte drei Eigenschaften, die ihn als Kollegen unentbehrlich machten. Er verbrachte gefühlte vierundzwanzig Stunden am Tag, sieben Tage die Woche im Büro, erledigte seine Recherchen ebenso schnell wie gründlich, und er braute den besten Kaffee, den sie je gekostet hatte.

Die Munition für den Einsatz in Konstanz umfasste nicht nur die Berichte des Kommissars Rappold, der die Ermittlungen vor Ort leitete. Haase hatte zudem eine intelligente Auswahl an Fachartikeln zur Fracking Technologie beigefügt und nicht vergessen, die häufigsten Argumente für und wider diese Fördermethode auf einem Blatt zusammenzufassen. Die Information stellte ein hilfreiches Repetitorium für sie dar. Die Zeit des Studiums lag doch schon einige Jahre zurück. Das Material über den NAPHTAG Konzern barg echten Sprengstoff. Sie fragte sich, wie Haase so schnell an die sensitive Information gelangt war, zweifelte aber keinen Augenblick am Wahrheitsgehalt. Nach diesen Unterlagen fanden die Testbohrungen bei Überlingen am falschen Ort statt. Das Fracking Projekt mit dem Namen Kranich – welch absurder Euphemismus, intakte Natur vorgaukelnd – war ursprünglich auf dem Gelände eines Klosterguts geplant gewesen. Da der Konzern sich nicht mit den Verantwortlichen des Klosters Mariafeld einigen konnte, hatte man die Versuchsanlage kurzerhand im hügeligen Gelände eines Nachbargrundstücks aufgebaut. Der Zugang zu den Schiefergas-Schichten gestaltete sich dadurch wesentlich komplizierter und erforderte längere, heikle Horizontalbohrungen. Diese Tatsache mochte für den Fall irrelevant sein, doch ihr Bauchgefühl sagte etwas anderes. Der Gedanke war jedenfalls notiert.

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