Hansjörg Anderegg - Strohöl

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Die Journalistin Emma Kaiser liegt völlig richtig: Die Sache stinkt.Warum sonst sollte das Lager auf dem Fracking Gelände vor ihren Augen in die Luft fliegen?
Ein Konzern aus Leverkusen kämpft mit allen Mitteln um die Erdgasvorkommen am Bodensee, während das Start-up von Emmas Freundin das neue Zeitalter der ›Weißen Biotechnologie‹ einläutet. Wozu Fracking, wenn Bakterien hochwertige Chemikalien direkt aus Stroh erzeugen? Der vermutete Sprengstoffanschlag alarmiert das Bundeskriminalamt. Kaum begreift Hauptkommissarin Chris Roberts, dass die Journalistin selbst im Zentrum des gnadenlosen Kampfes um die Zukunft der Petrochemie steht, findet ein Junge die erste Leiche.

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Kolbe brauchte nicht lang über die Erklärung nachzudenken.

»Es gibt nur zwei Möglichkeiten«, sagte er. »Entweder mischen wir vor Ort wie bisher oder hier am Produktionsstandort. Dann benötigen wir allerdings Spezialtransporter.«

Schröder nickte lächelnd. Kolbe war der richtige Mann für den Job.

»Ich habe es bereits in die Wege geleitet«, bestätigte er.

»Das führt zu erheblichen Mehrkosten, Chef.«

»Darum müssen Sie sich nicht kümmern. Überdies bezahlt die Versicherung für den Ersatz des Lagers. Wir werden die Mittel kreativ umleiten.«

»Verstehe.«

Kolbe erlaubte sich zum ersten Mal seit Langem eine Art Grinsen, bis ihm das nächste Problem einfiel. Er stieß einen halb unterdrückten Fluch aus und sagte:

»Wir müssen den Bericht zurückhalten. Der liest sich, als wären der Wiederaufbau des Lagers und die neue Lieferung beschlossene Sache.«

Die Bemerkung wirkte wie ein Faustschlag in die Magengrube. Schröder begriff sofort, was sein Ingenieur meinte. Von diesem Bericht ging automatisch eine Kopie an die Konzernleitung. Er hatte bisher stets peinlich darauf geachtet, keine technischen Einzelheiten darin zu erwähnen. Wenn nun plötzlich neue Details über die Fördermethode in seinem Bericht auftauchten, führte dies zu unangenehmen und vor allem überflüssigen Fragen. Gerade jetzt konnte er sich keinen Klecks im Heft leisten. Finn Matthes, der den Steuerungsausschuss leitete, würde ausrasten, falls ihn seine Vorstandskollegen damit bedrängten. Schröder starrte Kolbe an, als wartete er auf die Lösung des Problems.

»Der Bericht sollte in Ihrer Mail sein«, sagte der Ingenieur zu allem Überfluss.

Er hatte seinen Posteingang noch nicht geleert.

»Gut, ich kümmere mich darum«, murmelte er. »War‘s das? Sind wir fertig?«

Sobald Kolbe das Büro verlassen hatte, setzte er sich an den Computer. Die Betreffzeile der Mail mit dem angehängten Bericht sprang ihm sofort in die Augen. Wie befürchtet, war sie auch ans Sekretariat des Vorstands adressiert. Wie holt man eine verdammte E-Mail zurück? Er fluchte ausgiebig, bevor er die Sekretärin rief. Sie war noch jung genug, sich besser mit Computern auszukennen.

»Warum wollen Sie die Mail zurückholen?«, fragte sie zu seiner Überraschung, nachdem er ihr das Problem geschildert hatte.

»Der Bericht darf so nicht zum Vorstand.«

»Das habe ich schon verstanden. Die Mail geht aber nur ans Sekretariat. Dort wird der Bericht ausgedruckt und in Papierform verteilt. Vielleicht ist es noch nicht zu spät.«

Kaum hatte sie es gesagt, hetzte er aus dem Büro, in den Aufzug und stand fünf Minuten später schwer atmend im Sekretariat.

»Suchen Sie so dringend eine neue Sekretärin, Schröder?«, fragte Finanzvorstand Matthes, der unbemerkt hinter ihm eingetreten war.

Er quittierte den Scherz mit dem erwarteten Lacher, obwohl ihm zum Kotzen war. Die Kopien des Berichts lagen gut sichtbar im Korb für den Postausgang. Mit angehaltenem Atem verfolgte er das kurze Gespräch des Finanzvorstands mit seinem Vorzimmer, vergeblich nach einer Strategie suchend, wie er die Zeitbombe von Matthes fernhalten könnte. Der Finanzvorstand schickte sich an, den Raum ohne Bericht zu verlassen.

»Wollten Sie zu mir?«

Schröder schüttelte stumm den Kopf.

»Es läuft doch alles wieder rund am Bodensee?«

»Selbstverständlich. Kleine Verzögerung, kein Problem.«

»Die Versicherung macht keine Schwierigkeiten?«

»Sie haben Zahlungsbereitschaft signalisiert.« Es gelang ihm, ein selbstsicheres Lächeln zu simulieren. »Die haben ja gar keine Wahl nach dem eindeutigen Polizeirapport.«

Matthes deutete ein Nicken an und verließ den Raum. Nachdem Schröder sich versichert hatte, dass noch keine Kopie im Umlauf war, ordnete er an, die gedruckten Exemplare zu vernichten und die E-Mail zu löschen.

»Ein Irrläufer«, bemerkte er dazu. »So ersparen wir uns allen eine Menge Ärger. Sie werden den korrekten Bericht umgehend erhalten.«

Im Flur wischte er sich die Schweißperlen von der Stirn.

BERLIN

Die Anzeige des British Airways Fluges nach London blinkte.

»Es wird Zeit«, seufzte Chris.

Sie schlang die Arme um ihren Geliebten und presste sich an seine Brust, als könnte sie so einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sie eignete sich ebenso wenig für solche Szenen wie Jamie. Dr. Jamie Roberts ließ ihre stürmische Umarmung über sich ergehen, wie man es von einem steifen Engländer erwartete. Dabei drückte sein Gesicht eine Art Betroffenheit aus, die kaum zu beschreiben war, irgendwo in der Mitte zwischen Wollust und Weltschmerz. Für diesen Gesichtsausdruck allein würde sie ihn jederzeit wieder heiraten, wäre sie nicht schon seine Frau.

»Sind ja nur drei Monate, Mrs. Roberts«, versuchte er zu scherzen.

»Ich vermisse dich jetzt schon«, klagte sie seiner Schulter.

Warum fiel ihr der Abschied diesmal so schwer? Sie beide besaßen jahrelange Übung im Getrenntsein. Damals während ihrer Fernbeziehung waren sie Dauergäste in den Terminals von Frankfurt und Heathrow gewesen. Abschied und Wiedersehen gehörten zum ganz normalen Wahnsinn des Alltags. Seit sie verheiratet waren, galten andere Naturgesetze. Drei Monate allein im großen Haus in Dahlem, wo alles an ihn erinnerte: Ihr graute schon jetzt davor.

»Du wirst keine Zeit finden, mich zu vermissen«, murmelte er. »Die schweren Jungs werden dich Tag und Nacht beschäftigen.«

Der Einwand war nicht von der Hand zu weisen. Als Hauptkommissarin beim Bundeskriminalamt war sie oft selbst Tage und Wochen weg von zu Hause. So gesehen sorgten seine drei Monate in London für ausgleichende Gerechtigkeit.

Am Ausgang zum Gate küssten sie sich ein letztes Mal.

»Fast wie früher«, sagte er mit verlegenem Grinsen.

»Lass dich nicht entführen«, gab sie ihm mit auf den Weg.

Sie stand ihm in nichts nach, was müde Scherze betraf. Kaum saß sie im Auto, klingelte das Telefon.

»Wo sind Sie?«, fragte Staatsanwältin Winter aufgelöst, als wäre sie dem BKA abhandengekommen.

»Auf dem Weg ins Büro.«

»Sie haben den Termin um 14 Uhr nicht vergessen, hoffe ich.«

»Ich werde pünktlich da sein, sofern mich keine Streife aufhält.«

Man darf doch wohl seinen Mann zum Flughafen bringen zwischen zwei Fällen, wollte sie hinzufügen, verzichtete jedoch darauf, da die Winter ihre Art Humor nicht kapierte.

Der Duft, der von Haases Büro ausströmte, war zu verlockend, um daran vorbeizugehen. Sie kam fünf Minuten zu spät, aber ein Espresso von der frisch gemahlenen Arabica Mischung ihres Kollegen musste erlaubt sein.

»Die Winter war schon da«, sagte Haase schmunzelnd, »hat ganz aufgeregt nach Ihnen gefragt. Sie haben nicht etwa Geburtstag oder so?«

»Ich glaube nicht.«

Mit der Tasse in der Hand betrat sie das Büro der Staatsanwältin. Beim Duft von Haases Kaffee ertrug sie die pathologische Atmosphäre in diesem Raum besser.

»Da sind Sie ja endlich«, rief Dr. Winter und sprang auf.

Sie war nicht allein. Das Profil des älteren Herrn im Maßanzug war nicht zu verwechseln. Generalstaatsanwalt Dr. Hendrik Richter trat lächelnd auf sie zu.

»Erfrischend und eigensinnig wie eh und je«, sagte er und begrüßte sie mit Küsschen auf die Wangen.

Staatsanwältin Winter sah mit säuerlicher Miene zu.

»Ich denke, wir sind uns soweit einig«, meinte sie.

Richter nickte. »Wir werden Sie selbstverständlich auf dem Laufenden halten. Danke, dass wir Ihr Büro benutzen dürfen.«

»Keine Ursache. Wie gesagt, ich muss mich jetzt leider entschuldigen.«

Damit verließ sie ihr Reich.

»Was war denn das?«, fragte sie den Herrn, den sie Hendrik nannte, seit er mehr oder weniger zufällig ihr Trauzeuge geworden war. »Was verschlägt dich nach Berlin?«

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