Wolfgang Breuer - Volles Rohr

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Sie ist nur ein «Zufallsfang», die Drogenkurierin, die der Bad Berleburger Polizei da ins Netz geht. Und so, wie sie den Beamten vorkommt, ist sie eigentlich auch nur ein kleiner Fisch in einem Verteilernetz, das den Bedarf der Wittgensteiner Kiffer und Fixer seit Monaten nach Belieben deckt.
Doch durch die Festnahme der jungen Frau gelingt es den Kriminalisten, einem Mann im Hintergrund auf die Spur zu kommen, der mit unglaub­licher Brutalität agiert. Und der die Notlage seiner Opfer perfide ausnutzt, um seine Macht zu steigern und seinen Reichtum zu mehren.
"Klaf!" Ein rotes Tuch nicht nur für Chefermittler Klaus Klaiser. Ein Schwerkrimineller, der, wo immer er auftaucht, eine Spur des Verderbens hinterlässt.

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Am Bahnhof in Aue, oder an dem, was von dem Bahnhof aus einstigen Blütezeiten übrig geblieben war, hockte ein klapperdürrer Hecht, eingepackt in einen Ami-Parker, Thermohose und eine Art Filzstiefel. Er schien auf jemanden zu warten. Der Mann mit eingefallenem Gesicht und schulterlanger Zottelhecke erinnerte ein wenig an Mick Jagger. Ständig schaute er auf die Uhr am Bahnsteig. Und die durchaus noch winterlichen Temperaturen im Wittgensteiner Land ließen ihn heftig frösteln.

„Scheint sich ziemlich verspätet zu haben, seine Verabredung“, meinte Claudia Siegemund, während sie sich einen Becher Tee aus der Thermoskanne einschenkte. Gemeinsam mit Kommissar Rüdiger Mertz saß sie in einem Zivilstreifenwagen auf einem Platz hinter dem kleinen Supermarkt. In direkter Nachbarschaft zum Bahngelände. Wenn der Mann auf dem Bahnsteig mal genauer herüberschauen würde, müsste er sie sogar fast sehen können.

Aber der hatte offensichtlich ganz andere Interessen. Und die machten ihm schwer zu schaffen. Das sah man. Selbst auf diese Entfernung. Zum gefühlt zehnten Mal griff er gerade wieder in seine Parkatasche und holte Tabak und Papierchen hervor. Mit steifen Fingern drehte er sich eine Kippe, zündete sie an und sog gierig den Rauch ein.

„Das ist nicht die Erleichterung, die er jetzt verspüren würde, hätte er seinen Stoff in den Tabak bröseln können. Aber der scheint ihm ausgegangen zu sein.“ Rüdiger Mertz ließ schon fast Mitleid erkennen, mit dem polizeibekannten Kiffer. Seit einer halben Ewigkeit hatten sie ihn schon auf der „Liste“ im Berleburger Revier.

Harald Pröger, Ex-Jurist und Gelegenheitsmusiker, war kein schlechter oder gar bösartiger Mensch. Im Gegenteil. Er war eher einer, der sich für die Belange seiner Mitmenschen einsetzte und deren Rechte dort einforderte, wo die Betroffenen es selbst nicht vermochten. Eisenhart und gerecht. Im Rathaus hatte man Respekt vor ihm. Genauso wie im Landratsamt und bei anderen Behörden. „Der hat richtig was auf dem Kasten“, sagten die Leute anerkennend.

Nur vom Kiffen kam Pröger nicht los. Und das hatte ihn letztlich seine Karriere in einer Anwaltskanzlei gekostet. „Bewusstseinserweiternd“ sei die eine oder andere Tüte am Tag, hatte er zur Begründung angegeben. Ein Argument, das fast jeder Konsument vorträgt. Und dafür hatte er schließlich in Kauf genommen, dass ihn der Chef der Kanzlei feuert. „Mit blutendem Herzen“, hatte der noch angemerkt. Denn Harald Pröger habe das Zeug zu einem ganz Großen in der Juristerei.

„Bin echt mal gespannt, auf wen der wartet.“ Mertz, der mit der Kollegin zusammen nicht etwa den Altfixer observieren, sondern mehr das Geschehen am Bahnhof beobachten sollte, machte sich gerade Notizen in sein Oktavheft. Das hatte er immer griffbereit in irgendeiner Jacken- oder Gesäßtasche. Für Gedächtnisstützen. Um beim Tagesbericht nicht immer hirnen zu müssen.

Hier hatte es in der jüngeren Vergangenheit öfter mal richtig Senge gegeben – unter rivalisierenden Jugendgruppen. Die einen kamen mit dem Bus aus Berleburg, die anderen per Zug aus Erndtebrück. Pennäler, die sich offenbar gegenseitig nicht ausstehen und es gar nicht erwarten konnten, sich mal wieder gegenseitig das Fell zu gerben. Um anschließend dann noch eine oder zwei Schaufensterscheiben beim Supermarkt nebenan zu zerballern.

Und dann zogen deren Eltern richtig über die Polizei her. „Weil die einfach nie dort ist, wo sie gebraucht wird. Man weiß doch, wo die sozialen Brennpunkte sind.“ Dass sie selbst es unterlassen hatten, ihre Sprösslinge zu Menschen ohne solche Aggressionen zu erziehen, kam ihnen dabei nicht einmal im Ansatz in den Sinn.

„Haben wir denn eigentlich eine Info, dass es heute wieder rund geht?“ Claudia Siegemund war noch nicht so lange in Berleburg und hatte jetzt etwas Schiss, dass sie als eine von zwei Polizeibeamten womöglich in einen Riesenschlamassel hereingezogen werden könnte.

„Nichts dergleichen. Wäre ja auch reiner Selbstmord, wenn wir hier ‚allein gegen die Mafia’ spielen wollten.“ Rüdiger Mertz erklärte der Kollegin noch einmal Sinn und Zweck ihrer Beobachtungen, die rein prophylaktischer Natur seien. „Weißt Du, wenn wir in der Lage sind, die wirklich heftigen Aggressoren zu …“ Er unterbrach sich. „Was macht der denn da?“

Mertz zeigte rüber zu Pröger, der sich in einer Art panischem Anfall in die hinterste Ecke des Wartehäuschens zurückgezogen hatte. Nebenan spratzte ein Teil der Außenwand weg.

„Das gibt´s doch gar nicht. Da schießt einer auf den Mann. Mertz riss die Tür auf, sprang heraus und zog seine Waffe aus dem Holster.

„Ptschuuu“ machte es, „ptschuuu.“ Kleine Staubwölkchen schossen aus der Wand des Wartehäuschens heraus. „Runter, Herr Pröger! Runter auf den Boden!“, schrie Rüdiger Mertz und rannte gebückt in Richtung des Beschossenen. Der tat wie ihm geheißen und verbarg seinen Kopf unter den Händen. Weitere Geschosse schlugen ein. Mertz versuchte, aus der Deckung eines alten Schneehaufens heraus zu sehen, woher die Schüsse kamen. Ziemlich sicher von jenseits der Bahn. Aber es war nichts zu sehen.

„Wieland 14/01 von Wieland 14/27 kommen.“ Claudia Siegemund hing am Funk. „Wieland 14/01 hört.“ „Feuerüberfall am Bahnhof Aue. Eine Person wird massiv von einem Unbekannten beschossen. Brauchen dringend Unterstützung.“

Als sie ihren Notruf abgesetzt hatte, rannte die junge Beamtin, die gezückte und durchgeladene Walther P99 in der Rechten, um den Supermarkt herum und sah zwei ältere Damen, die vor dem Eingang einen Plausch hielten.

„Gehen Sie bitte gleich wieder in den Markt. Hier wird scharf geschossen.“ Die Frauen grinsten nur und quatschten einfach weiter.

„Hören Sie, ich bin von der Polizei und bitte Sie inständig: Gehen Sie wieder hinein. Hier draußen ist es lebensgefährlich. Umständlich pulte sie ihren Dienstausweis hervor und hielt ihn der einen Frau vor die Nase. „Gehen Sie jetzt. Bitte!“

Um die Ecke herum hörte man zwei Einschläge und erst kurz danach die Schussgeräusche. ‚Muss gut 100 bis 120 Meter entfernt sein, der Schütze’, dachte sie, als direkt vor ihr an der Supermarktecke ein Geschoss einschlug, das sich als jammernder Querschläger in Richtung Kapplerstein davonmachte.

Instinktiv sprang die Kommissarin zurück und klebte an der Glasfront des angrenzenden Bäckerladens.

„Verdammtes Schwein, wo bist Du?“ Rüdiger Mertz kniete noch immer mit gezückter Waffe hinter dem Schneehaufen, der dort von einem Räumeinsatz übrig geblieben war. Er traute sich einfach nicht aufzustehen. Weil er kein zusätzliches Ziel abgeben wollte. Harald Pröger lag nach wie vor flach auf dem Boden. Und dann setzte der Beschuss plötzlich aus.

Zehn, zwölf Sekunden wartete Mertz, bis er schließlich aufsprang und rüberhetzte zu dem Mann am Boden. „Kommen Sie!“, rief er Pröger schon beim Herannahen zu, „kommen Sie, ich nehme Sie mit. Rüber zum Markt. Bleiben Sie immer dicht vor mir.“

Wie mit einer Eisenhand riss er den federleichten Pröger hoch und schob ihn vor sich her. Mit seinem massigen Körper gab er dem Mann Deckung. Dabei dreht er sich ständig und richtete dabei seine Waffe stets in die Richtung, aus der er die Schüsse vermutete.

Da pfiff ein Geschoss an seinem rechten Ohr vorbei und knallte neben der Hauptstraße in den Asphalt. „Ptschuuu“ machte es hinter den beiden. ‚Dieser Drecksack hat nur frisch geladen’, schoss es Mertz durch den Kopf.

Dann überschlugen sich die Ereignisse. Kurz nach dem nächsten Einschlag in unmittelbarer Nähe war jenseits des Marktes plötzlich eine andere Schussfolge zu hören. „Prrrrrrrrtschuuu, prrrrrrrrtschuuu“, eine Maschinenpistole. Claudia Siegemund hatte die MP 5 aus dem Türtresor geholt und war zur Gegenoffensive übergegangen. Hinter dem Polizei-Mondeo Deckung suchend, rotzte sie ein ganzes Magazin in kurzen Feuerstößen leer. Auf der gegenüberliegenden Seite des Bahndammes hatte sie als einzig denkbare Deckung für einen Angreifer einen dicken Baum ausgemacht. Und bei näherem Hinsehen dort kleine Mündungswölkchen gesehen, wenn es gerade krachte.

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