Karl-Heinz Göttert - Weihnachten

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Weihnachten wird weltweit groß gefeiert, von Christen wie Nichtchristen. Karl-Heinz Göttert fahndet in der Kirchen- und Weltgeschichte nach Ursprung und Entwicklung dieses unvergleichlichen Festes. Er findet unglaubliche Ereignisse und skurrile Bräuche: Wie wurde aus der Geburtsszene im Stall Jahrhunderte später eine kirchliche Feier, um den Glauben an Jesus als Erlöser zu stärken? Warum nahm man als Termin ausgerechnet die Wintersonnenwende, die bis in die Neuzeit für Trubel und Verbote sorgte? Wie trugen Folklore und Kommerz zum Erfolg des Festes bei? Und in welchem Wettbewerb zueinander standen Krippe und Christbaum?
Ein spannender historischer Überblick für alle, die Weihnachten lieben, wie auch für diejenigen, die daran verzweifeln.

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Noch viel gravierender aber gestaltete sich die Umformung von Pessach als dem höchsten Fest der Juden, das eng mit dem Kreuzestod Jesu verknüpft war. Schon immer hatten die Juden das Kommen des Messias in der Nacht vor dem Frühlingsvollmond erwartet. In dieser wichtigen Nacht war auch der Auszug aus Ägypten erfolgt, aus der Sklaverei, die dann mit dem Pessachfest für immer in Erinnerung gehalten wurde. Dieses jüdische Hauptfest dauerte sieben Tage im Frühlingsmonat Nisan, mit dem Höhepunkt am 15. Tag nach Neumond, dem Mazzotfest. Die Kreuzigung Jesu aber war genau in die Zeit des Pessachfestes gefallen, auch wenn sich die Evangelisten über die genauere Abfolge der Ereignisse (das Abendmahl verlegen die Synoptiker auf Donnerstag, Johannes auf Freitag) nicht einig sind, nur darin, dass Kreuzigung und Tod auf einen Freitag, die Auferstehung auf einen Sonntag fiel. Für uns ist wichtig, dass das Christentum mit Ostern sein erstes zentrales Fest erhielt. Weiter, dass sich dieses Fest an das jüdische Pessachfest anlehnte, weil die historischen Abläufe eben miteinander verbunden waren. Das bedeutete: Gefeiert wurde nach dem Mondkalender, den Zeitpunkt bestimmte der erste Frühlingsvollmond. Ostern war damit ein bewegliches Fest (Luther sprach später von einem »Schaukelfest«, das er gerne auf einen fixen Termin gelegt hätte: den 25. März). Nur setzten damit sofort größte Schwierigkeiten ein.

Unter den Judenchristen gab es – erster Streitpunkt – eine Gruppe, die den Wochentag der Kreuzigung als Ostern beging, während die Heidenchristen den Tag der Auferstehung, also immer den Sonntag, bevorzugten. Der zweite Streitpunkt betraf die Berechnung des Osterfestes überhaupt. Die Bestimmung des Frühlingsvollmonds setzt voraus, dass man weiß, wann der Frühling (als Zeitpunkt der Tagundnachtgleiche) eintritt. Dessen Bestimmung schwankte aber damals zwischen dem 21. und 25. März. Als Caesar den römischen Kalender erneuerte, fiel die Frühlings-Tagundnachtgleiche genau auf den 25. März. Seither aber rückte der Termin aufgrund einer leichten Ungenauigkeit bei der damaligen Bestimmung der Länge des Jahres immer weiter vor, pro Jahrhundert um etwas mehr als einen Tag. Durchsetzen sollten sich die Gelehrten in Alexandria mit ihrer tatsächlich überlegenen astronomischen Kenntnis, denen man sich in Rom dann anschloss bzw. sich auf deren Berechnung verließ.

Dabei rechnete man nicht jedes Jahr neu, sondern entnahm das Datum der jeweils fälligen Osterfeier Tafeln, die ganze Zyklen enthielten. Die Astronomen hatten nämlich verstanden, dass die Tagundnachtgleiche (und damit auch Ostern) nach gewisser Zeit wieder auf das gleiche Datum und schließlich auch auf den gleichen Wochentag fällt. In einer älteren, noch ungenauen Berechnung war die Wiederholung mit 16 Jahren (für das gleiche Datum) bzw. siebenmal 16, also 112 Jahren (für gleiches Datum und gleichen Wochentag), angegeben, nach einer späteren und genaueren Berechnung auf 19 bzw. 28 mal 19, also 532 Jahre. Dabei wurde ein interessantes Nebenproblem gelöst, das bis heute nachwirkt. Der römische Abt Dionysius Exiguus (›der Kleine‹) rechnete im 6. Jahrhundert nicht nur vorwärts, sondern auch zurück und schloss dabei den ersten Zyklus an das Jahr der Geburt Jesu an, womit die alte Zeitrechnung nach den Regierungsjahren des jeweiligen römischen Kaisers wegfiel. Natürlich kannte dieser Dionysius das Geburtsjahr nicht wirklich, er bestimmte es nach den Daten, die man in diesem Zusammenhang als wahrscheinlich angesehen hatte. Übrigens kannte man in der damaligen Mathematik noch nicht die Null, weshalb dem Jahr 1 v. Chr. das Jahr 1 n. Chr. folgt. Wir haben also bei der Diskussion um Ostern zwar keinen Tag der Geburt, aber immerhin ein Jahr dieser Geburt erhalten, das bis heute weltweit den Kalender bestimmt.

Was die Feier des Osterfestes betrifft, bleibt noch ein letzter Punkt zu erwähnen. Wie auch immer der Termin bestimmt wurde: Niemand wollte, dass das christliche Osterfest mit dem jüdischen Pessachfest zusammenfiel, lieber gab man die exakte Berechnung auf. Wenn der Zusammenfall drohte (weil das Mazzotfest ebenfalls auf einen Sonntag fiel, was alle sieben Jahre vorkommt), rückte man eine Woche weiter, um nicht »mit den Juden« zu feiern. Anlehnung an die Juden und Distanzierung oder gar Abscheu gingen also von Anfang an zusammen. Lange Zeit hörte man trotz der grundsätzlichen Einigung von verschiedenen Feierterminen in einzelnen Gemeinden, was in der Großkirche als erheblicher Makel, ja Skandal empfunden wurde. Aber mit dem Osterfest war sozusagen ein erster fester Punkt im Kalender gegeben, um den sich das Jahr dann drehen konnte. Auf dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 sollten dafür die Würfel endgültig fallen.

Die nächsten Feste lagen dann gewissermaßen auf der Hand. Sie konnten nur aus dem biblischen Geschehen abgeleitet werden, aus den weiteren Stationen im Leben Jesu, die man kannte. Eines der ersten Feste betraf Pfingsten, wieder mit jüdischer Vorgabe, sofern es um den 50. Tag nach Pessach ging. Man musste nur den Sinn des Festes ändern, also statt der Übergabe der Tora nach dem Bericht des Lukas das Erscheinen des Heiligen Geistes feiern, wie es Lukas im 2. Kapitel seiner Apostelgeschichte geschildert hatte. Früh verband man damit außerordentlich Wichtiges: nämlich die Entstehung der Kirche. Weil zwischen Ostern und Pfingsten die Auffahrt Jesu in den Himmel stattfand, nach Lukas am 40. Tag der Osterzeit (deshalb immer an einem Donnerstag), ergab sich auch noch ein drittes Fest: Christi Himmelfahrt. Die Feier von Pfingsten als Abschluss der Osterzeit ist erstmals im Jahr 130 bezeugt, gehört also zu den frühesten Festen überhaupt. Christi Himmelfahrt ist komplizierter, wurde in der frühen Kirche eigenartigerweise trotz Lukas mit Pfingsten zusammen begangen. Die »korrekte« Trennung scheint im späten 4. Jahrhundert erfolgt zu sein, möglicherweise in Verbindung mit dem Konzil von Nicäa.

All diese Feste ließen sich datieren, weil sie gewissermaßen an Ostern »hingen«: die Himmelfahrt nach 39 Tagen, Pfingsten nach 49. Schwieriger wurde es mit Ereignissen, über die die Evangelisten berichteten, ohne ein Datum zu nennen. Dazu gehörten die Geburt Jesu und seine Taufe. Beide Feste wurden spät eingeführt und traten dann auch noch eine Weile in eine eigenartige Konkurrenz, weil einige Theologen die Taufe als die eigentliche Geburt ansahen – die Geburt des Gottessohnes. Und so flossen Taufe und Geburtstag gewissermaßen zusammen, mit der Folge, dass für eine »richtige« Geburt kein Bedarf mehr bestand.

Mehr noch: Gegen ein Fest der Geburt gab es sogar Widerstand. Einer der bedeutendsten Kirchenlehrer im 3. Jahrhundert, Origenes, in Alexandrien geboren, aber auch nach Rom gekommen, protestierte dagegen mit dem Argument, Geburtstag feierten nur die Heiden, womit er besonders an den römischen Kaiser dachte, der diesen Tag immer äußerst prunkvoll zu begehen pflegte. Augustus hatte damit begonnen, sein Geburtstag fiel auf den 23. September, der zum nationalen Feiertag erklärt wurde mit Prozession durch Rom, Staatsopfer und Spielen für das Volk. Übrigens galt dies auch für den Geburtstag der Stadt Rom am 21. April, deren 1000-Jahr-Feier im Jahr 248 bei leeren Staatskassen trotzdem mit größtem Aufwand stattfand. Doch auch die ganz normalen Römer pflegten den Brauch, den die frühen Christen entsprechend herzlich verachteten. Wenn sie Heilige mit Festen ehrten, taten sie dies nie an deren Geburtstag, sondern an deren Todestag, speziell bei einem Martyrium als dem »Geburtstag« ihrer Heiligkeit.

Man sieht: Für ein Geburtsfest Jesu, das spätere Weihnachten, gab es anfangs – und das heißt: fast vier Jahrhunderte lang – keinen Bedarf. Das Kirchenjahr etablierte sich allmählich, der Osterfestkreis wurde geschaffen, auch erste Heilige erhielten ihre Gedenktage, allen voran Petrus und Paulus am 29. Juni. Um die Feier der Geburt kümmerte sich jedoch niemand, obwohl sie in den Evangelien durchaus prominent geschildert wird. Geradezu plötzlich, möchte man sagen, ist das Fest da. Deshalb tun sich Fragen auf: Wieso so spät? Wieso überhaupt? Und nicht zuletzt: Wie vollzog sich die Etablierung im Einzelnen?

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