Jan Kusber - Katharina die Große

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Katharina II. herrschte mehr als 34 Jahre über das Russische Imperium. Als Sophie Friederike Auguste von Anhalt-Zerbst in Stettin geboren, bestieg sie 1762 den Thron Russlands an der Seite Peters III. Sie stürzte ihn keine sechs Monate später, um ohne jeden dynastischen Anspruch und unter Ausschluss ihres Sohnes Russland zu regieren. Ihre Zeit als Kaiserin ist eine Periode staatlicher Reform und außenpolitischer Expansion, die Russlands Weg zu imperialer Größe und seinen Aufstieg zur Weltmacht ermöglichten. Legitimation durch eine aufgeklärte und gute Regierung sowie durch eine Vergrößerung des Reiches waren die Leitlinien von Katharinas Herrschaftsverständnis.
Auf dieser Grundlage bietet Jan Kusber eine politische Biographie der Kaiserin von ihrer Kindheit bis zum Tod und gibt gleichzeitig einen Einblick in die Geschichte Russlands zur Zeit Katharinas.

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Sophie wurde als erstes von fünf Kindern in der Stettiner Domstraße geboren, wo dem Festungskommandanten und Gouverneur ein Eckhaus zustand. In ihren Memoiren meinte Katharina später, ihre Mutter sei enttäuscht darüber gewesen, dass ihr erstes Kind ein Mädchen gewesen sei. Schon im Alter von zwei Jahren wurde Sophie von der Obhut der Amme in die Aufsicht einer Erzieherin, Madelaine Cardel, zwei Jahre später deren jüngeren Schwester Elisabeth Cardel übergeben. Beide entstammten einer ins Brandenburgische geflohenen calvinistischen Hugenottenfamilie. Katharina erinnerte sich an Elisabeth als »geduldig, sanft, heiter, gerecht, beständig«, 8während der wohl auf Wunsch des Vaters mit der Erziehung befasste pietistische Regimentsprediger und Pfarrer Christian Wagner für die fromme Erziehung sorgen sollte. Katharina erinnerte ihn als streng und langweilig. Viel mehr als die Fabeln La Fontaines durch Cardel und Luthers Tischreden durch Wagner wurden ihr, so die Memoiren, nicht zur intellektuellen Verkostung geboten. Sie langweilte sich. 9Das Interesse an Lektüre und Selbstbildung mochten ihre Erzieher in Stettin und dann in Zerbst aber in ihr angelegt haben. 10

1742 verbesserte sich die Situation der Familie von Christian August, der gerade zum preußischen Feldmarschall befördert worden war: Gemeinsam mit seinem Bruder Johann Ludwig trat er die Nachfolge des anhaltinischen Fürsten Johann August an, dessen Linie mit seinem Tod ausstarb. Das Fürstentum war klein, verbesserte aber die materielle Grundlage der Familie. Die barocke Hofhaltung seines Vorgängers in Zerbst und die damit verbundenen Dienste sowie die Baumaßnahmen an Schlössern und anderen Gebäuden trugen wesentlich zum kontinuierlichen Aufschwung von Wirtschaft und Handel in Anhalt-Zerbst bei. Zerbst war im Rahmen der Möglichkeiten ein Hof der Musen. Dies galt nicht nur für das Zerbster Schloss, sondern auch für Schloss Dornburg an der Elbe, das insbesondere Johanna Elisabeth liebte und mit ihren Kindern gerne aufsuchte. Zahlreiche namhafte und bedeutende Künstler, Handwerker, Schauspieler und andere ließen sich über Jahrzehnte in Zerbst nieder. Schon seit 1722 wirke Johann Friedrich Fasch als Hofkapellmeister, der bis zu seinem Tode 1758 zahlreiche bedeutende Stücke komponierte und mit der Hofkapelle aufführte. Die Zerbster Residenz genoss Sophie (Fiegchen, so berichtet sie in ihren Memoiren, wurde sie genannt) jedoch nur kurze Zeit. Was sich ihr in Zerbst eher mitgeteilt haben mochte als in Stettin, Braunschweig oder Berlin, war die Anciennität des Geschlechts der Askanier, dem sie entstammte. 11

Wie geriet eine Prinzessin, wie es sie im Alten Reich nicht wenige gab, in den Lichtstrahl der Politik? Schon bald nach ihrem Putsch ging die Kaiserin Elisabeth daran, ihre Nachfolge zu sichern und ließ ihren Neffen Karl Peter Ulrich nach Russland holen. Karl Peter Ulrich, der am Hofe seines Onkels Adolf Friedrich, des Fürstbischofs von Lübeck und Administrator des Herzogtums aufgewachsen war, wurde 1739, in jenem Jahr, in dem er der jungen Sophie begegnet war, Gottorfer Herzog. 12Adolf Friedrich lud seine Schwester Johanna Elisabeth und Sophie ein, um sein Mündel Karl Peter Ulrich zu präsentieren. In ihren Memoiren legt Katharina bereits mit der Schilderung dieser ersten Begegnung das Fundament für ein düsteres Bild ihres späteren Gatten, das sich mit jeder Version der Memoiren noch dunkler einfärbt. Ein Mensch mit Hang zum Alkohol und einer unangebracht kindlichen Neigung zu seinen Spielzeugsoldaten: Diesen Eindruck soll er bei ihr nach dem Eutiner Besuch hinterlassen haben. 13Er wurde schon vor der Palastrevolution seiner Tante als Kandidat für den russischen, vor allem aber auch für den schwedischen Thron diskutiert. Elisabeth ernannte ihn kurz nach ihrer Machtübernahme zum Thronfolger, war doch die Sicherung der Nachfolge für sie von vorrangiger Bedeutung. Als er nach Russland eingeladen wurde, war es wohl keine Alternative, dieses Angebot auszuschlagen und auf den schwedischen Thron, der ihm ebenfalls im November 1741 angeboten worden war, zu setzen. Nichts zeigt den Bedeutungsverlust Schwedens nach dem Großen Nordischen Krieg im Vergleich zu Russland deutlicher. Karl Peter Ulrich reiste 1742 mit einer kleinen holsteinisch-gottorfer Entourage nach St. Petersburg und musste – eine unbedingte Voraussetzung für den Thron – zur Orthodoxie konvertieren. Ob ihm dies schwerfiel, wissen wir aus zeitgenössischen Berichten nicht. Er blieb jedenfalls auch Herzog von Holstein-Gottorf und seinem Herzogtum immer stark verbunden. 14

Für den Fortbestand der Dynastie in der Linie Peters des Großen war eine baldige Eheschließung sinnvoll. Und Elisabeth wählte die Braut für ihren Neffen nicht zufällig. 1727 war sie selbst mit dem Bruder von Johanna Elisabeth, mit dem in Russland in Diensten stehenden Gottorfer Herzog Karl August verlobt worden, der jedoch an Pocken verstarb. Offensichtlich war die Verlobung nicht nur arrangiert gewesen, sondern von Zuneigung getragen. Offiziell sollte Elisabeth nicht mehr heiraten. Schon unter Zeitgenossen wurde allerdings spekuliert, ob sie ihren langjährigen Favoriten Aleksej Razumovskij geheiratet hatte. 15

Das Haus Gottorf war also in mehrfacher Hinsicht im Fokus. Die Idee, Sophie mit Karl Peter Ulrich zu verheiraten, wurde Elisabeth jedoch von Friedrich dem Großen nahegebracht, der sich dazu ihres einflussreichen Leibarztes Johann Hermann von L’Estocq als Mittelsmann bediente. Friedrich wollte eine Kandidatin, die dazu beitragen konnte, dass Elisabeth sich nicht an der Seite Österreichs gegen Preußen wende. Für eine solche österreichische Orientierung stand während des österreichischen Erbfolgekrieges und der darin eingewobenen Schlesischen Kriege Russlands Staatskanzler Aleksej Bestužev-Rjumin. Seine Vorschläge gingen etwa in Richtung einer sächsischen oder französischen Prinzessin für Karl Peter Ulrich. 16Friedrich steuerte gegen und wies nun direkt seinen Gesandten Heinrich Freiherr von Mardefeld an, er solle doch »eine Prinzessin aus irgendeinem alten herzoglichen Hause Deutschlands« 17vorschlagen, um das sächsische Heiratsprojekt zu torpedieren. Er war im Übrigen keinesfalls bereit, Elisabeth, auf die er herabsah, eine seiner Schwestern als Gattin für den russischen Thronfolger anzubieten.

Ob die Entscheidung für Sophie tatsächlich einem sentimentalen Affekt für das Haus Gottorf entsprang, muss dahingestellt bleiben. Jedenfalls folgte Elisabeth Friedrichs Vorschlag, weil er in ihre Dynastiepolitik passte, 18und wenn Friedrich gehofft hatte, mit Sophie in St. Petersburg eine Parteigängerin aufbauen zu können, musste er nicht erst mit ihrer Thronbesteigung lernen, dass Dankbarkeit für Katharina in der Realpolitik keine relevante Kategorie war.

Elisabeth lud Sophie im Dezember 1743 nach Russland ein, das Schreiben erreichte Zerbst am 1. Januar 1744. Eingeladen wurden sie und ihre Mutter, die adressiert wurde, nicht aber Friedrich August:

»Auf ausdrücklichen und besonderen Befehl Ihrer Kaiserlichen Majestät habe ich Ihnen mitzuteilen, dass die erhabene Kaiserin es wünscht, dass Eure Durchlaucht, begleitet von der Prinzessin, Dero ältesten Tochter, sich so bald wie möglich und ohne Zeitverlust in unser Land begibt, an den Ort, an dem der kaiserliche Hof sich dann befinden wird.« 19

Es handelte sich eher um eine Einbestellung als um eine Einladung. Als Sophie nach der beschriebenen winterlichen Reise über das Baltikum und St. Peterburg in Moskau eintraf und der Kaiserin Elisabeth begegnete, war sie vom ersten Anblick derselben tief beindruckt. Sicher wird die Aura der Macht und die von den Zeitgenossen gerühmte Schönheit Elisabeths dazu beigetragen haben. 20Und Elisabeth zeigte sich ihr gewogen. Ihre ersten Begegnungen mit ihrem potenziellen Ehemann, Großfürst Peter, verliefen nicht unfreundlich und wohl keineswegs so negativ, wie sie es in den späteren Memoirenfassungen darstellte. Großfürst Peter, dies wurde sehr schnell deutlich, hatte den Wechsel aus dem holsteinischen Eutin nur unter Schwierigkeiten vollzogen. Er fremdelte merklich. Jakob von Stählin, sein Erzieher und zugleich hochrenommiertes Mitglied der Russländischen Akademie der Wissenschaften, schilderte ihn als unterschiedlich begabt. 21Während Peter sich für Mathematik, Fortifikation und alles Militärische lebhaft interessierte, trafen Sprache, Landeskunde und gegenwartsbezogene politische Fragen auf weniger Gegenliebe – soweit sie Russland betrafen. An seinem Herzogtum Holstein, das er ab 1745, dem Jahr seiner nominellen Volljährigkeit, von St. Petersburg aus regierte, zeigte er dagegen durchaus Interesse. Er entwickelte eine lebhafte Verehrung für Friedrich II. All dies wird man als wenig ungewöhnlich bezeichnen dürfen. Friedrich II. galt als der brillanteste Feldherr seiner Zeit und hatte manchen Bewunderer in den Spitzen der Armeen Europas. Die Freude am Militär und auch der spielerische Umgang mit Spielzeug- und echten Soldaten verweisen auf die Jugend seines Großvaters Peter I., der aus seinen Spielzeugregimentern veritable Eliteformationen geformt hatte.

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