Wissen ist kein Gegenstand, der von Person zu Person verschoben wird, sondern ein sich im ständigen Fluss befindlicher Prozess mit komplexen Abläufen. Seine Bedeutung wird sozial verhandelt. Auch für den Tertiärbereich mangelt es nicht an einer Vielzahl kooperativer Lernmethoden (Konrad & Traub 2001, S. 70 ff.). Das Wissen um die Methoden allein ist aber zu wenig. Es braucht eine tiefer gehende Reflexion – auch unter Einschluss der Studierenden – darüber, unter welchen Bedingungen sich Wissen entwickeln kann.
Mittels Kooperativen Lernens werden neben fachlichem Wissen auch wichtige überfachliche Qualifikationen im sozialkommunikativen Bereich gefördert ( Beitrag von Tanner), auf die die Studierenden im späteren Berufsleben aufbauen können. Durch die Zusammenlegung unterschiedlicher Perspektiven kann zudem neues, innovatives Wissen entstehen. Kooperatives Lernen beabsichtigt, möglichst alle Studierenden in die Arbeit zu involvieren, ermöglicht aktive Beteiligung und schafft Lernsituationen zur Kommunikation und Interaktion. Kooperatives Lernen gibt Gelegenheit, zu erfahren, dass der Umgang mit Differenz durch Kommunikation konstruktiv wird. Eine Lehre, die Kooperative Lernsettings systematisch und reflektiert integriert, schafft wichtige Grundlagen für (Langzeit-)Studierendenteams, die problem- und fallbasiert oder auch forschungsorientiert Lernen sollen.
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