[74]
EGMR ( GK ) Sisojeva u.a. v. Lettland, Urt. v. 15.1.2007, Nr. 60654/00, § 133; Pisano v. Italien, Urt. v. 24.10.2002, Nr. 36732/97, §§ 53-54; vgl. auch EGMR N.I. v. Belgien, Entsch. v. 6.9.2011, Nr. 51599/08, NVwZ 2012, 1233 m. Anm. Meyer-Ladewig/Petzold (zum materiell-rechtlichen Problem).
[75]
EGMR Meriakri v. Moldawien, Urt. v. 1.3.2005, Nr. 53487/99; Orlowski v. Deutschland, Entsch. v. 1.4.2008, Nr. 35000/05, NJW 2009, 1403 (zur Verfahrensdauer) mit Anm. Meyer-Ladewig/Petzold ; Samadi v. Deutschland, Entsch. v. 7.10.2008; S.K. v. Deutschland, Entsch. v. 2.6.2009 (Akteneinsicht). – Zur Form und dem Problem der nicht gesicherten Überwachung durch das Ministerkomitee vgl. Rn. 355.
[76]
EGMR Orlowski v. Deutschland, Entsch. v. 1.4.2008, Nr. 35000/05, NJW 2009, 1403, 1404.
[77]
Karpenstein/Mayer/ Wenzel Art. 39, 13.
[78]
Karpenstein/Mayer/ Wenzel Art. 37, 27.
[79]
Gleichwohl sind die in diesem Stadium entstandenen Kosten im Rahmen einer vom Gerichtshof später ggf. festzusetzenden angemessenen Entschädigung (Art. 41 EMRK) erstattungsfähig. Voraussetzung ist natürlich, dass die Beschwerde auch in der Sache Erfolg hat; vgl. Nr. 22 des Merkblatts für Personen, die sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wenden wollen, erhältlich unter www.echr.coe.int(Application – Application Pack).
[80]
Eine solche Bestätigung ist allerdings keine zwingende Voraussetzung für die Gewährung der Verfahrenshilfe, vgl. Burhoff/Kotz/ Hagmann/Oerder Teil C, Rn. 240.
[81]
Deren Höhe ist anhand der von der Kanzlei festgesetzten Tarife zu bestimmen.
[82]
Nur ausnahmsweise, wenn die Rechtssache besonders komplex ist, wird eine Verfahrenshilfe auch für mehrere Rechtsbeistände bewilligt.
[83]
Karpenstein/Mayer/ Schäfer Art. 34, 12.
[84]
Gesetz zur Einführung von Kostenhilfe für Drittbetroffene in Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte […] v. 20.4.2013, BGBl. I 2013, 829.
[85]
EGMR-Kostenhilfe-Erstattungsverordnung v. 15.8.2013, BGBl. I 2013, 3272; vgl. die Kritik der BRAK an dem festgelegten Höchstsatz von 850 € in der Stellungnahme Nr. 15/2013 (S. 2 f.), abrufbar unter http://www.brak.de/zur-rechtspolitik/stellungnahmen-pdf/stellungnahmen-deutschland/2013/juli/stellungnahme-der-brak-2013-15.pdf.
[86]
Siehe etwa EGMR H.W. v. Deutschland, Urt. v. 19.9.2013, Nr. 17167/11, § 2.
[87]
Zu den Rechtslehrern i.S.v. § 138 Abs. 1 StPO zählen auch Fachhochschullehrer ( BGH NJW 2003, 3573); Personen, die nicht „sicher“ unter die Vorschrift des § 138 Abs. 1 StPO fallen, können als andere Person i.S.v. Rule 36 Abs. 4 lit . aihre Zulassung als Vertreter beantragen, müssen dies aber nicht förmlich tun; vgl. hierzu: EGMR Reuther v. Deutschland, Entsch. v. 5.6.2003, Nr. 74789/01 (Kostenvorschuss beim BayVerfGH ). Es genügt zunächst einmal die Beifügung einer entsprechenden Vollmacht. Falls es Zweifel an der fachlichen oder sprachlichen Qualifikation des Vertreters(die Erfüllung beider Anforderungen sollte aus der Vollmacht hervorgehen) gibt, wird sich die Kanzlei des Gerichtshofs an den Bf. bzw. den Verfahrensbevollmächtigen wenden. Zudem werden Universitätsprofessoren für juristische Fächer regelmäßig ohne Einschränkungen als Vertreter akzeptiert, vgl. Grabenwarter/Pabel § 11, 1.
[88]
Rule 35 sieht vor, dass ein Staat als Beschwerdegegner durch Verfahrensbevollmächtigte ( agents ) vertreten wird, die zu ihrer Unterstützung Rechtsbeistände ( advocates ) oder Berater ( advisers ) hinzuziehen können. Auch hier besteht also ein – wenn auch begrenztes – Betätigungsfeld für Rechtsanwälte.
[89]
Hierzu: Zum Begriff des Rechtslehrers: BVerwGE 52, 313 = NJW 1977, 1837; AG Essen-Borbeck VR 2009, 321 mit Anm. Deumeland .
[90]
Vgl. EGMR Grimalyo v. Ukraine, Entsch. v. 7.2.2006, Nr. 69364/01.
[91]
EGMR Poltoratskiy v. Ukraine, Urt. v. 29.4.2003, Nr. 38812/97 (Besichtigung eines Gefängnisses); Tanrikulu v. Türkei, Urt. v. 8.7.1999, Nr. 23763/94 (Entsendung einer Delegation in den Südosten der Türkei zur Aufklärung einer gewaltsamen Tötung).
[92]
EGMR Tanis u.a. v. Türkei, Urt. v. 2.8.2005, Nr. 65899/01, §§ 162 ff. (Verhinderung der Zeugeneinvernahme); Trubnikov v. Russland, Urt. v. 5.7.2005, Nr. 49790/99, §§ 55 ff. (Herausgabe Krankenakte); Akkum u.a. v. Türkei, Urt. v. 24.3.2005, Nr. 21894/93, §§ 185-190; Tahsin Acar v. Türkei, Urt. v. 8.4.2004, Nr. 26307/95, §§ 249-256; Tekdag v. Türkei, Urt. v. 15.1.2004, Nr. 27699/95, §§ 57-61.
[93]
EGMR Aktas v. Türkei, Urt. v. 24.4.2003, Nr. 24351/94, §§ 272–277 (vermuteter Tod).
[94]
Das gilt auch für etwaige Anlagen zu den Erklärungen bzw. Schriftsätzen des Vertragsstaates ( Rule 34 Abs. 4 lit . c) und Dokumente, auf die sich der Vertragsstaat in seinen Ausführungen bezieht.
[95]
EGMR Nasri v. Frankreich, Urt. v. 13.7.1995, Nr. 19465/92, § 49.
[96]
Eine frühere Antragstellung ist allerdings unschädlich.
[97]
Vgl. das vom Gerichtshof bereitgestellte Beschwerdeformular Nr. 69; im späteren förmlichen Antrag sind diese Angaben zu wiederholen.
[98]
Vgl. hierzu die einzelnen Schadenspositionen ( Rn. 482).
[99]
Letzteres allerdings nur, wenn vor der Entscheidung über die Zulässigkeit der Beschwerde keine mündliche Verhandlung stattgefunden hat.
[100]
Vgl. auch den Überblick bei Burhoff/Kotz/ Hagmann/Oerder Teil C, Rn. 221.
[101]
EGMR Pisano v. Italien, 24.10.2002, Nr. 36732/97; Odièvre v. Frankreich, Urt. v. 13.2.2003, Nr. 42326/98, § 22, NJW 2003, 2145.
[102]
EGMR Cisse v. Frankreich, 9.4.2002, Nr. 51346/99, § 32.
[103]
Ein solcher Antrag ist zu begründen und muss klar erkennen lassen, ob die Öffentlichkeit insgesamt oder nur teilweise von der Anhörung ausgeschlossen werden soll ( Rule 63 Abs. 3).
[104]
Die Ladung der Zeugen etc. erfolgt durch die Kanzlei ( Rule A5 Abs. 1); vgl. dazu schon Rn. 411.
[105]
So bedeutet z.B. eine nicht effektive Untersuchung des Sachverhalts bei behaupteten Verstößen gegen Art. 2 und Art. 3 EMRK einen eigenständigen Verstoß gegen diese Konventionsbestimmungen.
[106]
Beweiserhebungen durch eine Delegation werden wörtlich protokolliert ( Rule A8).
[107]
EGMR ( GK ) Georgien v. Russland, Urt. v. 3.7.2014, Nr. 13255/07, §§ 105, 108; ( GK ) Janowiec u.a. v. Russland, Urt. v. 21.10.2013, Nr. 55508/07, §§ 211 ff.
[108]
Vgl. auch Burhoff/Kotz/ Hagmann/Oerder Teil C, Rn. 129.
[109]
Anhörungen oder Untersuchungen einer Delegation außerhalb der mündlichen Verhandlung zur Feststellung des Sachverhalts werden durch den Leiter dieser Delegation geführt. Die Delegation übt die Befugnisse aus, die der Kammer übertragen sind ( Rule A4).
[110]
Drittbeteiligten kann jedoch die Teilnahme an der Untersuchung gestattet werden ( Rule A1 Abs. 6).
[111]
Grundlegend: EGMR Ribitsch v. Österreich, Urt. v. 4.12.1995, Nr. 18896/91.
[112]
EGMR Mikheyev v. Russland, Urt. v. 26.1.2006, Nr. 77617/01, § 102.
[113]
Weitere Nachweise bei Burhoff/Kotz/ Hagmann/Oerder Teil C, Rn. 133 f.
[114]
EGMR Bojinov v. Bulgarien, Urt. v. 28.10.2004, Nr. 47799/99 (Dokumentation von Maßnahmen zur Durchführung einer gerichtlich angeordneten Freilassung). Die Frage eines menschenrechtlich relevanten Dokumentationsdefizits kann sich z.B. bei der Wohnraumdurchsuchung stellen (vgl. hierzu BVerfG Beschl. v. 4.2.2005 – 2 BvR 308/04, HRRS 2005/212).
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