Christoph Marx - Südafrika

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Südafrika blickt auf eine jahrtausendealte Geschichte zurück und gilt als Ursprungsort der Menschheit. Mit dem Eintreffen der ersten Schiffe der niederländischen Ostindien-Handelskompanie begann die Kolonialgeschichte Südafrikas, die Zwangseinwanderung von Sklaven und die systematische Unterwerfung der indigenen Bevölkerung. Die Apartheidpolitik des 20. Jahrhunderts bedeutete eine weitere Verschärfung des Rassismus, der zur Grundlage der Staatsordnung wurde.
Christoph Marx vermittelt gut lesbar die grundlegenden Informationen zur Geschichte des Landes bis in die unmittelbare Gegenwart. Dabei legt er einen Schwerpunkt auf die politische Ereignisgeschichte vor allem des 20. Jahrhunderts und einen weiteren auf die ungemein facettenreiche Wirtschafts-, Kultur- und Sozialgeschichte.

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Mit wachsender Entfernung von Kapstadt waren die lokalen Vorgänge von der VOC und dem Politischen Rat kaum noch kontrollierbar. Die Veldkornets etwa waren meist einflussreiche und wohlhabende Farmer, die vergleichsweise autonom handeln konnten. Es kam verschiedentlich zu Konflikten zwischen den von Kapstadt entsandten Landdrosten und der lokalen Bevölkerung, wobei die VOC nur über unzureichende Mittel verfügte, ihre Autorität durchzusetzen. Wenn es einem Landdrost nicht gelang, sich in die lokalen Sozialbeziehungen so zu integrieren, dass er über Patronage und die Kooperation mit wichtigen Personen seine Macht festigen konnte, war er bei etwaigen Konfrontationen auf seinen Sekretär und die Handvoll Soldaten angewiesen, die ihm zur Seite gestellt waren.

Mit Simon van der Stel, der insgesamt 20 Jahre als Kommandant die Kolonie verwaltete, stabilisierte sich zwar die Ordnung, doch breitete sich die für die frühe Neuzeit übliche Patronage und Korruption auch am Kap der guten Hoffnung aus. Patronage war der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhielt, ein personales Geflecht von Abhängigkeiten und wechselseitigen Verpflichtungen geschäftlicher wie freundschaftlicher Art, die die realen Machtverhältnisse stärker prägten als die formalen Hierarchien. Van der Stel selbst war Sohn eines niederländischen Vaters und einer asiatischen Mutter, was in der Kolonialwelt der VOC eher die Regel als die Ausnahme war. Als ausgesprochen tatkräftiger Kommandant mit autoritärem Temperament eignete er sich wertvolle Grundstücke an, etwa die Weinfarm Groot Constantia am Fuß des Tafelberges, die den einzigen qualitativ hochwertigen und exportierbaren Wein produzierte. Van der Stel versuchte, eine regelrechte Vorherrschaft seiner Familie zu etablieren.

Zwar konnte er bewirken, dass sein Sohn Willem Adriaan zu seinem Nachfolger (1699–1707) ernannt wurde, doch vermengte dieser Amt und Privatinteressen in einer Weise, dass es zum Streit mit einflussreichen Siedlern kam. Hatte die Kolonie in den ersten Jahrzehnten noch mit Getreide aus Batavia unterstützt werden müssen, produzierte sie nun Überschüsse, was vor allem der Ansiedlung von Hugenotten Ende des 17. Jahrhunderts zu verdanken war. Der Gouverneur nutzte seine Stellung, um die Produkte aus seinen eigenen riesigen Latifundien bevorzugt zu verkaufen, sodass die Farmer das Nachsehen hatten. Allen Drohungen und Repressalien zum Trotz gelang es seinen Gegnern, als ihre Eingaben an der Arroganz des Gouverneurs abgeprallt waren, eine Delegation nach Amsterdam zu schicken. Dort wurden sie bei der VOC-Führung vorstellig und erhoben schwere Vorwürfe wegen Amtsmissbrauchs. Es war ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der VOC, als deren Führung einen Gouverneur seines Amtes enthob. Danach war die Macht der Familie van der Stel gebrochen, obwohl die folgenden Generationen weiter als Großgrundbesitzer in der Kolonie wohnen blieben. Doch hielt die VOC ihre Monopole aufrecht, die die Freibürger als größten Missstand und Haupthindernis der wirtschaftlichen Entwicklung der Kolonie betrachteten.

Die Produktion von Lebensmitteln durch »Freibürger« funktionierte zunächst nicht, da die Farmer zu wenige Arbeitskräfte hatten. Die Kompanie verbot ihnen, die ortsansässige afrikanische Bevölkerung zur Arbeit zu zwingen, weil sie ökonomisch teure Konflikte vermeiden wollte. In den Anfangsjahren setzten sich wirtschaftlich gescheiterte Freibürger sogar ab und reisten mit heimfahrenden Segelschiffen nach Europa zurück. Deshalb beantragte van Riebeeck, Sklaven ins Land zu holen, womit ein Sklavenhandel begann, der von 1658 bis ins frühe 19. Jahrhundert andauerte. Die Sklaven wurden aus dem gesamten Raum des niederländischen Handelsreiches im Indischen Ozean nach Südafrika verschleppt, was fatale Folgen für die weitere Entwicklung der Gesellschaft haben sollte.

2.2 Die Entstehung einer Sklavereigesellschaft

Die Niederländer haben die Sklaverei keineswegs neu erfunden, schließlich waren die Niederlande im 17. Jahrhundert eines der freiesten Länder der Welt, in dem auch Frauen mehr Rechte hatten als in anderen europäischen Gesellschaften. Doch die VOC passte sich in Asien schnell den lokalen Verhältnissen an und übernahm die Institution der Sklaverei. Zwischen der Gründung der VOC und derjenigen der Kapkolonie vergingen 50 Jahre, in denen sich die Angestellten und Funktionsträger an das System der Sklaverei gewöhnten. Jan van Riebeeck kam aus Batavia und kannte Sklaverei aus erster Hand, sodass es für ihn nahe lag, diese Institution auch in Südafrika einzuführen. Da die VOC die Versklavung der einheimischen Bevölkerung untersagte, musste van Riebeeck die Sklaven von außerhalb holen, weswegen er sich an die Regierung in Batavia wandte. Schon sechs Jahre nach Gründung der Kolonie kamen die ersten Sklaven aus Asien in Kapstadt an, denen in der gesamten Zeit der VOC-Herrschaft noch viele folgen sollten, insgesamt ca. 63 000. Anfangs kaufte die Kolonie sogar selbst Sklaven ein, wozu sie Schiffe nach Madagaskar schickte. Später wurden die meisten von VOC-Schiffen, die auf dem Weg in die Heimat waren, mitgebracht und in Kapstadt entweder an die Kompanie oder an Privatleute verkauft.

Etwa ein Viertel der Sklaven kam aus Südasien, d. h. aus Indien und Ceylon, und weitere 20 % stammten aus dem Zentrum des niederländischen Reiches in Südostasien, etwa ein Viertel aus Madagaskar und der Rest von den ostafrikanischen Küstenregionen. Die meisten Asiaten wurden über Batavia nach Südafrika gebracht, lebten ursprünglich jedoch auf den kleineren Inseln wie den Molukken, auf Sulawesi, Bali oder Timor. Durchreisende Schiffe, die auf dem Rückweg nach Europa waren, verkauften diese Sklaven einzeln oder in kleinen Gruppen in Kapstadt. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammten Sklaven in größerer Zahl aus Mosambik, da in bezeichnender rassistischer Stereotypisierung Afrikaner als besonders geeignet für die Feldarbeit eingeschätzt wurden.

Der Anteil der Geschlechter war sehr ungleich, da Frauen im Durchschnitt nicht mehr als 20 % der nach Südafrika gebrachten Sklaven ausmachten; ihr Anteil wuchs selbst bis Ende des 18. Jahrhunderts nur auf etwa 30 %. Dies bedeutete, dass sich die meisten Sklaven nicht fortpflanzen konnten, weshalb während der gesamten Zeit der VOC-Herrschaft der Zustrom an Sklaven nicht abriss. Hinsichtlich des unausgeglichenen Geschlechterverhältnisses, aber auch im Hinblick auf die kurze Lebenserwartung vor allem der männlichen Sklaven glich die Kapkolonie in fataler Weise dem menschenverschlingenden System der Karibik. Die Zahl der Sklaven wuchs von wenigen Dutzend in der Amtszeit van Riebeecks auf 25 754 zu Beginn der britischen Herrschaft, sodass die Sklaven gegenüber den weißen Siedlern seit dem frühen 18. Jahrhundert ständig in der Mehrheit waren. Bereits 1717 gab es 2523 Sklaven in der Kolonie. Die meisten von ihnen arbeiteten im Wein- und Getreideanbau in der Nähe Kapstadts, wo sich Ausbeutungsverhältnisse einspielten, die denjenigen auf Plantagen der Neuen Welt ähnelten. Obwohl es Sklavenbesitzer gab, die über 100 Sklaven ihr Eigen nannten, besaßen sie meist mehrere Farmen, weshalb die Zahl der Sklaven pro Farm eher klein war.

Im Hinterland, wo nicht so viele Sklaven zur Verfügung standen und stattdessen die landlos gewordenen Khoikhoi als billige und faktisch unfreie Arbeitskräfte arbeiteten – obwohl sie nominell frei blieben – kam es zu sexuellen Kontakten zwischen männlichen Sklaven und Khoikhoifrauen. Kinder aus solchen Beziehungen, die sogenannten »Bastard-Hottentotten«, blieben ebenfalls frei, da die Mutter frei war, konnten aber seit 1775 als unfreie Arbeitskräfte bis zum 25. Lebensjahr auf den Farmen festgehalten werden.

Es gab zwei Kategorien von Sklaven. Die geringere Anzahl von Sklaven war Eigentum der Kompanie. Sie wurden in Kapstadt selbst, nämlich in der Festung, im Hafen, bei öffentlichen Arbeiten, eingesetzt. Sie waren in der bereits erwähnten sogenannten Slave Lodge in unmittelbarer Nähe zu den Feldern und Gärten der Kompanie untergebracht. Ihre Zahl betrug während des gesamten Zeitraums zwischen 400 und 650 Personen. Die Mehrheit der Sklaven gehörte indes Privatpersonen sowohl in Kapstadt als auch in den ländlichen Gebieten.

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