Christoph Marx - Südafrika
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Christoph Marx vermittelt gut lesbar die grundlegenden Informationen zur Geschichte des Landes bis in die unmittelbare Gegenwart. Dabei legt er einen Schwerpunkt auf die politische Ereignisgeschichte vor allem des 20. Jahrhunderts und einen weiteren auf die ungemein facettenreiche Wirtschafts-, Kultur- und Sozialgeschichte.
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2 Die Zeit der Vereinigten Ostindischen Kompanie
2.1 Die Gründung der Kapkolonie
Als 1651 der erste Niederländisch-Englische Krieg ausbrach, sahen die Niederländer den Zeitpunkt für eine Präventivmaßnahme gekommen, um zu verhindern, dass die Engländer sich in der Tafelbucht festsetzten. Der Oberkaufmann Jan van Riebeeck wurde mit drei Schiffen ausgesandt, um eine Lebensmittelstation zu gründen. Er sollte einen Gemüsegarten anlegen und die Schiffsbesatzungen künftig mit frischer Nahrung sowie mit Trinkwasser versorgen. Die Khoikhoi bemerkten, dass die Europäer diesmal nicht nur kurzzeitig an Land gingen, sondern bleiben wollten. Darauf reagierten sie feindselig, da das Gebiet um die Tafelbucht und auf der Kaphalbinsel wegen der guten Bewässerung ein begehrtes Weidegebiet für ihre Tiere war. So war das erste Gebäude, das die Weißen im südlichen Afrika errichteten, eine Festung.
Die Versorgungsstation war keineswegs allein den Schiffen der VOC vorbehalten, sondern zu manchen Zeiten lagen mehr Schiffe aus anderen europäischen Ländern vor Kapstadt auf Reede als niederländische. Zwischen 1688, als der niederländische Statthalter Wilhelm III. in der Glorious Revolution König von England wurde, und 1781 waren die beiden Länder enge Bündnispartner. Für die VOC war dies eine lukrative Einnahmequelle, weil sie sich die Versorgung gut bezahlen ließ. Auch die freien Bewohner Kapstadts konnten tüchtig verdienen, wenn sie Kneipen und Unterkünfte für die Schiffsbesatzungen unterhielten. Wegen der geringen Zahl freier Siedler dauerte es etwa 30 Jahre, bis die Kapkolonie von Getreideimporten aus Batavia unabhängig wurde und ihrerseits Überschüsse produzierte, die sie an die Schiffsbesatzungen verkaufen konnte.
Zunächst sollten Angestellte der VOC den Anbau der Nahrungspflanzen übernehmen, doch erkannten die stets besorgt auf ihre Kosten blickenden Direktoren der Kompanie, dass sich dies mit freien Farmern besser bewerkstelligen ließ, solange die Kompanie ihr Monopol sichern konnte. Ehemalige Angestellte durften sich als sogenannte Freibürger (Vryburger) im Land niederlassen und Parzellen bewirtschaften. Allerdings mussten sie ihre Produkte an die Kompanie veräußern, die sie ihrerseits an die niederländischen und andere europäische Schiffe weiterverkaufte. Die Parzellen konnten sie, oft auf Kredit, als Eigentum erwerben und erhielten von der Kompanie Besitztitel.
Die Kapkolonie war von der Dynamik ihrer gesellschaftlichen Entwicklung stärker geprägt als von ihren staatlichen Institutionen, die kaum lenkend eingriffen. Die VOC als kommerzielles Unternehmen wollte ihre Ausgaben so gering wie möglich halten, obwohl sie sich von einer Aktiengesellschaft durch die weitreichenden staatlichen Hoheitsaufgaben unterschied, die ihr die Republik der Niederlande eingeräumt hatte, um möglichst effektiv in Asien agieren zu können. In Südafrika erwiesen sich die VOC-Vertreter durchweg eher als kleinliche Pfennigfuchser denn als energische Staatengründer. Die Expansion der Kolonie war ursprünglich überhaupt nicht vorgesehen, weil das ganze Unternehmen nur als Lebensmittelstation geplant war. Hier machten sich bald nicht beabsichtigte Folgen ihres Vorgehens bemerkbar, denn als die VOC den Anbau an Farmer übergab, setzte sie genau die Dynamik in Gang, die am Ende zu einer großen Flächenkolonie führte. Außer Kosten brachte sie der Kompanie aber kaum etwas ein.
Kapstadt wuchs gewissermaßen aus dem Fort heraus. Die Festung, ursprünglich nahe am Strand gelegen, beherbergte zunächst die gesamte europäische Siedlerschaft mitsamt Gouverneur und Soldaten sowie die Gebäude und Magazine der VOC. Doch schon nach wenigen Jahren wurde sie zu klein und die ersten Bewohner begannen, in der näheren Umgebung Häuser zu errichten. Bis zum Ende der VOC-Herrschaft blieb sie der Mittelpunkt der politischen und administrativen Ordnung: Residenz des Gouverneurs, Sitz der Verwaltung und Kaserne. Eine erste einfache Konstruktion aus Holz und Erdwällen wurde schon nach wenigen Jahren durch ein imposanteres Steingebäude mit Wassergraben und dem Grundriss eines fünfzackigen Sterns ersetzt. Dieses Gebäude kann man noch heute in Kapstadt besichtigen.
Wirtschaftlich war in den frühen Jahren der Garten das Herzstück der kleinen Siedlung. Dort bauten Sklaven, von deren rechtlichem und sozialem Status im folgenden Abschnitt ausführlich die Rede sein wird, Obst und Gemüse für die Schiffsbesatzungen an, was ja schließlich der Daseinszweck der ganzen Unternehmung war. Direkt vor dem Garten wurde die Unterkunft der Sklaven errichtet, die heute das kulturhistorische Museum der Stadt beherbergt. Gegenüber stand das Krankenhaus, in dem die Skorbutkranken gepflegt wurden, die mit jedem Schiff hier ankamen. Zwischen dem Kranken- und dem Sklavenhaus befand sich eine Gracht, denn Kapstadt wurde wie viele niederländische Kolonialstädte, etwa Batavia oder Neu-Amsterdam (heute New York), mit Grachten versehen. In Kapstadt dienten sie der Kanalisierung der zahlreichen, sich vom Tafelberg ergießenden Bäche. Einer von ihnen wurde sogar in Form einer Wasserleitung auf eine künstlich angelegte Mole geführt, um die Wasserfässer der Schiffe direkt befüllen zu können. Die Grachten existieren noch heute, verlaufen aber unterirdisch, weil sie seit dem 19. Jahrhundert mit dem heutigen Straßennetz überbaut wurden. Kapstadt unterschied sich von zeitgenössischen europäischen Städten dadurch, dass es nicht ummauert war. Jedoch versuchte bereits der Koloniegründer Jan van Riebeeck, mit einer Dornenhecke die Kaphalbinsel vom Rest des Kontinents zu trennen, um die Khoikhoi fernzuhalten, die immer wieder des Viehdiebstahls bezichtigt wurden. Erst ab dem späteren 18. Jahrhunderts bildeten sich wohlhabendere und ärmere Viertel heraus; bis dahin wohnte Arm und Reich noch Seite an Seite. Bis zum Ende der VOC-Herrschaft 1795 hatte die Stadt mit ihren ca. 15 000 Einwohnern allenfalls die Größe einer Kleinstadt nach heutigen Maßstäben erreicht, wobei die Hälfte der Einwohner Sklaven waren.
Sämtlicher Handel wurde über das Monopol der VOC abgewickelt, weshalb die Bewohner Kapstadts sich auf Dienstleistungen, Handwerk und Kleingewerbe konzentrierten, da sich der Anbau von Lebensmitteln bald ins Umland verlagerte. Selbst der Kompaniegarten verwandelte sich im Lauf des 18. Jahrhunderts in einen reinen Ziergarten, in dem exotische Pflanzen aus Asien die Spaziergänger erfreuten. Schiffsladungen wurden von der VOC-Regierung öffentlich versteigert. Weil es keine festen Läden gab, waren der Handel und die Versorgung der Stadt von Lieferungen abhängig, die sporadisch erfolgten und zeitlich nicht zu kalkulieren waren.
Die Kolonialregierung der VOC in Kapstadt gab den Interessen der Kompanie stets Priorität vor denjenigen der Siedler. Aus VOC-Sicht war das nur zu verständlich, hatte sie doch die Siedlung am Tafelberg einzig zur Versorgung ihrer Ostindien-Segler gegründet. Dennoch war sie immer mit einer negativen Bilanz konfrontiert, denn Südafrika lieferte weder Gewürze noch wertvolle Stoffe, weder Edelhölzer noch wichtige Rohstoffe für das niederländische Gewerbe. Aus der Perspektive der Siedler dagegen war das VOC-Regiment ein Ärgernis, da seine Monopole ihre eigenen wirtschaftlichen Entfaltungsmöglichkeiten beschränkten.
Die kleine Kolonie am Kap der Guten Hoffnung wurde vom javanischen Batavia aus regiert. Bis 1735 gehörte sie administrativ zum Raum des Indischen Ozeans, erst danach wurde die Kolonie direkt den Heren XVII, dem obersten Leitungsgremium der VOC in den Niederlanden, unterstellt. Die Heren XVII waren 17 Delegierte der verschiedenen »Kammern« der VOC, in denen die Städte und Provinzen der Niederlande repräsentiert waren, und nominell die höchste Autorität der Kompanie. Doch aufgrund der Kommunikationsprobleme im Zeitalter der Segelschiffe genoss der Generalgouverneur in Batavia weitreichende Autonomie, auch wenn er seine Entscheidungen im Einvernehmen mit dem ebenfalls dort ansässigen Indienrat der VOC traf. Ihm unterstand das gesamte, weit gespannte Handelsreich der VOC im Raum des Indischen Ozeans, das von Kapstadt bis Nagasaki in Japan reichte. Es umschloss zahlreiche Faktoreien in Indien und auf Ceylon ebenso wie die eher prekären Handelsposten an den Küsten Vietnams und Chinas. Wenn es für die Kapkolonie also eine wirksame Autorität gab, musste sie eher auf Java als in Nordwesteuropa gesucht werden. Doch was für Batavia im Verhältnis zu den Heren XVII galt, bestimmte auch die Beziehungen zwischen Kapstadt und Batavia: Weil die Wege so weit waren und Befehle wie Nachrichten so langsam übermittelt wurden, konnte, ja musste der Gouverneur weitgehend selbstständig entscheiden. Nur eigens ausgesandte Generalkommissare sowie die Admiräle der Ostindienflotten übten eine gelegentliche Kontrolle aus. An der Spitze der Kolonie stand in den Anfangsjahren der Kommandant, dessen Amt unter van Riebeecks Nachfolger Simon van der Stel (Amtszeit 1679–1699) im Jahr 1690 zum Gouverneur aufgewertet wurde. Im 18. Jahrhundert wurden vorzugsweise Männer mit militärischer Erfahrung zu Gouverneuren ernannt, schließlich sollten sie gegenüber den Schiffen und Schiffsgeschwadern anderer europäischer Länder bewaffnete Macht demonstrieren. Das VOC-System in der Kapkolonie war die verkleinerte Kopie dessen, was die VOC in Batavia für den ganzen Indischen Ozean aufbaute. Ähnlich wie der gesamte Handel des niederländischen Kolonialreiches durch Batavia geschleust wurde, fungierte Kapstadt für Südafrika als das Nadelöhr eines von der VOC kontrollierten Handelsmonopols. Wie der Generalgouverneur ohne den Indienrat keine Entscheidungen treffen konnte, so war auch der Gouverneur der Kapkolonie kein Autokrat, sondern an den Politischen Rat gebunden. Dieser war jedoch aus ihm untergebenen Angestellten der VOC zusammengesetzt. Ähnliches galt für den Justizrat, den obersten Gerichtshof, sowie die ihm untergeordneten Gerichte und andere zentrale Einrichtungen wie das Waisenhaus. In allen Gremien mit Ausnahme des Politischen Rates war auch eine Minderheit von Bürgern vertreten, die allerdings von der Regierung berufen und nicht frei gewählt wurde. Diese Verwaltungsstruktur wurde überwuchert von einem Geflecht personaler Beziehungen und Abhängigkeiten, das vom Gouverneur und den hohen Beamten in die subalternen Gruppen der VOC hineinreichte. Das Ergebnis war Vetternwirtschaft und Korruption, die in der Kapkolonie wie in der gesamten VOC im Verlauf des 18. Jahrhunderts immer stärker um sich griffen.
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