Christoph Marx - Südafrika

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Südafrika blickt auf eine jahrtausendealte Geschichte zurück und gilt als Ursprungsort der Menschheit. Mit dem Eintreffen der ersten Schiffe der niederländischen Ostindien-Handelskompanie begann die Kolonialgeschichte Südafrikas, die Zwangseinwanderung von Sklaven und die systematische Unterwerfung der indigenen Bevölkerung. Die Apartheidpolitik des 20. Jahrhunderts bedeutete eine weitere Verschärfung des Rassismus, der zur Grundlage der Staatsordnung wurde.
Christoph Marx vermittelt gut lesbar die grundlegenden Informationen zur Geschichte des Landes bis in die unmittelbare Gegenwart. Dabei legt er einen Schwerpunkt auf die politische Ereignisgeschichte vor allem des 20. Jahrhunderts und einen weiteren auf die ungemein facettenreiche Wirtschafts-, Kultur- und Sozialgeschichte.

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Bei den Privatsklaven können drei Gruppen unterschieden werden: Erstens diejenigen, die in Kapstadt lebten und meist im Haushalt ihrer Herren eingesetzt wurden, zweitens diejenigen in der näheren Umgebung Kapstadts und drittens die kleinere Zahl, die im Hinterland der Kolonie lebte. Die Situation der Sklaven in der Stadt war die erträglichste, denn viele beherrschten ein Handwerk. Sie arbeiteten als Maurer, Schreiner und Maler, als Köche oder Fischer. Manche waren in spezielleren Handwerken tätig, die ihren Herrn entsprechende Einkünfte eintrugen. Im Lauf der Jahrzehnte wurde handwerkliche Tätigkeit mit dem Stigma der Sklaverei behaftet, weshalb weiße Siedler schon im 18. Jahrhundert kaum noch Handwerker wurden. Kluge Sklavenbesitzer schufen Anreize, indem sie ihren Sklaven die Gelegenheit boten, selbst etwas Geld zu verdienen. Dies eröffnete diesen langfristig die Aussicht, sich die Freiheit zu erkaufen. Freigelassene Sklaven schlossen sich der kleinen, fast ausschließlich auf Kapstadt begrenzten Gruppe der sogenannten »freien Schwarzen« an, von denen trotz der Bezeichnung die Mehrheit nicht afrikanischer, sondern asiatischer Herkunft war. Diese ehemaligen Sklaven und ihre Nachkommen kauften ihrerseits Sklaven, aber offensichtlich erwarben diese oft nicht sehr wohlhabenden Menschen ihre Sklaven hauptsächlich, um sie so bald wie möglich in die Freiheit zu entlassen. »Kreolische« Sklaven, die in der Kapkolonie geboren waren, wurden allgemein besser behandelt, da sie bereits in die Sklaverei hineinsozialisiert waren und als weniger renitent galten.

Das Sklavereiregime war auch in Kapstadt nicht frei von Brutalität, wobei vor allem jede Form von Insubordination mit grausamen Körperstrafen geahndet wurde, von öffentlichen Auspeitschungen über Marterungen bis zur Exekution. In den 150 Jahren der VOC-Herrschaft am Kap wurde im Durchschnitt ein Sklave pro Monat exekutiert, d. h. insgesamt verloren rund 1800 Menschen so ihr Leben. Die hohe Hinrichtungsrate erklärt sich aus der Angst der VOC vor Aufständen. Tatsächlich gab es aber kaum Aufstände, weil die Sklaven zu verstreut und isoliert voneinander lebten. Formen des Widerstands waren eher Flucht, Brandstiftung, Sabotage oder Diebstahl.

Ganz anders sah es in den ländlichen Regionen in der näheren und weiteren Umgebung von Kapstadt aus. Die reichen und mächtigen Farmer, die sog. Cape Gentry, die neben ihrer Familienfarm ein Stadthaus in Kapstadt hatten, besaßen oft zahlreiche Sklaven, die für sie auf den Feldern und in den Weinbergen schuften mussten. In ihren Stadthäusern mussten die Sklaven im Haushalt arbeiten und allerlei Dienstleistungen erbringen, wozu im 18. Jahrhundert die modische Fortbewegung mit der Sänfte gehörte, die von Sklaven getragen wurde.

Die VOC trug dafür Sorge, dass ihre eigenen Sklaven, die in der Slave Lodge lebten, getauft wurden. Doch folgten ihr die Bürger in dieser Praxis keineswegs, denn eine nicht ganz eindeutige Beschlusslage der calvinistischen Synode von Dortrecht im Jahr 1618 hatte zur Taufe aufgefordert, aber die rechtlichen Folgen nicht klar artikuliert. Viele Sklavenbesitzer fürchteten, getaufte Sklaven nicht mehr verkaufen zu können oder gar gezwungen zu sein, sie freizulassen. Aus diesem Grund blieb die Zahl der getauften Sklaven bis zum Ende des 18. Jahrhunderts minimal, was zur Folge hatte, dass eine Minderheit von Sklaven sich dem Islam anschloss. Die Gleichheitslehre des Islam bot eine willkommene Alternative zur egalitären Botschaft des Christentums, die ihnen verwehrt blieb. Nur in Kapstadt aber waren die Kontakte unter den Sklaven intensiv genug, um den Islam zu verbreiten.

Abb 2 Sklave und Aufseher Die Gruppe der Sklaven die am meisten zu leiden - фото 3

Abb. 2: Sklave und Aufseher.

Die Gruppe der Sklaven, die am meisten zu leiden hatte, war die zahlenmäßig größte, nämlich die jungen Männer. Während sie auf den Feldern und Weinbergen oder in Kapstadt zu schweren körperlichen Arbeiten eingesetzt wurden, waren die Frauen fast ausschließlich in den Haushalten als Köchinnen, Ammen, Haushaltshilfen tätig und etliche mussten mehr oder weniger freiwillig auch sexuell zur Verfügung stehen. Unverheiratete Männer entwickelten zu ihren Konkubinen oft ein Vertrauensverhältnis, was die vergleichsweise hohe Zahl von Freilassungen weiblicher Sklaven erklärt, allerdings meist erst testamentarisch, d. h. nach dem Tod ihres männlichen Herrn. Da insbesondere javanische Frauen als Köchinnen tätig waren, etablierte sich die südostasiatische Küche in Südafrika. Aber auch die Architektur der Wohnhäuser begann sich frühzeitig von derjenigen der Niederlande zu unterscheiden. Die für niederländische Städte typischen Häuserzeilen mit ihren dem Wasser zugewandten Giebelseiten setzten sich wegen der hohen Feuergefahr aufgrund der häufigen Stürme in Kapstadt nicht durch. Aus demselben Grund verschwanden die mit Reet gedeckten Häuser aus Kapstadt, während sie noch heute in Städten wie Stellenbosch, Paarl oder Tulbagh zu sehen sind. Sie wurden durch Häuser mit Flachdächern ersetzt, was Kapstadt ein auch in Südafrika einzigartiges architektonisches Gepräge gab. Weil Sklaven in den Häusern ihrer Herren wohnten, waren diese oft sehr groß, insbesondere die Küchen, in denen die Sklavinnen meist den ganzen Tag und die Nacht verbrachten. Die männlichen Sklaven waren entweder in einem eigenen Gebäudeteil oder in eigenen Behausungen untergebracht, weswegen ländliche Häuser Grundrisse in Form eines H oder L annahmen, da die Sklaven nie in unmittelbarer Nähe der Wohn- und Schlafräume ihrer Herren wohnten.

Die Anwesenheit der Sklavinnen im Zentrum der Haushalte hatte noch andere Folgen, da sich dort ein Assimilierungsprozess an die Lebensformen der Europäer abspielte, der vor allem ihren Nachwuchs unmittelbar prägte. Die Sklaven, insbesondere die »kreolischen«, d. h. die in Südafrika geborenen, wurden in die weißen Haushalte integriert und assimiliert, weshalb der südafrikanische Sklavereihistoriker Robert Shell mit Recht auf deren Bedeutung als Keimzellen der südafrikanischen Rassenordnung hinweist. Die verstreute Siedlungsform von Familienfarmen, die oft weit voneinander entfernt lagen, trug das ihre zu dieser Entwicklung bei. Die Sklaven blieben meist ortsansässig, selbst wenn die Farmen verkauft wurden, da sie als lebendes Inventar mitveräußert wurden. Sklaverei in Südafrika nahm damit auch Züge dessen an, was man im Fall unfreier Arbeit in Europa als »Bindung an die Scholle« bezeichnet. Dieses System wurde später auf die Khoisan- und Bantu-Bevölkerung ausgedehnt.

Die zwangseingewanderten männlichen Sklaven blieben stärker ihrer Herkunftskultur verhaftet, konnten sie aber in der Regel nicht weitergeben, da die meisten unverheiratet blieben. Die Situation von Sklavinnen war oft besser als diejenige ihrer männlichen Leidensgenossen, da sie eher Aussicht auf Freilassung hatten. Denn auch unter den Weißen gab es einen Mangel an Frauen, insbesondere waren Soldaten davon betroffen. So kam es immer wieder vor, dass sich eine stabile Beziehung zwischen einem weißen Mann und einer Sklavin entwickelte, sodass der Mann seine Gefährtin und ihre gemeinsamen Kinder schließlich freikaufte. Etlichen dieser Nachkommen gelang die Integration in die spätere »weiße« Gemeinschaft, sodass zahlreiche prominente Familien der späteren Machtelite des Apartheidstaates »nicht-weiße« Vorfahren hatten.

In Neuengland war ähnlich wie in Südafrika Land im Überfluss vorhanden, aber im Gegensatz zu Südafrika gab es für Neueinwanderer viele Alternativen zur Landwirtschaft. Beide Faktoren, Überfluss an Land und Knappheit an Arbeitskräften, führten dazu, dass die nordamerikanischen Farmer frühzeitig in Technik investierten. In Südafrika wurde bereits kurz nach der Gründung der Kolonie ein anderer Weg eingeschlagen. Hier suchte man die knappen Arbeitskräfte durch Zwangsarbeiter zu vermehren. Mit der Einführung der Sklaverei etablierte sich das Muster der administrativen Manipulation des Arbeitsmarktes, das sich dauerhaft verfestigen sollte. Die Bereitstellung billiger Arbeitskräfte prägte die Politik und Wirtschaft des Landes bis in das späte 20. Jahrhundert. Tatsächlich wurde diese Frage im Politischen Rat 1716 diskutiert, wobei man zum Schluss kam, dass unfreie Arbeit billiger und darum vorzuziehen sei. Daraufhin entschied die VOC-Leitung, keine weitere Einwanderung freier Siedler zuzulassen und verlegte sich darauf, den Zustrom von Sklaven zu sichern. Ebenso wurden lohnabhängige Weiße, die sogenannten Knechte, im Lauf der ersten Jahrzehnte der weißen Besiedlung durch unfreie Arbeitskräfte verdrängt. Die meisten Knechte wurden Lehrer für die Farmerskinder oder Handwerker in Kapstadt; später verschwanden sie als Gruppe vollständig und gingen in der weißen Farmbevölkerung auf.

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