Christoph Marx - Südafrika

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Südafrika blickt auf eine jahrtausendealte Geschichte zurück und gilt als Ursprungsort der Menschheit. Mit dem Eintreffen der ersten Schiffe der niederländischen Ostindien-Handelskompanie begann die Kolonialgeschichte Südafrikas, die Zwangseinwanderung von Sklaven und die systematische Unterwerfung der indigenen Bevölkerung. Die Apartheidpolitik des 20. Jahrhunderts bedeutete eine weitere Verschärfung des Rassismus, der zur Grundlage der Staatsordnung wurde.
Christoph Marx vermittelt gut lesbar die grundlegenden Informationen zur Geschichte des Landes bis in die unmittelbare Gegenwart. Dabei legt er einen Schwerpunkt auf die politische Ereignisgeschichte vor allem des 20. Jahrhunderts und einen weiteren auf die ungemein facettenreiche Wirtschafts-, Kultur- und Sozialgeschichte.

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An der Spitze der britischen Verwaltung stand ein Gouverneur, der als hoher Offizier zugleich Oberkommandierender der Truppen war. Ihm kam die höchste legislative, exekutive und rechtsprechende Autorität zu, die von keinerlei Gremien der Siedler mehr beschränkt war. Sicherlich war dies auch eine Vorsichtsmaßnahme, da man die Haltung der niederländischen Bevölkerung zunächst kaum abschätzen konnte. Der Justizrat wurde beibehalten, doch seine Zusammensetzung verändert, denn in ihm saß kein einziger Fachjurist mehr, sondern er bestand nur aus Beamten, die dem Gouverneur verantwortlich waren. Der Fiscaal als wichtigster Beamter verlor ebenfalls seine Unabhängigkeit.

Eine deutliche Veränderung gegenüber den Verhältnissen zur Kompanie-Zeit war die Einführung fester Gehälter für die Beamten, denen verboten wurde, für ihre Dienste eine andere Vergütung anzunehmen. Freilich ließen sich fest eingefahrene Praktiken nicht in kurzer Zeit beseitigen. Ein effizientes Vorgehen gegen Korruption und eine Rationalisierung der Verwaltung konnten erst in den 1820er Jahren erreicht werden.

Sechs Repräsentanten der Bürger Kapstadts traten in einem neugeschaffenen Bürgersenat zusammen, der lediglich lokale Befugnisse hatte, obwohl es nach wie vor keine kommunale Selbstverwaltung gab. Die Bürgervertretung im Justizrat wurde abgeschafft, gleichwohl konnte sich der Bürgersenat allmählich eine informelle Beratungsfunktion und eine Art Repräsentanz für die gesamte weiße Bevölkerung aneignen.

Noch 1795 lebten in der Kolonie nur 20 268 Bürger. Zwar wuchs diese Zahl durch natürliche Vermehrung, aber auch durch Zuwanderung, in erster Linie von britischen Soldaten, vergleichsweise schnell an – nämlich bis 1805 auf 25 727. Viele lebten in Kapstadt, das damals insgesamt 15 000 Einwohner hatte, worunter aber auch die große Zahl Sklaven gezählt werden muss. Keine andere weiße Siedlung konnte sich auch nur annähernd mit Kapstadt messen. Stellenbosch, die zweitälteste weiße Ortschaft Südafrikas, hatte im Jahr 1800 lediglich 1100 Einwohner, Swellendam 200. Um 1806 betrug die weiße Bevölkerung der beiden sehr ausgedehnten östlichen Distrikte ganze 7000 Personen, sie hatte gegen Ende des 18. Jahrhunderts aber stark zugenommen.

In der ländlichen Verwaltung rührten die Briten bis in die 1820er Jahre nicht an die bestehenden Verhältnisse und beließen sogar Niederländisch als offizielle Verkehrssprache im Hinterland der Kolonie. Die einzige Veränderung war die Etablierung der neuen Distrikte Tulbagh und Uitenhage unter den Bataviern im Jahr 1804 und weiterer Distrikte im Osten während der zweiten britischen Besatzung. Die Briten sorgten dafür, dass in den kleinen ländlichen Zentren, in denen Drosteien existierten, Schulen und Kirchen gebaut wurden. Allerdings blieb es im Schulbereich trotz aller aufklärerischen Bemühungen der verschiedenen Regierungen bei der engen Verbindung von Staat und Kirche. Wegen der verstreuten Siedlungsweise der Farmer machte die Verbesserung der Bildung nur äußerst langsame Fortschritte, was auch den geringen finanziellen Mitteln geschuldet war.

Die Briten bedienten sich der verfügbaren lokalen Beamten aus der Kompaniezeit, sowohl aus Kostengründen als auch, um ihre gute Gesinnung gegenüber den Buren zu zeigen und sich deren Oberschicht zu verpflichten. Kulturelle oder sprachliche Gegensätze zwischen Briten und den niederländisch sprechenden Siedlern fielen kaum ins Gewicht. Die Kolonialverwaltung zeigte sich sehr darauf bedacht, Befürchtungen der Siedler, sie würden von der fremden Macht schlechter behandelt, durch ein generöses Verhalten zu entkräften. Alle bestehenden wirtschaftlichen Privilegien der Siedler wurden anerkannt und garantiert. Zudem trugen die Briten zur Verbesserung der ökonomischen Situation bei, indem sie eine ganze Reihe verhasster Monopole aus der VOC-Zeit abschafften.

Praktiken, die als nicht mehr zeitgemäß galten, wurden beseitigt, wozu vor allem die Folter und die brutalen Formen der Todesstrafe gehörten, wie das Vierteilen oder Aufs-Rad-Flechten, während die Todesstrafe selbst beibehalten wurde. Die Vertreter der Batavischen Republik änderten nichts an dieser Entscheidung, da diese Neuerungen sich gut mit ihrem Reformprogramm vereinbaren ließen. Dies galt auch für die Religionsfreiheit, die die britische Regierung verkündete. Bereits am Ende der VOC-Herrschaft war das religiöse Monopol der reformierten Staatskirche aufgeweicht worden. Die Regierung hatte den meist deutschen und skandinavischen Lutheranern unter ihren Angestellten und Siedlern im Jahr 1780 den Bau einer lutherischen Kirche in Kapstadt genehmigt. Die Briten führten allgemeine religiöse Toleranz ein, die nicht auf die Protestanten beschränkt blieb, sondern sogar andere Religionen, wie das Judentum und den Islam, einschloss. Gerade der Islam konnte so erstmals aus seinem bisherigen Untergrunddasein heraustreten. Die Muslime durften Moscheen bauen und aktiv missionieren. Die winzige islamische Gemeinschaft unter den Sklaven und Freien Schwarzen begann sich im 19. Jahrhundert auszubreiten. Die Muslime gehörten in dieser Zeit ausschließlich der sunnitischen Glaubensrichtung an und bauten im Lauf des 19. Jahrhunderts Kontakte zur islamischen Umma, insbesondere nach Mekka und Istanbul, auf. Juden durften sich mit dem Beginn der britischen Herrschaft erstmals in der Kolonie niederlassen. Erste kleine Gemeinden von Ashkenasim entstanden in Kapstadt sowie in Kleinstädten wie Oudtshoorn. Ihre Zahl blieb bis ins späte 19. Jahrhundert sehr gering, die meisten von ihnen betätigten sich im Kleinhandel, oft als reisende Händler, sog. smouse, die im Auftrag von Kapstädter Kaufleuten die Farmen mit Gütern des täglichen Bedarfs versorgten.

Außer Verhandlungen mit den unabhängigen Xhosa jenseits der Kolonialgrenze, um diese zu sichern und damit Kosten für etwaige Truppen in der Gegend auf dem absoluten Minimum zu halten, geschah während der acht Jahre britischer Besatzung nicht viel. Immerhin erforschten die Briten ihre neue Kolonie und entsandten verschiedene Expeditionen, die wertvolle Berichte über die Zustände im Hinterland lieferten. Der Bericht von John Barrow aus den Jahren 1797 und 1798 sollte Nachwirkungen haben, da Barrow scharf konturierte Kollektivportraits der angetroffenen Bevölkerungsgruppen zeichnete. Während er die Xhosa als edle Wilde charakterisierte, die ihn an antike Gestalten erinnerten, kamen bei ihm die Buren ausgesprochen schlecht weg. Er stellte sie als brutal, sadistisch, faul und provinziell dar und schuf damit Vorurteile, die bis in die Zeit nach dem Burenkrieg fortwirkten.

3.2 Das Intermezzo der Batavischen Republik, 1803–1806

Für die drei Jahre von 1803 bis 1806 gehörte die Kolonie dem niederländischen Staat, da die VOC nicht mehr existierte. Die Regierung in der Kapkolonie war eine Militärherrschaft mit aufklärerischen Absichten. Die kolonialen Belange der Republik wurden von einem in Batavia residierenden Indischen Rat wahrgenommen, dem auch die Verwaltung Südafrikas oblag. Eines der Ratsmitglieder, der Jurist Jacob Abraham de Mist (1749–1823), erhielt den Auftrag, ein Verwaltungssystem für die Kapkolonie zu entwerfen. Er wurde zum Generalkommissar ernannt, der den Gouverneur beraten und beaufsichtigen sollte. Nach seinen Plänen sollte Südafrika von einer machtvollen Zentrale in Kapstadt regiert werden, die aber den Bürgern mehr Mitspracherechte als bislang einräumte. Die Regierungsgeschäfte nahm ein Gouverneur in der Person des Armeegenerals Jan Willem Janssens (1762–1838) wahr. Er initiierte Verwaltungsreformen und bemühte sich um eine friedliche Grenzregelung mit den Xhosa. Janssens stand ein Politischer Rat zur Seite, der sich aus zwei Beamten und zwei Bürgern der Kolonie zusammensetzte und die Macht des Gouverneurs einschränken und kontrollieren sollte. In der Realität spielten die Bürger in diesem Rat keine Rolle, da überhaupt nur ein Bürgervertreter für einige Monate darin vertreten war. Zudem kam es zwischen dem Rat und dem autokratischen Gouverneur zunehmend zu Spannungen, weil er sich als verantwortlich gegenüber der Regierung der Niederlande betrachtete und keineswegs gegenüber der Kolonialbevölkerung.

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