Nino Haratischwili - Das mangelnde Licht

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Nach der lang ersehnten Unabhängigkeit vom ins Taumeln geratenen Riesen stürzt der junge georgische Staat ins Chaos. Zwischen den feuchten Wänden und verwunschenen Holzbalkonen der Tbilisser Altstadt finden Ende der 1980er Jahre vier Mädchen zusammen: die freiheitshungrige Dina, die kluge Außenseiterin Ira, die romantische Nene, Nichte des mächtigsten Kriminellen der Stadt, und die sensible Qeto. Die erste große Liebe, die nur im Verborgenen blühen darf, die aufbrandende Gewalt in den Straßen, die Stromaus-älle, das ins Land gespülte Heroin und die Gespaltenheit einer jungen Demokratie im Bürgerkrieg – allem trotzt ihre Freundschaft, bis ein unverzeihlicher Verrat und ein tragischer Tod sie schließlich doch auseinandersprengt.
Erst 2019 in Brüssel, anlässlich einer großen Retrospektive mit Fotografien ihrer toten Freundin, kommt es zu einer Wiederbegegnung. Die Bilder zeigen ihre Geschichte, die zugleich die Geschichte ihres Landes ist, eine intime Rückschau, die sie zwingt, den Vorhang über der Vergangenheit zu heben und eine Vergebung scheint möglich.

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Ira war außer sich, eine unerträgliche Verzweiflung, die sie die Beherrschung verlieren ließ.

– Du bist doch bloß neidisch! Keto, sag, dass ich recht habe!, wandte sich Nene an mich. Sie brauchte immer Komplizen, sie brauchte immer Fürsprecher, als hätten nur die anderen die Macht, ihre Wahrheit zur Wahrheit werden zu lassen.

– Neidisch, ich? Neidisch worauf? Dass du irgendeinen hirnamputierten Typen aus der Ferne anschmachtest, der dich nicht einmal ansieht?

– Er kennt mich, dumme Kuh!, empörte sich Nene.

– Wenn du damit nicht klarkommst, dann tut es mir leid, dann solltest du dich besser aus meinem Leben raushalten!

– Hey, ihr zwei, wir müssen wirklich weiter … Und bitte seid nicht so laut!, zischte ich sie an, aber sie schienen taub für meine Bitten.

– Dein Leben? Mir geht es doch gerade darum, dass du ein Leben haben sollst und dir nicht so einen Typen angelst, der dir dann sagt, was du tun und denken sollst!

– So siehst du mich also, ja? Na toll, danke! Was willst du von mir? Du bist eh die Beste! Wieso bist du eigentlich noch mit mir befreundet?

– Ich …

Ira brach ab. Ich stand daneben und wusste nicht, was ich machen sollte. Aus der Ferne hörte ich Dina nach uns rufen.

– Siehst du, du weißt es nicht mal. So eine Freundin brauche ich nicht.

Nene kehrte ihren berühmten Stolz als letzten Trumpf heraus, zeigte sich zutiefst gekränkt und spielte die Unnahbare. Ira machte auf dem Absatz kehrt und rannte in die entgegengesetzte Richtung davon. Mich erfasste Panik. Ich konnte ihr nicht hinterherlaufen, denn das würde bedeuten, dass wir uns aufteilten, und das war zu gefährlich. Ich beschloss, erst Dina zu finden, um dann zu dritt auf die Suche zu gehen. Wortlos lief mir Nene hinterher, und wir bogen in eine Hofeinfahrt, die vollkommen ausgestorben wirkte. Dina lehnte an einer Betonwand.

– Was habt ihr so lange gemacht? Wo ist …

– Sie haben sich gestritten, und Ira ist abgehauen, erklärte ich ihr stockend, außer Atem.

– Selber schuld, sag es ihr, Keto, sie war unmöglich zu mir, die ganze Zeit schon!, begann Nene sich zu rechtfertigen.

– Das ist jetzt völlig egal, Nene, sie kann hier nicht allein rumlaufen, wir müssen sie finden, sagte ich, bevor Dina mit einem Plan kam.

– Ja, das müssen wir wohl, stimmte sie mir ohne Widerrede zu, und wir gingen zurück. Diesmal rannten wir nicht, wir hatten uns bereits an die Angst gewöhnt, an die Dunkelheit und die bedrückende Stille. Langsam liefen wir die Strecke entlang, die wir vor wenigen Minuten noch so hastig bezwungen hatten. Nur drei Straßen weiter fanden wir sie. Sie stand unter einem Holzbalkon mit flatternder Wäsche, von zwei Soldaten in sumpfgrünen Uniformen flankiert, die sie offenbar immer weiter in die Enge trieben.

Ich erstarrte, vor lauter Anspannung vergaß ich zu atmen. Nene legte sich die Hand auf den Mund, um nicht aufzuschreien. Auf Dinas Gesicht zeichnete sich in wenigen Sekunden eine ganze Gefühlspalette ab: erst Panik, dann Überforderung, dann Ekel, dann der Wunsch, sofort kehrtzumachen, dann wieder Mut, schließlich die Entscheidung zu handeln.

Ohne uns anzusehen, machte sie plötzlich ein paar Schritte nach vorn und rückte ins Blickfeld der Soldaten, die zwar keine Maschinengewehre, aber Pistolen in Halftern an der Hose trugen. Ira bemerkte uns sofort, und Iras Blick folgend drehten auch die beiden Männer die Köpfe in unsere Richtung. Wir standen auf der anderen Straßenseite, erstarrt und vor Furcht gelähmt. Der eine Soldat, kaum älter als wir, rief uns etwas zu, aber in diesem Moment ging Dina noch ein Stück weiter auf sie zu und zog ihr kariertes Hemd hoch. Sie entblößte ihren schwarzen BH und ihre vollen Brüste. Und bevor ich etwas sagen konnte, sah ich Nene das Gleiche tun. Sie tat es schnell, ohne Zögern, sie öffnete die Knöpfe ihres geblümten Kleids und stand mitten auf der leeren Straße, erleuchtet vom Licht einer spärlichen Straßenlaterne, wie ein Mannequin, das seinen betörenden Körper präsentiert. Ohne nachzudenken, schob ich ebenfalls mein Shirt hoch, kniff dabei die Augen fest zu, als wollte ich mich unsichtbar machen.

Ira öffnete den Mund, als die Soldaten, von unserem Anblick angelockt und sichtlich überfordert, langsam auf uns zuschritten. Und während die Soldaten angesichts ihrer unerwarteten, kostbaren Beute zu pfeifen und grölen begannen, riss Ira sich los und stürmte die Straße hinunter. Eine Sekunde später rasten wir drei ihr mit todesmutiger Entschlossenheit hinterher.

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