Stefan Rinke - Lateinamerika und die USA

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Beim Gedanken an den amerikanischen Kontinent hat man sofort die Vorstellung von der Supermacht USA und ihrem lateinamerikanischen Hinterhof präsent. Vergessen wird dabei leicht, dass die USA einstmals der ›Wilde Westen‹ waren, während Mittel- und Südamerika auf alten Hochkulturen aufbauten und die Schatzkammern Spaniens und Portugals waren.
Stefan Rinke nimmt den ganzen Kontinent in den Blick und schreibt eine Geschichte der Verflechtungen und Konfliktlinien zwischen den Räumen.
Die Beziehungen zwischen diesen Teilen der Amerikas haben die Geschichte beider Großräume bis auf den heutigen Tag entscheidend geprägt, wobei sich insbesondere seit Ende des 19. Jahrhunderts eine enorme und schnell fortschreitende Verdichtung erkennen lässt, die allerdings auch die Polarität verstärkte. Diese spannende und komplexe rund 500-jährige Geschichte wird übersichtlich und komprimiert dargestellt, wobei der Schwerpunkt auf dem 19. und 20. Jahrhundert liegt.

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Q

Die Monroe-Doktrin (2. 12. 1823)

Aus: Rinke et al., S. 31 – 32.

… die amerikanischen Kontinente [sind] infolge der freien und unabhängigen Stellung, die sie sich errungen haben und behaupten, fürderhin nicht mehr als Gegenstände für zukünftige Kolonisation durch irgendwelche europäischen Mächte anzusehen … An den Kriegen der europäischen Mächte um ihre eigenen Angelegenheiten haben wir nie teilgenommen, noch verträgt sich eine solche Handlungsweise mit unserer Politik. Nur wenn in unsere Rechte eingegriffen wird, oder sie ernstlich bedroht sind, nehmen wir Kränkungen übel oder treffen Vorbereitungen zu unserer Verteidigung. Mit den Wandlungen, die auf dieser Hemisphäre vor sich gehen, sind wir notwendiger Weise und aus Gründen, welche allen erleuchteten und unparteiischen Beobachtern klar sein müssen, unmittelbarer verbunden. Das politische System der verbündeten Mächte [der Heiligen Allianz] ist in dieser Hinsicht grundverschieden von dem Amerikas. … Wir schulden es deshalb der Aufrichtigkeit und den freundschaftlichen, zwischen den Vereinigten Staaten und jenen Mächten bestehenden Beziehungen, zu erklären, dass wir jedweden Versuch ihrerseits, ihr System auf irgendeinen Teil dieser Hemisphäre auszudehnen, als gefährlich für unseren Frieden und unsere Sicherheit ansehen würden.

Die Erklärung basierte unter anderem auf der Vorstellung vom Doppelkontinent der Amerikas als einer eigenen, von Europa unterschiedlichen „Hemisphäre“ mit einem genuin amerikanischen Regierungssystem. Auch in dieser Hemisphäre aber sollten die Regeln einer Hierarchie der Mächte gelten und die Vereinigten Staaten standen nach dem Selbstverständnis ihrer führenden Staatsmänner schon aufgrund ihrer historischen Vorreiterrolle bei der Loslösung vom Mutterland an erster Stelle und waren die „natürlichen Anführer“ in der Region.

Wie führende europäische Staatsmänner, darunter Metternich, erkannten, hatte diese Erklärung weit reichende Konsequenzen für die Beziehungen Europas zur Neuen Welt. War sie aber von Anfang an ein Legitimationsinstrument für den US-amerikanischen Imperialismus, wie man später oft behauptet hat? Zunächst war der Tenor der Doktrin rein defensiv, eine Reaktion auf die Bedrohung durch europäische Ansprüche. Machtpolitisch durchsetzen konnten die USA diese Prinzipien, wie sich zeigen sollte, sowieso noch lange nicht. Allerdings wurde damit ein Grundverständnis vorgegeben. Die USA erklärten, was man in Amerika zu tun gedenkt, ohne sich zuvor mit den Vertretern Lateinamerikas abgestimmt zu haben. Lateinamerika war demnach nur ein Objekt. Damit zeichnete sich ein Konfliktherd ab, der einige Jahrzehnte später zu einem wichtigen Faktor für die Beziehungen zwischen den Amerikas werden sollte.

Panamerikanismus

In Lateinamerika war man allerdings keineswegs bereit, die Objektrolle unwidersprochen anzunehmen. Bolívar war die Persönlichkeit Lateinamerikas, die in diesem Zeitraum die weitreichendsten politischen Vorstellungen und die Idee eines panamerikanischen Bundes entwickelte. Unter dem Eindruck der Einseitigkeit der Monroe-Doktrin schloss er die Vereinigten Staaten von seiner Vision ursprünglich aus. Bolívar wollte einen panamerikanischen Kongress, der eine dauerhafte Konföderation schaffen sollte, um die territoriale Integrität der neuen Staaten gegen die Heilige Allianz sowie den inneren und äußeren Frieden zu sichern.

Zunächst wurden nur die hispanoamerikanischen später dann alle amerikanischen Staaten sowie Großbritannien als Schutzmacht zum Kongress geladen, der 1826 in Panama stattfinden sollte und damit noch ganz unter dem Eindruck der Kriege gegen das Mutterland stand. Die Einladung löste jedoch keineswegs Euphorie aus. Kolumbien, Peru und Zentralamerika schickten ihre Gesandten; England, die Vereinigten Staaten und die Niederlande Beobachter. Mexiko schickte zwar einen Abgeordneten, war aber nicht bereit, den Kolumbianern die Führungsrolle zu überlassen. Die Vereinigten Provinzen vom Río de la Plata und Brasilien führten zu diesem Zeitpunkt Krieg um die Vorherrschaft in Uruguay. In Chile herrschte Bürgerkrieg. Haiti wurde aus rassistischen Bedenken gar nicht erst eingeladen. Paraguays Diktator José Gaspar Rodríguez de Francia (1766 – 1840) erhielt aus politischen Erwägungen ebenfalls keine Einladung. Die bolivianischen Vertreter wurden zu spät entsandt. Die Briten waren keineswegs bereit, über ihre Beobachterrolle hinaus irgendwelche Verpflichtungen einzugehen. Von den zwei USamerikanischen Abgeordneten, die nach langen Debatten in Washington schließlich doch noch losgeschickt wurden, starb einer auf der Reise und der andere kam zu spät in Panama an.

Der Kongress erarbeitete einen Unionsvertrag mit dem Bekenntnis zur dauerhaften Freundschaft der beteiligten Staaten. Allerdings wurde dieser nur von Kolumbien ratifiziert. Konkrete Projekte wie die angestrebte interamerikanische Armee resultierten nicht daraus. Bolívars ehrgeiziges Ziel, die amerikanischen Staaten im Sinne einer panamerikanischen Solidarität zur Aufgabe von Teilen ihrer gerade erst gewonnenen nationalen Souveränität zu bewegen, war damit gescheitert. Immerhin blieb der Gedanke an den Kongress und an die mit ihm verbundenen Vorstellungen und Ziele im intellektuellen Diskurs durchaus präsent und beeinflusste spätere Projekte.

nationales Interesse

Die oft beschworenen gemeinsamen Werte von Freiheit und republikanischer Eigenart in den Amerikas bildeten ein Ideal für Sonntagsreden. In der Realität orientierten sich sowohl die Vereinigten Staaten als auch die jungen lateinamerikanischen Republiken am viel enger gefassten nationalen Interesse. Da es nun aber mehr Staatswesen denn je gab, die auf ihre nationalen Interessen pochten, stiegen auch die Spannungen. Dabei erbten die unabhängigen Staaten teilweise die Konfliktzonen, um die sich ihre Mutterländer Spanien und England lange gestritten hatten. Florida, Louisiana und der ferne Westen waren so von Beginn konfliktive Kontaktzonen zwischen den unabhängigen Amerikas.

Für die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten brachte die Unabhängigkeit Lateinamerikas neben den fundamentalen politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen, die das Ende der mehr als 300-jährigen europäischen Kolonialherrschaft bedeutete, auch eine kulturelle Neuorientierung durch die Abgrenzung von Europa. Das bedeutete aber keineswegs, dass eine Interessengemeinschaft mit den USA entstanden wäre. Vor dem Hintergrund der lateinamerikanischen Unabhängigkeitskriege agierte Washington vielmehr opportunistisch. Eine echte Unterstützung erhielten die Lateinamerikaner aus den USA nicht. Gleichzeitig verhielten sich auch führende Lateinamerikaner eher zurückhaltend gegenüber den Nachbarn im Norden. Trotz des zeitlichen Vorsprungs ihrer Staatenbildung waren die USA keineswegs nur Modell und Vorbild für Lateinamerika. Die durchaus selbstbewusste Betonung der Unterschiede zwischen Nord und Süd blieb demgegenüber von Beginn an bestimmend.

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